Braunbär Benny im Tierfreigelände Bayerischer Wald
Tierfreigelände Neuschönau des Nationalparks Bayerischer Wald.
Die beiden Braunbären Luna und Benny waren sehr aktiv. Benny fand ein altes Fell, das er als Spielzeug nutzte und mit einer unglaublichen Energie durch die Gegend schleuderte. Immerhin sind beide – falls ich nicht irre – schon über 20 Jahre alt! Es war eine Wonne, ihm zuzuschauen, insbesondere als er das Fell ins Wasser mitnahm und um sich spritzte. Lebensfreude pur!
Bärin Luna gähnte nur, während sie Benny zusah
Wir sahen bei unserem Rundgang unter anderem auch ein Europäisches Wisent und einen wunderschönen Uhu.
Worüber er wohl meditiert, der Uhu?
EN: At the enclosure Neuschönau in the Bavarian Forest National Park, the two brown bears Luna and Benny were remarkably active. Benny found an old piece of fur, which he used as a toy, hurling it around with astonishing energy. After all, they are both — if I’m not mistaken — already over twenty years old. It was pure joy to watch him, especially when he carried the fur into the water and splashed it around. Sheer zest for life. We also saw a European bison and a beautiful Eurasian eagle-owl.
Röhrender Hirsch – The red deer enclosure at Scheuereck
Faszinierende Hirschbrunft in freier Natur? Von wegen! Neben der Sexualität gibt es bekanntermaßen noch eine andere starke Lebenskraft – den Nahrungstrieb.
Das wurde uns heute im Hirschgehege Scheuereck eindrucksvoll vorgeführt: Das imposante Röhren des Hirsches galt keinem grimmigen Rivalen, sondern dem Nationalpark-Mitarbeiter, der mit Futtereimern beladen sich dem Gatter näherte. Die cleveren Hirschkühe waren rasch zur Stelle – sie hatten ihn früher wahrgenommen als der „König des Waldes“, der wenig würdevoll seinem Harem hinterherpreschte, um schließlich auch ein paar Karotten zu ergattern.
Ein beeindruckendes Schauspiel war es dennoch!
Freies Rotwild gibt es im Nationalpark leider nicht. Das Rothirschgehege in Scheuereck ist ein naturnah gestaltetes Areal von neun Hektar, in dem Besucher die Tiere aus nächster Nähe beobachten können.
Einfach schön!!Beeindruckend: Ein Vierzehnender..Fütterung
Und hier im Video:
English: Unfortunately, there are no free-ranging red deer in the national park. The red deer enclosure at Scheuereck is a near-natural area covering nine hectares, where visitors can observe the animals up close.
Nach drei Tagen im Nationalpark Bayerischer Wald fühle ich mich wie reingewaschen. Die Luft ist jetzt im Frühherbst glasklar, rein wie Quellwasser, und beim Wandern hatte ich manchmal das Gefühl, mich durch klares Wasser zu bewegen. Mitten im Wald war es so still, dass ich auch dort „Wasser-Assoziationen“ hatte – als wäre ich am Grund eines Ozeans. Immer wieder holte mich der Schrei eines Eichelhähers oder das plötzliche Rauschen des Windes aus den meditativen Gedanken, die beim Gehen ganz von selbst kommen.
Auerochsen – Tier-Freigelände
Mal bin ich allein gelaufen, mal mit Berndt. Durch die Wälder beim Falkenstein, über die Bayerisch-Böhmische Grenze, vorbei an alten Baumskeletten und rauschenden Bächen. Die vielen Flechten, Moose, Farne und Pilze lenken den Blick ständig auf spannende Details. Besonders mag ich die Trompetenflechte mit ihren kleinen, mehligen Bechern. Sprudelndes, wildes Wasser umspült glänzende Steine; das Blau des letzten Vergissmeinnichts blitzt hier und da auf; nackte Stämme glänzen mal ledern, mal silbern. Ich bin so dankbar, dass es diese Oase gibt, in der Pflanzen in Ruhe wachsen und vergehen dürfen.
Zum Schluss waren wir noch im Haus zur Wildnis im Nationalparkzentrum Falkenstein bei Ludwigsthal – darüber möchte ich in einem meiner nächsten Beiträge berichten. Auch die Auerochsen im angrenzenden Tier-Freigelände konnten wir sehen. Insgesamt waren diese drei Tage wie ein Eintauchen in stille Natur. Jetzt im Frühherbst besonders reizvoll, finde ich. Anbei einige Foto-Impressionen.
Wandern im Frühherbst in herrlicher Natur
FR: Après trois jours passés dans le parc national de la Forêt bavaroise, je me sens comme purifiée. L’air, en ce début d’automne, est d’une limpidité cristalline, pur comme l’eau de source, et en marchant, j’avais parfois l’impression de me déplacer dans une eau claire. Au cœur de la forêt, le silence était tel que j’avais là aussi des « associations aquatiques » – comme si j’étais au fond d’un océan. De temps en temps, le cri d’un geai ou le bruissement soudain du vent me ramenait des pensées méditatives qui viennent d’elles-mêmes en marchant.
Wald macht mich glücklich – Insbesondere ein natürlicher Wald wie derjenige vom Nationalpark Bayerischer Wald
Bavarian Forest National Park Der Geruch von Moos – Harzperlen auf einem Baumpilz – Eine Schnecke, die sich im toten Stamm eingekringelt hat – das Rauschen des Wildbachs…Und das wunderbare Gefühl, frei zu sein, wieder Kind zu sein und wie damals in den Ferien bei der Oma durch die Wälder zu streifen…
Der Wildbach im Abendlicht
Kurze, beruhigende Eindrücke einer Wanderung im Bayerischen Wald
Grauschnäpper im Nationalpark Bayerischer Wald – Moucherolle gris dans le Parc National
Wir verbringen einige Tage im Nationalpark Bayerischer Wald. Gestern sind wir zur „Urwaldtanne“ gegangen. Diese Weißtanne steht im Hans-Watzlik-Hain bei Bayerisch Eisenstein und gilt als Deutschlands höchster und dickster Baum ihrer Art. Ihr Alter wird auf 500-700 Jahre geschätzt. Die Große Waldhaustanne wurde als einer der 100 bedeutendsten Bäume Deutschlands ausgezeichnet und als Nationalerbe-Baum gewürdigt.
Es war beeindruckend, unter ihr zu stehen und ihren Gipfel in schwindelerregender Höhe zu sehen. Die Spitze der Tanne scheint rostrot und ist wohl in Teilen abgestorben; das wurde bereits 2023 dokumentiert. Ein Baumriese, der ganz langsam und in Würde absterben darf, ohne dass die Axt ihn verletzt.
An ihrem Stamm fühlt man sich geborgenNationalerbe-Baum
Heute Morgen gab es hier in Zwieslerwaldhaus ein grandioses Konzert von Mönchsgrasmücke, Zilpzalp und Rotschwanz. Kühle Waldluft steigt duftend auf. Ich freue mich auf die heutige Wanderung im tschechischen Teil des Nationalparks.
Altes Zollhaus
Im Nationalpark Bayerischer Wald
FR:
Nous passons quelques jours dans le parc national de la Forêt Bavaroise. Hier, nous sommes allés voir le « sapin primitif ». Ce sapin blanc se trouve dans la hêtraie Hans-Watzlik près de Bayerisch Eisenstein et est considéré comme le plus haut et le plus gros arbre de son espèce en Allemagne. Son âge est estimé entre 500 et 700 ans. Le Grand sapin de Waldhaus a été désigné comme l’un des 100 arbres les plus remarquables d’Allemagne et reconnu comme arbre du patrimoine national.
C’était impressionnant de se tenir sous lui et d’apercevoir sa cime à une hauteur vertigineuse. La pointe du sapin semble rougeâtre et partiellement morte ; cela avait déjà été documenté en 2023. Un géant végétal qui peut mourir lentement et dignement, sans que la hache ne l’atteigne.
Ce matin, ici à Zwieslerwaldhaus, nous avons eu droit à un magnifique concert de fauvette des jardins, pouillot véloce et rougequeue. L’air frais de la forêt s’élève, empli de parfums. J’ai hâte à la randonnée d’aujourd’hui dans la partie tchèque du parc national.