Winter

 

Winterimpressionen

In diesem Jahr sieht man ungewöhnlich viele Erlenzeisige. Sie sind bei uns Wintergäste; das Männchen erkennt man am leuchtenden gelbgrünen Gefieder. Ich finde sie sehr schön…

Winter impressions

We have a lot of beautiful siskins (Spinus spinus) this year. I love their yellow colour.

Nous avons beaucoup de tarins des aulnes dans le jardin cet hiver. J´aime leur couleur jaune.

Wintersonne

2-Erlenzeisige_Simssee_Nadia_Baumgart

We discovered a new Bavarian lake today. It was wonderful!

Immer der Sonne entgegen: seit einigen Tagen ist das Rottal ein Nebelloch. Die Wetter-App versprach Sonne im Westen. Also sind wir spontan losgefahren. Zum Simssee. Da stand ein Zauberbaum ganz voller turnender Erlenzeisige, die kopfunter ihre gelben Bäuche zeigten.

Stattliche Eichen hoben bettelnd ihre gekrümmten, weit geöffneten Arme zum blauen Himmel. Krähen durchpflügten das Blau mit ihrem kräftigen Flügelschlag. Lang legten sich blaue Schatten über die weißen Wiesen und in den Tannenzweigen leuchteten Tropfen schillernd in allen Farben. Schöner, als jede Weihnachtsdeko, dachte ich.

Lange Lichtfinger tasteten sich durch die Bäume. Und als wir heimfuhren leuchtete der Himmel gelb über den Fichten, wie durch ein blau umsäumtes Milchglas hindurch. Schön war´s!

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Eichelhäher

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Simssee, Oberbayern

Am_Simssee_Natur_Nadia_Baumgart

Lichtfinger

Das Gute und das Böse

wolf_in_Bayern_Aquarell_Nadia_Baumgart

Wölfe – Aquarell mit Tusche

 

Wer sind denn die Guten im Tierreich?

Schützenswert und süß scheinen auf jeden Fall Rotkehlchen, bunte Schmetterlinge und Häschen.

Aber da gibt es die anderen:

„Räuber“, „Raubwild“, „Plünderer“, so nennen wir die Bösen. Wer will schon Räuber und Kriminelle in unserer Gesellschaft…Die nehmen uns etwas weg, das uns gehört. Gefährden unser Eigentum, unsere Lebensräume.

Der Wolf könnte unsere Kinder fressen. Der Biber „frisst alles z´samm“…Der Eichelhäher „plündert“ Nester. „Der Fuchs ist die häufigste Raubwildart in unseren Revieren“ lese ich auf der Seite des Jagdverbandes…

Wir müssten sie töten, wird uns gesagt. Zum Schutz unserer Kinder, unserer Gesundheit aber auch anderer Tiere, ihren „Opfern“ sozusagen, nämlich beispielsweise der Bodenbrüter, Fasane, Rebhühner. Wir beschützen diese Opfer unter anderem, um sie selber schießen zu dürfen. Auch die Fische müssen wir „schützen“. Nicht dadurch, dass wir für Wasserqualität sorgen, sondern eher indem wir die „Feinde“ unserer gezüchteten Jungfische abschießen, nämlich Graureiher und Kormorane.

Oftmals heißt es, Wildtiere, insbesondere Vögel, seien in Deutschland geschützt. Die „Bösen“ seien die Südländer, die alles „abknallen“. Früher wusste ich nicht, dass in Deutschland zum Beispiel die Waldschnepfe gejagt werden darf. Die Waldschnepfe wird nicht nur in Bayern gejagt, sondern erstaunlicherweise auch im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer…

Dass man auch Möwen, Schwäne und den hübschen, winzigen Mauswiesel in Deutschland jagen darf, finde ich befremdlich…

Diese aggressive Sprache macht mich sprachlos. Die Sprache der Jäger ist eine kriegerische. Die bösen Tiere seien „hinterlistig“, sollten „effizient bekämpft“ (z.B. Ameisen), „ausgeräuchert“ (Dachs) werden…

Je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr fällt mir auf, dass wir Menschen oftmals unsere Mitmenschen auch in dieselben Kategorien, nämlich nützlich/schädlich einteilen.

Die Frage ist jedoch: Wie wollen wir denn zusammen leben? Wer ist schädlich/ nützlich für wen? Wer entscheidet, wer gut oder böse ist?

Birdwatching

 

 

Birdwatching in Lower Bavaria

Heute haben wir am Echinger Stausee bei Landshut viele Vögel und Enten gesehen. Darunter Kormorane, Nilgänse, Krick-, Schnatter-, Stock-und Reiherenten sowie Haubentaucher, Gänsesäger, Silberreiher und Zwergtaucher. Wir waren zum ersten und bestimmt nicht zum letzten Mal dort…

Es ist ein Naturschutzgebiet: die Vogelfreistätte Mittlere Isarstauseen.

Hier geht es zwar um die Isar und nicht um den Inn, trotzdem passt das Gedicht meines Mannes Berndt gut dazu:

Herbstnebel am Inn
von Berndt Baumgart
Graue Gänse
Dunkle Wolken
Keine Sterne und kein Mond
Brachvogelschwärme
Kraniche in der Nacht
Traurige Schwäne
Der Seeadler schläft
Die Natur ruht
Die Blätter fallen in der Windstille