..und mit entzündeten Augen – so sehen sie seit vielen Wochen aus und nix hilft. Gestern kam ich vom Morgenspaziergang und schaute mit meinen roten Augen in die sonnengelben der schönen schwarzen Katze, die mich oft auf dem Feldweg begrüßt. Rote Augen und gelbe Augen – das musste ich natürlich malen.
Sechs Langohren vor der Kutsche! Wunderschön und entspannend, ein unglaublich tolles Abenteuer!
Unsere erste Kutschfahrt im SECHSERZUG!
Und zwar im Esel‑Sechserzug vor einer eleganten ungarischen Kutsche aus edlem Holz. Wir waren nämlich wieder auf dem Eselhof Berndlgut in Geretsberg im schönen Innviertel Oberösterreich, etwa 25 Km von Braunau entfernt.
Diesen beeindruckenden Esel‑Sechsspänner hatte ich beim letzten Leonhardiritt in Aigen am Inn entdeckt. So etwas hatte ich noch nie gesehen! Damals hatte ich das Erlebnis gemalt und Ulli und Gerhard Sparber, die Gründer des Vereins, kennengelernt. (Unten der Link zum damaligen Beitrag)
Der Eselhof präsentierte sich diesmal in voller Schönheit: Trauben und Feigen reifen am Haus wie im Süden. Wir durften die Esel zusammen von der Weide holen und beim Anschirren dabei sein. Die junge Assistentin Nina half kompetent und liebevoll mit. Dann ging es los durch die weite Landschaft – Esel Napoleon ganz vorne. Das rhythmische Trippeln der sechs Langohren beruhigt augenblicklich und macht richtig glücklich. Eine romantische Sommer-Landpartie!
Der Eselhof bietet viele schöne Möglichkeiten, Eseln ganz nah zu begegnen: nicht nur Eselkutschfahrten (und Esel-Hochzeitskutschfahrten), sondern auch Esel‑Wanderungen, Reiten für Kinder sowie einen „Esel‑Führerschein“ für Familien, Freunde und Teams. Jedenfalls etwas sehr Besonderes – und sehr Schönes!
Übrigens, Ulli und Gerhard haben 2018 den Eselhof-Verein gegründet und sind echte Glückliche-Esel-Profis! Die Esel vom Eselhof Berndlgut haben übrigens 2025 bei der großen k.&k. Pferdekutschengala in Bad Ischl im Sechserzug ein perfektes Bild abgegeben und auf der Pferdemesse in Wels waren sie auch schon..
Ein JA zur Schönheit Dostojewski schrieb: „Schönheit wird die Welt retten.“ Lange habe ich mich gefragt, was er damit meinte. In unserer Gesellschaft wird Schönheit oft relativiert – sie liege im Auge des Betrachters. Und doch sehe ich, dass Menschen sich nach weiten, grünen Landschaften voller Pflanzen und Tiere sehnen. Nicht nach Trümmerfeldern, versiegelten Flächen oder kriegszerstörten Gebieten.
Ist Schönheit kitschig? Sind schöne Landschaften ohne industrielle Nutzung wertlos? Ist Heimat etwas romantisch‑Überflüssiges? Für mich sollte Schönheit Teil einer Leitkultur sein.
Schönheit gibt Orientierung. Wenn wir etwas gestalten – ein Kleidungsstück, ein Haus oder eine Landschaft –, und es wird schön, dann ist dieses Schöne oft auch gut. Wo es hässlich ist, wollen wir nicht hin. Goethe ließ sich von der Antike leiten: Das Schöne, das Wahre, das Gute – ernstzunehmende, miteinander verbundene Ideale. Schon die alten Griechen erkannten, dass Schönheit „richtig“ sei, dass Harmonie und Schönheit anzeigen, ob die Welt im Gleichgewicht ist. Die griechische Philosophie durchleuchtete Logik, Ratio und wissenschaftliches Denken – und sah Schönheit und Harmonie als Taktgeber des Denkens und Fühlens an, als zentrale Werte.
Heute heißt es: Wir brauchen Windräder in unseren Landschaften – prioritär, für die Klimarettung. Schön seien sie nicht, aber überlebenswichtig. Wir würden uns schon daran gewöhnen. Ich will mich nicht daran gewöhnen. Geld lässt sich damit verdienen. Nicht umsonst heißt ein chinesischer Hersteller „Goldwind“ – ein goldener Wind für Aktionäre.
Heute braucht es Mut, sich für Schönheit zu entscheiden – und für Artenschutz. Denn wo Natur schön ist, ist sie auch artenreich. Greifvögel, Reh‑ und Rotwild gehören seit Jahrtausenden in unsere Landschaften. Nicht nur der Igel. Für mich ist Windkraft – besonders im Wald – nicht nur hässlich, sondern ein Umweltverbrechen.
Wer Schönheit als Wert ansieht, wird – wenn er es sich leisten kann – aus zerstörten Landschaften fliehen. Wer weiter mit „Klimarettung“ argumentiert, kann einen Blick auf die kostenlose Seite Energymaps werfen.
Ich plädiere dafür: Nehmen wir Schönheit ernst. Sie weist den Weg in eine gute Richtung, die uns Menschen in einer gesunden Natur aufatmen lässt. Ein JA zur Schönheit!