Bei uns in der Nähe (etwa 25 Km von Bad Birnbach) befindet sich ein Tierpark, den wir gerne besuchen. Man geht durch einen schönen Park und kann viele Arten aus der ganzen Welt bewundern. Die meisten Tiere haben recht viel Platz und machen einen zufriedenen Eindruck.
Es ist immer wieder verblüffend zu beobachten, wie viele „Designs“ sich die Natur „ausgedacht“ hat, um so viel Schönheit zu schaffen!
Juchhuu – es gibt wieder Rottaler Jungstörche, und die sind schon fast flügge!
Wie schön, dass wir im Landkreis inzwischen mehrere Nisthilfen haben, denn nicht in jedem Horst klappt es jedes Jahr. Heuer schauen in Eggenfelden/Gern zwei neugierige Jungstörche vom alten Kamin herab – und in Hebertsfelden sogar drei. Sie machen ihre ersten Flugübungen, blicken sehnsüchtig in die Ferne und warten auf die Eltern. Dass es Jungvögel sind, erkennt man u.a. am grauen Schnabel.
Und hier in Hebertsfelden:
In Bad Birnbach hat es dagegen zum dritten Mal in Folge nicht mit der Brut geklappt. Und auch im Horst auf dem Gasspeicher in Pfarrkirchen konnte ich heuer keinen Nachwuchs entdecken.
Wie es zu den Nisthilfen im Rottal kam:
Bad Birnbach: Im August 2014 ließ Monica Gräfin von Arco auf Valley ein Storchennest auf dem alten Brauereikamin errichten.
Pfarrkirchen: Nachdem im Mai 2020 mehrere Störche landeten, ließ der Erste Bürgermeister eine Nisthilfe auf dem alten Gasspeicher anbringen.
Eggenfelden und Hebertsfelden: „Mehr Nisthilfen für Weißstörche“ – das war die Projektidee, die Berndt und ich 2019 im Bürgerbeteiligungsportal des Landkreises Rottal‑Inn eingereicht hatten.
In Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband Rottal‑Inn e.V. wurde geprüft, wo weitere Nisthilfen sinnvoll wären. Wir durften damals sogar bei der Standortsuche helfen. Ende 2022 entschied das Landratsamt, wo neue Horste entstehen sollen: in der Schlossökonomie Gern auf dem alten Brauereikamin und in Hebertsfelden.
Adulter Weißstorch auf der Nisthilfe in Pfarrkirchen
Auf dieser Feuchtwiese bei Auerbach in Niederbayern sammelten sich heute – 31. Mai 26 – überraschenderweise 12 Weistörche
12 Weißstörche als Trupp bei Auerbach (Landkreis Deggendorf) auf Nahrungssuche. Und das heute, am 31. Mai!!! Sie haben sich auf der Weide der Heckrinder gesammelt.
Eigentlich sammeln sie sich ja erst im August, um gen Süden zu fliegen. Jetzt im Mai/ Juni sammeln sich Weißstörche in der Regel noch nicht für ihren großen herbstlichen Vogelzug. Zu dieser Zeit sind sie eigentlich mit der Aufzucht ihrer Jungvögel beschäftigt, die meist erst Anfang Mai schlüpfen.
Hier waren es heute auch ausschließlich erwachsene Vögel. Das erkennt man daran, dass sie einen roten Schnabel haben. Im ersten Lebensjahr haben sie einen graubraunen bis schwarzen Schnabel.
Die Natur überrascht immer wieder. Haben diese Störche nicht gebrütet oder die Brut abgebrochen? Sind es junge Singles? Sammeln sich junge, nicht brütende Störche früher – etwa wie Jungstare? Da vor wenigen Jahrzehnten Weißstörche in Niederbayern noch selten waren, ist solch ein Anblick ungewöhnlich. Sicher ist nur das eine: es war ein schöner Anblick.
Elch Emil und Mädchen mit Goldfisch – Acrylmalerei
// Moose Emil and Girl with Goldfish – Acrylic Painting / Náš los Emil je v Dolním Bavorsku.
Im Herbst letzten Jahres wurde ein Elch im kleinen Grenzort Bischofsreut im Bayerischen Wald gesichtet. Zuvor war er bereits in Österreich gesehen worden. Eine Frau fotografierte ihn nachts, als er seelenruhig durch das verregnete Dorf spazierte. Das war auch für mich eine solche Sensation, dass ich ihn sofort malte – so, wie er da auf der Hauptstraße entlanglief. Da hab ich ihn gemalt.
Den ganzen Winter über wurde er dann immer wieder im Nationalpark Šumava in Tschechien gesehen. In den sozialen Medien tauchten ständig neue Fotos von „Elch Emil“ auf, denn Emil – mit seinen drei Jahren noch recht jung – hat inzwischen viele begeisterte Fans. „Náš milovaný los Emil!“, schrieben unsere Nachbarn. „Wir lieben dich, Emil, pass gut auf dich auf!“
Ende April tauchte Emil plötzlich im Landkreis Deggendorf auf und knabberte an Sträuchern eines kleinen Hofes, während Kinder ihm zusahen. Dann zog er weiter Richtung Dingolfing, und nun soll er sogar im Vilstal – also ganz in unserer Nähe – gesichtet worden sein.
Welch eine Freude! „Wir lieben dich, Emil!“ möchte auch ich am liebsten rufen. Liebe verbindet über Grenzen hinweg – die schönste Form der Völkerverständigung. Ob er uns wohl einmal in Bad Birnbach besucht? Dieser Gedanke hat mich so bewegt, dass ich heute Nacht von ihm geträumt habe: Er stand neugierig vor einem Mädchen, das einen Beutel mit einem Goldfisch trug. Und genau so habe ich ihn nun gemalt: Elch Emil vor dem Mädchen mit Goldfisch. Natürlich in Bad Birnbach 😊
Übrigens, im Buch meines Großvaters „Aus Wald und Flur“ von 1938 wird der Elch als heimisches Wild beschrieben.
Emil im September 2025 in Bischofsreut
Last autumn, a moose was spotted in the border village of Bischofsreut – soon affectionately called “Moose Emil.” Throughout the winter he appeared again and again in Šumava National Park, and his fan community grew quickly on social media. At the end of April he showed up in the Deggendorf district, wandered toward Dingolfing, and was even seen in the Vilstal – very close to us.
The thought that he might one day visit Bad Birnbach moved me so much that I dreamed of him: Emil standing curiously in front of a girl holding a bag with a goldfish. That is exactly how I painted him – Moose Emil and the Girl with the Goldfish, set in my hometown.
Zum ersten Mal hab ich einen Trauermantel (Nymphalis antiopa) in der Lugenz gesehen! Das ist ein seltener Edelfalter mir dunkelbraunvioletten Flügeln, die hell umrandet sind. naturnahe Wälder. Seine dunklen Farben glänzen wie Samt in der Sonne. Ein Kompliment für unseren Wald, denn dieser Schmetterling mag naturnahe Wälder. Bisher hatte ich ihn nur im Bayerischen Wald gesehen. Ansonsten war es heute schön, durch gelbe Wellen und unter duftenden Blüten zu gehen.
EN: For the first time, I saw a mourning cloak (Nymphalis antiopa) in our surroundings in our forest in Lower Bavaria! It’s a rare aristocrat among butterflies, with dark brown‑violet wings edged in pale yellow. Its velvety colors shine in the sun — a real compliment to our forest, since this species loves natural, undisturbed woodland. Until now, I had only seen it in the Bavarian Forest. And apart from that, it was simply beautiful today to walk through yellow waves and under fragrant blossoms.