Unsere Natur im Juni

Ein Schwarzreiher sitzt auf einem Baumstamm über einem Gewässer, umgeben von grünen Pflanzen und Sträuchern.
Adulter Nachtreiher an der Rott Juni 2025 – Ein sehr seltener Brutvogel

Mein Naturbeobachtungs-Beitrag im Bad Birnbacher Kulturspatz 2026:

Der Juni ist ein Monat voller Bewegung. Über den Wiesen summt und flattert es, während aus den Bäumen der Kuckuck ruft und der Pirol an der Rott flötet. 

Ein besonderer Gast begleitet uns seit einigen Jahren: der Nachtreiher. Den kleinen, gedrungenen Reiher mit dem schwarz‑grauen Gefieder sahen wir 2018 erstmals als Jungvogel an der Rott; inzwischen ist er im Juni öfter an der Rott zu sehen. Er trägt seine lange „Hochzeitsfeder“ und ist – obwohl eigentlich nachtaktiv – jetzt auch tagsüber im Gebüsch am Wasser zu beobachten, weil er im Brutgebiet seine Jungen versorgt. In Bayern gilt er als extrem selten. Umso größer ist das Glück, ihn hier beobachten zu dürfen. 

Auch die Rauchschwalben sind fleißig: Ihre Nester aus kleinen Schlammkügelchen sind voller Küken, und die jungen Schwalben taumeln bereits durch die Luft. Der Grauschnäpper jagt akrobatisch nach Insekten, während Bachstelzen am Feldrand zwitschern. 

Ein junger Reiher steht auf einem Ast über Wasser und blickt aufmerksam in die Umgebung.
Junger Nachtreiher an der Rott – Juni 2018

An der Rott zeigt sich im Juni eine beeindruckende Vielfalt an Faltern: Kleines Wiesenvögelchen, Kohlweißlinge, Bläulinge, Dickkopffalter und immer wieder der Distelfalter. Ein besonderer Fund ist der Große Feuerfalter – erst seit wenigen Jahren in Niederbayern heimisch, selten und gefährdet, aber offenbar auf dem Vormarsch. Die Männchen leuchten kräftig orangerot und gehören zu den schönsten Erscheinungen unserer Wiesen. 

Die Wiesen stehen jetzt in voller Blüte. Margeriten, Witwenblumen und Königskerzen bewegen sich im Wind, und an den Ufern der Rott gleiten majestätische Höckerschwäne vorbei. Im Wald blüht der Wald‑Wachtelweizen, eine Pflanze mit einem Namen, der fast schon eine kleine Geschichte erzählt. Nicht nur wir Menschen haben eine Geschichte – auch die Natur, insbesondere von uns geprägte Kulturlandschaften, unterliegen einem stetigen Wandel. Die Lugenz verändert sich fortlaufend, oft schneller, als wir es erwarten. Dem Wanderer eröffnet sie abwechslungsreiche Wege, dem Künstler dient sie mit ihren großen, moosbewachsenen Felsblöcken – umgeben von Fichten, Eschen und Holunder – als Inspirationsquelle. Und unzähligen Tieren und Pflanzen gewährt sie eine Heimat. 

Ein Artikel über die Naturbeobachtungen im Juni, der verschiedene Vogelarten und die Schönheit der Natur beschreibt.
Bad Birnbacher Kulturspatz Juni 2026

Seit 10 Jahren im Rottal „dahoam“ !

Aquarellzeichnung eines ländlichen Hauses umgeben von Bäumen und einem Pferd im Vordergrund.
Rottaler Vierseithof Aquarell

Fast genau vor zehn Jahren sind wir nach Bad Birnbach in Niederbayern gezogen! 

Am 1. Juni 2016, im strömenden Starkregen, kamen wir hier an – mehr dazu weiter unten. Hier einige Fotos, die ich 2016 gemacht habe

Von Anfang an waren wir fasziniert von der Schönheit der Landschaft. In die großen Vierseithöfe habe ich mich sofort verliebt. Mit Hohn und Kagerer machten wir viele Touren und erkundeten schon im ersten Jahr nicht nur die Lugenz, sondern auch die Gegenden um Aldersbach, Asenham, Grongörgen und viele weitere Orte. Auch das Europareservat Unterer Inn und der Nationalpark Bayerischer Wald gehörten damals schon zu unseren Zielen. Ich begann sofort, die Rottaler Landschaften (und nicht nur) zu fotografieren und zu malen. Auch die Feste und die Rottaler Kultur hatten es uns angetan.

Bereits 2017 zeigte ich meine Bilder in einer ersten Ausstellung im Artrium unter dem Titel „Ein Jahr Bad Birnbach“. Im November dieses Jahres werde ich unser zehnjähriges Jubiläum erneut mit einer Vernissage im Artrium feiern – und ich freue mich schon sehr darauf!

Zum 1. Juni:  Ohne jemals zuvor in der Gegend gewesen zu sein, fanden wir über Immoscout eine passende Wohnung und zogen von Wiesbaden hierher. In den ersten Tagen renovierten wir die Wohnung und hatten noch kein Internet – deshalb wussten wir nichts von der Hochwasserkatastrophe, die gerade in Simbach stattfand. Ich wunderte mich nur über den heftigen Regen, wie ich ihn zuvor noch nie erlebt hatte.

Hier der damalige Artikel über die Ausstellung 2017 „Ein Jahr Bad Birnbach“:

Artikel über die Kunstausstellung von Nadia Baumgart in Bad Birnbach, mit Informationen über die Künstlerin und die Vernissage.
In dieser Ausstellung habe ich die Bilder gezeigt, die ich alle im Rottal gemalt hatte, meine ersten Eindrücke…

EN: Almost exactly ten years ago, we moved to Bad Birnbach in Bavaria.

From the very beginning, I was fascinated by the beauty of the landscape. I instantly fell in love with the traditional four‑sided farmsteads, and ever since then I’ve been painting our landscapes.

This November, I’ll be celebrating our ten‑year anniversary with another exhibition at the Artrium — and I’m already looking forward to it!

Ein heißer Mai – Natur in Bad Birnbach

Ein Wildhahn steht im Gras, umgeben von grünen Pflanzen und Büscheln.

Morgenspaziergang. Da es so heiß ist, gehe ich frühmorgens los. Diesmal posierte ein Fasan vor der Kamera und zeigte sich in seiner ganzen bunten Schönheit. Auch junge Goldammern ließen sich blicken und sogar mehrere Bluthänflinge, die zu meinen Lieblingsvögeln gehören. Und da der Mond gestern Abend so schön war, füge ich ihn hier hinzu.

EN: Morning walk. Since it’s so hot, I set out early in the morning. This time, a pheasant posed for the camera, showing off all its colorful beauty. Young yellowhammers also appeared, and even several linnets — among my favorite birds. And because the moon was so beautiful last night, I’m adding it here.

Der Mond am Himmel in einer halbmondförmigen Phase mit sichtbaren Kratern und Details.
So fern und so nah…

Hier im Video:

Der Bad Birnbacher Marktplatz – Malerei

Aquarellbild einer belebten Platzszene mit Menschen, Bäumen und Fahrrädern unter einem blauen Himmel. Kunst in Bad Birnbach
Aquarellmalerei / Watercolorpainting plein air

Bilder, die man draußen („plein air“) malt, werden lebendiger und erzählen Geschichten. Außerdem macht es Spaß! Gestern habe ich vom Rathauscafé aus versucht, eine Skizze des Markplatzes in der Sonne zu machen. Heute hab ich die Details vollendet. Und ich freue mich, einige meiner Bilder im Rathauscafé zeigen zu dürfen.

Und hier das animierte Aquarell:

Im Morgenlicht

Landschaft mit einem Feldweg, umgeben von Bäumen und Wiesen, im Hintergrund eine grüne Wiese und eine landwirtschaftliche Maschine.
Streuobstwiese in einem wunderschönen Licht // Walk in the morning light

Morgenspaziergang im Morgenlicht – begleitet von Feldhasen

Promenade du matin – accompagnée de lièvres

Morgens ist es so friedlich…

Gestern hab ich nochmal bei den Pfarrkirchner Störchen vorbeigeschaut:

Ein Storch sitzt auf einem Nest aus Zweigen, das auf einer hohen Säule platziert ist, vor einem klaren, blauen Himmel.
Storchennest – Pfarrkirchen – 24.05.26