Welch eine FREUDE: Brachvögel auf der Wiese!

Großer Brachvogel 2021

Große Brachvögel – Eurasian Curlews – Courlis cendré (Numenius arquata)

YEAH!! Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich heute etwa 25 Große Brachvögel auf einer Wiese bei #Braunau in Oberösterreich gesehen. Ansonsten nur mal von ganz weitem auf dem Inn bei Ering. Hier waren sie ganz nah und ich konnte sie genau sehen. Wie elegant und schön sie doch sind! Mein Herz hat vor Freude schneller geschlagen!!

Leider sind sie so selten geworden, weil u.a. Grünlandbewirtschaftung immer intensiver betrieben wird. Inzwischen sind sie gar vom Aussterben bedroht…

EN: For the first time in my life I could observe these elegant birds on a meadow.

FR: Pour la première fois de ma vie, j´ai pu observer des courlis cendrés  à proximité immédiate sur un pré !

Hier mehr Info: https://www.lfu.bayern.de/natur/sap/arteninformationen/steckbrief/zeige?stbname=Numenius+arquata

#vogelbeobachtung #brachvögel #österreich

Großer Brachvogel – Numenius arquata)
Großer Brachvogel 2021 in Oberösterreich
Welch eine Freude, sie so geschäftig auf der Wiese laufen zu sehen!

Kiebitze am Unteren Inn

Abendspaziergang am Unteren Inn. Im September rasten viele Kiebitze in der Nähe des Kraftwerkes. Wenn es kälter wird, ziehen sie dann weiter nach Westfrankreich, Spanien und Portugal, Vielleicht sind ja unsere Rottaler Kiebitze auch dabei? Im Auwald gab es dann romantisches Herbstlicht.

Lapwings in Bavaria – Vanneaux huppés en Bavière

#untererinn #rottalinn #natur

Im Europareservat Unterer Inn

Extrem selten in Deutschland: Kuhreiher im Rottal!

KUHREIHER (Bubulcus ibis) am Rottauensee

Heute habe ich erstmalig auf einer Wiese in der Nähe des Rottauensees…einen KUHREIHER (Bubulcus ibis) gesehen! // FR: Un héron garde-bœuf, espèce très rare en Bavière. // EN: A cattle egret in Bavaria

Erst seit wenigen Jahren werden Kuhreiher in Bayern gesehen. Inzwischen häufen sich die Beobachtungen, aber er ist extrem selten. Wäre ich jünger, würde ich jetzt einen Purzelbaum schlagen 😊

Sein Verbreitungsgebiet hat sich insbesondere im Verlauf des 20. Jahrhunderts stark ausgedehnt. Von weitem könnte man ihn für einen Silberreiher halten, der Kuhreiher ist allerdings deutlich kleiner und bewegt sich anders. Er hat weißes Gefieder, einen gelben Schnabel und gelbe Beine.

Ursprünglich war er hauptsächlich in Afrika, Südeuropa und Teilen Asiens beheimatet. Und jetzt kommt er zu uns und bereichert hoffentlich auch in Zukunft unsere Natur. Willkommen im Rottal, Kuhreiher!

Von Störchen und Bären…

Ja, ich gebe ja zu: Der Titel ist irreführend. Denn es geht um den Schwarzstorch und den Schönbär. Der Schönbär ist nämlich ein Schmetterling, den wir heute zum ersten Mal gesehen haben und der tatsächlich sehr schön ist, wenn er auch kein Bär ist. Jedenfalls hatten wir heute bei unserer Radltour mächtig Glück!

–> Magie de la nature…Nous avons eu la chance aujourd’hui de voir une cigogne noire et un papillon merveilleux: une écaille lustrée (Callimorpha dominula)

–> We were lucky to discover a Black Stork in the sky and to see a scarlet tiger moth for the first time – A beautiful butterfly!

Schwarzstorch im Rottal
Der Schwarzstorch schraubt sich in die Höhe / Black Stork in Lower Bavaria
Schönbär im Rottal in Niederbayern
Ist er nicht unglaublich schön, der Schönbär? Callimorpha Dominula
Mäusebussard
Meditierender Mäusebussard
Rottaler Landschaften

Und hier noch ein Film über einen Sommer-Spaziergang an der Rott. Zu sehen ist ein Graureiher, die Rottauen, eine Ringelnatter und Schmetterlinge. Schön entspannend:

A short film about a walk along our river – Nature, herons, butterflies // Kurzfilm über die Rottauen im Sommer

Der Wald zwischen Borkenkäfer und Hagelsturm

Kahlflächen im Wald lassen neue Sichten entstehen. Hier der Lugenz-Wald.
Neue Sichten auf das Rottal entstehen im Lugenz-Wald

About the rapid changes in our forest – changes due to bark beetle and hail damage

Der Wald zwischen Borkenkäfer und Hagelsturm

Gestern waren wir im Lugenz-Wald. Wir sind im Juni 2016 ins Rottal gezogen. Inzwischen sieht der Wald ganz anders aus, manchmal erkenne ich unsere Wanderwege nicht wieder. Jetzt kam der Hagelsturm hinzu.

Damals – im Jahr 2016 – war der Wald noch ganz dicht, die Fichtenbestände noch scheinbar ohne Probleme. Inzwischen hat der Borkenkäferbefall, unterstützt von Hitze und Dürre, dazu geführt, dass ganze Wald-Abschnitte abgeholzt wurden. Ein seltsamer Anblick. Zunächst dachte man, nur Fichten seien betroffen. Der Borkenkäfer bevorzugt Nadelbäume. Ein Mischwald soll her. Inzwischen wird aber klarer, dass auch bestimmte Laubbäume unter dem Klimawandel leiden: Die Rinde vieler Buchen wird beispielsweise durch Sonnenbrand aufgerissen.

Hier entsteht ein neuer Wald

Aufgrund des Käferbefalls wurden viele Fichten gefällt. Hier und da entsteht somit ein regelrechter Kahlschlag. Fazit: Es entstehen im Wald ganz neue, weite Sichten auf angrenzende Landschaften. Bei aller Sorge um den Wald ist es schwierig, sich über diese Sichten zu ärgern. Denn sie sind einfach schön und voller Licht. Außerdem kann man auf vielen abgeholzten Flächen beobachten, wie der Wald wieder hochkommt, saftig grün. Insbesondere dort, wo wenig eingegriffen wird, entsteht aus dem Wirrwarr von Brombeeren und ersten Birken ein Teppich voller Jungbäume.

Einige geschwächte Fichten haben den kürzlichen Hagelsturm nicht überlebt

Forstwirte suchen nach „Zukunftsbäumen“, die sich dem Klimawandel anpassen können. Die Douglasie gilt als ein solcher Baum und wurde hier und da gepflanzt. Inzwischen ist diese Baumart schon sehr gewachsen und prägt bestimmte Wald-Abschnitte.

Vor wenigen Tagen gab es in der Gegend einen heftigen Hagelsturm. Dass auch Hagel den Wald verändern kann, war mir bisher gar nicht bewusst. Jedenfalls verändert auch dieser Sturm unseren „Hauswald“: der Waldboden war mit Blättern und Ästen übersät, manche Stämme regelrecht „angeschossen“, Baumspitzen zerfleddert. Einige wenige Bäume sind gar gebrochen oder vom Wind entwurzelt worden. Dies insbesondere in der Nähe von kahlen Flächen. Aus Studien, die Hagelschäden im Wald zum Thema haben, weiß ich, dass sich viele Bäume erstaunlich rasch erholen, weil die Wurzeln normalerweise voll leistungsfähig bleiben. Allerdings werden bereits geschwächte Pflanzen natürlich noch mehr gestresst.

Hagelschaden im Wald – Junge Triebe sind abgeknickt

Die Bilder zeigen neue Sichten, aber teilweise auch die Folgen des Hagels. Der Wald erscheint mir als ein Spiegel des Naturzustandes. Er verändert sich gerade sehr rasch. Ich glaube an die regenerative Kraft der Natur und denke, der Wald wird nicht sterben, sondern sich wandeln. Ganz egal, ob wir Menschen das so haben wollen oder nicht.

Die Rott-Quelle / Our river´s source

Cycling tour to our river´s source in Bavaria.

So, jetzt sind wir heute doch noch zur Rottquelle gefahren. Von Neumarkt Sankt Veit aus. Die Neugierde hat gesiegt und es war wunderschön. Die Rottalquelle hat eine mystische Atmosphäre und der junge Fluss erscheint romantisch. Schade, dass der Radweg (Rottalradweg) oftmals langweilig an der lauten Bundesstraße/ Landstraße– nicht an der Rott – entlang führt ; und zwar an Äckern und Feldern ohne Blühstreifen, ohne Hecken oder Streuobstwiesen. Trotzdem hat es sich gelohnt. Auch wegen der Begegnung mit einem ganz besonders sympathischen Hofhund namens Rex 😊

An der Rottquelle in Niederbayern

Spaziergang am Fluss / Walk along the river

Spaziergang an der Rott – Mit Buntspecht und Flussseeschwalbe – Der Buntspecht füttert seine Brut

Promenade le log du fleuve – Pic épeiche et terne – Le petit fleuve se trouve en Bavière

Wie schlägt ein Bärenherz?

Das Besucherzentrum Naturium am Inn in Ering ist endlich wieder geöffnet – Die Ausstellung ist sehr sehenswert!

Das Naturium am Inn in Ering ist endlich wieder für Besucher geöffnet (seit Donnerstag, dem 27. Mai). Das Naturium ist ein grenzübergreifendes Besucher-, Naturschutz- und Umweltbildungszentrum am Europareservat Unterer Inn.

Jetzt kann man also auch noch die Ausstellung „Die großen Vier“ besuchen. Das ist eine Wanderausstellung des BUND Naturschutz. Mit den „großen Vier“ sind gemeint: Bär, Wolf, Luchs und Mensch. Die Frage ist: Wie geht der Mensch mit den drei großen Säugetieren um und wie leben diese drei? Spannende Antworten gibt es nicht nur auf 14 Plakaten, sondern auch an interaktiven Stationen. Eine ganz tolle Sache auch für Kinder, die dabei spielerisch viel lernen können.

Wir waren heute dort und durften an den Stationen den Herzschlag von Bär und Murmeltier sowie das Heulen von Wölfen hören!

Außerdem blüht zurzeit viel am Inn-Damm – auch das Knabenkraut! Schaut einfach mal vorbei 😊

Hier mehr zum Naturium, Öffnungszeiten, Voraussetzung für den Besuch und mehr :

https://www.naturium-am-inn.eu/

Eine spannende Ausstellung über den Umgang Mensch – Bär – Wolf – Luchs
Das Knabenkraut blüht gerade am Inndamm
Und hier ein Film! Dann ist man gleich dabei!

Unsere Störche – Nos cigognes

Our storks are good parents – Nos cigognes améliorent leur nid

Unsere Störche heute: Das Nest wird weiter ausgepolstert und die Eltern wechseln sich im Nest ab. Vermutlich sind die Kleinen schon geschlüpft und hoffentlich bald sichtbar

Störche Bad Birnbach Nadia Baumgart
Wachablösung

Kiebitzbabys im Rottal!

// Young lapwings – Les bébés des vanneaux huppés sont nés il y a peu.

// Wie schön! Heute konnten wir auf einem Acker in Pfarrkirchen im Rottal Baby-Kiebitze herumwuseln sehen! Die Nester sind markiert worden, sodass der Landwirt den Gelegen auf dem Boden ausweichen können und auch später ausgesät hat. Danke, @ lpv_rottal_inn !

Die wachsamen Eltern stehen in einigem Abstand, wehren andere Vögel ab, wenn diese sich nähern und schreien laut ihr „Kiwitz“, wenn sie Gefahr für die Kleinen ahnen. Sobald der Warnruf ertönt, ducken sich die Küken in den Boden, sodass sie nicht mehr sichtbar sind. Beide Elternteile kümmern sich um die Küken-Aufzucht. Fünf Wochen etwa brauchen die kleinen Nestflüchter, bis sie flügge sind. Wenn sie groß sind, kommen sie zum Brüten meist an ihren eigenen Geburtsort zurück. Wir wünschen Euch ganz viel Glück, kleine Kiebitze!

Leider konnten wir bisher bei den Birnbacher Kiebitzpaaren keine Küken sehen. Im Frühjahr 2018 hatten wir mehr Erfolg (Update Sommer 2021: Drei Küken sind in Bad Birnbach nachweislich geschlüpft und auch groß geworden. Ende Juli haben sie das Gebiet verlassen):

Kiebitzbabies – Lapwing babies! | Art blog – Nadia Baumgart (nadiapittura.com)