Storch brütet in Eggenfelden! Storchensaison 2026

Wieder ein Grund zu feiern: in der Nisthilfe in Eggenfelden/ Gern brütet ein Storch! Ich konnte nur diesen mit der Kamera erwischen, habe aber den zweiten im Himmel kreisen sehen. Wie schön, dass nun so gut wie alle Nisthilfen im Landkreis angenommen wurden. Inzwischen werden im Landkreis immer mehr Weißstörche gesichtet.

Bevor ich den Überblick verliere, hier die Vorgeschichte der Storchennester und Weißstörche im Landkreis Rottal-Inn:

*Bad Birnbach*: Im August 2014 ließ Monica Gräfin von Arco auf Valley ein Storchennest auf dem alten Brauereikamin errichten. Schon 2015 landete der erste Weißstorch auf dem Horst. 2018 wurde er von einem Storchenpaar angenommen, das erfolgreich brütete. Seitdem ist der Horst jedes Jahr besetzt gewesen und hatte mehrmals Bruterfolg.

*Pfarrkirchen*: Just am 1. Mai 2020 landeten fünf Weißstörche in Pfarrkirchen. Dies meldete ich gleich der PNP, die die Neuigkeit veröffentlichte. Der Erste Bürgermeister von Pfarrkirchen, Wolfgang Beißmann, reagierte augenblicklich: Der Bauhof bekam den Auftrag, einen Horst zu bauen. Unter der Leitung des Bauhofleiters wurde in Windeseile eine Nisthilfe gebaut und in etwa 20 Metern Höhe auf dem Turm des Gasspeichers angebracht.

Schon 2021 wurde sie angenommen – ein Storchenpaar zog ein und bekam Nachwuchs. Auch 2025 wurden zwei Jungstörche aus der Nisthilfe in Pfarrkirchen flügge.

2019 habe ich dann Ideen in die Bürgerbeteiligungsplattform Rottal-Initiativ eingebracht. Eine davon hieß: Mehr Nisthilfen für Weißstörche im Landkreis. Das Projekt hatte die erforderliche Anzahl an Bewertungen erreicht.

Zeitungsartikel über die Bürgerbeteiligungsplattform im Landkreis Rottal-Inn, mit einem Foto von Landrat Michael Fahmüller, Waldemar Herfeller und Nadia Baumgart.
Für die Vorschläge wurden Berndt und ich im Landratsamt prämiert – So kam es zu mehr Nisthilfen.

So wurde meine Idee mit der Hilfe des Landschaftspflegeverbandes umgesetzt: In Hebertsfelden ist 2023 eine neue Nisthilfe entstanden und in Eggenfelden wurde von Martin Maier eine auf dem alten Brauereikamin der Schlossökonomie Gern installiert werden. Schon 2024 wurde sie angenommen

In Arnstorf ist unabhängig von diesen Aktionen eine Nisthilfe aufgebaut worden, die auch angenommen worden ist.

Wenn mehr Störche über unsere Region kreisen, werde ich schon etwas stolz sein, dazu beigetragen zu haben!

Drei Personen sitzen auf einem Baumstamm vor einem Gebäude im Hintergrund, das im Umbau ist. Die erste Person trägt eine gelbe Arbeitsjacke und einen bunten Hut, die zweite Person hat einen dunklen Pulli und einen Bart, die dritte Person trägt eine rot-braune Jacke und ein gemustertes Oberteil.
Martin Maier (links), Storchenexperte, installierte die Nisthilfe in Gern – Adrian Wimmer (Mitte) vom Landschaftspflegeverband betreute das Storchenprojekt. Und ich freue mich (links)

Wildes Rottal

Eine Gruppe von Rehen steht auf einem erdigen Feld im Freien.
Noch in Gruppen („Sprüngen“) unterwegs: Die Rehe. Sie sind im Fellwechsel, man sieht es an den gerupften Stellen.

Gestern im Rottal: Rehe, Störche, Fasan und Kiebitz

Zwei Störche stehen auf einem Nest aus Zweigen, das sich auf einem Schornstein befindet.
Das Bad Birnbacher Storchenpaar am 04.04.2026 wartet auf Sonne
Zwei Störche stehen auf einem Nest auf einem Pfosten, der mit Zweigen und Gras umgeben ist.
Auch die Pfarrkirchner Störche hoffen auf schöneres Wetter – 04.04.26
Ein Wiesenstück mit grünem Gras, einem schwarzen und weißen Vogel im Vordergrund und Rehen, die im Hintergrund sichtbar sind.
Leider in diesem Jag 2026 keine Kiebitze mehr auf den Äckern von Bad Birnbach. Aber dafür eine geschützte Kolonie in einem Wiesenbrütergebiet desLandkreises.
Ein Fasan, der im hohen Gras läuft, mit buntem Gefieder und rotem Kopf.
Und ein Fasan huschte auch vorbei

Birnbacher Störche 2026 – Endlich zu zweit!

Zwei Störche stehen auf einem Nest aus Zweigen auf einem Kamin unter einem blauen Himmel.
Störche in Bad Birnbach aufdem Brauereikamin 28.03.2026

Juchhuuuu, sie sind zu zweit! Der Birnbacher Storch hat etwa 4 Wochen gewartet, bis endlich seine Liebste kam. Nun geht alles ganz schnell: sie haben sich schon gepaart und renovieren im Liebesrausch ihren Horst auf dem Brauereikamin!

Zwei Störche sitzen auf einem Nest aus Zweigen vor blauem Himmel.
Das Storchenpaar in Bad Birnbach
Blick auf ein Gebäude mit dem Schriftzug 'Graf Arco Bier' und einem Schornstein mit einem Nest, umgeben von Bäumen und anderen Häusern unter einem blauen Himmel.
Der Horst auf dem Kamin der Brauerei

Jungstörche 2025 in Pfarrkirchen beinahe flügge!

Zwei Jungstörche stehen auf einem Nest auf einem hohen Pfahl, während sie ihre Flügel ausbreiten und in die Ferne schauen.
Sie üben fliegen

Eine tolle Nachricht: die beiden Jungstörche aus der Nisthilfe in Pfarrkirchen sind schon fast flügge! Sie machen Flugübungen und schauen sehnsüchtig in die Ferne und warten auf die Eltern. Dass es Jungvögel sind, erkennt man am grauen Schnabel. Über ihnen kreist eine Familie Mäusebussarde. Deren Jungvögel sind auch gerade flügge geworden und genießen ihre Freiheit.

In Bad Birnbach hat es nun zum zweiten Mal hintereinander nicht mit der Brut geklappt. Das Storchen-Paar in Bad Birnbach fängt meist sehr früh an zu brüten, schon Anfang März; andere Paare im Landkreis – wie auch die Pfarrkirchner Störche – kommen erst mehrere Wochen später aus dem Winterquartier zurück. So ist garantiert, dass wir im Landkreis Nachwuchs haben, nur klappt es wetterbedingt nicht in allen Horsten.

Zwei Jungstörche stehen auf ihrem Nest, bereit zum Fliegen, mit grauen Schnäbeln vor einem blauen Himmel.
Bald können wir fliegen

Pfarrkirchen: Jungstörche sind da! 2025

Ein Weißstorch steht über seinem Nest und füttert mindestens zwei Küken, die neugierig hervorlugen.
Im Storchennest in Pfarrkirchen recken sich die Köpfchen hoch

Wie schön! Das Pfarrkirchner Storchenpaar hat Nachwuchs! Mindestens zwei Küken recken neugierig ihre Köpfchen in die Höhe und können sogar schon klappern! Die Nisthilfe auf dem Gasspeicher 2020 ist auf Initiative von Bürgermeister Wolfgang Beißmann vom Bauhof Pfarrkirchen gebaut worden, als damals viele Weißstörche in der Nähe landeten. Hier mehr dazu: Nisthilfen für Weißstörche im Rottal

Ein Weißstorch steht auf einem Nest und füttert ein neugieriges Küken, umgeben von Zweigen und angeordnetem Material.
Das Storchennest auf dem Gasspeicher

In Bad Birnbach gab es in diesem Jahr leider keinen Nachwuchs. Die anhaltende Trockenheit hat dazu geführt, dass viele Weißstörche – nicht nur in Bayern, sondern auch in anderen Regionen wie dem Elsass – ihre Brut abgebrochen oder ihre Küken aus dem Nest geworfen haben. So grausam es erscheinen mag, es ist ein natürliches Phänomen.


Die Störche in Pfarrkirchen beginnen immer einige Wochen später mit der Besetzung ihres Nestes und der Brut als ihre Artgenossen in Birnbach. Nun hat es endlich geregnet, und hoffentlich finden die Altvögel nun ausreichend Nahrung. Wir drücken den kleinen Pfarrkirchner Störchen die Daumen und wünschen ihnen viel Glück!

Ein Weißstorch steht auf einem Nest und füttert seine zwei Küken, die neugierig aus dem Nest schauen.
Zwei Köpfchen sind zu sehen. Sind es mehr?
Ein Weißstorch sitzt auf einem Nest auf einem Schornstein, umgeben von Bäumen.