Künstlerinnen! Wie Keramik, Malerei, Esel und Rehe zusammenfanden.

Ein dekoratives Schild mit dem Namen "Baumgart", umgeben von kunstvollen, handgefertigten Tier- und Pflanzenmotiven.
Mit Liebe gemacht: Ein wunderschönes und individuelles Keramik-Türschild von Ulli Sparber vom Eselhof Berndlgut

Welch eine unglaublich tolle Überraschung!

Gerade hatte Ulli dieses wahnsinnig schöne Keramik Türschild auf ihrem Eselhof gebrannt… und schon kam sie mit Gerhard vorbei, klingelte und brachte es mir!

Auf dem Schild wuselt es nur so von meinen Lieblingstieren — und sogar Rehbock Leopold ist dort verewigt, zusammen mit seiner Maispflanze. Ulli hatte nämlich mein Acrylbild gesehen, auf dem Leopold neben dem Mais im Rotkleefeld steht. Ist dieses Schild nicht einfach ein Meisterwerk?

Wenn Künstlerinnen sich gegenseitig inspirieren, ist die Welt wieder in Ordnung. Übrigens: Im Ton, den Ulli verarbeitet, steckt auch ein Teil Lehm vom Eselhof Berndlgut in Geretsberg (unweit von Braunau am Inn in Oberösterreioch). Damit ist sogar ein Stück Innviertel darin — und das liebe ich besonders, denn unsere Region ist für mich einfach grenzübergreifend Heimat.

Mehr über den Eselhof in Geretsberg (unweit von Braunau) im Link unten .

Zwei Frauen stehen vor strauchigen Pflanzen und lächeln, während sie ein dekoratives Schild mit der Aufschrift 'Boumgart' halten.
Die Innviertel-Rottal-Connection: Ulli Sparber und Nadia Baumgart
Einmalige Malerei eines Rehs, das zwischen hohen Maispflanzen und blühenden, rosa Blumen steht. Der Kopf des Rehes ist im Profil zu sehen, mit einem sanften und neugierigen Ausdruck.
Rehbock Leopold vor dem Maisfeld – Das Motiv findet sich im Keramikschild wieder!

Hier mehr:

Eselhof Berndlgut in Geretsberg, Innviertel, Oberösterreich

Rottaler Landschaft – Malerei

Blick auf eine farbenfrohe ländliche Landschaft mit Feldern, einem kleinen Dorf und einem Himmel. Die Felder sind in verschiedenen Grüntönen und einem warmen Gelb gehalten, während im Hintergrund Bäume und Stromleitungen zu sehen sind.
Landschaftsmalerei – Acrylmalerei – Bavarian landscape

Ich hatte mal wieder Lust, eine Landschaft zu malen. In meiner Gegend im Rottal erscheinen die Forman der Hügel und Felder meist sehr geometrisch. Ich hab versucht, das wiederzugeben. Während ich malte, hab ich mich gefragt, wie diese Landschaft in 100 Jahren aussehen wird. Wird es noch Wälder geben, wenn es noch trockener wird? Wird die Gegend bebauter sein, vielleicht sogar urban – oder im Gegenteil eher verwaist? Ideen, die mir beim Malen durch den Kopf gehen…

Morgenspaziergang an der Rott

Ein Vogel sitzt auf einem Baumstamm über einem ruhigen Gewässer, umgeben von grünen Blättern und Reflektionen im Wasser.
Nachtreiher (Nycticorax nycticorax) / Bihoreau gris 

Heute Morgen an der Rott, die zu dampfen schien. Wieder war der seltene Nachtreiher zur Stelle, der seit einigen Jahren hier brütet. Letzte Sichtung vom Nachtreiher in Bad Birnbach an der Rott: heute, 4. Juli 2026

Wilde Freunde – Wildtiere in Bad Birnbach

Ein aufrecht stehender Hase in einem grünen Feld mit Pflanzen im Hintergrund.
Neugieriger Feldhase

Über die Freude, wilde Freunde zu haben


Während der Hitzewelle (im Juni 2026) habe ich mir angewöhnt, frühmorgens immer denselben Feldweg direkt in meiner Nähe zu gehen.


Seit nunmehr 10 Jahren gehe ich fast täglich rund um Bad Birnbach „auf die Pirsch“. Üblicherweise bin ich gerne an der Rott, im Lugenzwald oder anderswo in der Gegend mit meinem Mann Berndt oder alleine unterwegs. Die Kamera habe ich immer dabei.


Auf dem Feldweg kenne ich inzwischen viele Tiere, denen ich Namen gegeben habe. Zum Beispiel heißt die Goldammer, die mich immer am Anfang des Weges mit ihrem Lied begrüßt, Aurora. Dann ist da ein junger Rehbock mit einem dunklen Gesicht und zwei dünnen Stangen als Geweih, den ich Leopold genannt hat, weil das so edel klingt. Denn der kleine Prinz wird vielleicht ja in Zukunft der Herrscher in seinem Revier. Da die meisten Tiere standorttreu sind, erkenne ich sie nicht nur an ihrem Aussehen, sondern auch an de Stelle, an der sie sich befinden.

Ein Fasan steht auf einem Kiesweg, umgeben von grünem Gras und Blüten.
Fasan mit kurzem Schwanz

Oft begegne ich auf meinen Touren mehreren Fasanen, die ich anhand der Schwanzlänge erkennen kann. Die Schwanzfedern des einen sind aufgrund der Mauser gerade verkürzt, während sein Konkurrent, dem er immer wieder droht, noch seine ganze Eleganz zeigen kann. Besonders schön ist es auch, Feldhasen zu begegnen, die miteinander spielen, oder aus Übermut Luftsprünge machen.


Es ist auch so unglaublich beglückend, den Vögeln zuzuhören. So beginnt der Tag schön und man vergisst das „Böse“ in der Welt, man glaubt wieder an die Freude.


Dadurch, dass man die Tiere praktisch „persönlich“ kennenlernt, werden sie auch tatsächlich zu Freunden. Manchmal frage ich mich, ob sie mich ebenfalls erkennen. Wenn ja, entsteht da eine echte Beziehung – und das wäre schön. Immer wieder male ich auch „Porträts“ meiner tierischen Bekannten.
Meine soziale Umwelt reduziert sich nicht auf Menschen, sondern schließt unsere wilden Mitgeschöpfe, die auch das Wilde in uns reaktivieren und berühren können, ein. Und das ist einfach schön!


Und noch etwas: Meine Kamera hat einen starken Zoom und ich achte darauf, die Tiere nicht zu erschrecken.

Ein Reh schaut neugierig aus einem hohen Feld heraus.
Junger Rehbock Leopold

Wie ich dazu kam:

Schon als Kind haben mich Wildtiere fasziniert. in den Schulferien war ich bei der Oma im Sauerland unermüdlich im Wald auf Entdeckungstour. Jeder Vogel, jedes Tier faszinierte mich. Mein Vater, der Biologe war, erklärte mir wissenschaftliche Zusammenhänge und ich holte mir in der Stadtbibliothek alle Bücker über Tierverhalten, die ich finden konnte, Konrad Lorenz und Eibl-Eibesfeldt natürlich inbegriffen.

Später begann ich ein Biologiestudium in Straßburg, das ich zwar abbrach, das mir aber naturwissenschaftliche Grundlagen gab. Ich legte sogar ein Examen in Verhaltensbiologie ab. Als ich meinen Professor fragte, wie ich selbst Ethologin (Verhaltensforscherin) werden könne, sagte er: „Da müssen Sie auf meinen Tod warten – ich habe die einzige Stelle in der Region.“

Also studierte ich später meine anderen Leidenschaften: Kunst und Philosophie.

Anstatt zu warten, beobachte ich bei jedem Spaziergang die Natur um mich herum und das macht mich sehr glücklich. Egal wo ich bin. So wird die Natur zur Heimat.

Radtour und Vogelbeobachtung – Schwarzstorch und Baumfalke

Ein Greifvogel fliegt hoch am Himmel, mit ausgebreiteten Flügeln vor einem hellen Hintergrund.
Schwarzstorch (Ciconia nigra)

Heute hatten wir bei der Radltour viel Glück!! Zunächst haben wir bei unserem schönen Storchenpaar auf dem alten Brauereikamin vorbeigeschaut. Es ist immer eine Freude, sie zu sehen. Aber jetzt – Anfang Juni – müssen wir wohl einsehen, dass sie heuer keinen Nachwuchs haben. So haben sie einen chilligen Sommer…

Zwei Störche stehen auf einem Nest auf einem Schornstein, vor einem klaren blauen Himmel.
Bad Birnbacher Störche: KEIN Nachwuchs 2026!

Und weiter ging´s. Jetzt sahen wir einen seltenen Schwarzstorch im Himmel segeln. Dann einen Baumfalken, die bei uns ja auch selten sind. Dann noch mehrere Mäusebussarde, ein Reh und ganz viel Schönheit in der Natur

Nur leider kaum Schmetterlinge bisher…

Ein Falke fliegt hoch am Himmel mit ausgebreiteten Flügeln vor einem hellblauen Hintergrund.
Ein Baumfalke (Falco subbuteo) über uns!

Das war mal wieder eine spannende Tour mit vielen Naturwundern!