Letztens haben wir in Bad Füssing das Stück „Breakin‘ Mozart“ gesehen. Die Aufführung mit Christoph Hagel am Klavier und dem DDC Entertainment verbindet auf kreative Weise klassische Musik mit Breakdance.
Da ich ein großer Fan von Vermischungen bin, von der Verbindung unterschiedlicher oder sogar gegensätzlicher Kulturen, Musikstile und Sprachen, hat mich dieses Konzept sofort begeistert. In solchen Begegnungen entsteht eine Art Dialektik: Aus den Gegensätzen entwickelt sich etwas Neues, und die Ergebnisse sind meist überraschend, innovativ und inspirierend.
Die Aufführung hat mich begeistert und mich an die Produktionen des kanadischen „Cirque du Soleil“ erinnert. Dort wurde durch die Verbindung von atemberaubender Akrobatik, Theater, Live-Musik und fantasievollen Kostümen eine ganz neue Kunstform geschaffen.
Noch ganz erfüllt von diesen Eindrücken habe ich meine Gedanken und Empfindungen hier zu Papier gebracht. Mit Aquarellfarben, Acryl- und Pastellkreiden.
Schön wie eine Gazelle: Das Reh stand friedlich abends auf der Wiese
Die Wildtiere haben gestern Abend geradezu darum gebeten, abgelichtet zu werden. Ich danke ihnen! Schönheit wird die Welt retten, soll Dostojewski gesagt haben. Hoffen wir es!
Einem Reh und einem Feldhasen konnte ich direkt in die Augen schauen. Sie waren recht nah und hatten mich nicht gesehen. Ich konnte sie atmen sehen, das berührt mich immer. Insbesondere beim Hasen, der goldene Augen hatte, hab ich mich gefragt, was er wohl denkt. Das frage ich mich oft bei Wildtieren. Dann bekomme ich immer wieder den Eindruck, dass unsere Gedanken sich ähneln könnten…
Porträt eines Hasen mit goldenen Augen – Was er wohl denkt?Auch ein Bluthänfling zeigte sich
Fast genau vor zehn Jahren sind wir nach Bad Birnbach in Niederbayern gezogen!
Am 1. Juni 2016, im strömenden Starkregen, kamen wir hier an – mehr dazu weiter unten. Hier einige Fotos, die ich 2016 gemacht habe
Von Anfang an waren wir fasziniert von der Schönheit der Landschaft. In die großen Vierseithöfe habe ich mich sofort verliebt. Mit Hohn und Kagerer machten wir viele Touren und erkundeten schon im ersten Jahr nicht nur die Lugenz, sondern auch die Gegenden um Aldersbach, Asenham, Grongörgen und viele weitere Orte. Auch das Europareservat Unterer Inn und der Nationalpark Bayerischer Wald gehörten damals schon zu unseren Zielen. Ich begann sofort, die Rottaler Landschaften (und nicht nur) zu fotografieren und zu malen. Auch die Feste und die Rottaler Kultur hatten es uns angetan.
Bereits 2017 zeigte ich meine Bilder in einer ersten Ausstellung im Artrium unter dem Titel „Ein Jahr Bad Birnbach“. Im November dieses Jahres werde ich unser zehnjähriges Jubiläum erneut mit einer Vernissage im Artrium feiern – und ich freue mich schon sehr darauf!
Nach dem UmzugWandergruppeBad Birnbachwunderschöne Höfe
Zum 1. Juni: Ohne jemals zuvor in der Gegend gewesen zu sein, fanden wir über Immoscout eine passende Wohnung und zogen von Wiesbaden hierher. In den ersten Tagen renovierten wir die Wohnung und hatten noch kein Internet – deshalb wussten wir nichts von der Hochwasserkatastrophe, die gerade in Simbach stattfand. Ich wunderte mich nur über den heftigen Regen, wie ich ihn zuvor noch nie erlebt hatte.
Starkregen im Rottal 2016
Hier der damalige Artikel über die Ausstellung 2017 „Ein Jahr Bad Birnbach“:
In dieser Ausstellung habe ich die Bilder gezeigt, die ich alle im Rottal gemalt hatte, meine ersten Eindrücke…
EN: Almost exactly ten years ago, we moved to Bad Birnbach in Bavaria.
From the very beginning, I was fascinated by the beauty of the landscape. I instantly fell in love with the traditional four‑sided farmsteads, and ever since then I’ve been painting our landscapes.
This November, I’ll be celebrating our ten‑year anniversary with another exhibition at the Artrium — and I’m already looking forward to it!
Heute (30.04.26) ging unser Storch vor dem Ort spazieren – Fast zu schön, um wahr zu sein.
Ach, ich liebe dieses Frühlingslicht – und zu beobachten, wie jeder Tag ein Stück schöner und blühender wird. Flussseeschwalben und Bachstelzen habe ich an der Rott gesehen. Kuckuck und Pirol waren zu hören.
Der Feldhase hat mich nicht gesehen, weil ich still stand
Jetzt beginnt die richtig schöne Zeit!
Beim Morgenspaziergang hoppelte ein Feldhase ganz gedankenverloren auf mich zu und setzte sich beinahe vor meine Füße.
Und „Aurora“ ist wieder da: Eine bestimmte Goldammer sitzt nicht nur zum Balzen auf einem nackten Ast am Weg, sondern wirklich jeden Morgen – bis in den Herbst hinein. Deshalb hatte ich sie damals Aurora genannt, und ich freue mich sehr darauf, ihr auch dieses Jahr wieder oft zu begegnen.
Sehr schön waren heute auch die balzenden Mönchsgrasmücken, Girlitze und Hausrotschwänze. Und die Galloway-Kälber vom Arterhof genießen den Frühling ebenfalls.
Gesehen habe ich außerdem Turmfalken und Bachstelzen.
On my morning walk, a brown hare hopped toward me, lost in thought, and almost sat at my feet.
“Aurora” is back too: the same yellowhammer that perches on a bare branch by the path every single morning until autumn. That’s why I once named her Aurora, and I’m happy to meet her again this year.
I also watched courting blackcaps, serins, and redstarts. The Galloway calves are enjoying spring as well. And today I spotted kestrels and wagtails.