Hoffnung für den Hirschkäfer

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Bau eines Hirschkäfermeilers in Tann

The regional group of our nature conservation association has built a breeding ground for stag beetles last week with the help of students.

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Die Eichenstämme werden zusammengedrückt

Letzte Woche wurde von der BUND Naturschutz Kreisgruppe Rottal-Inn ein Hirschkäfermeiler in Tann gebaut. Ich durfte berichten; den Text findet Ihr unten im Link.

Wenn man bedenkt, dass ein Hirschkäfer seine ganze Entwicklung im Totholz durchlebt und dazu bis zu 7 Jahren (!) braucht, versteht man gleich, dass dieser seltene Käfer Hilfe braucht. Denn in den wenigsten Wäldern wird Totholz so lange liegen gelassen. Es war schön zu sehen, wie engagiert die Schüler der Grund- und Mittelschule Tann mitgeholfen haben, den Meiler aus Eichenholz zu bauen.

Da diese Käferwiege, die noch viele andere Käferarten anziehen kann, am Waldrand liegt, konnte ich auch das rege Leben auf der blühenden Wiese beobachten: Schmetterlinge und eine Zwitscherschrecke.

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Hier mehr vom Hirschkäfermeiler: https://rottal-inn.bund-naturschutz.de/

 

 

Born to be wild!

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Rehbockgeweih in der Bärentatze

Das Tierfreigelände ist Teil des Nationalparks Bayerischer Wald.
The Wildlife Enclosure is part of the Bavarian National Park. (In English below)
Les enclos des animaux sauvages font part du parc forestier national de Bavière.

 

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Das große Gehege des Braunbärs im Tierfreigelände Lusen

Heute sind wir von der Poschinger Hütte im Zellertal zum Tierfreigelände gefahren. Das ist der einzige Tierpark, in dem ich kein schlechtes Gewissen bekomme: Die Tiere leben in großräumigen, naturnahen Gehegen mitten im Wald.

Highlight war heute eindeutig der Braunbär. Er war sehr damit beschäftigt, größere Steinbrocken in seinem Teich zu verrücken, um darunter nach Nahrung zu suchen. Immer wieder fand er Pflanzenteile, die er sich genau anschaute. Und zuletzt fischte er sogar ein Rehbock-Geweih heraus und kaute darauf herum. Ein toller Fund! Die wenigen Besucher (es regnete meist in Strömen) empfanden das Schauspiel auf unterschiedliche Art und Weise.
Die Frauen: „Och, der ist ja so süß, wie ein Teddybär!“
Die Männer: „Der hat ne Mordskraft, ganz schön gefährlich!“
Auch andere Tiere bekamen wir zu Gesicht. Die Wölfe nicht. Dafür die Luchse, die wir nur hinter einem dichten Vorhang an Regen erhaschen konnten.

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Luchse hinter einem Regen-Vorhang

Embedded in a wild forest landscape, large enclosures and aviaries were built. Wolves, brown bears, lynx and wildcats can be admired in a natural habitat. We could observe the brown bear fishing in his pondAt the end, he found the antlers of a roebuck! We also saw the lynxes but it was difficult to take pictures because of the rain.

https://www.bayerischer-wald.de/Media/Attraktionen/Tierfreigelaende-im-Nationalparkzentrum-Lusen

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Cabaret

Sketches of the talented Bavarian cabaret artist, Sigi Zimmerschied.

 

Bitterböse wie immer: der Kabarettist Sigi Zimmerschied bei seinem neuen Stück „Heil – vom Koma zum Amok“ gestern Abend im Scharfrichterhaus in Passau. Ich habe mitgekritzelt und versucht, seine ständig wechselnden Ausdrücke aufs Papier zu bannen…Was gar nicht so einfach war. Denn die Mimik des Kabarettisten ändert sich buchstäblich jede Sekunde! http://sigi-zimmerschied.de/heil-vom-koma-zum-amok/

 

 
 
 

Ein uralter Hof

Der Leithenbauernhof in Bad Birnbach

Seit ca. einem Jahr engagieren Berndt und ich uns im Heimatkundekreis von Bad Birnbach und dürfen die historische Ausstellung „1200 Jahre Bad Birnbach“ gelegentlich betreuen. Das ist spannend, weil man dabei so viel über die Gegend erfährt!

Außerdem haben wir nun die Ehre, über den Leithenbauernhof für das nächste Heimatheft zu berichten. Was der Leithenbauernhof ist? Nun, ein ehemalig sehr großer Hof, den es vermutlich schon seit dem 12. Jahrhundert gibt. Viel haben wir in Archiven recherchiert, aber auch Interviews geführt. Was dabei herausgekommen ist? Nun… dass einiges im Dunkeln liegt, aber dass dort eben immer noch das wunderschöne Wohnhaus eines ehemaligen Vierseithofes steht.

Wir recherchieren und schreiben. Im Heimatheft 29 werdet Ihr alles erfahren, was wir ermittelt haben. Denn es geht nicht nur um Ritter und Bauern, sondern auch um Elefanten und dressierte Schweine. Bleibt gespannt!

Hier mehr über das Heimatmuseum: https://nadiapittura.com/2018/12/31/silvester-im-heimatmuseum/

Leithenbauernhof in Bad Birnbach
Der Leithenbauernhof in Bad Birnbach

Schöner Sommer

Es ist in diesen Wochen einfach eine Wonne, durch die Natur zu gehen.
Mohnblüten in Bad Birnbach #rottalinn
Mohn am Wegesrand
Blühstreifen locken Bienen an. #rottalinn
Blühstreifen locken Bienen an
Kleiner Falter auf Schafgarbe
Grünfink und Spätzle im Borretsch

Das wilde Eck

Der Kreislweiher oder das „Wilde Eck“. Ein kleines Wunder der Natur.
Anfänglich bin ich achtlos an dem kleinen Wäldchen vorbei gegangen. Direkt am Kurpark in Bad Birnbach. Unten an der Rott. Bis ich anfing, auf den betörenden Vogelgesang zu achten, der im Frühling und Sommer aus dem Eckchen schallt. Da habe ich aufgehorcht.
Im „Wilden Eck“ in Bad Birnbach – Foto: Eva Hörhammer

Dann plötzlich, letztes Jahr, die flötende Stimme des Pirols! Dann im Juli abends ein Meer von Glühwürmchen!

Was ist denn das? Einfach ein kleines Wunder am Wegesrand. Durch ein Wunder blieb bisher das „Wilde Eck“ wie von magischer Hand von der Ordnung der Gärtner und Planer verschont. Es liegt viel Totholz herum. Das zieht die Spechte an. Ein kleiner Urwald.

Als im Winter leider dort Veränderungen vorgenommen wurden, fing ich an, mich zu informieren und erfuhr, dass vor Jahrzehnten Sand- und Kieshaufen dort deponiert worden waren. Darauf wachsen inzwischen viele Pflanzen. „Kreislweiher“ nennen es die Einheimischen. In den 70ern und 80ern zelteten und grillten dort die Jugendlichen aus dem Kurort. Alle haben schöne Erinnerungen an diese „wilde Zeit“ in der Natur. „Ja, da waren damals schon Glühwürmchen!“, sagt man mir.

Das „Wilde Eck“ im Rottaler Gsichter Magazin
Das Wilde Eck in Bad Birnbach
Rankender wilder Hopfen im „Wilden Eck“

Ich hoffe, dass das Eck auch in Zukunft so wild bleiben darf, wie es ist. Nicht nur Tiere brauchen Wildheit, sondern auch wir Menschen. Die Natur besteht eben nicht aus Stiefmütterchen, und freie Gedanken brauchen auch einmal etwas Chaos.

Weil ich es so liebe, dieses „Wilde Eck“, habe ich Eva Hörhammer verraten, es sei mein Lieblingsplatz. Ich danke ihr von Herzen, dass es auch einen Platz im Rottaler Gsichter-Magazin gefunden hat. Hier könnt Ihr den Beitrag sehen.

Die Portraitfotos hat auch Eva geschossen, danke!

Mithilfe eines Biologen konnte ich auch beinahe alle Pflanzen bestimmen und zähle sie hier unten auf.

Eins ist klar: Das „Wilde Eck“ ist schützenswert! Gehen wir behutsam damit um!

Baum- und Straucharten: Weide, Erle, Pappel, Birke, Ulme, Holunder, Weißdorn, Schneeball, Hartriegel, Feldahorn, Pfaffenhütchen

Pflanzen: Brennnessel, Brombeere, Himbeere, wilder Hopfen, Königskerze, Farn, Schilf und Rohrglanzgras

Tiere: eine große Vielfalt an Vögeln, darunter auch Pirol, Specht, Mönchsgrasmücke, Goldammer, Kleiber, Stieglitz, Girlitz und weitere. Glühwürmchen im Sommer.

Und hier noch Info über das Rottaler Gsichter Magazin: https://rottalergsichter.de/das-magazin/das-rottaler-gsichter-magazin/

Und die „Sorge ums Wilde Eck“ in der Presse: https://plus.pnp.de/lokales/pfarrkirchen/3294003_Sorgen-ums-wilde-Eck.html