Der Große Feuerfalter (Lycaena dispar) ist ein Schmetterling (Tagfalter) aus der Familie der Bläulinge (Lycaenidae). Cuivré des marais
Solch eine Schönheit: der Große Feuerfalter an der Rott! Dieser sehr seltene Schmetterling gehört zur Familie der Bläulinge, obwohl er so schön leuchtend rot-orange strahlt.
Aus Wikipedia: „Im Südwesten und -osten Deutschlands ist die wanderfreudige Art anscheinend stellenweise wieder in Ausbreitung begriffen, so ist die Art z. B. seit 2019 im Rottal zwischen Pocking und Eggenfelden sowie am Unteren Inn bei Ering anzutreffen“. Wir sind ihm in den letzten Jahren bei Bad Birnbach immer wieder begegnet.
Zitat Bundesamt für Naturschutz: „Die Art kann nur erhalten und ihre Lebensräume gesichert werden, wenn Feuchtwiesen nicht weiter trockengelegt, bzw. bestehende Entwässerungssysteme zurückgebaut werden. Um ein ausreichendes Nektarangebot für die Falter zu erhalten, sollte zu deren Flugzeit nicht gemäht werden.“
Gebirgsstelze an der Rott bei Bad Birnbach
Gestern konnte ich noch weitere Arten sehen, darunter:
Silberreiher (Ardea alba, Syn.: Casmerodius albus, Egretta alba), Gebirgsstelze (Motacilla cinerea), Pirol (Oriolus oriolus) und einige Lachmöwen, was an der Rott eher neu ist.
Auf den Wiesen blüht die Flockenblume und an der Rott der schöne Blutweiderich (Lythrum salicaria).
Adulter Nachtreiher an der Rott Juni 2025 – Ein sehr seltener Brutvogel
Mein Naturbeobachtungs-Beitrag im Bad Birnbacher Kulturspatz 2026:
Der Juni ist ein Monat voller Bewegung. Über den Wiesen summt und flattert es, während aus den Bäumen der Kuckuck ruft und der Pirol an der Rott flötet.
Ein besonderer Gast begleitet uns seit einigen Jahren: der Nachtreiher. Den kleinen, gedrungenen Reiher mit dem schwarz‑grauen Gefieder sahen wir 2018 erstmals als Jungvogel an der Rott; inzwischen ist er im Juni öfter an der Rott zu sehen. Er trägt seine lange „Hochzeitsfeder“ und ist – obwohl eigentlich nachtaktiv – jetzt auch tagsüber im Gebüsch am Wasser zu beobachten, weil er im Brutgebiet seine Jungen versorgt. In Bayern gilt er als extrem selten. Umso größer ist das Glück, ihn hier beobachten zu dürfen.
Auch die Rauchschwalben sind fleißig: Ihre Nester aus kleinen Schlammkügelchen sind voller Küken, und die jungen Schwalben taumeln bereits durch die Luft. Der Grauschnäpper jagt akrobatisch nach Insekten, während Bachstelzen am Feldrand zwitschern.
Junger Nachtreiher an der Rott – Juni 2018
An der Rott zeigt sich im Juni eine beeindruckende Vielfalt an Faltern: Kleines Wiesenvögelchen, Kohlweißlinge, Bläulinge, Dickkopffalter und immer wieder der Distelfalter. Ein besonderer Fund ist der Große Feuerfalter – erst seit wenigen Jahren in Niederbayern heimisch, selten und gefährdet, aber offenbar auf dem Vormarsch. Die Männchen leuchten kräftig orangerot und gehören zu den schönsten Erscheinungen unserer Wiesen.
Die Wiesen stehen jetzt in voller Blüte. Margeriten, Witwenblumen und Königskerzen bewegen sich im Wind, und an den Ufern der Rott gleiten majestätische Höckerschwäne vorbei. Im Wald blüht der Wald‑Wachtelweizen, eine Pflanze mit einem Namen, der fast schon eine kleine Geschichte erzählt. Nicht nur wir Menschen haben eine Geschichte – auch die Natur, insbesondere von uns geprägte Kulturlandschaften, unterliegen einem stetigen Wandel. Die Lugenz verändert sich fortlaufend, oft schneller, als wir es erwarten. Dem Wanderer eröffnet sie abwechslungsreiche Wege, dem Künstler dient sie mit ihren großen, moosbewachsenen Felsblöcken – umgeben von Fichten, Eschen und Holunder – als Inspirationsquelle. Und unzähligen Tieren und Pflanzen gewährt sie eine Heimat.
Seltene Sichtung eines Wiedehopfs (Upupa epops) an der Rott bei Bad Birnbach / Hoopoe / Huppe fasciée
Dass ich so viel Natur direkt vor der Haustür erleben darf, dafür bin ich sehr dankbar. Das Erste zuerst: Ich habe sogar einen Wiedehopf an der Rott gesehen!!! Dieser Vogel ist in unserer Gegend eine absolute Seltenheit und als Brutvogel so gut wie ausgestorben. Hier eine Meldung der PNP von 2024 zum Wiedehopf:
„Vor über 40 Jahren hat man im Landkreis Rottal Inn den letzten Brutversuch des selten gewordenen Wiedehopfs registriert. Jetzt startet die Untere Naturschutzbehörde ein Projekt, um das Nistplatzangebot für den Vogel zu erhöhen und ihn in Rottal Inn wieder heimisch zu machen.“
Dann ging es weiter mit den kleinen Wundern: Ein Kuckuck flog direkt vor mir in einen blühenden Kirschbaum und rief seine Geliebte herbei. Das Flussseeschwalben-Weibchen hat den Fisch, den ihr das Männchen anbot, verschmäht – sie war satt. „Ach so“, dachte sich das Männchen wohl und schluckte den Fisch einfach selbst hinunter.
Flussseeschwalben – Common terns
Auch ein Flussuferläufer (Actitis hypoleucos) wippte geschäftig auf einem Stamm mit dem Schwanz, während im Hintergrund die Pirole laut flöteten. Der 1. Mai ist einfach ein Fest der Natur! Habt einen schönen Maifeiertag!
EN: I’m truly grateful to have so much nature right outside my door. First things first: I even spotted a hoopoe by the Rott — an absolute rarity here and almost extinct as a breeding bird.
And the small wonders continued: a cuckoo flew right in front of me into a blooming cherry tree and called for his beloved. A common tern female refused the fish offered by the male — she was full. “All right then,” he seemed to think, and swallowed it himself. A common sandpiper bobbed busily on a log while golden orioles fluted loudly in the background.
The 1st of May is simply a celebration of nature. Wishing you a beautiful May Day!
Kleinspecht (Dryobates minor) – Das Männchen ist an seiner leuchtend roten Kopfplatte erkennbar. / Lesser Spotted Woodpecker
Erwischt: mein erster Kleinspecht (Dryobates minor)! Er ist der kleinste heimische Specht in Europa und nur etwa so groß wie ein Spatz. Und jetzt beginnt die richtig schöne Zeit: Überall balzt, ruft und singt es. Nur unser armer Bad Birnbacher Storch ist noch allein und wartet geduldig auf seine Liebste. Hoffentlich kommt sie bald.
Star (Sturnus vulgaris) im Kurpark Bad Birnbach/ Common starling / Étourneau
EN: Caught in the act: my very first Lesser Spotted Woodpecker (Dryobates minor)! He is the smallest native woodpecker in Europe, only about the size of a sparrow. And now the truly beautiful season begins: everywhere there is courting, calling, and singing. Only our poor stork is still alone, waiting patiently for his beloved. Hopefully she will arrive soon.
Im Herzen des Baumes an der Rott: eine Blaumeise /Blue titIm Frack: Die Reiherente (Aythya fuligula) zählt zu den so genannten Tauchenten und gilt als die häufigste Süßwassertauchente.Letztes Jahr war das Storchennest auf dem Brauereikamin in Bad Birnbach noch heiß umkämpft…Jetzt wartet ein Weißstorch schon seit Ende Februar auf seine Liebste…
Aurorafalter/ Piéride du cresson (Anthocharis cardamines)
Wenn Aurorafalter einen umschwirren, die Kirche im Blütenmeer versinkt, die Goldammer gen Himmel schaut und der Hausrotschwanz einem ein Ständchen bringt, während der Turmfalke über einem rüttelt, dann…weiß man, dass Frühling ist!
Wenn Aurorafalter umherschwirren, die Kirche in einem Blütenmeer versinkt, die Goldammer gen Himmel blickt und der Hausrotschwanz sein Lied singt, während der Turmfalke über einem in der Luft steht, dann weiß man, dass Frühling ist!
Aurora Männchen fallen durch den gut sichtbaren orangefarbenen Fleck auf den Vorderflügeln auf.Kirche in Bad Birnbach im BlütenmeerGoldammer (Emberiza citrinella)Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros)Turmfalke (Falco tinnunculus)