Wildtieren in die Augen schauen – Im Tier-Freigelände Ludwigsthal

Ein Luchs sitzt im Grünen und schaut in die Ferne.
Der Luchs wollte sich nicht in die Augenschauen lassen

Wildtieren in die Augen zu schauen, wirkt auf mich so beruhigend und schön.

Nur der Luchs wollte sich heute nicht in die Augen schauen lassen und zeigte uns im Tier-Freigelände Falkenstein die kalte Schulter.

Dafür war es wieder spannend, die Auerochsen und Przewalski-Pferde zu beobachten. Bei den Auerochsen handelt es sich natürlich um eine Nachzucht (Rekonstruktion der ausgestorbenen Auerochsen), „Heckrinder“ genannt. Sie haben ein weißes Maul und recht große Hörner. Ich mag ihre Schönheit und Ruhe.

Ein schwarzes Rind liegt auf grünem Gras und schaut mit angehobenem Kopf nach oben, umgeben von Bäumen.
Beeindruckend kräftig: Die Heckrinder (Auerochsen-Nachzucht) im Tierfreigelände Falkenstein

Im Haus der Wildnis – Informations-Zentrum bei Ludwigsthal – haben wir uns anschließend die Kunstausstellung angesehen. Danach ging es weiter zum Rothirschgehege Scheuereck, wo sich nicht nur der Hirsch, sondern auch ein Hirschkalb in all seiner Schönheit zeigte. Im neuen Gehege für Gelbbauchunken und Feuersalamander konnten wir die Gelbbauchunken- Kaulquappen beobachten.

Ich bin den Gründern aller Nationalparks so dankbar.

Ein Rehkitz steht auf einer grünen Wiese und schaut nach oben.
Hirschkalb im Rotwildgehege Scheuereck

Im Morgenlicht

Landschaft mit einem Feldweg, umgeben von Bäumen und Wiesen, im Hintergrund eine grüne Wiese und eine landwirtschaftliche Maschine.
Streuobstwiese in einem wunderschönen Licht // Walk in the morning light

Morgenspaziergang im Morgenlicht – begleitet von Feldhasen

Promenade du matin – accompagnée de lièvres

Morgens ist es so friedlich…

Gestern hab ich nochmal bei den Pfarrkirchner Störchen vorbeigeschaut:

Ein Storch sitzt auf einem Nest aus Zweigen, das auf einer hohen Säule platziert ist, vor einem klaren, blauen Himmel.
Storchennest – Pfarrkirchen – 24.05.26

Morgenspaziergang im Grünen

Ein Feldhase läuft durch ein grünes Wiesenstück.
Feldhase „Alois“ macht Stretching

Morgenspaziergang – Hase „Alois“ zeigte mir seine Stretching-Übungen, während Goldammer „Aurora“ wie jeden Morgen ihr Lied schmetterte. Sie kennt nur eine Zeile, die heißt: „Wie-wie-wie hab ich dich liiiiieb!“. Dazu leuchtete das Gelb der Rapsfelder.

Danach waren wir im Kurpark und sahen viele Stare Jungvögel füttern. Interessant ist, dass einige Jungstare in einer Baumhöhle aufwachsen, die noch vor wenigen Wochen ein Kleiber mit Lehm „ausgepolstert“ hatte. Dort wo letztens die Flussseeschwalben gebalzt haben, saß nun ein Lachmöwen-Paar. Von weitem sehen sie sich ähnlich, die Unterschiede sind jedoch markant.

Ein junger Vogel mit geöffnetem Schnabel, der aus einem Baumstamm herausblickt.
Dieser kleine Star wächst in einer Höhle auf, die zuvor von einem Kleiber ausgepolstert wurde. Man sieht noch den Lehm.

EN: Morning walk – Hare “Alois” showed me his stretching exercises while yellowhammer “Aurora” sang her song as she does every morning. She knows only one line, which goes: “How-how-how I loooove you!”. The yellow of the rapeseed fields glowed all around.

After that we went to the spa park and watched many starlings feeding their young. It’s interesting that some starlings grow up in a tree cavity that, just a few weeks ago, a nuthatch had “padded” with clay. Where the common terns were courting recently, a pair of black-headed gulls was now sitting. From afar they look similar, yet the differences are quite striking.

Ein Graufink sitzt auf einem Zaunbrett und schaut in die Ferne, vor einem unscharfen grünen Hintergrund.
Bachstelze – White wagtail

Hier im Video

Bad Birnbacher Kulturspatz – Natur im Mai 2026

Kulturspatz Mai

Die Mai-Ausgabe des Bad Birnbacher Kulturspatz ist natürlich auch wieder da! Und mit ihr auch meine Rubrik „Naturbeobachtung“. Wie immer zeige ich hier zusätzlich viele Naturfotos, die in den letzten Mai-Monaten in Bad Birnbach, in der Lugenz und an der Rott bei unseren Streifzügen entstanden sind.

Naturbeobachtung · Mai 2026

Der Mai ist da – und mit ihm dieses besondere Licht, das unsere Landschaft jedes Jahr aufs Neue verwandelt und in intensive Farben taucht.  

Zwischen frischem Grün blitzen die ersten Lichtnelken, die zarten Blau‑Violett‑Töne der Glockenblumen und der sonnengelbe Wiesenbocksbart hervor. Auch der kriechende Günsel breitet seine kleinen, tiefblauen Blüten aus und zieht Bienen und Schmetterlinge an. Fliederfarben blüht nun die Witwenblume. Jetzt lohnt es sich besonders, die Wiesen genauer anzusehen. Hahnenfuß, Löwenzahn, Klee – und dazwischen viele Wildblumen, die man leicht übersieht, wenn man nur schnell vorbeigeht. Eine Blühwiese ist ein kleines Universum: Wer stehen bleibt, entdeckt Käfer, Falter und summende Wildbienen.

Der Mai ist ein Monat der Fülle. Amsel, Drossel, Rotkehlchen singen aus voller Kehle, und wer Glück hat, hört an der Rott auch den flötenden Gesang des Pirols, der gerade aus Afrika zurückkehrt. Wenn der Ruf des Kuckucks und das Trommeln des Buntspechts den Takt geben, ist das Vogelkonzert perfekt.

Wer an der Rott entlanggeht, hört vielleicht einen Sänger, den man eher selten zu Gesicht bekommt: den Sumpfrohrsänger. Unspektakulär im Gefieder, aber mit einer Stimme, die jeden Vogelfreund staunen lässt. Seine Hauptbrutzeit beginnt jetzt im Mai. Zwischen Brennnesseln und Getreidehalmen baut er seinen kunstvoll geflochtenen Nestnapf – ein kleines Wunderwerk aus Gräsern und Schilf.

An den Rottauenwegen tanzen inzwischen die ersten Plattbauchlibellen. Ihr schneller, geradliniger Flug gehört für mich zu den schönsten Zeichen dafür, dass der Frühsommer naht. Auch die Birnbacher Störche feiern den Mai auf ihre Weise. Und wie jedes Jahr beginnt das große Rätselraten: Wie viele Jungstörche werden wohl diesmal über den Nestrand schauen? 2018 waren es erstmals drei – ein unvergesslicher Moment für viele Einheimische und Gäste.

Auch im Wald verändert sich vieles. Auf ehemaligen Fichtenflächen wachsen nun mehr Laubbäume, und das Licht fällt stellenweise breiter zwischen die Stämme. Dadurch sprießen Birken, Vogelbeere und Sträucher.

Achten wir gemeinsam darauf, Wildtiere in dieser Zeit nicht zu stören. Achtsamkeit und Respekt vor der Natur gehören einfach dazu. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Entdecken, Staunen und Draußensein im ländlichen Bad.

EN: May transforms the Bavarian landscape into a vibrant world of blossoms and birdsong, with wildflowers, songbirds, and the first dragonflies announcing early summer. Along the river Rott and in the woods, a lively yet delicate natural realm unfolds—one that calls for mindfulness and respect.

Tierfreigelände – Heimische Wildtiere erleben

Ein Bär schwimmt im Wasser und hält ein Stück Holz mit seinen Vorderpfoten.
Braunbär Benny im Tierfreigelände Bayerischer Wald

Tierfreigelände Neuschönau des Nationalparks Bayerischer Wald.

Die beiden Braunbären Luna und Benny waren sehr aktiv. Benny fand ein altes Fell, das er als Spielzeug nutzte und mit einer unglaublichen Energie durch die Gegend schleuderte. Immerhin sind beide – falls ich nicht irre – schon über 20 Jahre alt! Es war eine Wonne, ihm zuzuschauen, insbesondere als er das Fell ins Wasser mitnahm und um sich spritzte. Lebensfreude pur!

Ein Bär läuft über grünes Gras, sein Schatten ist deutlich sichtbar.
Bärin Luna gähnte nur, während sie Benny zusah

Wir sahen bei unserem Rundgang unter anderem auch ein Europäisches Wisent und einen wunderschönen Uhu.

Nahaufnahme einer Eule mit charakteristischen Federn und aufmerksamem Blick.
Worüber er wohl meditiert, der Uhu?

EN: At the enclosure Neuschönau in the Bavarian Forest National Park, the two brown bears Luna and Benny were remarkably active. Benny found an old piece of fur, which he used as a toy, hurling it around with astonishing energy. After all, they are both — if I’m not mistaken — already over twenty years old. It was pure joy to watch him, especially when he carried the fur into the water and splashed it around. Sheer zest for life. We also saw a European bison and a beautiful Eurasian eagle-owl.

Ein Paar steht in einem Wald, umgeben von Bäumen, während sie Wanderstöcke halten. Die Frau trägt einen langen Mantel und einen bunten Schal, der Mann hat einen Hut und einen Schal an.
Nadia und Berndt im Nationalpark

Hier die Bären in Aktion: