Im Rottaler Zauberwald / Natur im Wald

Im wilden Zauberwald

Heute waren wir wieder in unserem Rottaler Zauberwald. Ein geschütztes Biotop, sonst wäre er längst zerstört. Im Video erzähle ich kurz, was ich unter Natur und Naturerlebnis verstehe.

Mitten auf der Waldwiese wachsen Orchideen und andere Raritäten wie Torfmoose und Farne. Die Schönheit der Pflanzen zu bewundern, das macht richtig froh. Ohne Schutzmaßnahmen wäre unsere Landschaft inzwischen eine langweilige Monokultur. Und wer will schon in einer sterilen Wüste leben?

#naturschutz #artenschutz #rottalinn #biotop #niederbayern

Natur braucht Raum, sie muss nicht optimiert werden, sondern erhalten…
Ein echter Bach, der am Waldrand rauscht
Wilde Orchideen im Wald
Wilde Orchideen sind sehr selten geworden
In der Natur
Unterwegs in der Natur

Hasenhochzeit im Bad Birnbach

Hasenhochzeit im Rottal
Pearing season for the hares – Feldhasen im Rottal –

Hasenhochzeit!

In Bad Birnbach konnten wir wieder diesem lustigen Spiel zuschauen, in dem Feldhasen zeigen, was sie so können. Eigentlich beginnt die Rammelzeit bei günstigem Wetter schon Ende Dezember und dauert bis in den August an. Dabei kommt es aber insbesondere im Frühjahr zu einem regelrechten Schauspiel, der „Hasenhochzeit“. Letztendlich bestimmt aber immer die Häsin Zeitpunkt und Dauer des Paarungsaktes.

Ein Wermutstropfen bleibt: Leider ist der Bestandsrückgang von Feldhasen und Niederwild auch in unserer Gegend inzwischen sehr stark. Mit dem Anlegen von Brachflächen und dem Schutz alter Hecken kann die Dichte der Feldhasenpopulation wieder erhöht werden. Allerdings werden sie auch oft Opfer des Straßenverkehrs.

Letztes Jahr tanzten sie bereits im Februar für uns: https://nadiapittura.com/2021/02/12/wildes-rottal-7/

An dem Schauspiel kann ich mich nie satt sehen!
Und jetzt etwas Schönheitspflege

Kiebitzschutz – Landwirte gesucht!

Kiebitzschutz Förderprogramm für Landwirte
Heutiger Beitrag in der PNP zum Förderprogramm

A programme for farmers to help lapwings to breed

Kiebitzschutz – Landwirte gesucht!

Der Kiebitz ist deutschlandweit, aber auch in Bayern stark gefährdet: Als Bodenbrüter hat er ein sehr gefährliches Leben: Landmaschinen, versiegelte Flächen, aber auch freilaufende Hunde sind seine Feinde. Im letzten Jahr wurden nur 24 geschlüpfte Kiebitzküken in unserem großen Landkreis gesichtet. Wenn das so weiter geht, wird er in unserer Region aussterben.

Um das zu verhindern, bietet nun der Landschaftspflegeverband Rottal-Inn interessierten Landwirten Förderprogramme und kostenlose Beratungsgespräche.

Es wäre sehr schön, wenn möglichst viele Landwirte die Maßnahmen umsetzen würden. Mehr dazu in diesem Link:

https://www.pnp.de/lokales/landkreis-rottal-inn/pfarrkirchen/Der-Kiebitz-braucht-die-Landwirte-4254048.html

Von Einheimischen hört man oft  „es gibt doch so viele Kiebitze!“ Was sie nicht bedenken ist, dass die Altvögel zwar immer wieder zum Brüten herkommen, sie ihre Jungen aber nicht flügge bekommen.

Und die Schwärme, die wir hier sehen, bestehen auch aus vielen Vögeln, die weiterziehen. Außerdem werden Kiebitze recht alt (über 10 Jahre). Man sieht dann lange die Altvögel, die zum Brüten kommen und bemerkt nicht, dass immer weniger Küken schlüpfen. Ich glaube aber, dass das Bewusstsein der Gefahren langsam wächst und dank der Maßnahmen des LPV und dem Verständnis der Hundehalter dürfen wir Hoffnung haben.

Kiebitzschwarm in Rottal-Inn
Schwarm von Kiebitzen und Staren im Rottal

Ein Schwarm Kiebitze hinter einem Starenschwarm. Es ist faszinierend zu beobachten, wie tänzerisch beide Schwärme immer wieder verschmelzen.

Kiebitze (Vanellus vanellus) an der Rott

Raben bringen Glück

Ein Kolkraben-Paar / deux corbeaux / two raven

Heute war ein großer Abenteuertag!

Schon öfters hatten wir Kolkraben bei unseren Wanderungen gehört. Nun konnten wir sie sehen, beobachten, fotografieren. Und zwar im Forst bei Braunau. Sie paarten sich sogar vor unseren Augen und die Kamera war zu schamhaft, um das festzuhalten (in Wirklichkeit waren zu viele Äste vor dem Schauspiel).

FR: Pour la première fois de ma vie j´ai réussi à photographier des corbeaux. Je les avais entendu dans le passé mais cette fois-ci j´ai pu les observer tandis qu´ils batissaient un nid. Quelle aventure!

Kolkrabe - Raven
Raven in a tree

Der Rabe ähnelt der Krähe, ist jedoch viel größer (ca. wie ein Mäusebussard) und hat einen stärkeren Schnabel. Er hat eine tiefere und raue Stimme. Raben „reden“ miteinander. Weil sie so beeindruckend sind, gelten sie in einigen Kulturen als Götterboten.

Für uns war diese Beobachtung das Highlight des Tages! Allerdings bekamen wir – zurück im Rottal – noch Mäusebussarde, Kiebitze und Rehe vor die Linse.

Die „Schwarze Perle“ im Schnee

Die Ilz im Winter
Märchenhafte Eindrücke der Ilz in einer Schneelandschaft

Die „schwarze Perle“ im Schnee – Our river named „black pearl“ in a snowy landscape – notre rivière nommée “perle noire” dans le paysage enneigé.

Romantischer Spaziergang im Naturschutzgebiet „Obere Ilz“. Die Ilz wird ja auch aufgrund ihrer dunklen Farbe die „schwarze Perle“ genannt. Der Kontrast zwischen dem weißen Schnee und dem schwarzen Wasser war besonders märchenhaft. Die dunkle Färbung des Wassers der Ilz wird verursacht durch Huminstoffe aus Mooren.

Banat-Segge an der Ilz
Die Banater Segge

Das wilde lange und braune Gras auf den Wiesen ist die Banater Segge, die sich langsam von Rumänien aus an der Ilz entlang verbreitet. In einem kleinen Abschnitt der Rott kommt dieses dekorativ wirkende Gras auch vor. Das Ilz-Talsystem ist auf insgesamt 130 Kilometer Gewässerlänge ein Teil des europaweiten Schutzgebietnetzes NATURA 2000.

Die Erde dampft an der Ilz im Winter
Wandern an der Ilz

Vor einigen Jahren habe ich eine Wanderung mit einem Gebietsbetreuer gemacht, der das Ilz-Talsystem erläutert hat. Von ihm kenne ich auch die Banat-Segge:

Naturimpressionen – Ilztalwanderung

Begegnung beim Morgenspaziergang

Rehwild Rottal-Inn

Heute Morgen begegnete mir dieses Reh. Für mich gibt es kaum etwas Schöneres.

Rencontre avec un chevreuil pendant la promenade matinale.

Welch eine FREUDE: Brachvögel auf der Wiese!

Großer Brachvogel 2021

Große Brachvögel – Eurasian Curlews – Courlis cendré (Numenius arquata)

YEAH!! Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich heute etwa 25 Große Brachvögel auf einer Wiese bei #Braunau in Oberösterreich gesehen. Ansonsten nur mal von ganz weitem auf dem Inn bei Ering. Hier waren sie ganz nah und ich konnte sie genau sehen. Wie elegant und schön sie doch sind! Mein Herz hat vor Freude schneller geschlagen!!

Leider sind sie so selten geworden, weil u.a. Grünlandbewirtschaftung immer intensiver betrieben wird. Inzwischen sind sie gar vom Aussterben bedroht…

EN: For the first time in my life I could observe these elegant birds on a meadow.

FR: Pour la première fois de ma vie, j´ai pu observer des courlis cendrés  à proximité immédiate sur un pré !

Hier mehr Info: https://www.lfu.bayern.de/natur/sap/arteninformationen/steckbrief/zeige?stbname=Numenius+arquata

#vogelbeobachtung #brachvögel #österreich

Großer Brachvogel – Numenius arquata)
Großer Brachvogel 2021 in Oberösterreich
Welch eine Freude, sie so geschäftig auf der Wiese laufen zu sehen!

Kiebitze am Unteren Inn

Abendspaziergang am Unteren Inn. Im September rasten viele Kiebitze in der Nähe des Kraftwerkes. Wenn es kälter wird, ziehen sie dann weiter nach Westfrankreich, Spanien und Portugal, Vielleicht sind ja unsere Rottaler Kiebitze auch dabei? Im Auwald gab es dann romantisches Herbstlicht.

Lapwings in Bavaria – Vanneaux huppés en Bavière

#untererinn #rottalinn #natur

Im Europareservat Unterer Inn

Extrem selten in Deutschland: Kuhreiher im Rottal!

KUHREIHER (Bubulcus ibis) am Rottauensee

Heute habe ich erstmalig auf einer Wiese in der Nähe des Rottauensees…einen KUHREIHER (Bubulcus ibis) gesehen! // FR: Un héron garde-bœuf, espèce très rare en Bavière. // EN: A cattle egret in Bavaria

Erst seit wenigen Jahren werden Kuhreiher in Bayern gesehen. Inzwischen häufen sich die Beobachtungen, aber er ist extrem selten. Wäre ich jünger, würde ich jetzt einen Purzelbaum schlagen 😊

Sein Verbreitungsgebiet hat sich insbesondere im Verlauf des 20. Jahrhunderts stark ausgedehnt. Von weitem könnte man ihn für einen Silberreiher halten, der Kuhreiher ist allerdings deutlich kleiner und bewegt sich anders. Er hat weißes Gefieder, einen gelben Schnabel und gelbe Beine.

Ursprünglich war er hauptsächlich in Afrika, Südeuropa und Teilen Asiens beheimatet. Und jetzt kommt er zu uns und bereichert hoffentlich auch in Zukunft unsere Natur. Willkommen im Rottal, Kuhreiher!