Erinnerung an den Kranichzug im Europareservat Unterer Inn. Im Herbst 2025 zogen über dem Inn-Damm Tausende Kraniche, und ihr Schatten fiel direkt auf uns. Ein Moment, der sich eingebrannt hat. Jetzt habe ich ihn gemalt – ganz nach meinem Motto: Bilder, die Geschichten erzählen.
Damals schrieb ich: „Grenzenlose Freiheit! Gestern war der Wahnsinn – etwa 2000 Kraniche flogen über unsere Köpfe hinweg und folgten dem Inn nach Westen. Ich dachte nur: So viel Schönheit in dieser verrückten Welt! Ich bin dankbar für solche Augenblicke.“
Hier auch ein paar Fotos vom Malprozess. Und ja – beim Malen lief wie immer Musik. Diesmal: der französische Rapper Jul.
F: Souvenir de la migration des grues dans la réserve européenne de l’Inn inférieur à la frontière bavaroise. En automne 2025, des milliers de grues cendrées ont survolé la digue de l’Inn, projetant leur ombre directement sur nous. Un moment inoubliable. Je l’ai peint — fidèle à ma devise : des images qui racontent des histoires.
Comme toujours, je peins en écoutant de la musique. Cette fois‑ci : le rappeur français Jul.
Ja, wir gehören zu denen, die nicht nur im Bett frühstücken, sondern dort auch noch ganz analog die Heimatzeitung PNP lesen – mit allem Rascheln und Umblättern, das dazugehört. Dazwischen machen wir kleine Pausen, in denen wir das Weltgeschehen und lokale Ereignisse mal besorgt, mal amüsiert kommentieren. Für mich bedeutet das ein Stück Gemütlichkeit.
Natürlich informieren wir uns auch online. Aber Zeitung im Bett zu lesen – das fühlt sich einfach nach „Daheim“ an.
Bilder, die Geschichten erzählen…
Update 20. Juni 2026:
„Narrisch g’freit“ haben wir uns heute Morgen, als wir uns – wie immer gemütlich im Bett die PNP lesend – in der Heimatzeitung sahen!!
Das Acrylbild, das ich letztens gemalt hatte, hatte ich nämlich dem „Nachbarn“ geschickt, der es prompt in der Rubrik „Wos der Nachbar ois aufschnappt“ gezeigt hat.
Wir zwei, die lokale Zeitung PNP lesend IN der PNP! Das nennt man: Metaebene!Die Rubrik: Wos da Nachbar ois aufschnappt“. Danke, Nachbar!!
Als wir durch den Böhmerwald gingen, haben wir uns viele Fragen rund um die Schöpfung gestellt und uns gefragt, wer der Schöpfer sei. Was liefert bessere Antworten: Pantheismus oder Monotheismus? Gibt es etwas jenseits von Biologie? Einer Meinung waren wir nicht. Aber es war ein schönes Gespräch mitten im Wald – in der Nähe des Ortes, an dem der Heilige Gunther im 11. Jahrhundert gestorben sein soll.
Fast genau vor zehn Jahren sind wir nach Bad Birnbach in Niederbayern gezogen!
Am 1. Juni 2016, im strömenden Starkregen, kamen wir hier an – mehr dazu weiter unten. Hier einige Fotos, die ich 2016 gemacht habe
Von Anfang an waren wir fasziniert von der Schönheit der Landschaft. In die großen Vierseithöfe habe ich mich sofort verliebt. Mit Hohn und Kagerer machten wir viele Touren und erkundeten schon im ersten Jahr nicht nur die Lugenz, sondern auch die Gegenden um Aldersbach, Asenham, Grongörgen und viele weitere Orte. Auch das Europareservat Unterer Inn und der Nationalpark Bayerischer Wald gehörten damals schon zu unseren Zielen. Ich begann sofort, die Rottaler Landschaften (und nicht nur) zu fotografieren und zu malen. Auch die Feste und die Rottaler Kultur hatten es uns angetan.
Bereits 2017 zeigte ich meine Bilder in einer ersten Ausstellung im Artrium unter dem Titel „Ein Jahr Bad Birnbach“. Im November dieses Jahres werde ich unser zehnjähriges Jubiläum erneut mit einer Vernissage im Artrium feiern – und ich freue mich schon sehr darauf!
Nach dem UmzugWandergruppeBad Birnbachwunderschöne Höfe
Zum 1. Juni: Ohne jemals zuvor in der Gegend gewesen zu sein, fanden wir über Immoscout eine passende Wohnung und zogen von Wiesbaden hierher. In den ersten Tagen renovierten wir die Wohnung und hatten noch kein Internet – deshalb wussten wir nichts von der Hochwasserkatastrophe, die gerade in Simbach stattfand. Ich wunderte mich nur über den heftigen Regen, wie ich ihn zuvor noch nie erlebt hatte.
Starkregen im Rottal 2016
Hier der damalige Artikel über die Ausstellung 2017 „Ein Jahr Bad Birnbach“:
In dieser Ausstellung habe ich die Bilder gezeigt, die ich alle im Rottal gemalt hatte, meine ersten Eindrücke…
EN: Almost exactly ten years ago, we moved to Bad Birnbach in Bavaria.
From the very beginning, I was fascinated by the beauty of the landscape. I instantly fell in love with the traditional four‑sided farmsteads, and ever since then I’ve been painting our landscapes.
This November, I’ll be celebrating our ten‑year anniversary with another exhibition at the Artrium — and I’m already looking forward to it!
Lust auf Schmetterlinge / Envie de papillons / Longing for butterflies
Lust auf Schmetterlinge – Malen ist toll: Man kann auf Papier und Leinwand bringen, was man sich wünscht. Als ich klein war, sagte ich beim Spielen: „Lieber Gott, male mir auf die Wand, was ich wissen muss.“ Meine Mutter schrieb damals den Satz auf. Immer hat mich Malerei fasziniert.