Cavalli

Two horses – Watercolour

Selten male ich nach Fotos. Hier habe ich es wieder einmal probiert, eine gute Übung, um genau hinzuschauen…

Je peins rarement à partir d´une photo mais de temps en temps, c´est une bonne stratégie pour affiner son dessin.

Auf dem Markt

Heute auf dem Bad Birnbacher Wochenmarkt. Ich liebe die selbst geschriebenen Tafeln und wir haben wieder einen ganzen Korb voller Köstlichkeiten heimgetragen.

An einem Stand steht ein Händler mit tausend selbst gemachten Marmeladen, Äpfeln und Kräutertees. Heute kamen wir ins Gespräch und – siehe da! – wir kannten uns. Berndt hatte nämlich das Auto vor seiner Garten-Einfahrt geparkt, während der passionierte Gärtner das Tor schloss. Ich sagte ihm: „Entschuldigung, wir mussten hier parken, ich habe nämlich in Ihrem Naturgarten einen Neuntöter gesehen!“. Und den wollte ich natürlich fotografieren. Erst in diesem Moment und weil der ältere Gärtner mich verdutzt anschaute, wurde mir bewusst, dass nicht jeder weiß, dass ein „Neuntöter“ keine schlimme Waffe ist, sondern ein kleiner Vogel mit einem schwarzen Augenstreifen.

So erkannten der Händler und ich uns heute trotz Maske wieder. Ein Garten, in dem Neuntöter brüten, ist übrigens wirklich eine Garantie für eine heckenreiche und naturnah bewirtschaftete Natur.

Jetzt kann das Wochenende beginnen!

Der alte Gasthof

In den nächsten Tagen wird der neue Band der Bad Birnbacher Heimathefte erscheinen. Ich durfte darin die Geschichte des Gasthofes „Beim Wirt“ in Schwertling vorstellen. Damals ahnte ich natürlich nicht, dass Gasthäuser in diesem Jahr so lange geschlossen bleiben müssen! Motiviert hat mich eher die Schönheit des Gebäudes mit seinen Jugendstil-Verzierungen.

Aber gerade in diesen Zeiten ist es vielleicht tröstlich zu wissen, dass manche Gasthäuser ihre Türen über Jahrhunderte hinweg Gästen und Besuchern geöffnet und viele Krisen überwunden haben.

Besonders schön fand ich, dass ich durch den Bericht von Zeitzeugen die Tanzveranstaltungen und Feste der 70er und 80erJahre lebendig miterleben konnte. Wie man durch die Geschichte des Schwertlinger Gasthofes erfährt, waren Wirtshäuser wichtige Stätten der Begegnung und der Kommunikation. Das ist uns jetzt besonders bewusst, da unsere Sehnsucht nach gemütlichem „Beiananda“ groß ist.

Ich bin allen dankbar, die geholfen haben, dass dieser Beitrag entstehen konnte.

Die Heimatkundliche Informationsschrift für Bad Birnbach und das Umland sind bei der Buchhandlung Hölzl auch online bestellbar: https://www.buchhandlung-hoelzl.de/

#heimatheft #schwertling #rottalinn #heimatgeschichte #hof #wirtshaus

Birnbacher Störche überwintern

Weißstörche überwintern in Bayern
Bei den Galloways gibt´s viel Leckeres 🙂

Wieder überwintert das Birnbacher Storchenpaar im Kurort. Sie finden hier ein reiches Nahrungsangebot. Hier sind sie mit den Galloways auf der Wiese beim Arterhof.

Our storks overwinter in our Bavarian town//

Nos cigognes passent l´hiver chez nous en Bavière.

Lumière d´automne

Sicht von Langwinkel auf Bayerbach im Rottal
Une perspective insolite – Mal eine andere Perspektive

Nos paysages en Basse-Bavière : beaux, un peu sauvages et romantiques. Par-dessus nos têtes passaient des centaines de grues en voyage vers la Camargue et l´Espagne.

Rottaler Landschaften: schön, a bisserl wild, romantisch. Immer besonders. Über uns zogen Hunderte von Kranichen auf dem Weg nach Spanien und Südfrankreich.

Nicht umsonst nennt man das Rottal „Hügelland“
Kraniche über dem Rottal in Niederbayern
Kraniche über dem Rottal – Sie ziehen gen Süden

Auf den Markt!

Allons au marché pour soutenir nos petits commerçants locaux.

Our weekly market.

Schon in der Antike gab es zentrale Plätze, Stadt- oder Marktplätze, sogenannte „Foren“.

Plätze, auf denen sich die Menschen begegneten und Austausch möglich war. Heute sterben die Innenstädte ein bisschen überall. Durch die aktuelle Krise wird das Ladensterben natürlich forciert. Man kauft lieber in großen Einkaufszentren und online ein. Das ist bequem. Aber was passiert mit unserer Gesellschaft, wenn unsere Plätze wie leergefegt sind? Wenn ein spontanes Miteinander nicht mehr möglich ist? Wenn sich die Begegnungen auf ein schweigendes Stehen in der Schlange an der Kasse beschränken?

Vielleicht wäre das eine Teillösung: Wieder auf die Wochenmärkte gehen! Hier in Bad Birnbach findet er immer samstags statt und bietet – zusammen mit den angrenzenden Shops – ein vielfältiges und sympathisches Shopping-Erlebnis mit Frischluftgarantie gegen das Ladensterben 🙂

Naturschutz ist keine Religion

Against fundamentalism in nature protection

Gegen Fundamentalismus im Naturschutz

Ich liebe Natur. Die Natur, die ich um mich habe, die ich sehe, fühle, höre, rieche. Die Natur, von der ich auch viel über Filme und Bücher erfahre. Wir leben nicht mehr in Urwäldern, das ist klar, sondern in einer vom Menschen geprägten Kulturlandschaft.

Wir müssen auf unsere Natur achten. Aus Respekt vor der Schöpfung, aber auch aus Selbsterhaltungstrieb: Sauberes Trinkwasser ist für uns lebensnotwendig und auch der Erhalt von Artenvielfalt, denn ohne diesen könnte letztlich auch der Mensch nicht überleben.

Lange habe ich mich intensiv mit Thesen und Theorien von Naturschutz-Organisationen beschäftigt. Viele Impulse, die solche Organisationen geben, sind sehr wertvoll. Zum Beispiel das Drängen auf Naturschutzgebiete und Ausgleichsflächen, in denen Flora und Fauna nicht nur dem wirtschaftlichen Diktat unterworfen werfen. Oder auch Überlegungen, wie die Agrarindustrie auf EU-Ebene und weltweit nachhaltiger gestaltet werden kann.

Vieles aber mag ich gar nicht! Wie zum Beispiel die „Wald vor Wild“-Forderung. Damit neuer Wald nachwachsen kann, sollen so viel Rehe und Feldhasen wie möglich geschossen werden und aus unseren Landschaften verschwinden. „Doch nur für ein Jahrzehnt oder so“, beteuern selbst ernannte Naturschützer, wenn ich entsetzt nachfrage.“ Sonst kommen die jungen Tannen nicht hoch“. Anscheinend. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass in demselben Wald die benachbarten Parzellen sehr unterschiedlich gedeihen. Die Zahl der Rehe und Hasen, die sich auf diesen Flächen bewegen, ist aber gleichbleibend. Wenn ich das zu bedenken gebe, hält man mich für sentimental. Ich würde in Wildtieren „Bambis“ sehen. Ich hätte keine Ahnung.

Ein selbsternannter „Experte“ erklärte mir auch, warum man Weißstörchen keine Nisthilfen anbieten dürfe, das sei „unnatürlich“.

Was den Umgang mit Pflanzen betrifft, bin ich auch sehr erstaunt. Alles, was als „ausländisch“ angesehen wird, muss weg. „Neophyten“ nennt man dann diese Pflanzen. „Neozoen“ die „ausländischen Tiere“. Schon das Vokabular finde ich problematisch. „Schön, aber teuflisch“ seien sie, „nicht-heimisch“ und invasiv. Irgendwie erinnert mich das an Rassismus.

Ja, ich weiß, hier und da muss man eingreifen in die Natur und das tun wir alle. Unsere Hunde laufen darin herum, Landwirte graben Acker um, Reihenhausbesitzer pflanzen Thujen und spritzen öfters Pflanzengift. Aber dass selbsternannte „Naturpropheten“ aufrufen, die einen Tiere zu schützen, die anderen zu verdrängen, finde ich oftmals unlogisch. Bei Pflanzen stört es mich auch, dass man für „einheimische Pflanzen“ bereit ist, viele andere auszureißen und niederzutrampeln. Es ist beinahe verpönt, sich an der Schönheit einer Blüte zu erfreuen. Man darf sich nur an den „richtigen“ Blumen erfreuen.

Naturschutz ist keine Religion! Es geht darum, so vielen Mitgeschöpfen wie möglich eine Heimat in unserer Umwelt zu erlauben. Es geht darum, Veränderungen zuzulassen. Und sich an der Natur zu FREUEN, egal wie sentimental das sein mag. Wenn ich gegen ganzjährige Vogelfütterung, für Drückjagden und für das Niedertrampeln von Pflanzen sein muss, um mich für den Naturschutz einzusetzen, dann läuft etwas schief. Ich bin für den Schutz der Natur, ja, aber nicht für Fundamentalismus. Und ich bewundere die Natur dafür, dass sie seit Millionen von Jahren etwas Gewaltiges schafft, nämlich Veränderung und Anpassung.

#rottalinn #naturschutz

Heimat finden

Nach vielen Etappen haben Berndt und ich 2016 im schönen Rottal in Niederbayern eine Heimat gefunden, in der wir uns willkommen fühlen. da liegt es nahe, bei den „HeimatUnternehmen zwischen Isar und Inn“ mitzumachen!

Zusammenhalt ist da ganz selbstverständlich. Und man lernt viele kreative und motivierte Menschen kennen. Eine super Sache! Schaut mal rein:

https://www.heimatunternehmen.bayern/heimatunternehmer/nadia-baumgart-die-etwas-andere-influencerin-im-rottal

und hier: https://heimatunternehmen-isar-inn.de/

Foto für HeimatUnternehmen zwischen Isar und Inn von Josepha&Markus – Fotografieren

#Rottalinn #machsnedaloa #heimatunternehmen

Willkommen, Nilgänse!

Nilgans in Niederbayern willkommen
Endlich Nilgänse am Rottauensee, sie haben mir gefehlt!!

Eine Nilgans auf dem Rottauensee. Diese Art wurde in der Antike schon von den Römern als Ziervogel gehalten, ist am braunen Augenfleck erkennbar und verbreitet sich seit längerem in Deutschland, nun auch in Bayern. Die Nilgans wird als „potentiell invasive Art“ (das heißt „böse“) angesehen. Das heißt, dass man befürchtet, sie bedrohe und verdränge andere Tiere. Hier die Stellungnahme des NABU: „Dass die Vogelart ökologische Schäden verursacht, ist NICHT erwiesen. Daher ist es aus NABU-Sicht nicht gerechtfertigt, den Bestand zu reduzieren.“

n der alten hessischen Heimat waren sie überall anzutreffen, am Rhein und in allen Parks. Nun breiten sie sich immer mehr auch in Bayern aus. Sind sie nicht wunderschön mit ihrem Augenfleck? Ich liebe auch ihren forschen Charakter.

JA, wir dürfen uns über unsere Mitgeschöpfe freuen! Willkommen, Nilgänse!

#nilgans #rottalinn

Auf der Suche….

Bad Birnbach
Bad Birnbach – Einmal anders…

Auf der Suche nach Positivem in dieser schwierigen Zeit. Heute habe ich mich gefragt, was ich tun kann, um innerlich nicht so grau wie das Wetter zu werden. Da kam mir eine Idee: Einfach mal meinen Ort mit anderen Augen sehen. Üblicherweise gehen wir ja immer dieselben Wege. Oftmals schaut man sogar in einem bestimmten Straßenzug immer nach oben oder nach rechts. Also habe ich versucht, mal mit anderen Augen durch Bad Birnbach zu gehen.

Jugendstil in Bad Birnbach
So ein schönes „Auge“!

Und siehe da, gleich wird das Leben wieder spannend. Zum Beispiel habe ich auf der alten Glaserei Johann Petz zum ersten Mal das runde Fenster im Jugendstil wahrgenommen. Dann bin ich noch beim Honigladen vorbei gegangen und habe entdeckt, dass es dort einen Honig gibt, in dem der Nektar der Kurpark-Blühwiesen gespeichert ist.

Den habe ich mitgenommen und trinke jetzt einen Tee mit Sommerblumen-Honig. Und stelle mir vor, wie im Sommer Margeriten und Wiesensalbei um die Wette blühen.

#rottalinn #trotzcorona #hoitmazam

Wann darf ich wieder raus?