Bären und Orchideen: Magische Momente

Nadia und Berndt im Bayerischen Wald 2020
Wir zwei auf Pirsch

//Magic moments in the Bavarian Forest National Park in the Wildlife Enclosure with 45 endemic species. We saw today: brown bears, otters, wild boars, deers and a wonderful eagle owl!

Heute waren wir im Tierfreigelände im Nationalpark Bayerischen Wald. Vormittags hatte es noch gewindet und geregnet – wie beinahe immer, wenn wir die Gegend besuchen. Aber dann wurde es plötzlich schön. Wir hatten das Glück, viele Tiere zu sehen. Die Gehege sind ja so weitläufig, dass die Tiere sich vor uns Menschen verstecken dürfen. Das finde ich toll und ganz anders als im Zoo. Aus diesem Grunde haben wir bisher auch noch nie die Wölfe zu Gesicht bekommen. Dafür aber Braunbären, einen Fischotter, der sehr emsig seinen Teich durchkämmte, Rotwild, Wisente und Wildschweine. Das Tierfreigelände ist sehr weitläufig und bietet 45 einheimischen Arten ein Zuhause. Mehr hier: https://www.neuschoenau.de/de/nationalpark/tierfreigelaende/tierfreigelaende.html

Braunbär
Der Braunbär dreht Steine um, um Käfer zu finden
Der Uhu meditiert vor sich hin
Fischotter
Wisent
Eine Orchidee zwischen Schachtelhalm

Born to be wild!

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Rehbockgeweih in der Bärentatze

Das Tierfreigelände ist Teil des Nationalparks Bayerischer Wald.
The Wildlife Enclosure is part of the Bavarian National Park. (In English below)
Les enclos des animaux sauvages font part du parc forestier national de Bavière.

 

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Das große Gehege des Braunbärs im Tierfreigelände Lusen

Heute sind wir von der Poschinger Hütte im Zellertal zum Tierfreigelände gefahren. Das ist der einzige Tierpark, in dem ich kein schlechtes Gewissen bekomme: Die Tiere leben in großräumigen, naturnahen Gehegen mitten im Wald.

Highlight war heute eindeutig der Braunbär. Er war sehr damit beschäftigt, größere Steinbrocken in seinem Teich zu verrücken, um darunter nach Nahrung zu suchen. Immer wieder fand er Pflanzenteile, die er sich genau anschaute. Und zuletzt fischte er sogar ein Rehbock-Geweih heraus und kaute darauf herum. Ein toller Fund! Die wenigen Besucher (es regnete meist in Strömen) empfanden das Schauspiel auf unterschiedliche Art und Weise.
Die Frauen: „Och, der ist ja so süß, wie ein Teddybär!“
Die Männer: „Der hat ne Mordskraft, ganz schön gefährlich!“
Auch andere Tiere bekamen wir zu Gesicht. Die Wölfe nicht. Dafür die Luchse, die wir nur hinter einem dichten Vorhang an Regen erhaschen konnten.

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Luchse hinter einem Regen-Vorhang

Embedded in a wild forest landscape, large enclosures and aviaries were built. Wolves, brown bears, lynx and wildcats can be admired in a natural habitat. We could observe the brown bear fishing in his pondAt the end, he found the antlers of a roebuck! We also saw the lynxes but it was difficult to take pictures because of the rain.

https://www.bayerischer-wald.de/Media/Attraktionen/Tierfreigelaende-im-Nationalparkzentrum-Lusen

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Winter

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Magical beauty of the winter landscape in the Bavarian Forest National Park.

La beauté insolite, presque mystique, d´un sommet enneigé dans le Parc National de la Foret Bavaroise

Der Dreisessel im Bayerischen Wald: Lichtgetränkte Nebelschleier fließen in das tiefe Kobaltblau des Himmels, in den die mit weißen Korallen geschmückten Äste der toten Fichten ragen.

The same landscape in winter/ le même paysage en été/ die selbe Landschaft im Sommer: https://nadiapittura.com/2017/06/03/dreisesselberg/

 

Good luck, wolves!

Wölfe-Bayerischer-Wald-Nadia Baumgart

Two weeks ago, 6 wolves escaped from their enclosure in the Bavarian Forest National Park because someone opened their door. Since then they are hunted and two of them were killed although they are protected by law. I wish the remaining wolves good luck and hope that they will survive…

Vor einigen Wochen (am 6. Oktober) sind sechs Wölfe aus ihrem Gehege im Nationalpark Bayerischen Wald ausgebrochen, weil jemand ihr Gatter nachts geöffnet hat. Seitdem werden sie gejagt. Einer wurde gleich vom Zug überfahren, zwei weitere erschossen, obwohl sie ja geschützt sind. Inzwischen wurden aufgrund der sich mehrender Proteste von Naturschützern Lebendfallen aufgestellt und es wird versucht, sie zu betäuben. Ich wünsche diesen Wölfen ganz viel Glück und hoffe, sie werden diese Jagd und die Ängste der Parkverwaltung und eines Teils der Bevölkerung überleben!

7.12.2017: die Presse über den Wolf:  Inzwischen wurde einer der Wölfe in der Nähe von Wien gesichtet, dort hat er einen Hahn gefangen. In der Presse wurde diese Nachricht unter dem martialischen Titel: „Steht Bayerwald-Wolf bald vor Wien?“ gebracht. Die als Titel formulierte Frage „Steht Bayerwald-Wolf bald vor Wien?“ erweckt gewollt oder ungewollt beim Leser Assoziationen mit der Wiener Türkenbelagerung im 15. Jahrhundert. Unser Leben, unsere Kultur scheinen somit in Gefahr zu sein.

Dann wird berichtet, das „wilde Tier“ sei „auf der Flucht“, obwohl die Presse vor Monaten berichtete, die Wölfe seien aus einem offen stehenden Gehege in den Wald gelaufen.

Dann wird das Verhalten des Wolfes als „unnatürlich“ beschrieben. Er sei nicht nur tagsüber unterwegs gewesen, sondern sei auch einer Katze begegnet, die er nicht angegriffen habe. Muss denn jeder Wolf jede Katze reißen, um als „natürliches“, „wildes“ Tier zu gelten?

Man habe noch keine Strategie, „wie wir den Wolf schnappen könnten“. Warum sollten wir ihn denn „schnappen“? Ob es gelingt, das Tier lebend einzufangen, sei nicht sicher. Und ich dachte, Wölfe seien im gesamten Bundesgebiet über § 44 BNatschG streng geschützt. Auch in Österreich gilt der Wolf nach dem Wiener Naturschutzgesetz als streng geschützte Art …

Hier noch ein Aquarell vom Wolf

Il y a 2 semaines, six loups se sont échappés de leur enclos dans le Parc National de la Foret Bavaroise. Depuis, on les chasse bien qu´ils soeint protégés. Deux ont été abattus et l´un d´eux a été écrasé par un train. Je souhaite bonne chance à ceux qui sont encore en liberté !