Neue Horizonte

A day trip to Krumlov: Our first visit to Český Krumlov, a town in the South Bohemian Region of the Czech Republic and World Heritage Site with our Czech course group.

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Vor etwas mehr als zwei Jahren sind wir von Hessen nach Niederbayern gezogen, und zwar ins Rottal. Bisher haben wir unsere neue Umgebung bis in den Chiemgau, in den Bayerischen Wald und Oberösterreich (wir befinden uns ca. 30 Kilometer von der Grenze) erkundet.

Eins fehlte noch, nämlich unser zweites Nachbarland: Tschechien. Da uns dieses Land auch aufgrund der Geschehnisse im und nach dem 2. Weltkrieg, des ehemaligen Eisernen Vorhangs, der die Kommunikation über Jahrzehnte erschwert hat (das spürt man heute noch) und der Sprache irgendwie „fremd“ vorkam, haben wir uns entschlossen, zuerst an einem Tschechischkurs teilzunehmen und einige Geschichtsbücher zu wälzen. Gestern sind wir nun nach Abschluss des Grundkurses mit den anderen Kursteilnehmern und unserem sympathischen Tschechischlehrer zum ersten Mal nach Český Krumlov (oder Krumau) gefahren.

Welch eine Überraschung! Fotos hatte ich bereits gesehen, aber die Lebendigkeit und Heiterkeit dieser kleinen Stadt mit ihrer theatralischen Kulisse direkt an einer Moldau-Schleife, hat mich einfach begeistert.

Ich denke, das ist der Anfang einer neuen Entdeckungsreise in unser Nachbarland, das so fremd und so nah wirkt. Es soll ein Teil unserer „Heimat“ werden und unsere eigenen Grenzen verschieben. Äußere und innere Welten werden somit weiter.

Wir freuen uns auch schon auf die Erkundung der Natur: nicht nur der große Sumava-Nationalpark lockt; auch die vielen blühenden Wiesen (viel mehr Blumen und Blüten als auf der deutschen Seite, da weniger intensive Landwirtschaft) und traumhafte Alleen versprechen spannende zukünftige Touren.

Und noch etwas: zu unserer Verwunderung, ist es in Niederbayern nicht selbstverständlich, die Sprache des Nachbarn zu lernen. Im Deutsch-Französischen Grenzbereich sieht das anders aus…

 

2 Gedanken zu “Neue Horizonte

  1. O ja, ich erinnere mich, wir besuchten vergangenes Jahr dieses Juwel von Stadt, es hat seinen Platz unter den Stätten des Weltkulturerbes wahrlich verdient. Vielleicht hast Du ja auch das original ausgestattete Barocktheater auf dem Schlossberg besichtigt, das hat mich damals ganz besonders beeindruckt. Leider hatte ich ebenso den Eindruck, dass dieses Kleinod von Stadt bereits ein wenig zu stark unter dem Massentourismus ächzt und unter den Besucherströmen bereits zu bröckeln beginnt.

    Liebe Grüße & schönes Wochenende
    von Constanze

    Gefällt 1 Person

    • Ich kann deine Bedenken verstehen, Constanze. Gestern waren auch viele Touristen aus der ganzen Welt da und hatten Spaß, es wurde viel gelacht: Tschechen, Deutsche, Chinesen, Japaner, Araber, ein buntes Miteinander. Ob die Stadt deswegen bröckelt? Also, ich bin einfach nur froh, dass nach dem langen Kalten Krieg so etwas entstanden ist, dass man sich trifft…Ich bin da sowieso „komisch“: ich hasse überfüllte Strände und Natur voller Müll, aber Menschen aller Nationen in offenen Städten, daran habe ich Freude.

      Fast 15 Jahre habe ich in einem toskanischen Dorf gelebt und mich über die Touris gefreut, sie brachten frischen Wind mit und ihre Begeisterung war ansteckend. Ich denke, das hat immer 2 Seiten, die Tourismusindustrie. In Krumau habe ich es nicht als „zu viel“ empfunden, aber das sieht ja jeder anders. Jedenfalls war alles sauber und alle gut gelaunt  LG von Nadia

      Gefällt 2 Personen

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