Ein richtig schöner Tag in der Natur

Turmfalke
Rüttelnder Turmfalke // Faucon // Kestrel

War das schön heute! Insbesondere das Licht…Rüttelnde Falken, wogende Gerstenfelder, tolle Panoramen, ein paar Mohnblumen, die dem Glyphosat entkommen sind…Und unser Storch war natürlich auch zur Stelle.

#rottalinn

Rottaler Landschaft
Am Badesee
Italo Calvino ist ein sehr guter italienischer Autor

Und all das noch im Video:

Rottaler Landschaften mit Storch

Frühjahrsmarkt

Frühjahrsmarkt in Bad Birnbach
Endlich wieder Frühjahrsmarkt!

Spring market in Lower Bavaria // Notre marché du printemps

Es war richtig viel los auf dem Frühjahrsmarkt in Bad Birnbach! Die Direktvermarkter feiern übrigens ihr 25jähriges Vereinsjubiläum und bieten ihre tollen, regionalen Produkte an. Und…es hat trotz der Vorhersagen aller Wetter-Apps nicht geregnet…

Und hier noch einige Eindrücke im Film:

Kiebitzschutz – Landwirte gesucht!

Kiebitzschutz Förderprogramm für Landwirte
Heutiger Beitrag in der PNP zum Förderprogramm

A programme for farmers to help lapwings to breed

Kiebitzschutz – Landwirte gesucht!

Der Kiebitz ist deutschlandweit, aber auch in Bayern stark gefährdet: Als Bodenbrüter hat er ein sehr gefährliches Leben: Landmaschinen, versiegelte Flächen, aber auch freilaufende Hunde sind seine Feinde. Im letzten Jahr wurden nur 24 geschlüpfte Kiebitzküken in unserem großen Landkreis gesichtet. Wenn das so weiter geht, wird er in unserer Region aussterben.

Um das zu verhindern, bietet nun der Landschaftspflegeverband Rottal-Inn interessierten Landwirten Förderprogramme und kostenlose Beratungsgespräche.

Es wäre sehr schön, wenn möglichst viele Landwirte die Maßnahmen umsetzen würden. Mehr dazu in diesem Link:

https://www.pnp.de/lokales/landkreis-rottal-inn/pfarrkirchen/Der-Kiebitz-braucht-die-Landwirte-4254048.html

Von Einheimischen hört man oft  „es gibt doch so viele Kiebitze!“ Was sie nicht bedenken ist, dass die Altvögel zwar immer wieder zum Brüten herkommen, sie ihre Jungen aber nicht flügge bekommen.

Und die Schwärme, die wir hier sehen, bestehen auch aus vielen Vögeln, die weiterziehen. Außerdem werden Kiebitze recht alt (über 10 Jahre). Man sieht dann lange die Altvögel, die zum Brüten kommen und bemerkt nicht, dass immer weniger Küken schlüpfen. Ich glaube aber, dass das Bewusstsein der Gefahren langsam wächst und dank der Maßnahmen des LPV und dem Verständnis der Hundehalter dürfen wir Hoffnung haben.

Kiebitzschwarm in Rottal-Inn
Schwarm von Kiebitzen und Staren im Rottal

Ein Schwarm Kiebitze hinter einem Starenschwarm. Es ist faszinierend zu beobachten, wie tänzerisch beide Schwärme immer wieder verschmelzen.

Kiebitze (Vanellus vanellus) an der Rott

Raben bringen Glück

Ein Kolkraben-Paar / deux corbeaux / two raven

Heute war ein großer Abenteuertag!

Schon öfters hatten wir Kolkraben bei unseren Wanderungen gehört. Nun konnten wir sie sehen, beobachten, fotografieren. Und zwar im Forst bei Braunau. Sie paarten sich sogar vor unseren Augen und die Kamera war zu schamhaft, um das festzuhalten (in Wirklichkeit waren zu viele Äste vor dem Schauspiel).

FR: Pour la première fois de ma vie j´ai réussi à photographier des corbeaux. Je les avais entendu dans le passé mais cette fois-ci j´ai pu les observer tandis qu´ils batissaient un nid. Quelle aventure!

Kolkrabe - Raven
Raven in a tree

Der Rabe ähnelt der Krähe, ist jedoch viel größer (ca. wie ein Mäusebussard) und hat einen stärkeren Schnabel. Er hat eine tiefere und raue Stimme. Raben „reden“ miteinander. Weil sie so beeindruckend sind, gelten sie in einigen Kulturen als Götterboten.

Für uns war diese Beobachtung das Highlight des Tages! Allerdings bekamen wir – zurück im Rottal – noch Mäusebussarde, Kiebitze und Rehe vor die Linse.

Rehe im Sturm -Wildes Rottal

Landschaft mit Rehen in Bad Birnbach
Sturmlicht in Bad Birnbach – Unten laufen die Rehe

Heute wehte der Sturm auch durch das Rottal. Dabei huschte immer wieder ein surreales Licht über die Landschaften. Als dann auch noch Rehe über die Äcker liefen, musste ich die Kamera zücken.

FR : Nous avons eu une tempête aujourd’hui qui a illuminé le paysage de façon presque surréelle. Et soudain, des chevreuils ont traversé les champs… Quelle beauté !

EN : Roe deer in Lower Bavaria

Schnell in die Hecke huschen

Das „Wellenland“ in der Februarsonne

Sie dösen in der Sonne / Roe deer in the sun

Lower Bavaria nature in the winter sun

Unterwegs im Rottaler “Wellenland“ – An Rehen kann ich mich gar nicht satt sehen. Einzelne verlieren schon langsam ihr graues Winterfell, man sieht es an den Fellbüscheln, die hier und da herausschauen. Ansonsten endlich viel Sonne und Vögel, viele Meisen, aber auch Reiher an der Rott. Im Video unten.

Notre campagne en Basse-Bavière sous le soleil de février

Ich liebe diese „Wellen“ in der Landschaft

Wald und Wild – Ein Plädoyer für die Rehe

Rehe im Rottal

Die Rehe bilden jetzt sogenannte „Sprünge“: Sie leben im Winter in Gruppen. Ich freue mich immer, wenn ich sie sehe. Leider haben Verantwortliche der Forstwirtschaft entschieden, dass mehr Rehe geschossen werden sollen, weil diese anscheinend durch Verbiss dem Wald schaden. Diese Strategie nennt man „Wald vor Wild“. Ich bin eher für die Variante „Wald UND Wild“.

In der PNP wurde am 23.12.2021 ein Leserbrief veröffentlicht, dessen Inhalt mir gefällt. Ich zitiere: Die Förster waren es, „die uns die Fichte als den Geldbaum des Jahrhunderts angepriesen und ohne Überlegung dir Fichte in den letzten Jahrzehnten auch in noch so ungeeignete Standorte gesetzt hatten. Durch diese Monokulturen sind ja die unstabilen Wälder entstanden, weil man der Buche und der Eiche keine Achtung mehr schenkte. Aber die eignen Fehler kann man ja verdecken, wenn man das Reh als Schädling des Waldes verteufelt.“

Der Leserbriefschreiber plädiert dafür, dass Jäger und Förster zusammenarbeiten. Außerdem empfiehlt er, natürliche Verbiss-Schutz-Produkte mit Schafsfett und vergällenden Geruchs und Geschmacksstoffen zu benutzen.

Ich finde, wir sollten unsere heimischen Wildtiere schützen. Schade, dass ich immer wieder lesen muss, dieser Wunsch sei „naiv“ und Menschen, die Rehe in ihrer Umgebung sehen wollen „Bambi-Liebhaber“. Wer sich für Greifvögel einsetzt ist schließlich auch kein „Geierwally“-Liebhaber…

#rehwild #wildtiere #rehe

Die Rehe bilden im Winter Sprünge – Sie sollten nicht als „Schädlinge“ verteufelt werden

Rottaler Schneelandschaften

Rottaler Landschaft - Fotografin Nadia Baumgart
Rottaler Landschaft im Schnee

Heute war es ein einfach wunderbar: Es hat heute Nacht wieder geschneit, der Schnee ist liegen geblieben, der Himmel war blau-blau-blau und überall waren Vögel zu sehen. Märchenhaft.

Promenade dans la campagne enneigée en Basse-Bavière

Rottaler Schneelandschaft
Langwinkl
Graureiher im Schnee
Graureiher im Schnee
Schnee macht gute Laune

Ein Grund zum Feiern: Das Rottaler Gsichter Magazin

Das spannende "Rottaler Gsichter" Magazin
Das Rottaler Gsichter Magazin: Interessante Portraits und Interviews von Menschen aus der Region
Gründe zum Feiern - Rottaler Gsichter - Nadia Baumgart als Gast-Autorin
Das bin ich – Ich hatte in diesem Jahr auch Grund zum Feiern und berichte darüber in der Rubrik „Unterwegs mit Nadia“

Das neue Rottaler Gsichter Print Magazin ist da! Warum das ein Grund zum Feiern ist? Nun, es ist die „Jubiläumsausgabe“, die „Rottaler Gsichter“ gibt es seit nunmehr 5 Jahren!

Journalistin und Soziologin Eva Hörhammer portraitiert darin interessante und kreative Menschen aus der Gegend und fragt sich in dieser Ausgabe, ob wir Gründe zum Feiern haben.

Eine gute Frage, gerade jetzt, da die Corona-Maßnahmen viele Feste unmöglich machen. Dass es eben doch Gründe zum Feiern gibt, darüber berichten Menschen aus der Region im Interview. Wie vielseitig diese Gründe und wie unterschiedlich die „Rottaler“ gesinnt sind, das erfährt man in diesem Magazin, das diesmal auch ein besonders schönes Cover hat.

Ich lese das spannende Magazin am liebsten im Bett und finde es toll, dass ich in der Rubrik „Unterwegs mit Nadia“ wieder einen Beitrag schreiben durfte:

Rottal im Wandel – Gibt es noch was zum Feiern?

Von der Freude am Staunen

Im zweiten Jahr sind nun unsere Feste abgesagt: Karpfhamer Fest, Gerner Dult, Rottaler Volksfest finden nicht statt. Geburtstage, die in die Lockdown-Zeit fielen, konnten nicht gefeiert werden. Im Januar bin ich 60 Jahre alt geworden, das zu feiern war in diesem Winter undenkbar.

Neue Virusvarianten drohen, aber auch der Artenschwund, die Auswirkungen des Klimawandels und kriegerische Konflikte auf der ganzen Welt. Gebannt schauen wir ins Internet und erwarten regelrecht die nächste Katastrophe, die uns in Angst und Schrecken versetzt. Jede Zeit hat ihre besonderen Ängste. Ich selbst bin mit der Sorge um Atomkriege, Ölkrise und Waldsterben groß geworden. Vor lauter Furcht und Sorge sind wir schon fast „blind“ geworden.

Dabei haben wir hier im Rottal das Privileg, die Natur noch hautnah erleben zu dürfen. Als ich 2016 hierher zog, konnte ich nach langen, wurzellosen Jahren in Großstädten erstmals wieder richtig durchatmen.

Gut, dass Naturschutz-Themen die Massenmedien erreicht haben. Oftmals fühlen wir uns aber machtlos: Wie können wir den Planeten retten, ist die Frage. Vielleicht, indem wir in unserer unmittelbaren Umwelt beobachten, welche Artenvielfalt wir noch erleben können? Dazu müssen wir weder Wissenschaftler noch Politiker sein. Wenn wir beispielsweise bei uns an der Rott nicht nur „Vögel“ sehen, sondern Seidenreiher, Flussseeschwalbe und Kiebitz erkennen, erzeugt das Freude. Arten verschwinden, ja. Aber ist es nicht einen Freudenschrei wert, wenn plötzlich Arten, die es bis vor kurzem bei uns nicht gab, – wie der Kuhreiher, der letztlich plötzlich am Rottauensee stand – auftauchen? Offenbar gibt es auch in Zukunft noch einiges zu entdecken!

Angst lähmt, Freude macht lebendig und kreativ. So haben auch in diesem Jahr einfache und kreative Lösungen wie das Markieren der Bodennester unserer Kiebitze dazu beigetragen, dass so manche Brut von Landmaschinen verschont blieb. Das Resultat: wieder sind Kiebitze im Rottal geschlüpft und flügge geworden, drei davon auf einem Birnbacher Acker. Ein wunderbares Beispiel für die Zusammenarbeit von Landwirten und Naturschützern, die in Zukunft intensiver werden wird.

Die Frage kann man auch so stellen: Was ändert sich, wenn keine Kiebitze mehr bei uns brüten? Eigentlich nichts. Oder doch so viel, als verschwände ein großes Kunstwerk aus unserer Welt: Unser Leben wird einfach ärmer.

Ich plädiere dafür, dass wir wieder hoffen und hinschauen. Es gibt kaum eine größere Freude, kaum ein schöneres Gefühl des Friedens, als Wildtieren in die Augen zu sehen, sei es einem Vogel, einem Fuchs oder einem Reh. Lernen wir unsere Tier- und Pflanzenarten kennen und lieben, dann können wir uns an ihnen erfreuen und sie besser schützen, als wenn wir auf den Weltuntergang warten oder an Statistiken verzweifeln. Nehmen wir Kinder mit, dann werden diese bald stolze „Arten-Experten“.

Denn Freude ist einfach ein viel besserer Motivator als Angst!

Gibt es in dieser Zeit also doch noch etwas zu feiern? Ich glaube: Ja! Wenn Artenvielfalt – zusammen mit Kunst und Kultur – ein Aushängeschild für die Region wird, haben wir gewonnen. Und die „Rottaler Gsichter“ feiern heuer ihr Fünfjähriges, das ist auch ein Anlass zur Freude.

Übrigens, meinen 60. habe ich nachgefeiert und durfte mich dabei zum ersten Mal im Leben als Disc Jockey versuchen. Hat Spaß gemacht. Und ich freue mich jetzt schon auf die Rottaler Kiebitzküken vom nächsten Jahr.

Neugierig geworden? Das Magazin kann man online bestellen oder aber in einem der vielen Läden im Landkreis erwerben (wo? Siehe unter „Händlerliste“).

Unterwegs mit Nadia - Eine Rubrik im "Rottaler Gsichter Magazin"
In der Rubrik „Unterwegs mit Nadia“ darf ich über meine Sichtweisen berichten. Danke, Eva!
Rottaler Gsichter Magazin
Fasst sich auch gut an und liest sich gut im Bett 🙂 Ein „Must-Have“ im Rottal 🙂