Ein richtig schöner Tag in der Natur

Turmfalke
Rüttelnder Turmfalke // Faucon // Kestrel

War das schön heute! Insbesondere das Licht…Rüttelnde Falken, wogende Gerstenfelder, tolle Panoramen, ein paar Mohnblumen, die dem Glyphosat entkommen sind…Und unser Storch war natürlich auch zur Stelle.

#rottalinn

Rottaler Landschaft
Am Badesee
Italo Calvino ist ein sehr guter italienischer Autor

Und all das noch im Video:

Rottaler Landschaften mit Storch

Im Rottaler Zauberwald / Natur im Wald

Im wilden Zauberwald

Heute waren wir wieder in unserem Rottaler Zauberwald. Ein geschütztes Biotop, sonst wäre er längst zerstört. Im Video erzähle ich kurz, was ich unter Natur und Naturerlebnis verstehe.

Mitten auf der Waldwiese wachsen Orchideen und andere Raritäten wie Torfmoose und Farne. Die Schönheit der Pflanzen zu bewundern, das macht richtig froh. Ohne Schutzmaßnahmen wäre unsere Landschaft inzwischen eine langweilige Monokultur. Und wer will schon in einer sterilen Wüste leben?

#naturschutz #artenschutz #rottalinn #biotop #niederbayern

Natur braucht Raum, sie muss nicht optimiert werden, sondern erhalten…
Ein echter Bach, der am Waldrand rauscht
Wilde Orchideen im Wald
Wilde Orchideen sind sehr selten geworden
In der Natur
Unterwegs in der Natur

Ein Regentag im Tierfreigelände

Tier-Freigelände Neuschönau
Auch im Regen schön: ein Spaziergang durch das Tier-Freigelände im Bayerischen Wald

Heute waren wir im Tierfreigehege Neuschönau.

EN: In the animal outdoor area in the Bavarian Forest

Zuerst einmal sind wir zu spät gestartet. Dann in den Regen geraten. Die Elche hatten keine Lust auf uns, Wölfe gab´s keine, die Braunbären waren hinter einer Baustelle abgesperrt. Aber immerhin konnten wir einen Blick auf Auerhahn, Schwarzmilan und Schwarzstorch werfen. Und das war schön 😊

Anschließend gab es Pizza beim Restaurant Lucania und der Abend war gerettet.

Dem Auerhahn macht der Regen gar nichts aus
Der Schwarzmilan
Der Schwarzstorch brütet, das Wetter ist ihm ganz egal…

Gute alte Zeiten? Erzeugerpreise in der Landwirtschaft

Das Wochenblatt des landwirtschaftlichen Vereins in Bayern 1928 klagt über zu niedrige Erzeugerpreise

Die Angst vor „Auslandsware“ und den Flogen des Welthandels sind nicht erst von gestern.

Früher war alles besser, meinen wir oftmals. Auch in der Landwirtschaft. Zurzeit steigen aufgrund des Krieges die Weizenpreise, insbesondere weil die Importeure jetzt um alternative Getreide-Lieferungen konkurrieren.

Bis vor kurzem war eher das Gegenteil der Fall: Die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Rohstoffe sind seit dem 2. Weltkrieg bis etwa zur Jahrtausendwende fast kontinuierlich gefallen. (Quelle: Weltagrarbericht).

Immer wieder hören wir Klagen über die Erzeugerpreise. Die Landwirte könnten damit die gestiegenen Kosten für Betriebsmittel, Maschinen und Pachten nicht decken. Und wir denken: Früher war das anders, früher war es besser. Da gab es noch keinen Welthandel, da wusste man Lebensmittel zu schätzen, etc.

Ist das wirklich so? Alte Zeitungen klären auf!

Hier ein Auszug aus dem „Wochenblatt des landwirtschaftlichen Vereins in Bayern“ vom 5. September 1928 (!):

„Am Krankenlager der deutschen Landwirtschaft (Artikel von 1928)

So geht es auch wieder in diesen letzten Tagen. Wir haben in den vergangenen Wochen eine leidlich gute Ernte nach Hause gebracht, deren Menge und Qualität uns mit Dank erfüllt. Besonders das Brotgetreide, die Grundlage unserer Volksernährung, zeigt nach dem bisherigen Dreschergebnis außerordentlich gute, der besten Auslandsware gleichwertige Qualitäten. Der Rückschlag kommt diesmal von der Preisseite her. Preise um 10 Mark herum, die der Bauer heute für einen Zentner guten Weizen erhält, decken nicht einmal die Erzeugerkosten. Eine schleunige Stützungsaktion ist außerordentlich vordringlich, sonst gehen wir einer Katastrophe am deutschen Getreidemarkt entgegen.“

Etwas weiter wird davor gewarnt, zu viele Lebensmittel zu importieren. Man solle sich von der Versorgung mit Auslandsware hüten und die Abwanderung deutschen Geldes vermindern. Es geht also um den Versuch, als Nation autonom zu werden und den Einfluss des Welthandels auf die eigenen Produkte einzuschränken.

Beim Lesen alter Berichte kommt einem vieles ganz „modern“ vor.

Spaziergang im Ilztal

Einen wunderschönen Tag haben wir gestern im Naturschutzgebiet Oberes Ilztal verbracht. Schönes Licht gab es, die ersten Sumpfdotterblumen gesehen und so manchen Eichelhäher. Auch Schöllkraut und Beinwell blühen. Das Wasser der Ilz erscheint sehr dunkel, manchmal gar schwarz. Deswegen wird sie „Schwarze Perle“ genannt. Die Färbung stammt von den ausgewaschenen Huminstoffen der Moore und Fichtenwälder.

Die Ilz ist etwa 70 km lang, sie ist ein Nebenfluss der Donau im Bayerischen Wald. Ich mag die natürliche, beinahe wilde Atmosphäre in ihrer Umgebung. Man hört sie immer im Hintergrund rauschen.

EN: In the nature reserve of the river Ilz. This river in the Bavarian Forest has a dark colour in the shadow because of its content of material coming from moors.

FR: J´aime beaucoup l´atmosphère de la vallée du petit fleuve « Ilz » dans la Foret Bavaroise. On entend toujours le murmure de l´eau qui semble presque noire dans l´ombre à cause de son contenu de matières provenant des tourbières.

#ilztal

Nature walk video // Hier sieht man das Wasser rauschen:

„Globale“ Eier seit 100 Jahren

Alte Zeitungen klären auf

Globalisierung erst seit gestern? Eine Freundin hat mir letztens mehrere Zeitungen aus dem Jahr 1928 geschenkt. Ein Dachbodenfund. Beim Durchlesen stoße ich immer wieder auf Interessantes. In der „Süddeutsche Landwirtschaftliche Tierzucht“ lese ich verblüfft, woher Deutschland 1928 seine Eier bezog: aus Holland, aber auch u.a. aus Russland, Italien und China!

Manchmal ist es wirklich hilfreich, in alte Zeitungen zu schauen, um sich bewusst zu machen, dass vieles, das wir heute als neue Mode verdammen, schon vor 100 Jahren ganz selbstverständlich war.

EN: In an old newspaper from 1928, I read that eggs were imported from Holland, Russia and Cina to Germany. Globalisation in agriculture products is older than I thought!

#landwirtschaft

„Als führende ausländische Eierlieferanten kommen heute nicht so sehr die Oststaaten in Frage, sondern führend ist heute auf dem deutschen Eiermarkt Holland, das 1927 allein 610 000 Doppelzentner nach Deutschland einführte. Erst dann kommen Russland, Polen, Italien, Dänemark, die Tschechoslowakei, Ungarn, Österreich und China.“

FR: Voici la traduction du texte marqué en rouge : « Les États de l’Est ne sont pas tant les premiers fournisseurs étrangers d’œufs aujourd’hui que la Hollande, qui exportait à elle seule 61 000 000 kilos en Allemagne en 1927, et qui est le leader sur le marché allemand des œufs. Viennent ensuite la Russie, la Pologne, l’Italie, le Danemark, la Tchécoslovaquie, la Hongrie, l’Autriche et la Chine. »

Der Beitrag ist aus dieser Zeitung:

Alte Zeitungen - Bericht über Eier-Import 1928