Brutablösung bei den Birnbacher Störchen

Da kommt die Ablösung!

Stork´s nest in Bavaria / Notre nid de cigognes en Basse-Bavière

Brutablösung bei den Birnbacher Störchen. Bei Familie Storch herrscht Gleichberechtigung: Die Altvögel lösen sich ab und begrüßen sich dabei klappernd. Die Brutdauer beträgt um die 32 Tage, also dürfen wir hoffen, im Mai die Babys zu sehen.

Im Video ist auch zu sehen, wie die Störche das Nest auskleiden und ihr Gefieder pflegen.

Birnbacher Storchennest
Bei jeder Ablösung wird geklappert
Unsere Störche im April

Unterwegs in der Natur

Lachmöwen und Kampfläufer (Philomachus pugnax) am Unteren Inn - Europareservat - Foto von Nadia Baumgart
Lachmöwen und Kampfläufer (Philomachus pugnax) am Unteren Inn

EN: In the European nature reserve Lower Inn in Bavaria/ Austria

FR: Dans la réserve naturelle européenne à la frontière Bavière/ Autriche

Gestern waren wir im Europareservat Unterer Inn bei Ering unterwegs. Es war wieder ganz schön kalt! Am Inn haben wir die Lachmöwenkolonie beobachtet. In ihrer Nähe waren Kampfläufer zu sehen. Danach ging es in den Auwald, wo wir die ersten Rauchschwalben sehen konnten. Und einen Kleiber, der sehr beschäftigt war, den Eingang einer Nisthilfe mit Lehm zu verkleinern.

Info vom NABU über den Kleiber: „An einem normalen Meisennistkasten verbauen Kleiber etwa 200 Gramm Lehm. Mit dem Schnabel können sie pro Flug etwa anderthalb Gramm Lehm transportieren. Damit sind mindestens 130 Transportflüge notwendig. An Ort und Stelle wird der Lehm mit dem Schnabel angedrückt und wie mit einem Stößel zu einer sehr festen, widerstandsfähigen Masse verdichtet.  An der Oberfläche ergeben unzählige Stößelhiebe dem Lehm das Aussehen einer Kraterlandschaft. An der Höhle wird über die gesamte Brutzeit gekleibert, sobald feuchter Lehm verfügbar ist. Besonders nach Regennächten werkeln die Kleiber was das Zeug hält, denn frei nach dem Slogan einer Baumarktkette gibt es auch für Kleiber „immer was zu tun“.

Nadia und Berndt Baumgart - Unterwegs in der Natur im Landkreis Rottal-Inn
Im Auwald unterwegs – Noch ist es kühl…
Kleiber – Sitta europaea – verkleinert das Einflugsloch mit Lehm

Und noch etwas: die Birnbacher Störche haben angefangen zu brüten – Hier einige Eindrücke vom Storchennest // Our storks are breeding

Das Foto zeigt, wie das Storchenpaar die Polsterschicht aus Moos und Gras im Nest erneuert.

Die Birnbacher Störche brüten und bessern immer wieder ihr Nest aus
Eindrücke aus dem Birnbacher Storchennest – Impressions of our stork nest

Und hier noch die Eindrücke vom Spaziergang am Unteren Inn:

Spaziergang im Europareservat Unterer Inn

Wildheit

Magie de la nature

Roe deer with lapwing // Chevreuils avec vanneau huppé

Wildheit

Gestern sah ich Rehe, die friedlich neben Kiebitzen grasten. Ein Bild, das anmutet wie ein Traum, beinahe magisch. Ein Bild des Trostes in traurigen Zeiten.

Was bedeutet das eigentlich, Wildheit, habe ich mich gefragt. „Wildheit, die Wilden, die Primitiven“, geht mir durch den Sinn. Wildheit ist etwas, das dem Menschen Angst zu machen scheint, eine wilde Welt ohne Sicherheit, den Raubtieren ausgeliefert, ohne Ordnung, ohne Ordnungsmächte. Als Schutz bloß irgendwelche Amulette gegen furchtbare Gefahren…

Wahrscheinlich stecken in uns Menschen die Ängste vor den Gefahren, denen wir auch tatsächlich in unserer Vorgeschichte ausgesetzt waren, noch tief: Feuerbrunst, angreifende Bärinnen, tödliche Krankheiten. Und so kam es wohl, dass wir ordnend eingreifen wollten. Eigentlich ganz verständlich. Es wurde also gerodet, wilde Tiere wurden gezähmt und eingesperrt. Irgendwie sperrten wir dabei auch unsere eigene Wildheit ein. Heute noch zerstören wir Hecken und die letzten Feldsäume, tragen Masken gegen Krankheiten und pflanzen Narzissen und Stiefmütterchen. Noch nie habe ich erlebt, dass so viele Bäume gefällt und Hecken herausgefräst wurden wie gerade jetzt, wo alle den Wald retten wollen.

Ich glaube, alles hat zwei Seiten. Auch die Wildheit. Sie hat eine gefährliche Seite, die wir anscheinend nie zähmen, nur unterdrücken konnten und die sich schrecklicherweise in jedem Krieg dieses Erdballs zeigt. Aber sie hat auch eine poetische Seite. Wenn wir dem Drang nachgeben, alles um uns herum nüchtern zu ordnen und zu desinfizieren, können wir auch keine Wildtiere mehr sehen. Die zeigen uns aber in märchenhaften Bildern, wie beruhigend und traumhaft schön Wildheit sein kann.

Reh mit Kiebitz
Ein Rehbock wittert aufmerksam

Hasenhochzeit im Bad Birnbach

Hasenhochzeit im Rottal
Pearing season for the hares – Feldhasen im Rottal –

Hasenhochzeit!

In Bad Birnbach konnten wir wieder diesem lustigen Spiel zuschauen, in dem Feldhasen zeigen, was sie so können. Eigentlich beginnt die Rammelzeit bei günstigem Wetter schon Ende Dezember und dauert bis in den August an. Dabei kommt es aber insbesondere im Frühjahr zu einem regelrechten Schauspiel, der „Hasenhochzeit“. Letztendlich bestimmt aber immer die Häsin Zeitpunkt und Dauer des Paarungsaktes.

Ein Wermutstropfen bleibt: Leider ist der Bestandsrückgang von Feldhasen und Niederwild auch in unserer Gegend inzwischen sehr stark. Mit dem Anlegen von Brachflächen und dem Schutz alter Hecken kann die Dichte der Feldhasenpopulation wieder erhöht werden. Allerdings werden sie auch oft Opfer des Straßenverkehrs.

Letztes Jahr tanzten sie bereits im Februar für uns: https://nadiapittura.com/2021/02/12/wildes-rottal-7/

An dem Schauspiel kann ich mich nie satt sehen!
Und jetzt etwas Schönheitspflege

Gimpel und Fasane im Frühlingsrausch

Gimpel in Bad Birnbach
Zwei männliche Gimpel knabbern Ahornsamen

Es wird Frühjahr: Gimpel knabbern genüsslich an Ahornsamen, der Fasan geht spazieren, der Turmfalke späht. Und die Störche? Die halten ein Nickerchen.

EN: Springtimes comes. Bullfinchs, pheasant and a kestrel today in our park in Lower Bavaria- Below: A relaxing video about what we saw.

FR: On voit bien que le printemps arrive! Aujourd’hui, dans notre parc, nous avons vu des bouvreuils, un faisan qui se promenait et un faucon. Tout ceci aussi dans la vidéo en-bas.

Ein Fasan im Kurpark
Störche Bad Birnbach
Die Birnbacher Störche ruhen sich aus. Das Brüten wird noch anstrengend genug

Die „Schwarze Perle“ im Schnee

Die Ilz im Winter
Märchenhafte Eindrücke der Ilz in einer Schneelandschaft

Die „schwarze Perle“ im Schnee – Our river named „black pearl“ in a snowy landscape – notre rivière nommée “perle noire” dans le paysage enneigé.

Romantischer Spaziergang im Naturschutzgebiet „Obere Ilz“. Die Ilz wird ja auch aufgrund ihrer dunklen Farbe die „schwarze Perle“ genannt. Der Kontrast zwischen dem weißen Schnee und dem schwarzen Wasser war besonders märchenhaft. Die dunkle Färbung des Wassers der Ilz wird verursacht durch Huminstoffe aus Mooren.

Banat-Segge an der Ilz
Die Banater Segge

Das wilde lange und braune Gras auf den Wiesen ist die Banater Segge, die sich langsam von Rumänien aus an der Ilz entlang verbreitet. In einem kleinen Abschnitt der Rott kommt dieses dekorativ wirkende Gras auch vor. Das Ilz-Talsystem ist auf insgesamt 130 Kilometer Gewässerlänge ein Teil des europaweiten Schutzgebietnetzes NATURA 2000.

Die Erde dampft an der Ilz im Winter
Wandern an der Ilz

Vor einigen Jahren habe ich eine Wanderung mit einem Gebietsbetreuer gemacht, der das Ilz-Talsystem erläutert hat. Von ihm kenne ich auch die Banat-Segge:

Naturimpressionen – Ilztalwanderung

Spaziergang im Rottal

Bussard auf Erdscholle
Der Bussard wartet auf Mäuse

Was für ein tolles Licht heute! Gesehen habe ich: Mäusebussard, Buntspecht, Kernbeißer, Dompfaff, Goldammer und viele mehr…

Der Galloway-Bulle vom Arterhof
Kalt, aber schön!

Schöne Vogelwelt

Eisvogel an der Rott über einem Biberbau
Eisvogel / Kingfisher / Martin-pêcheur

Heute sind wir bei schönem Wetter an der Rott spazieren gegangen und haben viele Vögel gesehen. Das liegt bestimmt auch an der Ruhe, die gerade herrscht. Manche Vögel wie der Waldwasserläufer sind sehr störungsempfindlich und mögen zum Beispiel freilaufende Hunde gar nicht…

So konnten wir heute auch den Eisvogel beim Fischen und einen Kernbeißer bewundern.

Ein Waldwasserläufer. Er gehört zu den Schnepfenvögeln und ist in Bayern selten.

EN: Walk along our river. We saw a lot of birds that enjoy the peaceful atmosphere due to the lockdown. So we could admire a kingfisher and a Green Sandpiper.

FR: Nous avons vu beaucoup d oiseaux le long de notre rivière aujoud’hui. Le chevalier cul-blanc s est montré parce que c était calme. Il n aime pas du tout etre dérangé par des chiens…

Waldwasserläufer Rottal-Inn wird durch freilaufende Hunde gestört
Waldwasserläufer / Green Sandpiper / Chevalier cul-blanc
Kernbeißer - Naturfotografie von Nadia Baumgart
Kernbeißer / Grosbeak / Gros-bec
Buntspecht
Buchfink #Vogelbeobachtung Nadia Baumgart
Buchfink beim Baden

#vogelbeobachtung #rottalinn #waldwasserläufer #eisvogel

Naturliebe

Rehe im Rottal
Man sieht sie wieder

Am 1. Advent unterwegs. In unserem Landkreis sind wir gerade im Lockdown. Die Ruhe scheint den Wildtieren gutzutun. Jedenfalls sieht man sie nun wieder.

Fasane im Rottal
Zwei männliche Fasane
Rottaler Landschaften Nadia Baumgart
Rottaler Landschaft
Auch ein Wildschwein zeigte sich 🙂 Eine neue Skulptur in Kösslarn