Vorfrühling am Unteren Inn

Im Europareservat Unterer Inn

Birdwatching in the European nature preservation area Lower River Inn.

// Bei vorfrühlinghaften Temperaturen, schönstem Föhnwetter und klarer Sicht auf das Alpenpanorama waren wir heute mal wieder im Europareservat Unterer Inn. Gesehen. Brandgänse, viele Enten (Reiherenten, Krick- und Stockenten), Graugänse, Höckerschwäne, viele Meisen im Auwald.

#vogelbeobachtung #rottalinn #europareservat #bavaria

Wald UND Wild

Ein Plädoyer für mehr Rehe in unseren Landschaften
Chevreuils en Bavière // Heute gesehen: Rehe in Niederbayern – Hoffentlich fallen sie nicht den Drückerjagden zum Opfer

Schön wie Antilopen sind sie, unsere Rehe. Es ist so wunderbar, sie zu erleben. Ich liebe sie!

Übrigens…Ich bin ganz und gar gegen die extremistische Strategie „Wald vor Wild“, die unseren heimischen Wildtieren die Schuld für mangelnde Waldverjüngung gibt. Rehe würden zu viele Bäumchen verbeißen und müssten somit mit Drückjagden aus unseren Wäldern verdrängt werden. Dabei brauchen wir einfach nur mehr artgerechten Lebensraum, um Wald und Wild zu erhalten.

Dann brauchen wir den Wald nicht vor Wildtieren zu „schützen“. Schon dieser Gedanke erscheint mir absurd. Ich denke, er dient hauptsächlich der Holzindustrie. Es möge sie noch lange bei uns geben, diese wunderschönen Rehe!

Ich liebe Rehe!
Rehe sollen nicht der Politik Wald vor Wild geopfert werden
Welch eine Anmut und Eleganz. Frohe Weihnachten, schönes Reh!

Naturschutz ist keine Religion

Against fundamentalism in nature protection

Gegen Fundamentalismus im Naturschutz

Ich liebe Natur. Die Natur, die ich um mich habe, die ich sehe, fühle, höre, rieche. Die Natur, von der ich auch viel über Filme und Bücher erfahre. Wir leben nicht mehr in Urwäldern, das ist klar, sondern in einer vom Menschen geprägten Kulturlandschaft.

Wir müssen auf unsere Natur achten. Aus Respekt vor der Schöpfung, aber auch aus Selbsterhaltungstrieb: Sauberes Trinkwasser ist für uns lebensnotwendig und auch der Erhalt von Artenvielfalt, denn ohne diesen könnte letztlich auch der Mensch nicht überleben.

Lange habe ich mich intensiv mit Thesen und Theorien von Naturschutz-Organisationen beschäftigt. Viele Impulse, die solche Organisationen geben, sind sehr wertvoll. Zum Beispiel das Drängen auf Naturschutzgebiete und Ausgleichsflächen, in denen Flora und Fauna nicht nur dem wirtschaftlichen Diktat unterworfen werfen. Oder auch Überlegungen, wie die Agrarindustrie auf EU-Ebene und weltweit nachhaltiger gestaltet werden kann.

Vieles aber mag ich gar nicht! Wie zum Beispiel die „Wald vor Wild“-Forderung. Damit neuer Wald nachwachsen kann, sollen so viel Rehe und Feldhasen wie möglich geschossen werden und aus unseren Landschaften verschwinden. „Doch nur für ein Jahrzehnt oder so“, beteuern selbst ernannte Naturschützer, wenn ich entsetzt nachfrage.“ Sonst kommen die jungen Tannen nicht hoch“. Anscheinend. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass in demselben Wald die benachbarten Parzellen sehr unterschiedlich gedeihen. Die Zahl der Rehe und Hasen, die sich auf diesen Flächen bewegen, ist aber gleichbleibend. Wenn ich das zu bedenken gebe, hält man mich für sentimental. Ich würde in Wildtieren „Bambis“ sehen. Ich hätte keine Ahnung.

Ein selbsternannter „Experte“ erklärte mir auch, warum man Weißstörchen keine Nisthilfen anbieten dürfe, das sei „unnatürlich“.

Was den Umgang mit Pflanzen betrifft, bin ich auch sehr erstaunt. Alles, was als „ausländisch“ angesehen wird, muss weg. „Neophyten“ nennt man dann diese Pflanzen. „Neozoen“ die „ausländischen Tiere“. Schon das Vokabular finde ich problematisch. „Schön, aber teuflisch“ seien sie, „nicht-heimisch“ und invasiv. Irgendwie erinnert mich das an Rassismus.

Ja, ich weiß, hier und da muss man eingreifen in die Natur und das tun wir alle. Unsere Hunde laufen darin herum, Landwirte graben Acker um, Reihenhausbesitzer pflanzen Thujen und spritzen öfters Pflanzengift. Aber dass selbsternannte „Naturpropheten“ aufrufen, die einen Tiere zu schützen, die anderen zu verdrängen, finde ich oftmals unlogisch. Bei Pflanzen stört es mich auch, dass man für „einheimische Pflanzen“ bereit ist, viele andere auszureißen und niederzutrampeln. Es ist beinahe verpönt, sich an der Schönheit einer Blüte zu erfreuen. Man darf sich nur an den „richtigen“ Blumen erfreuen.

Naturschutz ist keine Religion! Es geht darum, so vielen Mitgeschöpfen wie möglich eine Heimat in unserer Umwelt zu erlauben. Es geht darum, Veränderungen zuzulassen. Und sich an der Natur zu FREUEN, egal wie sentimental das sein mag. Wenn ich gegen ganzjährige Vogelfütterung, für Drückjagden und für das Niedertrampeln von Pflanzen sein muss, um mich für den Naturschutz einzusetzen, dann läuft etwas schief. Ich bin für den Schutz der Natur, ja, aber nicht für Fundamentalismus. Und ich bewundere die Natur dafür, dass sie seit Millionen von Jahren etwas Gewaltiges schafft, nämlich Veränderung und Anpassung.

#rottalinn #naturschutz

Heimat finden

Nach vielen Etappen haben Berndt und ich 2016 im schönen Rottal in Niederbayern eine Heimat gefunden, in der wir uns willkommen fühlen. da liegt es nahe, bei den „HeimatUnternehmen zwischen Isar und Inn“ mitzumachen!

Zusammenhalt ist da ganz selbstverständlich. Und man lernt viele kreative und motivierte Menschen kennen. Eine super Sache! Schaut mal rein:

https://www.heimatunternehmen.bayern/heimatunternehmer/nadia-baumgart-die-etwas-andere-influencerin-im-rottal

und hier: https://heimatunternehmen-isar-inn.de/

Foto für HeimatUnternehmen zwischen Isar und Inn von Josepha&Markus – Fotografieren

#Rottalinn #machsnedaloa #heimatunternehmen

Ein Hoch auf das Springkraut!

Springkraut
Das Springkraut ist eine tolle Pflanze! Und schön obendrein.

Wie eine kostbare Orchidee blüht das wunderschöne Drüsige Springkraut in der Oktobersonne!

Leider wird es als „Neophyt“ verteufelt. Manche Leute reißen es raus oder trampeln es nieder, weil es anscheinend nicht hierhergehört, dieses „invasive und gebietsfremde“ Kraut. Dabei sieht es toll aus, bietet unseren Hummeln und Bienen bis in den Herbst hinein Nektar, man kann daraus leckere Gelees machen und inzwischen ist auch klar: Das Herausreißen erzeugt möglicherweise mehr Schaden als Nutzen!

Die Natur verändert sich eben, es siedeln sich neue Arten an, andere verschwinden. Und, nicht vergessen: Auch Kartoffeln und Tulpen sind bei uns eigentlich „gebietsfremd“. Sind wir Menschen für die Erde nicht auch irgendwie eine „invasive Art“? Ich freue mich jedenfalls über die späte Blütenpracht. Und wünsche mir mehr Toleranz der Schöpfung gegenüber. Weniger Schwarz-Weiß-Denken!

Letztens fragte mich eine selbsternannte „Natur-Expertin“: „Was hast Du denn für eine Strategie gegen das schlimme Springkraut? Ich reiße es immer raus!“ Meine Antwort: „Ich BEWUNDERE es!“ Und freue mich daran. Und bin gegen Schwarz-Weiß-Denken.

Inzwischen wird auch der Japanische Staudenknöterich stark bekämpft. Dabei kann er anscheinend zur Sanierung verseuchter Böden eingesetzt werden und scheint Vögeln hervorragende Nistmöglichkeiten zu bieten:

Aus Wikipedia:

„Bis 2019 wurden in Europa erst in vier Fällen wissenschaftliche Untersuchungen publiziert über die Nutzung von Staudenknöterich als Neststandort von Singvögeln. In Staudenknöterich wurden Nester von Sumpfrohrsänger, Teichrohrsänger, Heckenbraunelle, Bluthänfling, Neuntöter, Goldammer, Amsel, Mönchsgrasmücke und Gartengrasmücke gefunden. In einem Sumpfrohrsänger-Nest in Staudenknöterich fand man einen jungen Kuckuck.“

Octobre

Kleiner Feuerfalter Mitte Oktober im Rottal
Der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas)

Une très belle journée d´automne – What a sunny autumn day !

Ein wunderschöner Oktobertag! Heute haben wir sogar einen kleinen Feuerfalter am Waldrand gesehen! Die sind so hübsch! Dass der Marienkäfer auf „Franzosenkraut“ herumklettert, das hat uns unsere schlaue Pflanzenbestimmungs-App verraten. Und…ja, ein paar Schwammerl haben wir auch gefunden!

Im Rottaler Wald
Schöne Schwammerl gefunden!