Freude

Rehe im Wald - Aquarell
Rehe im Wald

„Etwas kitschig“, dachte ich, während ich dieses Bild malte. Und doch habe ich diese Szene vor kurzem erlebt und so in Erinnerung. Und da sich die Rehe nicht von der Kamera einfangen lassen wollten, musste ich sie eben mit dem Pinsel jagen.

Une aquarelle un peu „kitsch“ qui exprime pourtant une scène que j´ai vécu il y a quelques jours en forêt.

Illustration of a scene that I saw recently in our forest.

#rottalinn #aquarelle #wald

Batnight

Looking for bats with a biologist and kids in Lower Bavaria
Knattern im Dunkeln – Die Nacht der Fledermäuse

Die „Fledermausdetektive“ halten ihre Bat-Detektoren in die Luft, während die Biologin Dr. Friemel (ganz rechts) anschaulich die Lebensweise der Fledermäuse erklärt.

BN- Fledermaus-Nachtwanderung im Lichtlberger Wald

Am Samstag Abend war ich bei der Fledermaus-Nachtwanderung in Gern mit dabei. Lustig war es und sehr informativ. Leider haben wir nicht viele Fledermäuse gehört. Und trotzdem viel erfahren. Zum Beispiel, dass sie ganz schön alt werden können, bis zu 35 Jahren!

Hier mein Bericht:

Eggenfelden (Gern).  Aufgrund von zahlreichen Anmeldungen, wurde die von der BUND Naturschutz-Jugendgruppe „Green Earth“ veranstaltete Fledermaus-Wanderung in zwei Gruppen von jeweils etwa 20 Teilnehmern am Freitag und am Samstag unternommen. Insbesondere Familien mit Kindern fanden sich bei beginnender Dämmerung am Schlossweiher ein.  Die Leiterin der Jugendgruppe Emma Riedler sowie der erste Vorsitzende der BUND-Naturschutz-Kreisgruppe Rottal-Inn Dr. Jürgen Riedler freuten sich sehr darüber, dass die Veranstaltung und das Thema so viel Interesse geweckt hätten. 

Die Bat-Detektoren machen Fledermaus-Laute hörbar

Nach der Begrüßung der Anwesenden zog die Biologin Dr. Dorothea Friemel die Kinder mit Frage-und-Antwort-Spielen sowie Anschauungsmaterial in ihren Bann. Dabei lernten alle Teilnehmer viel über die Lebensweise der Fledermäuse. Beispielsweise, dass es deutschlandweit 27 Fledermausarten gebe, dass diese je nach Art von 4 bis 30 Gramm wiegen und häufig ihr Quartier hinter Fensterläden oder in Dachstuben suchen. Alle einheimischen Fledermäuse seien Insektenfresser und überwinterten in Winterquartieren wie zum Beispiel auch in Nistkästen oder Baumhöhlen. Weltweit seien über 1000 Fledermausarten nachgewiesen worden; davon würden sich nur 3 Arten von Blut ernähren. In Asien, Afrika und Südamerika ernährten sich bestimmte Arten auch von Früchten. „Es gibt nichts, was es bei Fledermäusen nicht gibt“, schmunzelte die Biologin.

Da die nachtaktiven Tiere zur Orientierung Ultraschall­-Laute ausstießen, die für Menschen unhörbar seien, verteilte Dr. Friemel sogenannte „Bat-Detektoren“, elektronische Geräte, mit deren Hilfe die Tiere aufgespürt werden können. Da die Rufe sich stark zwischen den Arten unterschieden, sei es möglich, anhand der Ruffrequenz die jeweilige Art zu bestimmen.

Nun ging es in den Lichtlberger Wald. Die Kinder hielten gespannt die Geräte in die Luft und hörten immer wieder das Rattern und Knattern der Fledermausrufe. „Bei Bartfledermäusen klingen sie wie das Ticken eines Geigerzählers, bei Abendseglern eher zwitschernd“, so Dr. Friemel. Immer wieder blieb man stehen, um zu horchen. Dabei wurden weitere Einzelheiten über das Verhalten der Säugetiere erläutert. Die Weibchen würden im Herbst begattet; die Befruchtung der Eizelle geschehe jedoch erst nach dem Winterschlaf bei günstigen Wetterverhältnissen. Die Weibchen richteten sogenannte „Wochenstuben“ ein. Häufig gebäre das Muttertier nur ein Junges, während es mit dem Kopf nach oben hänge.  Das Neugeborene käme nackt und blind zur Welt und gleite dabei in die hochgewölbte Schwanzflughaut der Mutter. Nur etwa jedes zweite Junge überlebe. Da Fledermäuse 30 bis 35 Jahre alt werden können, sei es nicht einfach, Bestandsschwankungen rasch wahrzunehmen.

Fledermäuse seien in Deutschland gesetzlich geschützt. Als Insektenfresser und Höhlenbewohner hätten sie zwei schwerwiegende Probleme: Insektensterben und „Wohnungsnot“. Sie seien auf Nischen in Bäumen, Höhlen oder Gebäuden angewiesen. So sei es wichtig, bei Hausrenovierungen auf Fledermäuse, die sehr quartiertreu seien, zu achten und ihnen Ersatzquartiere anzubieten. Insbesondere sei es wichtig, Bauvorhaben rechtzeitig zu planen. Die Untere Naturschutzbehörde stehe bei solchen Maßnahmen mit Rat und Tat zur Seite.

Über Fledermäuse im Haus könne man sich freuen: sie befreiten ihre Gärten von lästigen Mücken und böten mit ihrem Kot (Guano) den besten Naturdünger für den Garten. „Wenn Sie den kleinen nachtaktiven Tieren helfen möchten, dann können  Sie das mit sehr einfachen Mitteln tun. Denn je insektenfreundlicher ihr Garten gestaltet ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass ihn Fledermäuse als Jagdrevier nutzen“ so Dr. Riedler.

Hier mehr: https://rottal-inn.bund-naturschutz.de/

Die Zukunft unseres Waldes

A hike through our forest organized by the nature conservation union. The main subject: the conifer populations afflicted by bark beetles. The main question: What the forest of the future might look like.

Kahlflächen aufgrund der massiven Abholzung von Fichtenwäldern sieht man nicht nur im Inntal immer öfter.

Am Sonntag fand die alljährliche Waldwanderung auf dem Schellenberg statt. Über das diesjährige Thema „Borkenkäfer – Katastrophe oder Geburtshelfer?“ fanden schon gleich am Treffpunkt angeregte Diskussionen zwischen den zahlreichen Teilnehmern, unter denen sich auch mehrere Waldbesitzer befanden, und dem Förster statt. Damit befanden sich alle Anwesenden schon mitten im Thema. 

Die Veranstaltung ist wie üblich in Zusammenarbeit mit der BUND Naturschutz-Ortsgruppe organisiert worden.

Im Rahmen des von der Stadt Simbach organisierten Sommerprogramms fand die alljährlich von Förster Reichenwallner geleitete Waldwanderung auf dem Schellenberg statt
Die Fichte hält dem Klimawandel nicht Stand

Nun ging es die Marienhöhe hinauf, einen ursprünglich als Park konzipierten Laubwald am Südhang des Schellenberges. Mehrere größere Kahlschläge weiter oben im Fichtenwald und hohe Holzstapel am Wegesrand zeigten, wie stark der Borkenkäfer auch im Inntal den Wald verwandelt. „Die Fichte hat bei uns ausgedient“, so Reichenwallner. Denn was inzwischen für alle offenkundig sei, könne auch die Wandergruppe auf ihrem Weg immer wieder eindeutig feststellen.

Diese Hundedame war auch dabei und schaute zuversichtlich in die Zukunft…

Dass der Störenfried jedoch so winzig ist, darüber wunderten sich die Mitwanderer, als der Förster einen Borkenkäfer in einer Rinde zeigte: das Insekt erreicht eine Körperlänge von ca. 5 mm. Die Fichte sei in höheren und kühleren Lagen heimisch und vor über 250 Jahren bei uns eingeführt worden; dieser Nadelbaum komme offenkundig mit dem schnellen Klimawandel nicht zurecht und könne sich aufgrund der Trockenheit nicht mehr durch Harzbildung gegen das zerstörerische Insekt wehren.

Dabei sei schon im 19. Jahrhundert von Wissenschaftlern vor Fichtenmonokulturen gewarnt worden. Vor dem flächendeckenden Einsatz der Fichte wuchsen in unseren Wäldern vornehmlich Eiche und Buche, begleitet von anderen Baumarten wie beispielsweise Kirsche, Ahorn und Tanne.

So winzig ist er, der Borkenkäfer!
Neophyten auf den Brachflächen

Die derzeitigen massiven Abholzungen veränderten mit großen Kahlflächen das Gesicht des Waldes. Auch diese Flächen werden rasch wieder besiedelt. Als erstes zeigte Michael Reichenwallner auf das rosa blühende Indische Springkraut. Diese ursprünglich aus dem Himalaya stammende Pflanze sei als Bienenfutter- und Zierpflanze nach Europa importiert worden und verdränge durch ihr rasches Wachstum teilweise die heimische Vegetation.

Dann machte Reichenwallner auf besonders große Exemplare der Schwarzen Tollkirsche, auch „Belladonna“ (italienisch für „schöne Frau“) genannt, aufmerksam. Wolliger Schneeball und Brombeere gehörten auch zur Kahlflächen-Flora. So schaffe der sich explosiv ausbreitende Käfer auch neue Lebensräume für heimische Pflanzen und solche, die sich in Gebieten ansiedeln, in denen sie zuvor nicht heimisch waren (Neophyten).

Die Teilnehmer der Waldwanderung in Simbach

Da das „Käferholz“ keine technischen Mängel vorweise und es zurzeit in großen Mengen verfügbar sei, sei es sinnvoll, es vermehrt als Bauholz einzusetzen. Nun kam die Gruppe an einer Lichtung vorbei, in der Eberesche, Birken hochschießen, in deren Schatten schon erste junge Buchen sprießen: „Der Wald verjüngt sich von alleine, wenn man Zeit und Geduld mitbringt“, so der Förster. Die Anforderungen der Forstwirtschaft lassen jedoch leider keine Muße zu.

Mit Zeit und Geduld verjüngt sich der Wald selbst. Zuerst besiedeln oft Brombeeren, Sträucher und erste „Pionierbäume“ wie die Birke die Kahlflächen. In deren Schatten wachsen dann Buche, Eiche und Tanne heran.
Man ist im Blindflug

Jetzt ging es an teilweise eingezäunten Neupflanzungen vorbei. Es werde nun mit einheimischen und Fremdbaumarten experimentiert. Wie der Wald der Zukunft aussehen werde, könne derzeit trotz aller Studien und Untersuchungen und aufgrund der Schnelligkeit des Klimawandels niemand sagen. „Man ist im Blindflug“, so der Förster. Dies zeigte er auch am Beispiel einer Strobe oder Weymouth-Kiefer, die vor einigen Jahrhunderten aus Nordamerika eingeführt worden und inzwischen in unseren Graden zum Opfer einer Pilz-Krankheit geworden sei.

Nebenher wurden am Wegesrand auch Pilze wie Hexenröhrling, Birkenporling und Maronen sowie allerlei Sträucher bestimmt.

„Es gibt selten Schaden ohne Nutzen“ schloss Brigitte Schwarzbauer und freute sich, dass die Wanderung so viele interessante Gespräche ausgelöst habe: „Das war eine richtige Expertenrunde“. Jeder habe etwas mitgenommen, egal ob er den Wald selber nutze oder nur am Thema interessiert sei.  Auf die Veranstaltung im nächsten Jahr freue sie sich jetzt schon.

Beitrag über Waldwanderung zum Thema Borkenkäfer, 2019, von Nadia Baumgart
Beitrag in der PNP

Natur und Glauben

Nature and Faith – more in English below

Gestern mit dem Radl im Kollbachtal gewesen. Was für ein wunderbarer Tag! Die Highlights verrate ich gleich: den Eisvogel und ganz viele Kiebitze!

Ein besonderes Tal

Eisvogel
Ein Eisvogel im Kollbachtal – Kingfisher in Lower Bavaria

Aber eins nach dem anderen. Seit 3 Jahren schon erkunden wir unseren weitläufigen Landkreis und haben immer noch viele Gegenden nicht gesehen. Ins Kollbachtal wollte ich eigentlich schon immer. Gerade weil ich Widersprüchliches über diese Region hörte, wollte ich mir einmal selber ein Bild machen. Es sei so schön, hieß es. Andererseits gelangte die Kollbach 2015 zu trauriger Berühmtheit: dort flossen Unmengen an Gülle aufgrund eines Unfalls in einer Biogasanlage in ein bisher gesundes Gewässer, in dem es noch Muscheln, Edelkrebse und die seltene Mühlkoppe gab. Tonnen von toten Fischen wurden damals geborgen. Diese Umweltkatastrophe wird wohl die Artenvielfalt im Bach auf Dauer beeinträchtigen.

Die mäandernde Kollbach

Jedenfalls haben wir uns gestern entschieden, von Malgersdorf aus über Arnstorf nach Mariakirchen den Kollbachradweg entlang zu radeln. Gleich zu Anfang war ich regelrecht begeistert: endlich mal ein Radweg mit langen nicht asphaltierten Abschnitten. Strecken am Wald entlang, dann wieder am Wasser. Durch stille Dörfer. Nur die kurzen Strecken auf der Staatstraße waren für uns Radfahrer unangenehm bis gefährlich. Ansonsten weite, ruhige Landschaften, am Horizont immer ein Kirchturm, Wiesen, Vögel. Plötzlich auch ein Eisvogel, der uns wohl nicht erspäht hatte und in flinken Sturzflügen versuchte, Fische zu fangen.

Kiebitze vor einem Landschaftsgemälde. Welch eine Kulisse!

Beim Radeln beten

Was das mit dem Glauben zu tun hat? Nun, während der ganzen Fahrt betete ich. Berndt ging es wohl ebenso. Denn wir wussten: Ein Mensch, den wir beide lieben, wird gerade einer schweren Operation unterzogen. Spontan hielten wir an der Pfarrkirche „Mariae Himmelfahrt“ von Arnstorf, sie ist bekannt als der „Dom des Kollbachtales“. In der Stille beteten wir. Ich stellte mir hundert Engel vor, die die Kranke während der OP bewachten.

Der „Dom des Kollbachtals“

Natur als Kirche

Auf der letzten Strecke machten wir immer wieder halt, um zu reden. Über das Leben. Über den Tod. Über das seltsame Gefühl, das einen beschleicht, wenn man durch die schönste Natur geht, den Duft des Waldes aufsaugt, die Sonnenstrahlen auf der Haut spürt und dabei denkt, dass man sterben wird. Dass andere sterben werden und wir auch. Alle. Auch der Greifvogel, der da oben seine Runden dreht. Auch ich. Wir sprachen von den Ähnlichkeiten zwischen den drei monotheistischen Religionen und vom Begriff der Sünde. Was ist das überhaupt, Sünde? Was ist Schuld? Ich erinnere mich an einen Satz, den man mir einmal sagte: „Sünde, das ist eine Bewegung, die uns von Gott entfernt.“ Eine Bewegung, die wir aus freiem Willen gehen. Weggehen von Gott. Wegschauen. Ist es das? Immer wieder habe ich mich gefragt: Was heißt das denn, sich von Gott entfernen?

Hoffnung strahlt

Leid und Jubel

Inzwischen glaube ich, diese Entfernung könnte man mit „Hoffnungslosigkeit“ übersetzen. In unseren Religionen gibt es ja zwei Seiten. Einerseits spricht man vom Leid, von Schuld und von der irdischen Welt als Tal der Tränen. Andererseits gibt es den anderen Aspekt vom Jubel, dem Lob, dem Jauchzen, der überschwänglichen Freude Gott gegenüber. Von der Dankbarkeit, an seiner Schöpfung teilhaben zu dürfen. Manchmal denke ich mir, dass diese Seite zu selten zum Ausdruck kommt.

Wir dürfen hoffen und glücklich sein. Wir dürfen auf die Schönheit der Natur zeigen und sagen: schaut, all dies ist uns gegeben worden. Und uns zusammen an ihr erfreuen. Ist das nicht kindisch? frage ich mich innerlich leise. Aber eine Stimme in mir sagt mir: das ist nicht kindisch. Das ist mutig!

Unsere Schwester Mutter Erde

Ich denke an den Sonnengesang von Franz von Assisi: „Gelobt seist du, mein Herr, für unsere Schwester Mutter Erde, die uns erhält und lenkt und vielfältige Früchte hervorbringt, mit bunten Blumen und Kräutern.“

Kiebitze als Schauspieler

Wir fahren weiter, ganz voller Gedanken. Bewundern das Schloss in Mariakirchen. Denken an den lieben Menschen, der gerade im OP-Saal liegt. Auf dem Rückweg begegnen wir ganz vielen Kiebitzen. Welch eine Freude! Bevor sie im Herbst ziehen, sammeln sie sich auf abgeernteten Feldern. Das Witzige hier: sie sammelten sich ausgerechnet vor einem Hof mit bemalter Fassade. Das Wandgemälde zeigt eine bayerische Landschaft mit Kühen. Wie Statisten vor einer Theaterkulisse erschienen sie mir. Leider gab gerade dann meine Kamera den Geist auf, sodass ich sie nicht richtig heranzoomen konnte.

OP gut überstanden

Kaum zu Hause kommt die Nachricht: „OP gut überstanden!“. In der Nacht chatte ich noch mit der frisch Operierten und denke mir: Hoffnung ist wie ein Gebet. Es ist etwas Wunderschönes, Kraftspendendes. Und zuletzt nur noch das eine Wort im Kopf, in der Seele: Danke!

Nature and Faith

Yesterday we went for a bike tour in a wide valley in our surroundings in Lower Bavaria. We were very concerned about the health of a dear person that we both love and that had to undergo a serious operation on that day. We cycled and prayed at the same time.

It was touching to pray in the nature and to reflect about life, death and hope looking at the beauty of flora and fauna. We saw a kingfisher and lapwings. Back home, very good news:  the surgery was successful! What a great joy.

Mobile Kultur

What a great idea: a mobile theater with professional actors for rural areas. A unique cultural project of the region Lower Bavaria. Yesterday in the fire station of Freyung in the Bavarian Forest.

Anspruchsvolles Theater im Feuerwehrhaus

Kultur auf dem Lande?

Darunter versteht man wohl Aquarellausstellungen in der Arztpraxis, alles, was sich mit „Heimat“ reimt und „Stammtischkultur“ im Wirtshaus. Oh je, dachte ich, als wir vor 3 Jahren in die Gegend zogen. Der „ländliche Raum“, das ist ja schön und gut. Natur und Ruhe und so. Heimattheater kann auch lustig sein, Natur liebe ich sowieso. Für Kunst und Kultur müssen wir dann eben nach München fahren.

Die Profi-Schauspieler im Stück „Unkraut“

Das KULTURmobil Niederbayern

Eben nicht! Immer mehr entdecke ich tolle Kunst- und Kulturprojekte in unserer Gegend. Diesmal bin ich aber richtig überwältigt: Ich habe das KULTURmobil entdeckt! Zum 22. Mal tourt das „rollende Theater“ kreuz und quer durch Niederbayern, um das Publikum im Sommer unter freiem Himmel auf Märkten und Plätzen oder bei Regen in Feuerwehrhäusern oder Bauhöfen zu unterhalten. Das Konzept „Mobiles Theater“ ist nicht neu, meistens geht es da jedoch um Zauberstücke für Kinder, Puppentheater, Ferienprogramme, Workshops oder Schulprojekte. Das Projekt KULTURmobil des Bezirks Niederbayern scheint in Anspruch, Modernität und Professionalität in ganz Deutschland einmalig zu sein.

Zugegeben, diesmal mussten wir ganz schön weit fahren. Nämlich bis nach Freyung im Bayerischen Wald.  Aber dies auch nur, weil wir zwei Termine verpasst haben. Selber schuld, denn die Presse berichtete immer wieder davon. Das Kulturmobil war in den letzten Wochen auch ganz in unserer Nähe gewesen, aber die Termine hatte ich mir dummerweise nicht notiert. Nun geht die Saison zu Ende, da wollte ich doch mal vorbeischauen.

So sind wir frühzeitig losgefahren und haben unseren „Theaterbesuch“ noch mit einem Ausflug in der Gegend (das wunderschöne Dorf Kreuzberg) verknüpft.

Moderne, kritische Theaterstücke

Da es regnete, fand die Veranstaltung bei der Feuerwehr Freyung statt. Mitten in der Pampa, sozusagen. Na, ob da überhaupt noch jemand kommt, ging es mir kurz durch den Kopf. Ja! Als die Profi-Schauspieler auf die Bühne kamen, wurden sie von ca. 250 Besuchern beklatscht. Es wurde ein modernes Stück des fränkischen Schriftstellers und Satirikers Fitzgerald Kusz inszeniert. Regie führte Sebastian Goller.


Es ging um Menschen in einer Reihenhaussiedlung und deren Kampf gegen Unkraut in ihren Gärten und in der Nachbarschaft. Ein Kampf gegen alles, was frei wächst und denkt. Dabei kam mir so mancher Spruch bekannt vor: ich höre sie auch hin und wieder in der Nachbarschaft…Der Unterschied zum realen Leben: Diesmal durfte man herzhaft darüber lachen.

Der Unterschied zu einer „normalen“ Theaterveranstaltung: In der Pause war der Regen zu hören. Denn die Türen des Feuerwehrhauses blieben während der Veranstaltung geöffnet. Der Hund eines Besuchers schlief unter einem Stuhl. Der Vollmond schien später herein. Es duftete nach Gras.

Auf die Saison 2020 bin ich schon sehr gespannt, Diesmal notiere ich mir die Termine, sobald diese veröffentlicht werden. Dass das Ganze für Besucher auch noch kostenlos ist, ist wohl auch erwähnenswert.

Da es nicht erwünscht war, während des Stücks Fotos zu machen, sind nur die Außenbilder von mir und die Bilder der Schauspieler diejenigen der Presseseite, die ich mit der Genehmigung des Bezirks Niederbayern zeigen darf.

Hier mehr: https://www.kulturmobil.de/index.html

Fotos Schauspieler: Peter Litvai, Landshut mit der Genehmigung vom Bezirk Niederbayern

Wild

A lynx was recently seen in our region. So I had to paint him.

Ich habe mich so über die Nachricht gefreut, dass letztens in unserem Landkreis ein Luchs gesehen wurde, dass ich ihn malen musste.

Un lynx a été vu récemment dans notre région en Basse-Bavière. Comme j´adore ces animaux élégants, mon aquarelle en est inspirée.

#aquarelle #rottalinn