
Gestern im Rottal: Rehe, Störche, Fasan und Kiebitz





Gestern im Rottal: Rehe, Störche, Fasan und Kiebitz





Alles leuchtet im Licht. Rotkehlchen und Mönchsgrasmücke jubeln einander zu, während im Hintergrund das melancholische Lied des Schwarzspechts daran erinnert, dass selbst der Frühling die Trauer nicht bannen kann.
Saftiges, sattes Grün in unzähligen Nuancen – von Maigrün und Zinnobergrün bis hin zu Veroneser Grün – hebt sich ab vom dunklen Schwarz der Fichten und Tannen, deren Spitzen sich keck in ein zartes Gelb kleiden. Die Sumpfdotterblume lächelt etwas hochmütig: Ich kleide mich ausschließlich in Gold. Die Falter taumeln von Löwenzahnblüte zu Knoblauchrauke, und ich bin durchdrungen von Licht.
Danke, sagt mein Herz.





Jetzt kann man ihn wirklich nicht mehr übersehen, den Frühling! Die Sonne scheint, die Frösche quaken wie verrückt, der Storch stolziert neben dem Traktor her, um reichliche Nahrung im geeggten Feld zu finden, die ersten Blätter sprießen und es zwitschert überall! Hier im Bad Birnbacher Kurpark – 12.04.2025.



Und hier im Video:
Die März-Ausgabe des Bad Birnbacher Kulturspatz ist nun erschienen. Hier der Text zur Natur im März bei uns in der Gegend. Und wie immer zeige ich auch noch schöne Naturfotos, die ich in den vergangenen Jahren im Vorfrühling in Bad Birnbach und Umgebung gemacht habe.
Unsere heimische Natur ist immer spannend!


Unsere Natur im März: Frühlingsgefühle
Nach einem kalten Winter ist der Frühlingsanfang eine große Freude! Jetzt geht es lebhaft zu in der Vogelwelt. Überall hört man Vogelgesang. Wer nistet mit wem und wo, scheint die zu klärende Frage zu sein. Einige Kiebitze kommen jetzt wieder und bilden Paare. Andere schwärmen noch mit vielen Staren zurück und wollen möglichst schnell in ihre Brutgebiete, um dort ihre Reviere zu belegen. Der Kiebitz ist ein besonders eleganter Bodenbrüter, ein selten gewordener Dandy im metallisch grün-grau schimmernden Frack.
Auch die Störche sind unterwegs. Ob die Birnbacher Störche schon angefangen haben zu brüten? Meist geht es im März los, zunächst üben sie einfach etwas. Das Nest wird noch mit Hingabe ausgebessert. Ansonsten steht man herum, gähnt und macht sich schön. Schließlich muss man sicher gehen, dass die Nebenbuhler, die letztes Jahr aufgetaucht sind und wohl in den nächsten Wochen aus dem Süden zurückkommen, nicht auf die Idee kommen, den schönen Wohnort auf dem Brauereikamin zu besetzen. Zwischendurch fliegen sie mal schnell in der Nähe „einkaufen“, bzw. Schnecken, Käfer, Maulwürfe und Frösche fangen. Denn sie ernähren sich ausschließlich von „regionalen Produkten“.
Im Kurpark und an der Rott hüpfen Buchfink, Rotkehlchen und Goldammer umher. Wenn wir das Glück haben, einer Singdrossel zu begegnen, sollten wir ihrem Konzert lauschen; hier schenkt uns die Natur regelrechte Opernarien. Selbst die ersten Schmetterlinge zeigen sich endlich! Und es fängt an zu blühen: Huflattich und Sumpfdotterblumen machen der Sonne Konkurrenz. Veilchen, Primeln, Schlüsselblumen gesellen sich dazu.
Jedenfalls begegnen wir nun immer mehr Naturwundern und Wildtieren. Auch verliebte Feldhasen sind mit etwas Glück zu beobachten.



