Rottaler Jungstörche 2026

Zwei Weißstörche sitzen in ihrem Nest unter einem blauen Himmel.
Hübscher Nachwuchs im Storchennest Eggenfelden

Juchhuu – es gibt wieder Rottaler Jungstörche, und die sind schon fast flügge!


Wie schön, dass wir im Landkreis inzwischen mehrere Nisthilfen haben, denn nicht in jedem Horst klappt es jedes Jahr. Heuer schauen in Eggenfelden/Gern zwei neugierige Jungstörche vom alten Kamin herab – und in Hebertsfelden sogar drei. Sie machen ihre ersten Flugübungen, blicken sehnsüchtig in die Ferne und warten auf die Eltern. Dass es Jungvögel sind, erkennt man u.a. am grauen Schnabel.

Und hier in Hebertsfelden:

In Bad Birnbach hat es dagegen zum dritten Mal in Folge nicht mit der Brut geklappt. Und auch im Horst auf dem Gasspeicher in Pfarrkirchen konnte ich heuer keinen Nachwuchs entdecken.

Wie es zu den Nisthilfen im Rottal kam:

  • Bad Birnbach: Im August 2014 ließ Monica Gräfin von Arco auf Valley ein Storchennest auf dem alten Brauereikamin errichten.
  • Pfarrkirchen: Nachdem im Mai 2020 mehrere Störche landeten, ließ der Erste Bürgermeister eine Nisthilfe auf dem alten Gasspeicher anbringen.
  • Eggenfelden und Hebertsfelden: „Mehr Nisthilfen für Weißstörche“ – das war die Projektidee, die Berndt und ich 2019 im Bürgerbeteiligungsportal des Landkreises Rottal‑Inn eingereicht hatten.

In Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband Rottal‑Inn e.V. wurde geprüft, wo weitere Nisthilfen sinnvoll wären. Wir durften damals sogar bei der Standortsuche helfen. Ende 2022 entschied das Landratsamt, wo neue Horste entstehen sollen: in der Schlossökonomie Gern auf dem alten Brauereikamin und in Hebertsfelden.

Ein Storch steht auf einem Nest auf einer Plattform und öffnet seinen Schnabel, um zu kreischen. Der Himmel im Hintergrund ist klar und blau.
Adulter Weißstorch auf der Nisthilfe in Pfarrkirchen

Hier mehr über die Entstehung der Nisthilfe in Eggenfelden/ Gern

Und die Vorgeschichte der Nisthilfen für Weißstörche in Rottal-Inn

Dank der Online-Bürgerbeteiligungsplattform konnte ich das Nisthilfen-Projekt anbringen. Es wurde umgesetzt.

Radtour und Vogelbeobachtung – Schwarzstorch und Baumfalke

Ein Greifvogel fliegt hoch am Himmel, mit ausgebreiteten Flügeln vor einem hellen Hintergrund.
Schwarzstorch (Ciconia nigra)

Heute hatten wir bei der Radltour viel Glück!! Zunächst haben wir bei unserem schönen Storchenpaar auf dem alten Brauereikamin vorbeigeschaut. Es ist immer eine Freude, sie zu sehen. Aber jetzt – Anfang Juni – müssen wir wohl einsehen, dass sie heuer keinen Nachwuchs haben. So haben sie einen chilligen Sommer…

Zwei Störche stehen auf einem Nest auf einem Schornstein, vor einem klaren blauen Himmel.
Bad Birnbacher Störche: KEIN Nachwuchs 2026!

Und weiter ging´s. Jetzt sahen wir einen seltenen Schwarzstorch im Himmel segeln. Dann einen Baumfalken, die bei uns ja auch selten sind. Dann noch mehrere Mäusebussarde, ein Reh und ganz viel Schönheit in der Natur

Nur leider kaum Schmetterlinge bisher…

Ein Falke fliegt hoch am Himmel mit ausgebreiteten Flügeln vor einem hellblauen Hintergrund.
Ein Baumfalke (Falco subbuteo) über uns!

Das war mal wieder eine spannende Tour mit vielen Naturwundern!

Unsere Natur im Juni

Ein Schwarzreiher sitzt auf einem Baumstamm über einem Gewässer, umgeben von grünen Pflanzen und Sträuchern.
Adulter Nachtreiher an der Rott Juni 2025 – Ein sehr seltener Brutvogel

Mein Naturbeobachtungs-Beitrag im Bad Birnbacher Kulturspatz 2026:

Der Juni ist ein Monat voller Bewegung. Über den Wiesen summt und flattert es, während aus den Bäumen der Kuckuck ruft und der Pirol an der Rott flötet. 

Ein besonderer Gast begleitet uns seit einigen Jahren: der Nachtreiher. Den kleinen, gedrungenen Reiher mit dem schwarz‑grauen Gefieder sahen wir 2018 erstmals als Jungvogel an der Rott; inzwischen ist er im Juni öfter an der Rott zu sehen. Er trägt seine lange „Hochzeitsfeder“ und ist – obwohl eigentlich nachtaktiv – jetzt auch tagsüber im Gebüsch am Wasser zu beobachten, weil er im Brutgebiet seine Jungen versorgt. In Bayern gilt er als extrem selten. Umso größer ist das Glück, ihn hier beobachten zu dürfen. 

Auch die Rauchschwalben sind fleißig: Ihre Nester aus kleinen Schlammkügelchen sind voller Küken, und die jungen Schwalben taumeln bereits durch die Luft. Der Grauschnäpper jagt akrobatisch nach Insekten, während Bachstelzen am Feldrand zwitschern. 

Ein junger Reiher steht auf einem Ast über Wasser und blickt aufmerksam in die Umgebung.
Junger Nachtreiher an der Rott – Juni 2018

An der Rott zeigt sich im Juni eine beeindruckende Vielfalt an Faltern: Kleines Wiesenvögelchen, Kohlweißlinge, Bläulinge, Dickkopffalter und immer wieder der Distelfalter. Ein besonderer Fund ist der Große Feuerfalter – erst seit wenigen Jahren in Niederbayern heimisch, selten und gefährdet, aber offenbar auf dem Vormarsch. Die Männchen leuchten kräftig orangerot und gehören zu den schönsten Erscheinungen unserer Wiesen. 

Die Wiesen stehen jetzt in voller Blüte. Margeriten, Witwenblumen und Königskerzen bewegen sich im Wind, und an den Ufern der Rott gleiten majestätische Höckerschwäne vorbei. Im Wald blüht der Wald‑Wachtelweizen, eine Pflanze mit einem Namen, der fast schon eine kleine Geschichte erzählt. Nicht nur wir Menschen haben eine Geschichte – auch die Natur, insbesondere von uns geprägte Kulturlandschaften, unterliegen einem stetigen Wandel. Die Lugenz verändert sich fortlaufend, oft schneller, als wir es erwarten. Dem Wanderer eröffnet sie abwechslungsreiche Wege, dem Künstler dient sie mit ihren großen, moosbewachsenen Felsblöcken – umgeben von Fichten, Eschen und Holunder – als Inspirationsquelle. Und unzähligen Tieren und Pflanzen gewährt sie eine Heimat. 

Ein Artikel über die Naturbeobachtungen im Juni, der verschiedene Vogelarten und die Schönheit der Natur beschreibt.
Bad Birnbacher Kulturspatz Juni 2026

Überraschende Ansammlung von Weißstörchen Ende Mai – in Auerbach, Niederbayern

Eine Gruppe von Störchen steht auf einer grünen Wiese, umgeben von hohem Gras und vereinzelten Holzpfählen.
Auf dieser Feuchtwiese bei Auerbach in Niederbayern sammelten sich heute – 31. Mai 26 – überraschenderweise 12 Weistörche

12 Weißstörche als Trupp bei Auerbach (Landkreis Deggendorf) auf Nahrungssuche. Und das heute, am 31. Mai!!! Sie haben sich auf der Weide der Heckrinder gesammelt.

Eigentlich sammeln sie sich ja erst im August, um gen Süden zu fliegen.
Jetzt im Mai/ Juni sammeln sich Weißstörche in der Regel noch nicht für ihren großen herbstlichen Vogelzug. Zu dieser Zeit sind sie eigentlich mit der Aufzucht ihrer Jungvögel beschäftigt, die meist erst Anfang Mai schlüpfen.

Hier waren es heute auch ausschließlich erwachsene Vögel. Das erkennt man daran, dass sie einen roten Schnabel haben. Im ersten Lebensjahr haben sie einen graubraunen bis schwarzen Schnabel.

Die Natur überrascht immer wieder. Haben diese Störche nicht gebrütet oder die Brut abgebrochen? Sind es junge Singles? Sammeln sich junge, nicht brütende Störche früher – etwa wie Jungstare? Da vor wenigen Jahrzehnten Weißstörche in Niederbayern noch selten waren, ist solch ein Anblick ungewöhnlich. Sicher ist nur das eine: es war ein schöner Anblick.

Eine malerische Wiesenlandschaft mit mehreren Störchen, umgeben von Bäumen und verschiedenen Gräsern.
Ein Trupp Weißstörche im Sommer?
Zwei Störche stehen in einem grünen Feld mit hohem Gras und einem Holzpfahl im Hintergrund.

Naturschönheiten – Nature’s beauty

Ein kleines braunes Vogel sitzt auf einem Ast, umgeben von grünen Blättern und Tannenzapfen.
Drosselrohrsänger (Acrocephalus arundinaceus) 

Zu zweit macht bekanntlich alles mehr Spaß, auch Naturbeobachtungen! Deswegen war ich heute mit der Naturfotografin Rosemarie unterwegs. Hier einige unserer Beobachtungen an der Rott. Es blüht der sonnengelbe Wiesen-Bocksbart, Margeriten, Wiesen-Salbei, Kuckuckslichtnelke und die Wolfsmilch-Zypresse.

Mit der Kamera erwischt haben wir eine junge Misteldrossel, die für uns posierte, einen Drosselrohrsänger und einen gemütlich dreinschauenden Frosch. Schön war´s!!

Zwei Frauen stehen auf einem Waldweg. Eine von ihnen hält eine Kamera und schaut nach oben, während die andere sie lächelnd betrachtet. Umgeben von grüner Vegetation.
Zu zweit macht auch Naturfotografie mehr Spaß!

EN: As we all know, everything is more fun together — including nature watching! So today I was out with the nature photographer Rosemarie. Here are some of our observations along the Rott River. In bloom were the sun‑yellow meadow salsify, ox‑eye daisies, meadow sage, ragged robin and the cypress spurge.

With the camera we caught a young mistle thrush posing for us, a great reed warbler, and a relaxed‑looking frog. It was a lovely day!