Hoffnung für den Hirschkäfer

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Bau eines Hirschkäfermeilers in Tann

The regional group of our nature conservation association has built a breeding ground for stag beetles last week with the help of students.

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Die Eichenstämme werden zusammengedrückt

Letzte Woche wurde von der BUND Naturschutz Kreisgruppe Rottal-Inn ein Hirschkäfermeiler in Tann gebaut. Ich durfte berichten; den Text findet Ihr unten im Link.

Wenn man bedenkt, dass ein Hirschkäfer seine ganze Entwicklung im Totholz durchlebt und dazu bis zu 7 Jahren (!) braucht, versteht man gleich, dass dieser seltene Käfer Hilfe braucht. Denn in den wenigsten Wäldern wird Totholz so lange liegen gelassen. Es war schön zu sehen, wie engagiert die Schüler der Grund- und Mittelschule Tann mitgeholfen haben, den Meiler aus Eichenholz zu bauen.

Da diese Käferwiege, die noch viele andere Käferarten anziehen kann, am Waldrand liegt, konnte ich auch das rege Leben auf der blühenden Wiese beobachten: Schmetterlinge und eine Zwitscherschrecke.

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7_Zwitscherschrecke_Nadia_Baumgart

Hier mehr vom Hirschkäfermeiler: https://rottal-inn.bund-naturschutz.de/

 

 

Blühende Landschaften

Blooming landscapes in the Bohemian Forest, known in Czech as Šumava.
Zauberhafte Landschaften im Šumava Nationalpark (Böhmerwald)

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Ich bin begeistert! Gleich zur Begrüßung flatterte uns ein seltener Schmetterling aus der Widderchen-Familie (Zygaenidae) entgegen. Und es blüht, blüht, blüht! Wir hoffen in Deutschland auf zaghafte Blühstreifen. Im Šumava blüht einfach…alles! Kleine Abstecher nach Srni, Rejštejn und Sušice haben die Tour noch interessanter gemacht. Schaut selbst!
#sumava #Nationalpark
Info über den Nationalpark: http://www.npsumava.cz/de/

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Alles blüht!

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Neugierige Mehlschwalben

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Die Stadt Susice

Schöner Sommer

Es ist in diesen Wochen einfach eine Wonne, durch die Natur zu gehen.
Mohnblüten in Bad Birnbach #rottalinn
Mohn am Wegesrand
Blühstreifen locken Bienen an. #rottalinn
Blühstreifen locken Bienen an
Kleiner Falter auf Schafgarbe
Grünfink und Spätzle im Borretsch

Das wilde Eck

Der Kreislweiher oder das „Wilde Eck“. Ein kleines Wunder der Natur.
Anfänglich bin ich achtlos an dem kleinen Wäldchen vorbei gegangen. Direkt am Kurpark in Bad Birnbach. Unten an der Rott. Bis ich anfing, auf den betörenden Vogelgesang zu achten, der im Frühling und Sommer aus dem Eckchen schallt. Da habe ich aufgehorcht.
Im „Wilden Eck“ in Bad Birnbach – Foto: Eva Hörhammer

Dann plötzlich, letztes Jahr, die flötende Stimme des Pirols! Dann im Juli abends ein Meer von Glühwürmchen!

Was ist denn das? Einfach ein kleines Wunder am Wegesrand. Durch ein Wunder blieb bisher das „Wilde Eck“ wie von magischer Hand von der Ordnung der Gärtner und Planer verschont. Es liegt viel Totholz herum. Das zieht die Spechte an. Ein kleiner Urwald.

Als im Winter leider dort Veränderungen vorgenommen wurden, fing ich an, mich zu informieren und erfuhr, dass vor Jahrzehnten Sand- und Kieshaufen dort deponiert worden waren. Darauf wachsen inzwischen viele Pflanzen. „Kreislweiher“ nennen es die Einheimischen. In den 70ern und 80ern zelteten und grillten dort die Jugendlichen aus dem Kurort. Alle haben schöne Erinnerungen an diese „wilde Zeit“ in der Natur. „Ja, da waren damals schon Glühwürmchen!“, sagt man mir.

Das „Wilde Eck“ im Rottaler Gsichter Magazin
Das Wilde Eck in Bad Birnbach
Rankender wilder Hopfen im „Wilden Eck“

Ich hoffe, dass das Eck auch in Zukunft so wild bleiben darf, wie es ist. Nicht nur Tiere brauchen Wildheit, sondern auch wir Menschen. Die Natur besteht eben nicht aus Stiefmütterchen, und freie Gedanken brauchen auch einmal etwas Chaos.

Weil ich es so liebe, dieses „Wilde Eck“, habe ich Eva Hörhammer verraten, es sei mein Lieblingsplatz. Ich danke ihr von Herzen, dass es auch einen Platz im Rottaler Gsichter-Magazin gefunden hat. Hier könnt Ihr den Beitrag sehen.

Die Portraitfotos hat auch Eva geschossen, danke!

Mithilfe eines Biologen konnte ich auch beinahe alle Pflanzen bestimmen und zähle sie hier unten auf.

Eins ist klar: Das „Wilde Eck“ ist schützenswert! Gehen wir behutsam damit um!

Baum- und Straucharten: Weide, Erle, Pappel, Birke, Ulme, Holunder, Weißdorn, Schneeball, Hartriegel, Feldahorn, Pfaffenhütchen

Pflanzen: Brennnessel, Brombeere, Himbeere, wilder Hopfen, Königskerze, Farn, Schilf und Rohrglanzgras

Tiere: eine große Vielfalt an Vögeln, darunter auch Pirol, Specht, Mönchsgrasmücke, Goldammer, Kleiber, Stieglitz, Girlitz und weitere. Glühwürmchen im Sommer.

Und hier noch Info über das Rottaler Gsichter Magazin: https://rottalergsichter.de/das-magazin/das-rottaler-gsichter-magazin/

Und die „Sorge ums Wilde Eck“ in der Presse: https://plus.pnp.de/lokales/pfarrkirchen/3294003_Sorgen-ums-wilde-Eck.html

Stille und Sterne im Wald

Nature in the Bavarian Forest
Großer Eisvogel im Bayerischen Wald
Großer Eisvogel (Limenitis populi)
So langsam werde ich “woidsüchtig”, jedenfalls haben wir wieder einmal im Bayerischen Wald wunderschöne Entdeckungen gemacht, diesmal ging es um Schmetterlinge: zuerst entdeckten wir den imposanten und seltenen Großen Eisvogel (Limenitis populi), dann den hübschen Mädesüß-Perlmuttfalter (Brenthis ino).

Schmetterling im Bayerischen Wald
Mädesüß-Perlmuttfalter (Brenthis ino)
Auf dem Zellertalradweg sind wir durch die herrliche Landschaft nach Bodenmais gefahren. Dann konnten wir uns nicht loseisen und haben wieder einmal in der „Poschinger Hütte“ in Arnbruck übernachtet. Abends in der Dämmerung sind wir noch einmal hinaus, um den vielen Waldvögeln zu lauschen. Dann gingen die Sterne auf. Ein echter Sternenhimmel, das ist einfach ein wunderbares Erlebnis! Ein Igel huschte dann noch schnell über den Weg und es war nur noch ein Geräusch zu hören: Das Rauschen des Baches.

Zellertalradweg im Bayerischen Wald
Auf dem Zellertalradweg
Wer Stille und Natur liebt, gerne wandert und radelt, dem kann die Poschinger Hütte, die von der überaus freundlichen Familie Schrötter geführt wird, nur wärmstens empfohlen werden. Die Pension und Gaststätte liegt direkt am Zellertalradweg und ist Ausgangspunkt für viele Wanderungen. Abends sitzt man bei einem kühlen Bier, einer Brotzeit oder einem leckeren Essen auf der Terrasse: https://zur-poschinger-huette.de/

Bach am Wanderweg bei der Poschinger Hütte in Arnbruck

Wonnemonat

Gelb, rot und weiß erscheint die Welt im Mai

Nach einer längeren Regenperiode explodierten heute die Farben. Romantisch war es mal wieder im Rottal