Zu zweit macht bekanntlich alles mehr Spaß, auch Naturbeobachtungen! Deswegen war ich heute mit der Naturfotografin Rosemarie unterwegs. Hier einige unserer Beobachtungen an der Rott. Es blüht der sonnengelbe Wiesen-Bocksbart, Margeriten, Wiesen-Salbei, Kuckuckslichtnelke und die Wolfsmilch-Zypresse.
Mit der Kamera erwischt haben wir eine junge Misteldrossel, die für uns posierte, einen Drosselrohrsänger und einen gemütlich dreinschauenden Frosch. Schön war´s!!
Zu zweit macht auch Naturfotografie mehr Spaß!
EN: As we all know, everything is more fun together — including nature watching! So today I was out with the nature photographer Rosemarie. Here are some of our observations along the Rott River. In bloom were the sun‑yellow meadow salsify, ox‑eye daisies, meadow sage, ragged robin and the cypress spurge.
With the camera we caught a young mistle thrush posing for us, a great reed warbler, and a relaxed‑looking frog. It was a lovely day!
Morgenspaziergang – Hase „Alois“ zeigte mir seine Stretching-Übungen, während Goldammer „Aurora“ wie jeden Morgen ihr Lied schmetterte. Sie kennt nur eine Zeile, die heißt: „Wie-wie-wie hab ich dich liiiiieb!“. Dazu leuchtete das Gelb der Rapsfelder.
Danach waren wir im Kurpark und sahen viele Stare Jungvögel füttern. Interessant ist, dass einige Jungstare in einer Baumhöhle aufwachsen, die noch vor wenigen Wochen ein Kleiber mit Lehm „ausgepolstert“ hatte. Dort wo letztens die Flussseeschwalben gebalzt haben, saß nun ein Lachmöwen-Paar. Von weitem sehen sie sich ähnlich, die Unterschiede sind jedoch markant.
Dieser kleine Star wächst in einer Höhle auf, die zuvor von einem Kleiber ausgepolstert wurde. Man sieht noch den Lehm.
EN: Morning walk – Hare “Alois” showed me his stretching exercises while yellowhammer “Aurora” sang her song as she does every morning. She knows only one line, which goes: “How-how-how I loooove you!”. The yellow of the rapeseed fields glowed all around.
After that we went to the spa park and watched many starlings feeding their young. It’s interesting that some starlings grow up in a tree cavity that, just a few weeks ago, a nuthatch had “padded” with clay. Where the common terns were courting recently, a pair of black-headed gulls was now sitting. From afar they look similar, yet the differences are quite striking.
Zum ersten Mal hab ich einen Trauermantel (Nymphalis antiopa) in der Lugenz gesehen! Das ist ein seltener Edelfalter mir dunkelbraunvioletten Flügeln, die hell umrandet sind. naturnahe Wälder. Seine dunklen Farben glänzen wie Samt in der Sonne. Ein Kompliment für unseren Wald, denn dieser Schmetterling mag naturnahe Wälder. Bisher hatte ich ihn nur im Bayerischen Wald gesehen. Ansonsten war es heute schön, durch gelbe Wellen und unter duftenden Blüten zu gehen.
EN: For the first time, I saw a mourning cloak (Nymphalis antiopa) in our surroundings in our forest in Lower Bavaria! It’s a rare aristocrat among butterflies, with dark brown‑violet wings edged in pale yellow. Its velvety colors shine in the sun — a real compliment to our forest, since this species loves natural, undisturbed woodland. Until now, I had only seen it in the Bavarian Forest. And apart from that, it was simply beautiful today to walk through yellow waves and under fragrant blossoms.
Der Feldhase hat mich nicht gesehen, weil ich still stand
Jetzt beginnt die richtig schöne Zeit!
Beim Morgenspaziergang hoppelte ein Feldhase ganz gedankenverloren auf mich zu und setzte sich beinahe vor meine Füße.
Und „Aurora“ ist wieder da: Eine bestimmte Goldammer sitzt nicht nur zum Balzen auf einem nackten Ast am Weg, sondern wirklich jeden Morgen – bis in den Herbst hinein. Deshalb hatte ich sie damals Aurora genannt, und ich freue mich sehr darauf, ihr auch dieses Jahr wieder oft zu begegnen.
Sehr schön waren heute auch die balzenden Mönchsgrasmücken, Girlitze und Hausrotschwänze. Und die Galloway-Kälber vom Arterhof genießen den Frühling ebenfalls.
Gesehen habe ich außerdem Turmfalken und Bachstelzen.
On my morning walk, a brown hare hopped toward me, lost in thought, and almost sat at my feet.
“Aurora” is back too: the same yellowhammer that perches on a bare branch by the path every single morning until autumn. That’s why I once named her Aurora, and I’m happy to meet her again this year.
I also watched courting blackcaps, serins, and redstarts. The Galloway calves are enjoying spring as well. And today I spotted kestrels and wagtails.
Die monatliche Broschüre Kulturspatz ist da! Mit meiner Rubrik „Naturbeobachtung“
Naturbeobachtung im November 2025 – Zwischen Herbstfarben und Nebel
Ein Spaziergang durch die Stille des Spätherbstes
Auch im November bietet die Natur rund um Bad Birnbach vielfältige Eindrücke. Trotz kühler Temperaturen und manchem nebligen Morgen lohnen sich ausgedehnte Spaziergänge: Die Farben des Herbstes lassen das Licht im Spätherbst wärmer erscheinen; selbst an grauen Tagen wirkt Bewegung in der Natur belebend.
In der Rott spiegeln sich jetzt noch malerisch die herbstlichen Farben der Vegetation, während über den Wäldern der Morgennebel steigt.
Vogelwelt im Wandel
Der Vogelzug ist noch nicht ganz abgeschlossen. Mit etwas Glück lassen sich noch verspätete ziehende Kraniche beobachten – ein Schauspiel, das erst seit wenigen Jahren über Ostbayern zu sehen ist. Die Glücksvögel können – je nach Wetter – noch bis Anfang November über das Rottal ziehen. Zugleich treffen die ersten Wintergäste aus dem Norden ein: Gänsesäger, Birkenzeisige und Bergfinken nutzen unsere Region als Überwinterungsgebiet.
In Hecken und Gebüschen sind weiterhin zahlreiche Standvögel aktiv. Rotkehlchen und Zaunkönig suchen nach Beeren und Samen. Besonders auffällig ist der farbenprächtige Stieglitz, der nun in kleinen Schwärmen unterwegs ist. Auch Grünfink und Wacholderdrossel lassen sich regelmäßig beobachten. In lichten Baumgruppen sind Blaumeisen aktiv, und der Turmfalke ist häufig beim Rüttelflug zu beobachten.
Auch der Kleiber ist im Winter bei uns zu sehen. Im Kurpark klettert der kleine Akrobat kopfüber an den Stämmen. Er kündigt sich meist durch seine lauten, pfeifenden Rufe an, die manchmal fast wie menschliches Pfeifen klingen. Hört man ihn, ist es in der Regel nicht schwer, ihn zu entdecken. Auch Eichelhäher und Buntspechte machen sich durch ihre Rufe bemerkbar.
StieglitzNadia und Berndt
Landschaft und Wildtiere
Das Herbstlaub fällt, und viele Wildtiere bereiten sich auf den Winter vor. Rehe haben ihr Sommerfell abgelegt und erscheinen nun in graubrauner Wintertracht. Sie schließen sich zu kleinen Gruppen zusammen und bewegen sich gemächlich durch die Landschaft. Fasane sind ebenfalls häufiger zu sehen, meist in kleinen Trupps auf Feldern und Wiesen. Entlang der Rott lassen sich Reiher und Krickenten beobachten, die hier überwintern. Die Wasserflächen spiegeln die herbstlichen Farben der Ufervegetation.
Bewegung in der Natur
Gerade jetzt, wenn das Herbstlaub die Schritte dämpft und die Landschaft in gedeckten Tönen leuchtet, entfaltet die Natur eine besondere Kraft. Sie lädt uns ein zum Innehalten, zum Beobachten, zum Staunen. Wer sich darauf einlässt, wird keinen Novemberblues verspüren, sondern eine tiefe Verbundenheit mit dem Rhythmus der Jahreszeiten erfahren.
Krickente – Anas crecca – Im Winter sieht und hört man sie an der Rott
EN: In November, the quiet landscapes around Bad Birnbach in Bavaria glow with autumn colors and mist, inviting peaceful walks and vivid nature experiences. Migrating cranes, arriving winter birds, and active wildlife offer rich opportunities for observation and connection with the rhythm of the seasons.
Die monatliche Bad Birnbacher Kulturspatz-Ausgabe ist kostenlos in der Kurverwaltung erhältlich und online zu findenRehwild im November