Wildes Rottal

Junger Grünspecht
Ein junger Kuckuck!

Heute am Postmünsterer See. Gesehen: einen prächtigen jungen Grünspecht, Lachmöwen, Flussseeschwalben und….Seidenreiher. Ja, Seidenreiher, nicht Silberreiher, die man hier viel häufiger sieht. Beide sind weiße Reihervögel. Der Seidenreiher ist aber wesentlich kleiner als der Silberreiher, hat einen schwarzen Schnabel und gelbe Füße, daran erkennt man ihn.

Zuvor hatte ich an der Rott noch einen jungen Kuckuck (Bild 2) erspäht. Natur macht einfach glücklich!

Lachmöwen – In der Mitte thront ein junges Exemplar
In der Mitte hockt eine Flussseeschwalbe mit ihrem Jungen zwischen den Lachmöwen. Man erkennt sie hier am langen roten Schnabel. Sie ist kleiner und schlanker als Lachmöwen
Seidenreiher am Rottauensee
Seidenreiher im Prachtkleid. Sie sind kleiner als Silberreiher und Graureiher und haben gelbe Füße

#rottalinn #niederbayern #vogelbeobachtung

Wasserbüffel im Rottal? Ja bitte!

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Rottaler Wasserbüffel…

Quite unusual: Water buffalos in a farm in Lower Bavaria

Wie man sich in der Mordshitze am besten abkühlt, das zeigen uns Johnny, Hannah und Stella: In aller Ruhe ein tiefes Schlammbad nehmen, zwischendurch einmal die Seite wechseln und so – richtig paniert – in der Sonne braten!

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Solche Bilder kennt man sonst aus Dokus über Asien oder Afrika. Aber Johnny, Hannah und Stella sind Niederbayern! Geboren sind sie in Kärnten; seit einem Jahr heißt ihre Heimat „Voglhof“. Da sind wir nämlich heute gewesen: im Voglhof in Dietersburg. Und Karin Neumaier hat mir von ihren Tieren erzählt. „Mein Mann Tobias und ich wollten schon immer Wasserbüffel, das war unser Traum. Die sind so robust, ursprünglich und doch sensibel. Inzwischen können wir richtig mit ihnen kuscheln. Und wenn die einen anschauen, dann schauen sie einem richtig in die Seele hinein“, schwärmt sie.

Auch Karins 7-jähriger Bub Jonas ist von seinen Mitbewohnern begeistert: „Wenn der Johnny im Stall eingesperrt ist, dann darf ich manchmal auf ihm reiten. Das fühlt sich kuschelig an!“

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Paniert in der Sonne, das kühlt ab 🙂

Hannah und Stella sind vermutlich trächtig. Das Fleisch der Kälber soll dann vermarktet werden. Wasserbüffel liefern sehr hochwertiges und schmackhaftes Fleisch, das man in Europa noch kaum kennt. „Massentierhaltung wird das nie“, sagt die stolze Züchterin mit einem liebevollen Blick auf die drei massigen Gestalten im Schlamm. „Die sollen ein schönes Leben haben, nur so kann man auch Nutztiere überhaupt mit gutem Gewissen schlachten.“

Ich denke mir: Diesen Satz sollte man öfter hören. Dann wären unsere Welt nicht nur moralisch ein bisschen besser, sondern unsere Lebensmittel auch gesünder. Gerade jetzt, bei der aktuellen Schlachthofdebatte, ist ein Umdenken angebracht.

Die drei Riesen gefallen mir sehr, auch weil sie so schöne, geschwungene Hörner haben. Leider sind ja die meisten Rinder inzwischen hornlos. „Was für eine Ruhe die ausstrahlen!“ bemerke ich. „Die können aber auch ganz anders“, schmunzelt Karin, „zwischendurch fetzen die im Schweinsgalopp über die Weide.“

Die Wildform des Wasserbüffels kommt noch in Asien vor. Die Tiere wurden schon vor Tausenden von Jahren domestiziert. Als Hausrind gelangte es in jüngerer Vergangenheit in fast alle Regionen der Welt, darunter auch Europa und Afrika.

Immer wieder sieht man in Filmen, wie Vögel auf dem Rücken afrikanischer Wasserbüffel sitzen und das Fell der Tiere nach Insekten absuchen, beispielsweise Madenhacker oder Kuhreiher. Im Rottal übernehmen das die Bachstelzen.

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„Rotbäckchen“ brütet

Weil so viele alte Obstbäume im Garten und am Hof wachsen, hat Karin sich entschieden, richtig gute Fruchtaufstriche herzustellen und zu vermarkten. Den leckeren Springkraut-Aufstrich hatte ich bereits zu schätzen gelernt. Diesmal haben mich Aufstriche aus Fichtennadel und Holunder besonders angesprochen. Die Produkte gab es vor Corona vornehmlich auf Märkten. Inzwischen gibt es sie auch im Sortiment einiger regionaler Geschäfte. Kurz ging es noch durch den duftenden Kräutergarten, in dem ich eine Pflanze kennenlernen durfte, von der ich nie gehört hatte: das Herzgespann. Es gilt schon seit dem Mittelalter als Heilpflanze für Herzbeschwerden.

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Das Herzgespann im Kräutergarten
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Bevor wir den Hof verließen, führte uns Jonas noch zu seinem „Rotbäckchen“, einer Henne, die sich streicheln lässt und gerade brütet. Sie ist selber hier aus dem Ei geschlüpft und wird dafür sorgen, dass es bald wieder neue Hofbewohner gibt.

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Dass das Rottal manchmal wild anmutet, das wusste ich bereits. Dass es auch eine „exotische“ Seite hat und Wasserbüffel sich hier im Schlamm suhlen, das freut mich ganz besonders!

Auch sehr bemerkenswert: Dort, wo jetzt das Wohnhaus des Hofes steht, war wohl ursprünglich eine Hafnerei gewesen. Die wunderschönen Scherben mit Bemalungen aus der Renaissance, die beim Aushub zum Vorschein kamen, wurden 1985 im Nationalmuseum in München ausgestellt.

Hier mehr über den Voglhof:

https://www.der-voglhof.de/home.html

#rottal #voglhof #tierhaltung #wasserbueffel #rottalinn #niederbayern #artgerecht

Das Wilde Eck im Juni

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Das Wilde Eck: Ein Stück Urwald an der Rott

Heute war ich mit Vogel- und Insekten-Experten Walter Sage bei regnerischem Wetter in Bad Birnbach unterwegs. Zuerst im „Wilden Eck“, dann am Fischweiher. Dabei wurde wieder klar, wie artenreich und schützenswert unsere heimische Natur ist.

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Artenreiche Biotope im Rottal bei Bad Birnbach

Ich freue mich, jetzt noch mehr Einzelheiten zu unserer Natur an Kurpark und Rott weitergeben zu können. Die Artenvielfalt in unserer Landschaft ist einfach erstaunlich und es ist erfreulich, sie besser kennenzulernen.

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Experte Walter Sage bei der Bestimmung von Insekten

Das „Wilde Eck“:  Das „Wilde Eck“ ist ein Biotop gemäß §30 BNatSchG. Das Weidengehölz südlich des Kurparks Birnbach ist seit 1987 amtlich biotopkartiert. Letztes Jahr hatte bereits ein Pflanzenexperte Baum- und Pflanzenarten definiert. Hier noch einmal die Liste:

Baum- und Straucharten: Weide, Erle, Pappel, Birke, Ulme, Holunder, Weißdorn, Schneeball, Hartriegel, Feldahorn, Pfaffenhütchen

Pflanzen: Brennnessel, Brombeere, Himbeere, wilder Hopfen, Königskerze, Braunwurz, Farn, Schilf und Rohrglanzgras

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Die Große Pechlibelle

Nun kann ich dank Walter Sage auch die Vogelliste ergänzen und die Insekten bestimmen:

Vögel: Jungpirole waren zu hören! Das heißt, dass die Pirole bei der Brut erfolgreich waren! Neben Buntspecht, Grünspecht, Mönchsgrasmücke, Goldammer, Kleiber, Stieglitz, Girlitz bestimmte der Experte auch eine Dorngrasmücke und den GelbspötterElstern, Stare, Grauschnäpper, Zilpzalp, Fitis und Buchfink waren auch dabei. Der Turmfalke rüttelte am Himmel über dem Gebiet, Ringeltauben flogen über die offene Fläche und der Kuckuck wurde im Frühling mehrfach gehört. Das sind schon 19 Vogelarten in dem kleinen Paradies. Viele davon brüten in den Bäumen.

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Lederwanzen unter einem Blatt

Insekten: Kürzlich wurde der seltene und geschützte Weberbock (Lamia textor) im Wilden Eck gesehen. Aus dem Grund sollten auch tote Stämme vor Ort gelassen werden und Bäume, wenn sie aus Sicherheitsgründen gefällt werden müssen, nur gekürzt werden.  Heute zeigten sich gleich mehrere Libellenarten gezeigt. Darunter die Blaue Federlibelle, die Gebänderte Prachtlibelle, die Große Pechlibelle. Außerdem wurden bestimmt: Der Ockergelbe Blattspanner, der Braunstirn-Weißspanner, Lederwanzen, Streifenwanzen, Prachtkäfer, Brombeertriebwickler, Schlupfwespen und Stolperkäfer.

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Der Langhornfalter (Nemophora degeerella)

Der Fischweiher: Ein Biotop am abgeschnittenen Bogen der Rott südlich vom Birnbacher Kurpark mit Gewässer-Begleitgehölzen. Hier wächst eine reiche Vegetation an Bäumen, Sträuchern und Stauden, die seit einigen Jahren auch vom Biber mitgeprägt wurde. Dieser hat hier Platz geschaffen für neue Bäume, junge Eichen und Erlen, aber auch Stauden, Karden und Königskerzen.

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Gewöhnlicher Schaufelläufer(Cychrus caraboides

Während eines ganz kurzen Durchgangs wurden heute bestimmt:

Vögel: Blau- und Kohlmeise, Zaunkönig, Zilpzalp, Buchfink, Pirol, Eisvogel, Girlitz, Amsel und Rotkehlchen.

Insekten: der schöne und metallisch glänzende Langhornfalter saß auf den Brennnesseln. Ein Stolperkäfer zeigte sich sowie Nesselzünsler und ein Gewöhnlicher Schaufelläufer fand sich im Totholz.

Über das Wilde Eck habe ich schon mehrmals berichtet: Hier der letzte Bericht vom Mai:

https://nadiapittura.com/2020/05/26/das-wilde-eck-im-mai/

Käfer
StolperkäferValgus hemipterus
Gewöhnlicher SchaufelläuferCychrus caraboides
PrachtkäferAgrilus spec.
Schmetterlinge
Ockergelber BlattspannerCamptogramma bilineata
Braunstirn-WeißspanneCabera exanthemata
Kleinschmetterlinge
LanghornfalterNemophora degeerella
NesselzünslerSitochroa ruralis
BrombeertriebwicklerEpiblema uddmanniana
Artenliste Wildes Eck in Bad Birnbach

Nature

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Dickkopffalter auf Grasblüte

Gestern sind wir noch einmal um die Ecke an die Rott gegangen und haben so viel Schönheit gesehen. Direkt vor der Haustüre.

Yesterday we went on a walk along our river Rott and saw so much beauty. It was gorgeous!

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Ein Zaunkönig singt
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Das junge Blässhuhn wartet auf Futter….
4-Blässhuhn
…und schon wird geliefert!
Gerste und Kamille
Auf den Gerstenfeldern schaut Kamille hervor
Biene-Bad-Birnbach-Nadia-Baumgart
Überall summt und brummt es….

#niederbayern #naturfotografie #naturephotography #rottal

Beauty of nature

Flussseeschwalben an der Rott

Eine Flussseeschwalbe füttert den Partner mit einem Fisch an der Rott. Einzelne Paare brüten hier, etwas mehr auf dem Flussseeschwalbenfloß am Rottauensee. Die Flussseeschwalbe hat einen tiefschwarzen Scheitel, einen gegabelten Schwanz und einen roten Schnabel mit schwarzer Spitze.

Birnbacher Storchennest

Wild times

Großer Fuchs (Nymphalis polychloros)

Richtig wild ging es mal wieder zu im Rottal.

Notre belle région sauvage…

#rottalinn #naturliebe #natur #nature

Zauneidechse in Bad Birnbach
Zauneidechse
Eine junge Bisamratte
Eine Rauchschwalbe
Eine Prachtbandlibelle

Es sind doch zwei !

Birnbacher Storch mit 2 Jungen

There are still 2 young storks in the nest.

Birnbacher Storchenjunge: Juchhu, es sind weiterhin zwei. Ich hatte schon befürchtet, eines sei der nassen Kälte zum Opfer gefallen (das war letztes Jahr passiert), aber es sind eindeutig zwei! Bloß zeigt sich das eine, das wohl vorwitziger ist, mehr als das andere. Eine tolle Nachricht zum Wochenende!

#storchennest #rottalinn #storch #badbirnbach

Das Temperamentvollere zeigt sich öfter

Storchenbabys 2020

Da sind sie!

Our stork babies – Nos bébés cigognes!

Die Birnbacher Storchenbabys zeigen sich!

Zum ersten Mal konnte man heute die Birnbacher Storchenbabys sehen. Es sind mindestens ZWEI!!! Lang mögen sie leben! Immer wieder konnte man ihre Köpfchen über den Rand des Nestes ragen sehen. Da das Birnbacher Storchenpaar hier überwintert hat, hat es schon sehr früh angefangen zu brüten.

Storchenbabys in Bad Birnbach

#storchennest #rottal #storchenbabys #badbirnbach #rottalinn #storch #niederbayern

Das wilde Eck – Ein kleines Paradies

Mein Lieblingseck

Das „wilde Eck“ im Mai – Das sogenannte Kreiselweiher-Wäldchen in Bad Birnbach.

A „wild corner“ with a lot of birds in our surroundings in Lower Bavaria

Ein wunderschöner, kleiner, schützenswerter „Urwald“ am Wegesrand!

Hier noch Info dazu: https://nadiapittura.com/2019/07/01/das-wilde-eck/

Baum- und Straucharten: Weide, Erle, Pappel, Birke, Ulme, Holunder, Weißdorn, Schneeball, Hartriegel, Feldahorn, Pfaffenhütchen

Pflanzen: Brennnessel, Brombeere, Himbeere, wilder Hopfen, Königskerze, Farn, Schilf und Rohrglanzgras

Tiere: eine große Vielfalt an Vögeln, darunter auch Pirol, Specht, Mönchsgrasmücke, Goldammer, Kleiber, Stieglitz, Girlitz, Grauschnäpper und weitere. Libellen und Schmetterlinge. Glühwürmchen im Sommer.

Willkommene Störche!

Störche-in-Pfarrkirchen

The news about the 5 storks in our local newspaper today…Nesting aids will be installed soon.

5 cigognes ont atterri dans une ville voisine. On est en train d´y installer des nichoirs.

Welch eine Freude! Gestern noch schrieb dazu der 1. Bürgermeister von Pfarrkirchen – Wolfgang Beißmann einen Kommentar auf Facebook: „Die Stadt Pfarrkirchen ist diesbezüglich schon aktiv. 👍. Noch in dieser Woche werden wir zwei Nistplätze für Störche einrichten. Der städtische Bauhof arbeitet bereits daran.“

Ein richtiges Happy End! Hoffentlich klappt es noch in diesem Jahr, dass ein oder mehrere Storchenpaare die Nisthilfen annehmen oder gar – wie in dem Beitrag berichtet – ein Nest auf dem Kamin der ehemaligen Gässl-Brauerei entstehen könnte. Das wäre auch wunderschön, da dieses Gebäude das Stadtbild prägt.

#pnp #störche #pfarrkirchen #storch #nisthifen