Kiebitze und Rauchschwalben in Bad Birnbach

Kiebitze in Bad Birnbach Naturschutz
Kiebitz / Lapwing/ Vanneau huppé/ Vanellus vanellus

Unsere beiden Birnbacher Kiebitz-Paare sind eigentlich „Helikopter-Eltern“: Sie sind sehr wachsam und beobachten ihre Küken. Diese verstecken sich in den grünen Randstreifen.

Zwischendurch überfliegen sie den Acker und haben ihre Augen immer überall. Gut so, denn in Deutschland sind sie als Brutvogel stark gefährdet. Im Video hört man die eindringlichen Warnschreie der Altvögel.

Rauchschwalben im Stall / Hirondelles / Barn swallows

Auch die „Schwaiberl“ sind wieder da! Sie ernähren sich von Insekten und die gibt es am ehesten in Ställen. So haben sie den Offenstall des Lamplhofs in Bad Birnbach wieder bevölkert. Es ist eine wahre Freude, ihr Gezwitscher zu hören und sie zu beobachten, wie sie ständig hin- und herflitzen. Glück sollen sie bringen, die Schwalben. Nur zu!

Ein richtig schöner Tag in der Natur

Turmfalke
Rüttelnder Turmfalke // Faucon // Kestrel

War das schön heute! Insbesondere das Licht…Rüttelnde Falken, wogende Gerstenfelder, tolle Panoramen, ein paar Mohnblumen, die dem Glyphosat entkommen sind…Und unser Storch war natürlich auch zur Stelle.

#rottalinn

Rottaler Landschaft
Am Badesee
Italo Calvino ist ein sehr guter italienischer Autor

Und all das noch im Video:

Rottaler Landschaften mit Storch

Im Rottaler Zauberwald / Natur im Wald

Im wilden Zauberwald

Heute waren wir wieder in unserem Rottaler Zauberwald. Ein geschütztes Biotop, sonst wäre er längst zerstört. Im Video erzähle ich kurz, was ich unter Natur und Naturerlebnis verstehe.

Mitten auf der Waldwiese wachsen Orchideen und andere Raritäten wie Torfmoose und Farne. Die Schönheit der Pflanzen zu bewundern, das macht richtig froh. Ohne Schutzmaßnahmen wäre unsere Landschaft inzwischen eine langweilige Monokultur. Und wer will schon in einer sterilen Wüste leben?

#naturschutz #artenschutz #rottalinn #biotop #niederbayern

Natur braucht Raum, sie muss nicht optimiert werden, sondern erhalten…
Ein echter Bach, der am Waldrand rauscht
Wilde Orchideen im Wald
Wilde Orchideen sind sehr selten geworden
In der Natur
Unterwegs in der Natur

Glocken und Gockel in Braunau

Serbischer Gockel auf der Innbrücke
Der serbische Gockel kommt auf die Innbrücke als Erinnerung an einen Hahn, der 1918 auf dieser Brücke aufgrund von bürokratischen Zollregeln geschlachtet werden musste.

Gestern waren wir im „Heimathaus“ in Braunau, das war sehr spannend!

In the local museum of the city of Braunau in Upper Austria.

Vorher haben wir einen kurzen Abstecher zur Ausstellung „,femi’ni:n.“ (mit ganz tollen Frauen-Skulpturen und dem serbischen Gockel aus Bronze, der 1918 auf der Innbrücke aufgrund von bürokratischen Grenzregeln enthauptet wurde) in der benachbarten Herzogsburg gemacht. 

Im Heimathaus hatten wir dann eine unglaublich interessante und lustige Führung von einem „analogen Museumsführer“, wie er sich selber nennt.

Vieles ist im Heimathaus einzigartig: Die Glockengießerei aus dem Jahr 1385, die „Pesttür, die schlimmen „Raufwerkzeuge“ und das ganze verwinkelte Haus!

In der Glockengießerei im Erdgeschoss, deren Öfen noch sichtbar und deren Wände vom Ruß des Rauches geschwärzt sind, wurden nicht nur Glocken, sondern sogar kleine Kanonen gegossen, da Braunau eine Festung war.

Es wurden lustige Anekdoten über den Braunauer „Bierkrieg“ erzählt, als 1908 die Innviertler Braugenossenschaft die Bierpreise erhöhen wollte und die gesamte Bevölkerung aus Protest mit Musikapelle über die Brücke nach Simbach ging, um dort das billigere Bier zu trinken. Später soll es in Simbach sogar Stammtische für „Braunauer Bierflüchtlinge“ gegeben haben.

Jedenfalls waren nicht nur die erzählten Geschichten, sondern auch die Vielzahl der Exponate und deren Erhaltungszustand sehr beeindruckend.

Im Heimathaus Braunau
Heimathaus Braunau
Die Glockengießerei aus dem 14. Jahrhundert in ihrem Originalzustand

Die Birnbacher Kiebitzbabys sind da! Baby lapwings!

Der kleine Nestflüchter ist gestern erst geschlüpft!

Die Birnbacher Kiebitzbabys sind da! Our lapwing babies are there! Nos bébés vanneaux huppés sont là!

YUCHHUUH, die Kiebitzbabys sind da! Letztes Jahr brütete ein Paar auf einem Acker in Bad Birnbach. Diesmal sind es gar zwei! Heute konnten wir zum ersten Mal die Küken sehen – und zwar gleich drei! Es müssten noch mehr sein, weil wir nur die Küken eines Geleges gesehen haben.

Warum das so toll ist? Weil dieser heimische Vogel, der früher in großen Gruppen in Deutschland gebrütet hat, inzwischen auch in Bayern stark gefährdet ist und einen großen Bestandsrückgang erfahren hat. Und weil er mit seinem metallisch grün-grau schimmernden, schwarzweißen Gefieder, seinen spektakulären Balzflügen und den „Kiwit-kiwit“-Rufen ein echter Sympathieträger ist.

Und auch weil er als Bodenbrüter ein schwieriges Leben hat. Um zu verhindern, dass der Brutbestand von Kiebitzen in unserer Region komplett einbricht, markieren Ehrenamtliche im Auftrag des Landschaftspflegeverbandes seit einigen Jahren die Bodennester, sodass Landwirte die Gelege umfahren können. Ein riesiges Dankeschön an die Nestmarkierer und an die Landwirte, die sich die Mühe machen, den Nestern auszuweichen!

Es hat gerade in den letzten Tagen geregnet und das ist ideal für die kleinen sogenannten „Nestflüchter“, so können sie mit ihren winzigen Schnäbelchen besser Insekten und Würmer in der Erde finden. Es ist faszinierend zu erleben, wie wachsam die Altvögel auf ihren Nachwuchs achten: Das Weibchen bleibt meist in der Nähe und schreit laut, um den Küken zu zeigen, dass sie da ist. Die Männchen überfliegen oft den Acker und patrouillieren an den Rändern. So können sie mögliche Angreifer (andere Vögel, Katzen, Füchse, freilaufende Hunde) weglocken und ihre Brut beschützen.

Jetzt können wir den Küken nur noch ganz viel Glück wünschen und hoffen, dass sie alle flügge werden und später in unserer Region brüten. Denn meist kehren die Jungvögel wieder an ihren Geburtsort zurück, um dort zu brüten.

Der Altvogel wacht
Hier ist ein Kiebitz-Küken schon 3 Tage älter. Aufnahme vom 9. Mai

Hier sieht man die Küken in Aktion und die Altvögel wachen:

Und hier noch der Bericht über unsere Kiebitze 2021: