
Vor Ort gezeichnet, dann KI- animiert. Bilder, die Geschichten erzählen.


Die Kunstakademie in Troyes – Gouache
In unserem Keller gab es gestern einen Wasserschaden. Das Ergebnis: Ich musste all meine Bilder, Aquarelle und Leinwände „retten“, die ich dort unten lagere. Das bedeutet: alles nach oben tragen – und dabei wieder auf Arbeiten stoßen, die ich lange nicht gesehen hatte.
Viele meiner alten Gemälde sind bei früheren Umzügen zurückgeblieben. Dieses Aquarell jedoch war immer dabei, als Rolle irgendwo im Gepäck. Es zeigt die Kunstschule in Troyes – eine Kleinstadt in der Champagne‑Region, in der ich in den 80er‑Jahren das Glück hatte, Bildende Kunst zu studieren. Dort wurden sowohl bildende als auch angewandte Künste unterrichtet. Ich habe dieses wunderschöne Gebäude in der Rue Jeanne d´Arc geliebt: verspielt, viel Glas, ein kleiner Park. Draußen vor der Tür standen Skulpturen der Studierenden. Hier auf dem Bild sind sie teilweise unter Planen, wenn es sich um Gips handelte.
Inzwischen gibt es diese Schule so nicht mehr; stattdessen existieren offene Ateliers für Kinder und Erwachsene an einer anderen Adresse. Damals war ich „Mademoiselle Nadia Nashed“ und liebte – wie man sieht – die kräftigen Farben Gauguins.
Wenn ich eigene Bilder sehe, die ich vor Jahren gemalt habe, kommt mir mein ganzes Leben entgegen – mit all seinen Erinnerungen. Es war eine spannende Zeit.



Was für ein schöner Sonntagvormittag im Stadel Alte Post (Haus für zeitgenössische Kunst/ Kuk Triftern ) in Triftern! Dort traten The Bear Root Sheiks auf – die Musiker Äl Lindinger und Rainer Brunn. Sie spielten unglaublich gekonnt Country Blues und Roots Musik auf verschiedenen Instrumenten und brachten unsere Herzen zum Schwingen. Wieder habe ich die Szene gezeichnet. Diesmal durfte die Zeichnung gleich da bleiben
Gefeiert wurde das fünfjährige Bestehen des Hauses. Bernd Stöcker erzählte, dass die Anfänge in der Coronazeit sehr schwierig gewesen seien, nun aber deutlich werde, dass die Ziele erreicht wurden: ein Forum für regionale Künstler und Gruppen zu schaffen und einen Ort, an dem direkter Austausch möglich ist.
Ich war wieder sehr eingenommen von der wundervollen Architektur aus Ziegel und Holz, mit Blick auf eine wunderschöne Landschaft, in der es selbst bei Hitze angenehm kühl bleibt. Diesmal fiel ein besonderes Licht auf die große Bühne. Auch die Atmosphäre war entspannend, freundlich und schön.
Ich bin dankbar, dass es jetzt einen solchen Ort in unserer Nähe gibt.


