Ein Nachtreiher an der Rott!

Ein Nachtreiher als Brut-und-Sommergast an der Rott bei Bad Birnbach
Der Nachtreiher – A night heron – Un héron bihoreau

A rare guest in Germany: a night heron by our river in Lower Bavaria.

Un hôte très rare dans notre région : le héron bihoreau !

Yeah, heute haben wir den extrem seltenen Nachtreiher an der Rott bei Bad Birnbach gesehen! Letztens sahen wir einen Jungvogel in der Nähe, diesmal saß ein erwachsener Vogel am Ufer. Auch im Jahr 2018 haben wir hier einen Jungvogel fischen gesehen.

Der Nachtreiher (Nycticorax nycticorax) ist kleiner als ein Graureiher und ist als erwachsener Vogel auffällig grau, schwarz und weiß gefärbt. Er hat in der Fortpflanzungszeit einen Federschopf.

Man geht davon aus, dass es in ganz Deutschland nur ca. 20 Brutpaare gibt! Eines davon könnte möglicherweise hier in der Nähe sein. Als Brut- und Sommervogel ist der Nachtreiher in Deutschland extrem selten und sehr gefährdet. Wie schön, dass wir ihn hier bewundern dürfen!

Nachtreiher im Landkreis Rottal-Inn - Foto: Nadia Baumgart
Aufmerksam schaut sich der Nachtreiher um. Üblicherweise fischt er nachts. In der Brutzeit allerdings auch tagsüber,

Hier mehr über den Nachtreiher: https://www.lfu.bayern.de/natur/sap/arteninformationen/steckbrief/zeige?stbname=Nycticorax+nycticorax

Und hier noch einmal der Bericht über den Jungvogel 2018: https://nadiapittura.com/2018/07/20/seltene-entdeckung/

#vogelbeobachtung #wildesrottal #nachtreiher #birdwatching #natur #niederbayern

Einfach schee!

Euplagia quadripunctaria - Russischer Bär in Niederbayern
Euplagia quadripunctaria

For the first time in my life, I saw a butterfly named the Jersey tiger (Euplagia quadripunctaria).

Wunderschöner Waldspaziergang mit großer Überraschung: Zum ersten Mal habe ich diesen Schmetterling gesehen, den ich bisher nur von Infotafeln aus dem Rheingau kannte: den Russischen Bär, auch Spanische Flagge genannt. Es ist beeindruckend, ihn zu beobachten, denn kaum öffnet er die Flügel, erscheint er tiefrot. Kaum schließt er sie, verschwindet er beinahe in der Vegetation, weil man nur die schwarz-gelb gestreiften Oberflügel wahrnimmt.

Waldschachtelhalm
Naturwald in Niederbayern
Naturwald

Sommer-Impressionen

Sommer im Rottal

Ein Reh im Weizenfeld im Rottal
Ein Reh schaut aus dem Getreide. Was hat da geraschelt?
Ich bin die Hof-Katze und passe genau auf 🙂
Riesige Vierseithöfe gibt es im Rottal. Manche zerfallen.
Das Rottaler Hügelland
Tierwelt im Rottal
Der Kaisermantel. Ein schöner Name für einen prächtigen Schmetterling

#niederbayern

Safari an der Rott oder – Wildes Rottal

Nachtreiher bei Bad Birnbach im Rottal in Niederbayern
Nachtreiher – Night heron – Héron bihoreau (Nycticorax nycticorax) 

Rare birds along the Bavarian river Rott// Oiseaux rares le long d´une rivière en Basse-Bavière

Seltene Vögel an der Rott

Es ist immer wieder erstaunlich, was man alles an der Rott entdecken kann, wenn man aufmerksam und mit offenen Augen an ihr entlang geht. Heute war es mehr als einmal richtig aufregend. Zuerst sahen wir einen jungen ** Nachtreiher ** (Nycticorax nycticorax)  auffliegen! Leider habe ich zu spät die Kamera gezückt und ihn erst erwischt, als er schon weit oben war. 2018 hatte ich mehr Glück und konnte ihn von der Nähe aus beobachten: https://nadiapittura.com/2018/07/20/seltene-entdeckung/

Der Nachtreiher ist in der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands in der Kategorie 2 („stark gefährdet“) aufgeführt. Es ist sehr selten, ihn zu sehen und somit eine ganz besondere Freude. Wahrscheinlich gibt es nur ca. 20 Brutpaare in ganz Deutschland!

Waldwasserläufer an der Rott
Waldwasserläufer – Green Sandpiper – Chevalier cul-blanc (Tringa ochropus)

Als ob wir nicht genug Glück gehabt hätten, konnten wir kurz danach einen ** Waldwasserläufer ** (Tringa ochropus)sehen! Er gehört zur Familie der Schnepfenvögel und ist in Bayern extrem selten und stark gefährdet. Insgesamt soll es wahrscheinlich 40-50 Brutpaare in ganz Bayern geben.

Hier mehr über den Waldwasserläufer: https://www.lfu.bayern.de/natur/sap/arteninformationen/steckbrief/zeige?stbname=Tringa+ochropus

Und da wir heute einfach sehr viel Glück hatten, durften wir noch eine hübsche ** Flussseeschwalbe ** (Sterna hirundo) beobachten. Ich mag ihre zierliche Gestalt und ihren feinen roten Schnabel. In der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands von 2015 wird die Art in der Kategorie 2 als stark gefährdet geführt.

Flussseeschwalbe – Common tern – (Sterna hirundo) mit Stockenten
Flussseeschwalbe an der Rott im Juli 2020
Quelle beauté: la sterne pierregarin!
Ringelnatter (natrix natrix) an der Rott in Niederbayern
Ringelnatter – Grass snake (natrix natrix)

Reich gesegnet haben wir uns gefühlt. Dann durften wir noch andere Schönheiten entdecken: eine Teichralle (auch Teichhuhn genannt), eine schwimmende Ringelnatter, Distelfalter, Goldammern, Libellen und vieles mehr.

Goldammer – Yellowhammer
Distelfalter
Nachtreiher, Waldwasserläufer und Flussseeschwalbe an der Rott

#rottalinn #wildesrottal #vogelbeobachtung #natur #niederbayern #nachtreiher #birds #oiseaux

Daheim

Kleine Rauchschwalben im Nest – Little barn swallows – Petites hirondelles rustiques

Es gibt sie glücklicherweise noch, diese Ställe, durch die die „Schweiberl“ flitzen und aus vielen Nestern neugierige Augen schauen.🤩 Ich freue mich immer, wenn ich solche Ställe entdecken darf.

Wo diese kleinen Rauchschwalben „daheim“ sind, werde ich bald verraten. Und zwar in der nächsten Ausgabe des Rottaler Gsichter MAGAZINS. Ich habe die Ehre und Freude, in dieser Zeitschrift unter der Rubrik „Unterwegs mit Nadia“ über Themen der Region zu berichten. Im August werde ich auch hier erzählen, was es mit diesen kleinen Schwalben auf sich hat.

Heureusement qu´il y a encore des fermes avec des étables dans lesquelles se multiplient les nids d´hirondelles. Ce nid avec plein de petits au regard curieux se trouve dans une ferme des environs.

#rottalinn #schwalbennest

Wald im Wandel

//Our forests are partly destroyed by wood parasites (bark beetles).

Gestern war ich im angrenzenden Wald. Auf der Wanderung konnte ich wieder feststellen, welche Ausmaße die Kahlflächen bekommen haben. Ein beklemmendes Gefühl…

Der Wald hat aber viele Gesichter bekommen: Hier und da wachsen schon die neuen Bäume gut in die Höhe, ein Meer von frischem Grün.

Auf anderen Flächen denkt man: „Wald oder Wüste?“. Es bietet sich ein trauriges Bild: Baumstümpfe, abgerissene Äste, vom Laster gefallene Hackschnitzel-Haufen. Dafür hat man ganz neue Sichten und Panoramen und ungewohnte Blicke auf Nachbarorte.

„Käferholz“

Immer wieder nimmt man auch den Verbiss an jungen Tannen und Pflanzen wahr. Deswegen werden bestimmte Flächen inzwischen eingezäunt. An bestimmten Stellen kommen die „Schwammerl“ wieder hoch, an anderen fehlen sie. Wie es weiter geht mit unseren Wäldern, kann wohl niemand mit Sicherheit sagen.

In der Lugenz im Rottal 2020

Der BUND Naturschutz sagt dazu:

„Die Gründe für diese Entwicklung liegen in der Massenvermehrung des Borkenkäfers, der sich aufgrund der Trockenheit der letzten Jahre in den Fichtenbeständen ungehemmt entwickeln konnte.

Der Natur fehlten in den Jahren 2018 und 2019 bis zu einem Drittel der Niederschläge, die in früheren Jahren üblich waren. Jetzt ist es an der Zeit, den Grundstein für den Aufbau trockenheitsresistenter, zukunftsfähiger, laubholzreicher Wälder zu legen.“

Im Europareservat Unterer Inn 2020

Das Grüne Wunder am Unteren Inn

In the Lower Inn European Nature Reserve in Bavaria

// Im Europareservat Unterer Inn 2020

Jetzt gibt es wieder einen Kurzfilm über unser „grünes Wunder“ am Inn. Über den Abschnitt westlich des Kraftwerkes in Richtung Eglsee hatte ich bereits berichtet: Das grüne Wunder: https://youtu.be/j67FxSm2CjQ Diesmal ging es östlich des Kraftwerks am Inn entlang.

Nochmal etwas Info zum neu entstandenen Naturparadies am Inn: Erst vor kurzem wurde das Projekt „Durchgängigkeit und Lebensraum“ am Kraftwerk Ering-Frauenstein abgeschlossen. Es ging darum, im Europareservat Unterer Inn wieder auentypische Lebensräume zu schaffen und die EU-Wasserrahmenrichtlinie umzusetzen Dafür waren erhebliche Erdbewegungen notwendig, insgesamt rund eine Million Kubikmeter – aber alles wurde wieder an Ort und Stelle verbaut.

Auch das Infozentrum „Naturium am Inn“ wurde inzwischen umgestaltet und ist seit Ende Mai wieder für Besucher geöffnet: Im Europareservat Unterer Inn 2020

Die umfassenden Ökomaßnahmen, die in den letzten Jahren hier umgesetzt worden sind, fangen schon an, Früchte tragen!

Hier mehr Info über das Europareservat Unterer Inn: https://www.inn-salzach.com/europareservat-unterer-inn

Musik:

Titre:  Ca Tombera Pas Plus Bas

Auteur: Les Haricots Libres

Source: http://haricotslibres.free.fr

Licence: http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/fr/

Téléchargement (6MB): https://auboutdufil.com/?id=336

#Europareservat #naturschutzgebiet #naturiumaminn #innatura

Natur pur!

Nadia_baumgart
Me – reporting for our nature conservation association

Heute fand die erste öffentliche BUND Naturschutz-Veranstaltung unserer Ortsgruppe Unterer Inn statt seit der Lockerung der Corona-bedingten Maßnahmen. Ich durfte berichten! Wir haben zusammen mit dem Reptilien-Experten Daniel Renner 11 Äskulapnattern sehen können! Diese Natter gehört mit bis zu zwei Metern Länge zu den größten Schlangenarten Europas. Sie ist wie die meisten Arten dieser Familie ungiftig. In Bayern ist die Äskulapnatter vom Aussterben bedroht.

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Äskulapnatter am Unteren Inn – Aesculapian snake

Today we had the first post-corona public excursion with a specialist of the nature conservation association in our region in Lower Bavaria.

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Äskulapnatter im Holzstapel
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Schachbrettfalter auf der Seibersdorfer Brenne

Am Rand des Auwaldes befinden sich mehrere Holzstapel sowie ein Streifen nährstoffarmen Bodens, auf dem Orchideen und seltene Pflanzen wachsen und viele Insekten, darunter auch verschiedene Schmetterlingsarten, vorkommen.

Wasserbüffel im Rottal? Ja bitte!

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Rottaler Wasserbüffel…

Quite unusual: Water buffalos in a farm in Lower Bavaria

Wie man sich in der Mordshitze am besten abkühlt, das zeigen uns Johnny, Hannah und Stella: In aller Ruhe ein tiefes Schlammbad nehmen, zwischendurch einmal die Seite wechseln und so – richtig paniert – in der Sonne braten!

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Solche Bilder kennt man sonst aus Dokus über Asien oder Afrika. Aber Johnny, Hannah und Stella sind Niederbayern! Geboren sind sie in Kärnten; seit einem Jahr heißt ihre Heimat „Voglhof“. Da sind wir nämlich heute gewesen: im Voglhof in Dietersburg. Und Karin Neumaier hat mir von ihren Tieren erzählt. „Mein Mann Tobias und ich wollten schon immer Wasserbüffel, das war unser Traum. Die sind so robust, ursprünglich und doch sensibel. Inzwischen können wir richtig mit ihnen kuscheln. Und wenn die einen anschauen, dann schauen sie einem richtig in die Seele hinein“, schwärmt sie.

Auch Karins 7-jähriger Bub Jonas ist von seinen Mitbewohnern begeistert: „Wenn der Johnny im Stall eingesperrt ist, dann darf ich manchmal auf ihm reiten. Das fühlt sich kuschelig an!“

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Paniert in der Sonne, das kühlt ab 🙂

Hannah und Stella sind vermutlich trächtig. Das Fleisch der Kälber soll dann vermarktet werden. Wasserbüffel liefern sehr hochwertiges und schmackhaftes Fleisch, das man in Europa noch kaum kennt. „Massentierhaltung wird das nie“, sagt die stolze Züchterin mit einem liebevollen Blick auf die drei massigen Gestalten im Schlamm. „Die sollen ein schönes Leben haben, nur so kann man auch Nutztiere überhaupt mit gutem Gewissen schlachten.“

Ich denke mir: Diesen Satz sollte man öfter hören. Dann wären unsere Welt nicht nur moralisch ein bisschen besser, sondern unsere Lebensmittel auch gesünder. Gerade jetzt, bei der aktuellen Schlachthofdebatte, ist ein Umdenken angebracht.

Die drei Riesen gefallen mir sehr, auch weil sie so schöne, geschwungene Hörner haben. Leider sind ja die meisten Rinder inzwischen hornlos. „Was für eine Ruhe die ausstrahlen!“ bemerke ich. „Die können aber auch ganz anders“, schmunzelt Karin, „zwischendurch fetzen die im Schweinsgalopp über die Weide.“

Die Wildform des Wasserbüffels kommt noch in Asien vor. Die Tiere wurden schon vor Tausenden von Jahren domestiziert. Als Hausrind gelangte es in jüngerer Vergangenheit in fast alle Regionen der Welt, darunter auch Europa und Afrika.

Immer wieder sieht man in Filmen, wie Vögel auf dem Rücken afrikanischer Wasserbüffel sitzen und das Fell der Tiere nach Insekten absuchen, beispielsweise Madenhacker oder Kuhreiher. Im Rottal übernehmen das die Bachstelzen.

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„Rotbäckchen“ brütet

Weil so viele alte Obstbäume im Garten und am Hof wachsen, hat Karin sich entschieden, richtig gute Fruchtaufstriche herzustellen und zu vermarkten. Den leckeren Springkraut-Aufstrich hatte ich bereits zu schätzen gelernt. Diesmal haben mich Aufstriche aus Fichtennadel und Holunder besonders angesprochen. Die Produkte gab es vor Corona vornehmlich auf Märkten. Inzwischen gibt es sie auch im Sortiment einiger regionaler Geschäfte. Kurz ging es noch durch den duftenden Kräutergarten, in dem ich eine Pflanze kennenlernen durfte, von der ich nie gehört hatte: das Herzgespann. Es gilt schon seit dem Mittelalter als Heilpflanze für Herzbeschwerden.

9-Echtes-Herzgespann-Voglhof
Das Herzgespann im Kräutergarten
5-Alte_Hafnerei_Rottal

Bevor wir den Hof verließen, führte uns Jonas noch zu seinem „Rotbäckchen“, einer Henne, die sich streicheln lässt und gerade brütet. Sie ist selber hier aus dem Ei geschlüpft und wird dafür sorgen, dass es bald wieder neue Hofbewohner gibt.

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Dass das Rottal manchmal wild anmutet, das wusste ich bereits. Dass es auch eine „exotische“ Seite hat und Wasserbüffel sich hier im Schlamm suhlen, das freut mich ganz besonders!

Auch sehr bemerkenswert: Dort, wo jetzt das Wohnhaus des Hofes steht, war wohl ursprünglich eine Hafnerei gewesen. Die wunderschönen Scherben mit Bemalungen aus der Renaissance, die beim Aushub zum Vorschein kamen, wurden 1985 im Nationalmuseum in München ausgestellt.

Hier mehr über den Voglhof:

https://www.der-voglhof.de/home.html

#rottal #voglhof #tierhaltung #wasserbueffel #rottalinn #niederbayern #artgerecht