Rehe im Sturm -Wildes Rottal

Landschaft mit Rehen in Bad Birnbach
Sturmlicht in Bad Birnbach – Unten laufen die Rehe

Heute wehte der Sturm auch durch das Rottal. Dabei huschte immer wieder ein surreales Licht über die Landschaften. Als dann auch noch Rehe über die Äcker liefen, musste ich die Kamera zücken.

FR : Nous avons eu une tempête aujourd’hui qui a illuminé le paysage de façon presque surréelle. Et soudain, des chevreuils ont traversé les champs… Quelle beauté !

EN : Roe deer in Lower Bavaria

Schnell in die Hecke huschen

Das „Wellenland“ in der Februarsonne

Sie dösen in der Sonne / Roe deer in the sun

Lower Bavaria nature in the winter sun

Unterwegs im Rottaler “Wellenland“ – An Rehen kann ich mich gar nicht satt sehen. Einzelne verlieren schon langsam ihr graues Winterfell, man sieht es an den Fellbüscheln, die hier und da herausschauen. Ansonsten endlich viel Sonne und Vögel, viele Meisen, aber auch Reiher an der Rott. Im Video unten.

Notre campagne en Basse-Bavière sous le soleil de février

Ich liebe diese „Wellen“ in der Landschaft

Wald und Wild – Ein Plädoyer für die Rehe

Rehe im Rottal

Die Rehe bilden jetzt sogenannte „Sprünge“: Sie leben im Winter in Gruppen. Ich freue mich immer, wenn ich sie sehe. Leider haben Verantwortliche der Forstwirtschaft entschieden, dass mehr Rehe geschossen werden sollen, weil diese anscheinend durch Verbiss dem Wald schaden. Diese Strategie nennt man „Wald vor Wild“. Ich bin eher für die Variante „Wald UND Wild“.

In der PNP wurde am 23.12.2021 ein Leserbrief veröffentlicht, dessen Inhalt mir gefällt. Ich zitiere: Die Förster waren es, „die uns die Fichte als den Geldbaum des Jahrhunderts angepriesen und ohne Überlegung dir Fichte in den letzten Jahrzehnten auch in noch so ungeeignete Standorte gesetzt hatten. Durch diese Monokulturen sind ja die unstabilen Wälder entstanden, weil man der Buche und der Eiche keine Achtung mehr schenkte. Aber die eignen Fehler kann man ja verdecken, wenn man das Reh als Schädling des Waldes verteufelt.“

Der Leserbriefschreiber plädiert dafür, dass Jäger und Förster zusammenarbeiten. Außerdem empfiehlt er, natürliche Verbiss-Schutz-Produkte mit Schafsfett und vergällenden Geruchs und Geschmacksstoffen zu benutzen.

Ich finde, wir sollten unsere heimischen Wildtiere schützen. Schade, dass ich immer wieder lesen muss, dieser Wunsch sei „naiv“ und Menschen, die Rehe in ihrer Umgebung sehen wollen „Bambi-Liebhaber“. Wer sich für Greifvögel einsetzt ist schließlich auch kein „Geierwally“-Liebhaber…

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Die Rehe bilden im Winter Sprünge – Sie sollten nicht als „Schädlinge“ verteufelt werden

Begegnung beim Morgenspaziergang

Rehwild Rottal-Inn

Heute Morgen begegnete mir dieses Reh. Für mich gibt es kaum etwas Schöneres.

Rencontre avec un chevreuil pendant la promenade matinale.

Natur-Tagebuch – Rehwild

Dass es Frühjahr wird, sieht man auch am Verhalten der Rehe. Sie wirken lebendiger, spielen miteinander und der Bock reibt (fegt) an großen Stängeln oder kleinen Bäumchen die Nährhaut (Bast) von seinem fertigen Gehörn. Das dient auch der Reviermarkierung. Die großen Gruppen werden sich vor der Zeit des Setzens im Frühjahr wieder auflösen. Übrigens, ich bin für Wald UND Wild!

Roe deer in March in Bavaria – Chevreuils au printemps en Bavière

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