Naturfotografie macht Spaß!

Kalender Landschaftspflegeverband Rottal-Inn

My photographs in the district calendar // Mes photos dans le calendrier de l´administration régionale.

Welch eine FREUDE! Der Landschaftspflegeverband Rottal-Inn e.V. hat in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Rottal-Inn für 2021 wieder eine Neuauflage des beliebten Landkreis-Kalenders herausgebracht. Und viele unserer Fotos sind dabei!! Hier zeige ich sie nochmal.

Berndt und ich haben nämlich am Fotowettbewerb zum Thema „Blumenwiesen in unseren Ortschaften“ teilgenommen und einige unserer schönsten Fotos ausgesucht. Uns wurde heute in Eggenfelden der Kalender und der Rottaler Landkreishonig übergeben. So kommt wieder etwas Farbe in unseren Winter!

Übrigens, der Landschaftspflegeverband ist gerade viel im Landkreis unterwegs: Es werden im Dezember Hecken und neue Streuobstwiesen gepflanzt. Damit es im Frühjahr bei uns erst recht wieder blüht!

Dieser Wahnsinns-Schnappschuss ist Berndt in diesem Frühjahr gelungen.

Monde magique

Zauber der Vogelwelt an der Rott: Wieder ein Kurzfilm über unsere Natur bei Bad Birnbach. Wenn ich so viele wunderschöne Wildvögel sehe, wird mir bewusst, dass wir eigentlich in einer Zauberwelt leben. Lasst uns daran FREUDE haben!

Pour moi, le monde des oiseaux est magique!

Auf dem Markt

Heute auf dem Bad Birnbacher Wochenmarkt. Ich liebe die selbst geschriebenen Tafeln und wir haben wieder einen ganzen Korb voller Köstlichkeiten heimgetragen.

An einem Stand steht ein Händler mit tausend selbst gemachten Marmeladen, Äpfeln und Kräutertees. Heute kamen wir ins Gespräch und – siehe da! – wir kannten uns. Berndt hatte nämlich das Auto vor seiner Garten-Einfahrt geparkt, während der passionierte Gärtner das Tor schloss. Ich sagte ihm: „Entschuldigung, wir mussten hier parken, ich habe nämlich in Ihrem Naturgarten einen Neuntöter gesehen!“. Und den wollte ich natürlich fotografieren. Erst in diesem Moment und weil der ältere Gärtner mich verdutzt anschaute, wurde mir bewusst, dass nicht jeder weiß, dass ein „Neuntöter“ keine schlimme Waffe ist, sondern ein kleiner Vogel mit einem schwarzen Augenstreifen.

So erkannten der Händler und ich uns heute trotz Maske wieder. Ein Garten, in dem Neuntöter brüten, ist übrigens wirklich eine Garantie für eine heckenreiche und naturnah bewirtschaftete Natur.

Jetzt kann das Wochenende beginnen!

Lumière d´automne

Sicht von Langwinkel auf Bayerbach im Rottal
Une perspective insolite – Mal eine andere Perspektive

Nos paysages en Basse-Bavière : beaux, un peu sauvages et romantiques. Par-dessus nos têtes passaient des centaines de grues en voyage vers la Camargue et l´Espagne.

Rottaler Landschaften: schön, a bisserl wild, romantisch. Immer besonders. Über uns zogen Hunderte von Kranichen auf dem Weg nach Spanien und Südfrankreich.

Nicht umsonst nennt man das Rottal „Hügelland“
Kraniche über dem Rottal in Niederbayern
Kraniche über dem Rottal – Sie ziehen gen Süden

Auf den Markt!

Allons au marché pour soutenir nos petits commerçants locaux.

Our weekly market.

Schon in der Antike gab es zentrale Plätze, Stadt- oder Marktplätze, sogenannte „Foren“.

Plätze, auf denen sich die Menschen begegneten und Austausch möglich war. Heute sterben die Innenstädte ein bisschen überall. Durch die aktuelle Krise wird das Ladensterben natürlich forciert. Man kauft lieber in großen Einkaufszentren und online ein. Das ist bequem. Aber was passiert mit unserer Gesellschaft, wenn unsere Plätze wie leergefegt sind? Wenn ein spontanes Miteinander nicht mehr möglich ist? Wenn sich die Begegnungen auf ein schweigendes Stehen in der Schlange an der Kasse beschränken?

Vielleicht wäre das eine Teillösung: Wieder auf die Wochenmärkte gehen! Hier in Bad Birnbach findet er immer samstags statt und bietet – zusammen mit den angrenzenden Shops – ein vielfältiges und sympathisches Shopping-Erlebnis mit Frischluftgarantie gegen das Ladensterben 🙂

Avantgardistische Hofmark

Neues Büro Bachhuber in Hofmark Bad Birnbach - Aquarelle von Nadia Baumgart
Das moderne Gebäude passt sich perfekt in das historische Ensemble ein

Avantgardistische Hofmark

1673 wurde der historische Ortskern von Bad Birnbach zur geschlossenen Hofmark erhoben. In ungefähr dieser Zeit, nach einem verheerenden Brand, entstanden auch die schönen Gebäude, die heute noch das Zentrum zieren.

Nun ist nach dem Abriss des „Kastenmaier-Areals“ ein neues, modernes Gebäude hinzugekommen: Das Bürogebäude der Firma Bachhuber Hoteleinrichtungen von Rudolf Bachhuber. Dass sich moderne Architektur sehr gut in ein bestehendes, altes Ensemble eingliedern kann, zeigt dieser schlichte und avantgardistische Bau, der von einem innovativen und mehrfach prämierten Architekten, Markus Tauber aus Brixen, entworfen wurde. Die Silhouette des Gebäudes fügt sich trotz andersartiger Materialien (Holzlamellen vor Glasflächen) perfekt in die Reihe ein.

Die letzten Baumaßnahmen werden gerade noch abgeschlossen, aber lange kann es nicht mehr dauern, bis das junge Gebäude frech und selbstbewusst zwischen den altehrwürdigen Nachbarn Farben und Licht zwischen seinen Holzlamellen spielen lässt.

Natürlich musste ich das jetzt malen. Wahrscheinlich das erste Aquarell der „neuen“ Hofmark. Denn nur malend kann ich die Realität um mich herum begreifen.

New architecture in a Bavarian historical centre – Projected by the architect Markus Tauber – Winner at German Design Award 2020

Naturschutz ist keine Religion

Against fundamentalism in nature protection

Gegen Fundamentalismus im Naturschutz

Ich liebe Natur. Die Natur, die ich um mich habe, die ich sehe, fühle, höre, rieche. Die Natur, von der ich auch viel über Filme und Bücher erfahre. Wir leben nicht mehr in Urwäldern, das ist klar, sondern in einer vom Menschen geprägten Kulturlandschaft.

Wir müssen auf unsere Natur achten. Aus Respekt vor der Schöpfung, aber auch aus Selbsterhaltungstrieb: Sauberes Trinkwasser ist für uns lebensnotwendig und auch der Erhalt von Artenvielfalt, denn ohne diesen könnte letztlich auch der Mensch nicht überleben.

Lange habe ich mich intensiv mit Thesen und Theorien von Naturschutz-Organisationen beschäftigt. Viele Impulse, die solche Organisationen geben, sind sehr wertvoll. Zum Beispiel das Drängen auf Naturschutzgebiete und Ausgleichsflächen, in denen Flora und Fauna nicht nur dem wirtschaftlichen Diktat unterworfen werfen. Oder auch Überlegungen, wie die Agrarindustrie auf EU-Ebene und weltweit nachhaltiger gestaltet werden kann.

Vieles aber mag ich gar nicht! Wie zum Beispiel die „Wald vor Wild“-Forderung. Damit neuer Wald nachwachsen kann, sollen so viel Rehe und Feldhasen wie möglich geschossen werden und aus unseren Landschaften verschwinden. „Doch nur für ein Jahrzehnt oder so“, beteuern selbst ernannte Naturschützer, wenn ich entsetzt nachfrage.“ Sonst kommen die jungen Tannen nicht hoch“. Anscheinend. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass in demselben Wald die benachbarten Parzellen sehr unterschiedlich gedeihen. Die Zahl der Rehe und Hasen, die sich auf diesen Flächen bewegen, ist aber gleichbleibend. Wenn ich das zu bedenken gebe, hält man mich für sentimental. Ich würde in Wildtieren „Bambis“ sehen. Ich hätte keine Ahnung.

Ein selbsternannter „Experte“ erklärte mir auch, warum man Weißstörchen keine Nisthilfen anbieten dürfe, das sei „unnatürlich“.

Was den Umgang mit Pflanzen betrifft, bin ich auch sehr erstaunt. Alles, was als „ausländisch“ angesehen wird, muss weg. „Neophyten“ nennt man dann diese Pflanzen. „Neozoen“ die „ausländischen Tiere“. Schon das Vokabular finde ich problematisch. „Schön, aber teuflisch“ seien sie, „nicht-heimisch“ und invasiv. Irgendwie erinnert mich das an Rassismus.

Ja, ich weiß, hier und da muss man eingreifen in die Natur und das tun wir alle. Unsere Hunde laufen darin herum, Landwirte graben Acker um, Reihenhausbesitzer pflanzen Thujen und spritzen öfters Pflanzengift. Aber dass selbsternannte „Naturpropheten“ aufrufen, die einen Tiere zu schützen, die anderen zu verdrängen, finde ich oftmals unlogisch. Bei Pflanzen stört es mich auch, dass man für „einheimische Pflanzen“ bereit ist, viele andere auszureißen und niederzutrampeln. Es ist beinahe verpönt, sich an der Schönheit einer Blüte zu erfreuen. Man darf sich nur an den „richtigen“ Blumen erfreuen.

Naturschutz ist keine Religion! Es geht darum, so vielen Mitgeschöpfen wie möglich eine Heimat in unserer Umwelt zu erlauben. Es geht darum, Veränderungen zuzulassen. Und sich an der Natur zu FREUEN, egal wie sentimental das sein mag. Wenn ich gegen ganzjährige Vogelfütterung, für Drückjagden und für das Niedertrampeln von Pflanzen sein muss, um mich für den Naturschutz einzusetzen, dann läuft etwas schief. Ich bin für den Schutz der Natur, ja, aber nicht für Fundamentalismus. Und ich bewundere die Natur dafür, dass sie seit Millionen von Jahren etwas Gewaltiges schafft, nämlich Veränderung und Anpassung.

#rottalinn #naturschutz

Heimat finden

Nach vielen Etappen haben Berndt und ich 2016 im schönen Rottal in Niederbayern eine Heimat gefunden, in der wir uns willkommen fühlen. da liegt es nahe, bei den „HeimatUnternehmen zwischen Isar und Inn“ mitzumachen!

Zusammenhalt ist da ganz selbstverständlich. Und man lernt viele kreative und motivierte Menschen kennen. Eine super Sache! Schaut mal rein:

https://www.heimatunternehmen.bayern/heimatunternehmer/nadia-baumgart-die-etwas-andere-influencerin-im-rottal

und hier: https://heimatunternehmen-isar-inn.de/

Foto für HeimatUnternehmen zwischen Isar und Inn von Josepha&Markus – Fotografieren

#Rottalinn #machsnedaloa #heimatunternehmen

Auf der Suche….

Bad Birnbach
Bad Birnbach – Einmal anders…

Auf der Suche nach Positivem in dieser schwierigen Zeit. Heute habe ich mich gefragt, was ich tun kann, um innerlich nicht so grau wie das Wetter zu werden. Da kam mir eine Idee: Einfach mal meinen Ort mit anderen Augen sehen. Üblicherweise gehen wir ja immer dieselben Wege. Oftmals schaut man sogar in einem bestimmten Straßenzug immer nach oben oder nach rechts. Also habe ich versucht, mal mit anderen Augen durch Bad Birnbach zu gehen.

Jugendstil in Bad Birnbach
So ein schönes „Auge“!

Und siehe da, gleich wird das Leben wieder spannend. Zum Beispiel habe ich auf der alten Glaserei Johann Petz zum ersten Mal das runde Fenster im Jugendstil wahrgenommen. Dann bin ich noch beim Honigladen vorbei gegangen und habe entdeckt, dass es dort einen Honig gibt, in dem der Nektar der Kurpark-Blühwiesen gespeichert ist.

Den habe ich mitgenommen und trinke jetzt einen Tee mit Sommerblumen-Honig. Und stelle mir vor, wie im Sommer Margeriten und Wiesensalbei um die Wette blühen.

#rottalinn #trotzcorona #hoitmazam

Wann darf ich wieder raus?

Hoffnung – Espoir

Good News: Die Kraniche, die Glücksvögel, sind da und ziehen über Bad Birnbach! Tausende sind zurzeit auf dem Flug in die Winterquartiere. Üblicherweise überqueren die ruffreudigen Vögel dabei vor allem NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz. Seit einigen Jahren auch Bayern, wie man hier sieht.

Naturerlebnisse sind gerade jetzt in der Lockdown-Zeit besonders wertvoll, finde ich. War schön, die beeindruckenden V-Formationen zu beobachten und zu wissen, auch sie halten zusammen 🙂

Les grues sont passées au-dessus de ma tête aujourd’hui. Quel spectacle impressionnant qui m´a redonné espoir: on dit que les grues portent bonheur. On en y besoin en ces temps-ci…

#kraniche #rottalinn #hoitmazam #kranichzug #lockdown