Toro

maremma-rind_aquarell_nadia_baumgart

Maremma bull: An old Italian breed of cattle (watercolour)

Toro Maremmano / Maremmana-Stier

Eine wunderschöne alte Rinderrasse der Südtoskana. Die Stiere sehen dem Auerochsen ähnlich und zaubern Wildheit in die Landschaft. Auch Nutztierrassen sind inzwischen vom Aussterben bedroht. Mit jeder verlorenen geht auch Kulturgut verloren. Im 19. Jahrhundert gab es allein in Bayern ca. 35 Rinderrassen. Heute sind davon nur noch fünf Rassen vorhanden…

 

Amazone

amazone_illustration_nadia_baumgart

Amazon and parrot – Illustration of a dream – Watercolour and ink

Amazone und Papagei – Illustration eines Traumes

Letztens hatte ich einen Traum, der mich inspiriert hat. Nach dem Aufwachen habe ich ihn aufgeschrieben:

Weit am Horizont wird die Unendlichkeit abgefangen, sanft eingebettet in von Urwäldern überwucherten, smaragdgrünen Bergketten. Ganz still ist es, kein Wind weht; in der flirrenden Hitze verharren magere, durch Helligkeit angezündete goldgelbe Gräser und silbern gesprenkeltes dorniges Gebüsch in absoluter Regungslosigkeit.

In der Ferne reiht sich eine lange Front von Pferden, die Köpfe schüttelnd, mit den Hufen scharrend und roten Staub aufwirbelnd. Auf den tänzelnden Leibern sitzen breitbeinig, braun gebrannt und stolz aufgerichtet, die Amazonen. Mit unbeweglichen Gesichtern blicken sie nach vorne, in der rechten Hand ihre Bögen haltend. Die von ungeduldigen Hufen aufgewühlten Sandwolken wirbeln hinauf bis ganz urplötzlich, wie einem stummen Signal folgend, alle Pferde donnernd losstürmen.

Die Reiterinnen heben langsam die Bögen und spannen die Pfeile, während sie losgaloppieren. Über jeden ihrer Köpfe schwebt lautlos, mit leicht angewinkelten Flügeln, ein karminroter Ara-Papagei. Die Flügelspitzen der großen Vögel berühren sich über den Köpfen der Amazonen.

Home – Heimat

Heimat_Aquarelle_Nadia_Baumgart

(En français ci-dessous)

Immer wenn ich mich frage, was Heimat so sei, fällt mir dieser schöne Text „Heimkehr von Tipasa“ (1952) von Albert Camus ein. Er war damals nach Algerien zurückgekehrt, wo er geboren worden war.

„Es war mir, als sei ich endlich in den Hafen zurückgekehrt, nur für einen Augenblick zwar, der aber nicht enden würde. Gleich darauf stieg die Sonne sichtbar einen Grad höher. Eine Amsel präludierte kurz, und dann sprühte von allen Seiten der Gesang der Vögel auf, mit einer Kraft, einem Jubeln, einer frohen Ungleichheit, einer unendlichen Hingerissenheit ohnegleichen. Der Tag nahm seinen Lauf und sollte mich bis zum Abend tragen.“

Quand je me demande ce que signifie ce mot „home“, le „chez-soi“, je pense à la nouvelle «Retour à Tipasa » (1952) de Albert Camus qui décrit son retour en Algérie, sa terre natale :

« Il me semblait que j´étais enfin revenu au port, pour un instant au moins, et que cet instant désormais n’en finirait plus. Mais peu après le soleil monta visiblement d’un degré dans le ciel. Un merle préluda brièvement et aussitôt, de toutes parts, des chants d’oiseaux explosent avec une force, une jubilation, une joyeuse discordance, un ravissement infini. La journée se remit en marche. Elle devait me porter jusqu’au soir. »

Joie de vivre

pferd-cheval-aquarelle-nadia-baumgart

Mal wieder ein Pferd. Für mich der einfachste Weg, Lebensfreude auszudrücken.

Encore un cheval, symbole de la joie de vivre…