Free energy

Visit of an environmentally friendly solar field in Lower Bavaria. An example of sustainable and regional power generation, at the same time enhancing biodiversity.

Für eine Energiewende im Einklang mit der Natur

Auf dem Solarfeld im niederbayerischen Bodenkirchen

 „Ganz nach dem Sardinenschwarm-Prinzip wollen wir gemeinsam den täglichen Wettkampf mit den Großkonzernen aufnehmen.“ Dieser Satz steht auf einer Broschüre der Erzeugergemeinschaft für Energie in Bayern. Das klingt rebellisch und spannend. Als nun der vor kurzem gegründete Verein „HeimatUnternehmen zwischen Isar und Inn“ zu einer Besichtigung des Solarfeldes in Bodenkirchen im niederbayerischen Landkreis Landshut einlud, dachten Berndt und ich: „Da müssen wir hin!“.

Ganz leicht zu finden war das Solarfeld nicht. Zuerst ging es durch einige Dörfer und zuletzt durch weite Felder bis zu einem eingezäunten Gelände, das sich inmitten von Büschen, Bäumen und Wiesen befindet.

Empfangen wurden wir direkt unterhalb des Solarfeldes von den Vorsitzenden des Vereins HeimatUnternehmen, Mia Goller und Andreas Engl. Kaum waren alle Besucher eingetroffen, führte uns Solarfeldbetreiber Andreas Engl in sein Reich ein.

Schafe grasen in der Solaranlage

Für regionale und nachhaltige Stromerzeugung

Als Vorstandsvorsitzender der EEB eG (Erzeugergemeinschaft für Energie in Bayern eG) und Gründer der Regionalwerke GmbH & Co. führt er mit Leidenschaft in das komplexe Thema „erneuerbare Energien“ ein. Er erzählt davon, wie Strom nachhaltig produziert werden und die Energiewende stattfinden kann, ohne die Natur zu zerstören.

Auf insgesamt 2,6 Hektar hat er im Jahr 2012 eine Solaranlage auf einer ehemaligen Lehmgrube in Hanglage gebaut und eine überverhältnismäßig große Ausgleichsfläche geschaffen. Die erzeugte Energie kann 350 Haushalte im Jahr versorgen. 1,7 Millionen Euro hat er in das familieneigene Grundstück investiert. „Gerade weil es der Familie gehört, muss es besonders schön sein“, so Engl. Dass Landbesitz auch zu verantwortungsvollem Umgang mit der Natur verpflichtet, ist für ihn selbstverständlich. Mir geht durch den Sinn: „Schön wär´s, wenn alle Landbesitzer solch ein Verantwortungsgefühl besäßen!“

Besuch des Solarfeldes im niederbayrischen Bodenkirchen. Eine Veranstaltung der HeimatUnternehmer zwischen Isar und Inn.
Die Besucher der Solaranlage mit Andreas Engl

Andreas Engl setzt sich leidenschaftlich für regionale Energieerzeugung ein und stellt fest, dass der Verbraucher bis heute leider keine Möglichkeiten hat, mit seinem Stromanbieter eine regionale Energiewende zu unterstützen. „Ökostrom ist ein ‚Green Washing‘- Produkt, mit dem Verbraucher hinter`s Licht geführt werden“, beklagt der Energiemanager und wirbt für mehr Transparenz im Stromhandel. Absurd sei es, dass Strom, der dezentral und regional produziert werde, noch zentral über die Leipziger Strombörse gehandelt werden müsse. Aus diesem Grund arbeitet er mit verschiedenen Unterstützern an einer regionalen Stromhandelsplattform  und an einem „Eier-Code“ für jede kWh, als eindeutigen Herkunftsnachweis.

Wie Landwirte, die in der Region für die Region produzieren, so wollen auch wir Energieerzeuger ‚Energiewirte‘ sein. Erst wenn die regionale Produktion nicht ausreicht, sollte Strom überregional an der Leipziger Börse gekauft werden.“ Das erhöht die regionale Wertschöpfung und auch die Energieunabhängigkeit. Es gebe jedoch unzählbar viele Argumente für dezentrale Energie. Wer das Thema vertiefen möchte, findet hier mehr Info: https://regionalwerke.com/  oder unter https://www.eeb-eg.de/

Auch Hund Daschi hört konzentriert zu

Ein Paradies für Pflanzen und Tiere durch doppelte Flächennutzung

Nun wurden die Besucher durch die Ausgleichsfläche rund um das eingezäunte Solarfeld geführt. Die Obstbäume der Streuobstwiese biegen sich unter der Last von Äpfeln und Birnen. Üppige Wildgräser blühen, Brombeeren säumen den Weg, im Solarfeld grasen Schafe, Totholz liegt herum, Trockenmauern schaffen Platz für Reptilien. „Hier gibt es Eidechsen ohne Ende!“ sagt Engl begeistert. Das Solarfeld, das schon als „die umweltfreundlichste Solaranlage Bayerns“ bezeichnet worden war, sei eine Oase für Tiere und Pflanzen inmitten einer von Monokultur geprägten Landschaft.

Bisher wurden auf dem Grundstück schon über 500 Tier- und Pflanzenarten dokumentiert, darunter auch sage und schreibe 81 Spinnenarten. Ein besonderes Highlight sei der Wiedehopf gewesen, der sich einmal in der Anlage aufgehalten habe. Prompt baute der Naturfreund Engl eigens für ihn einen Brutkasten mit Kamera. Bisher sei er nicht wieder erschienen, aber vielleicht entscheide er sich doch einmal für das bequeme Zuhause.

Die Streuobstwiese ist übrigens in Zusammenarbeit mit Kindern einer Schulklasse angelegt worden; der „Lebensturm“ fungiert als grünes Klassenzimmer und Führungen werden regelmäßig organisiert.

Unter einem Mirabellenbaum wird im goldenen Abendlicht Rast gemacht. Den Abend lässt man am unten gelegenen Teich in romantischer Atmosphäre ausklingen, während „Oichkatzerln“ durch die Äste rascheln.

Ein Brutkasten für den Wiedehopf

Zuletzt erzählt Mia Goller von der HeimatUnternehmen-Gruppe. Diese sei im Aufbau und wolle Leute, die die Region wertvoll machen, miteinander vernetzen und Inseldenken aufbrechen. Das sei an diesem Abend wohl gelungen, schmunzelt sie mit Blick auf die Gäste. Denn wo finden sich schon Stromerzeuger, Fotografen, Kaffeeröster, Alpakazüchter, Graphikdesigner und Bierbrauer zusammen? Supportive Leader Regina Westenthanner fügt warmherzig hinzu: „Wir wollen ein Netzwerk aufbauen, das lebt, atmet und pulsiert.“

Die Welt ein bisschen besser machen

Nachdenklich gehen wir in der Dämmerung den Weg durch das kleine Wäldchen zurück zum Auto. Mit Leidenschaft und Wissen kann man tatsächlich die Welt etwas besser machen, denke ich, während Fledermäuse über unsere Köpfe hinweg flitzen.

Und noch etwas mehr Info über den Artenschutz auf dem Solarfeld:

https://land-belebt.bayern/projekte/artenschutz-unter-strom

Mobile Kultur

What a great idea: a mobile theater with professional actors for rural areas. A unique cultural project of the region Lower Bavaria. Yesterday in the fire station of Freyung in the Bavarian Forest.

Anspruchsvolles Theater im Feuerwehrhaus
Kultur auf dem Lande?

Darunter versteht man wohl Aquarellausstellungen in der Arztpraxis, alles, was sich mit „Heimat“ reimt und „Stammtischkultur“ im Wirtshaus. Oh je, dachte ich, als wir vor 3 Jahren in die Gegend zogen. Der „ländliche Raum“, das ist ja schön und gut. Natur und Ruhe und so. Heimattheater kann auch lustig sein, Natur liebe ich sowieso. Für Kunst und Kultur müssen wir dann eben nach München fahren.

Die Profi-Schauspieler im Stück „Unkraut“
Das KULTURmobil Niederbayern

Eben nicht! Immer mehr entdecke ich tolle Kunst- und Kulturprojekte in unserer Gegend. Diesmal bin ich aber richtig überwältigt: Ich habe das KULTURmobil entdeckt! Zum 22. Mal tourt das „rollende Theater“ kreuz und quer durch Niederbayern, um das Publikum im Sommer unter freiem Himmel auf Märkten und Plätzen oder bei Regen in Feuerwehrhäusern oder Bauhöfen zu unterhalten. Das Konzept „Mobiles Theater“ ist nicht neu, meistens geht es da jedoch um Zauberstücke für Kinder, Puppentheater, Ferienprogramme, Workshops oder Schulprojekte. Das Projekt KULTURmobil des Bezirks Niederbayern scheint in Anspruch, Modernität und Professionalität in ganz Deutschland einmalig zu sein.

Zugegeben, diesmal mussten wir ganz schön weit fahren. Nämlich bis nach Freyung im Bayerischen Wald.  Aber dies auch nur, weil wir zwei Termine verpasst haben. Selber schuld, denn die Presse berichtete immer wieder davon. Das Kulturmobil war in den letzten Wochen auch ganz in unserer Nähe gewesen, aber die Termine hatte ich mir dummerweise nicht notiert. Nun geht die Saison zu Ende, da wollte ich doch mal vorbeischauen.

So sind wir frühzeitig losgefahren und haben unseren „Theaterbesuch“ noch mit einem Ausflug in der Gegend (das wunderschöne Dorf Kreuzberg) verknüpft.

Moderne, kritische Theaterstücke

Da es regnete, fand die Veranstaltung bei der Feuerwehr Freyung statt. Mitten in der Pampa, sozusagen. Na, ob da überhaupt noch jemand kommt, ging es mir kurz durch den Kopf. Ja! Als die Profi-Schauspieler auf die Bühne kamen, wurden sie von ca. 250 Besuchern beklatscht. Es wurde ein modernes Stück des fränkischen Schriftstellers und Satirikers Fitzgerald Kusz inszeniert. Regie führte Sebastian Goller.


Es ging um Menschen in einer Reihenhaussiedlung und deren Kampf gegen Unkraut in ihren Gärten und in der Nachbarschaft. Ein Kampf gegen alles, was frei wächst und denkt. Dabei kam mir so mancher Spruch bekannt vor: ich höre sie auch hin und wieder in der Nachbarschaft…Der Unterschied zum realen Leben: Diesmal durfte man herzhaft darüber lachen.

Der Unterschied zu einer „normalen“ Theaterveranstaltung: In der Pause war der Regen zu hören. Denn die Türen des Feuerwehrhauses blieben während der Veranstaltung geöffnet. Der Hund eines Besuchers schlief unter einem Stuhl. Der Vollmond schien später herein. Es duftete nach Gras.

Auf die Saison 2020 bin ich schon sehr gespannt, Diesmal notiere ich mir die Termine, sobald diese veröffentlicht werden. Dass das Ganze für Besucher auch noch kostenlos ist, ist wohl auch erwähnenswert.

Da es nicht erwünscht war, während des Stücks Fotos zu machen, sind nur die Außenbilder von mir und die Bilder der Schauspieler diejenigen der Presseseite, die ich mit der Genehmigung des Bezirks Niederbayern zeigen darf.

Hier mehr: https://www.kulturmobil.de/index.html

Fotos Schauspieler: Peter Litvai, Landshut mit der Genehmigung vom Bezirk Niederbayern

Wild

A lynx was recently seen in our region. So I had to paint him.

Ich habe mich so über die Nachricht gefreut, dass letztens in unserem Landkreis ein Luchs gesehen wurde, dass ich ihn malen musste.

Un lynx a été vu récemment dans notre région en Basse-Bavière. Comme j´adore ces animaux élégants, mon aquarelle en est inspirée.

#aquarelle #rottalinn

Beauty of nature

Meanwhile, many species survive only in protected environments. We were so lucky today to see a smooth snake and a swallowtail butterfly in the European nature reserve Lower River Inn.

Schwalbenschwanz -Swallowtail butterfly (Papilio machaon)

Viele Arten begegnen uns nur noch dort, wo die Natur geschützt wird. Heute hatten wir das große Glück, gleich zwei seltene Arten zu sehen: eine Schlingnatter (Coronella austriaca) und einen Schwalbenschwanz (Papilio machaon) ! Und zwar im Naturschutzgebiet Europareservat Unterer Inn.

Schlingnatter und Schwalbenschwanz im Europareservat Unterer Inn
Schlingnatter – Smooth snake

Das Potenzial von Frauen erkennen

Today I met Hanane Malki, an inspiring woman who organizes events to strengthen the active role of women in job, politics and society in our region. She is just preparing an event to help women to improve networking in Bavaria.
Welch ein Glück! Schon wieder durfte ich eine interessante und inspirierende Frau kennenlernen: Hanane Malki.

Einiges haben wir gemeinsam: Sie ist gebürtige Marokkanerin, ich habe einen ägyptischen Vater; wir sind beide mit der französischen Sprache und Kultur aufgewachsen. Und, last but not least, wir sind beide in den Landkreis Rottal-Inn zugezogen.

Drei Frauen von drei Generationen. Ich sitze ganz links neben Hanane Malki und ihrer Mutter
Ein Treffen im wirklichen Leben

Gerade im ländlichen Raum freut man sich ja ganz besonders, wenn man auf Gleichgesinnte stößt. Wie es dazu kam? Ich bin auf die Facebook-Aktivität von Hanane aufmerksam geworden und habe sie einfach angeschrieben: „Sollen wir uns treffen?“. Gesagt, getan. Denn auch da sind wir uns einig: sich persönlich kennen zu lernen ist eben doch etwas anderes, als nur in den sozialen Medien voneinander zu erfahren.

Der Standort für unser erstes „Date“: Das Café ViaMar in Bad Birnbach. Hanane kommt mit ihrer Mutter, die gerade aus Marokko angereist ist, um etwas Zeit mit ihrer Tochter und den Enkeln in Eggenfelden zu verbringen. Hanane hat nämlich zwei kleine Kinder, die sich über die Oma freuen.

Diese nachdenkliche junge Frau habe ich letztes Jahr gemalt.
Drei Frauen

Gleich auf den ersten Blick sind wir drei Frauen aus verschiedenen Generationen uns sympathisch. Während die Mutter wohlwollend neben uns sitzt, erzählt mir die studierte Germanistin und Betriebswirtin Hanane von ihren spannenden Projekten rund um die Förderung von Frauen. Ganz besonders toll finde ich es, dass wir uns hier in Niederbayern auf französisch unterhalten können, ein seltenes Vergnügen.

Die Zukunft ist weiblich

Hanane Malki erzählt mir von ihrer Herzensangelegenheit: Frauen mit ihren Kompetenzen zu stärken. „Ich bin die üblichen ‚Weiberveranstaltungen‘ satt, in denen sich alles um Kochrezepte und Fingernägel dreht; Frauen müssen mit ihren Kompetenzen stärker in den Vordergrund treten und sich in Politik und Wirtschaft mehr engagieren. Das ist nicht nur für Frauen, sondern für die ganze Gesellschaft sehr wichtig, das ist gerade in Zeiten des Fachkräftemangels einfach die Zukunft!“ Die Augen von Hanane sprühen dabei vor Begeisterungsfähigkeit.

Die Networking-Messe für Frauen in Eggenfelden
Die Networking Messe fair4women in Eggenfelden

Um ihr Ziel zu erreichen, veranstaltet die Eventmanagerin, die schon viele Projekte im Bereich Frauenförderung organisiert hat, nun eine ganz besondere Networking-Messe in Eggenfelden: fair4women. Diese Messe, die erstmalig am 12. Oktober stattfinden wird, soll aktive Frauen sichtbarer machen und es ihnen ermöglichen, sich in der Region besser zu vernetzen. Für die Umsetzung dieser Networking-Messe hat Hanane innovative Konzepte erarbeitet. „Es geht vordergründig darum, sich menschlich kennenzulernen, die gegenseitigen Stärken zu erkennen und sich auszutauschen.“

Als wir uns trennen, wissen wir, wir sehen uns bald wieder! 

Hier mehr: http://fair4women.com/

Rottaler Landschaft

Rottaler Landschaft – Aquarell

Landscape in Lower Bavaria – Watercolour

Die Inspiration für diese Landschaft kam mir während des Aufenthalts im Künstlerhof. Gerade in der Gegend von Asenham erscheinen die Hügel besonders wellig.

Kubin, unser Nachbar

Today we visited the house of an Austrian artist and illustrator, an important representative of Symbolism and Expressionism who lived in our surroundings: Alfred Kubin (1877 –1959)
Ein Portrait des Künstlers Alfred Kubin

Immer wieder bin ich erstaunt, in der Umgebung so viele verschiedene interessante Orte entdecken zu dürfen. Heute waren wir im Kubin-Haus Zwickledt bei Wernstein am Inn. Kubin? Ja, ein international bekannter Künstler, von dem ich schon in den 70er Jahren in Frankreich hörte. Damals lernte ich, er sei der Bewegung der Symbolisten zugehörig. Inzwischen wird er wohl eher den Surrealisten zugeordnet. Vor kurzem erzielte eine Kubin-Zeichnung in London erstmals mehr als eine Million Euro.

Die Hungrigen und die Satten – Alfred Kubin

Jedenfalls, was ich gar nicht wusste, war dies: Alfred Kubin hat „hier“ gewohnt. Nein, so ein rechter „Rottaler“ war er nicht, geboren ist er 1877 in Böhmen. Aber gelebt hat er 35 Km von Bad Birnbach beim österreichischen Wernstein am Inn. Und das von 1906 bis zu seinem Todestag in 1959. Mehr als 50 Jahre war er also unser „Nachbar“.

Wir hatten das ganz große Glück, einem jungen Künstler zu begegnen, der uns durch das Wohnhaus führte und uns einfühlsam von dem großen Zeichner erzählte. Seine Großeltern hatten ihn persönlich gekannt. Deren Erzählungen weckte in ihm die Liebe zur Kunst.

Der Tod bei der Arbeit – Alfred Kubin
Der Garten von Alfred Kubin

Zuerst gingen wir durch den schönen Garten des schon im 16. Jahrhundert urkundlich erwähnten Hauses, das Kubin sein „Schloss“ nannte, obwohl dieses eher einem landwirtschaftlichen Anwesen glich. Unser Führer zeigte uns eine Holzhütte, in der der Künstler damals im Sommer beinahe seine ganze Zeit verbrachte. Er beschrieb ihn uns als hochsensibel und einen Menschen, der den Großstädten, die er kannte (München, Wien, Paris) entkommen und mit seiner Frau als Selbstversorger leben wollte. Wie modern! dachte ich. Auch die Zeichnung: „Die Hungrigen und die Satten“, fand ich richtig modern…

Die Haustür des Künstlers – Spontaner Besuch war nicht erwünscht.
Meditation und Sensibilität

Wir erfuhren vieles im Garten, bevor wir uns im Haus umsehen konnten. Zum Beispiel von den Depressionen, die Kubin heimsuchten. Sie waren wahrscheinlich auch bedingt durch den frühen Tod der Mutter und demjenigen seiner ersten großen Liebe. Und von seinem Interesse am Buddhismus: unter einer 400-jährigen Eiche meditierte er an seinem kleinen Teich. Von seiner Liebe zu Tieren. Selbst „sein“ Holzwurm hatten einen Namen: Hansi. Und seiner Liebe zur Natur: jeden Tag ging er in der Umgebung wandern. Dabei schenkte er Kindern und Nachbarn immer wieder Zeichnungen, die diese im Ofen verbrannten, weil diese so „hässlich“ seien. Inzwischen tut es den Erben natürlich leid. Sie fragen sich: wäre diese Zeichnung wohl auch für 1 Million zu verkaufen gewesen?

Ein Blick auf das Wohnhaus von Kubin
Das Wohnhaus des Künstlers

Es war einfach wunderschön, auf den Spuren von Kubin zu wandeln, seinen Zeichentisch zu sehen, seine Bibliothek, aber auch seinen alten schwarzen Mantel, der noch im Flur hängt.

Über seine Werke und Verbindungen zu Kandinsky, Jawlensky, Kafka und vielen anderen Künstlern mehr Info hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Kubin

Und hier Info über die Öffnungszeiten:

http://www.landesmuseum.at/de/besucherinfo/kubin-haus-zwickledt.html