Ruhe und Weite im Šumava Nationalpark

Weide im Sumava Nationalpark
Offene Flächen im Nationalpark – Voller Licht und Schönheit!

Exploring Šumava Nationalpark in the border area between Bavaria and the Czech Republic.

FR: Randonnée dans le Parc National Šumava en République tchèque à la frontière de l´Allemagne (Bavière).

Heute waren wir im Šumava Nationalpark auf Erkundungstour. Wir haben so traumhafte Gegenden entdeckt, so viel Ruhe und Weite! Mir gefallen insbesondere die weiten, artenreichen Wiesen und Weiden zwischen den dichten Wäldern. Auch die Alleen mit riesigen Ahorn- und Lindenbäumen haben es mir angetan.

Sehr rührend war auch ein Besuch des Friedhofs von Čachrov (deutsch Tschachrau): Auf den Grabsteinen sind alte Portraits zu sehen und sogar Landschaftsbilder. In dieser Gegend des Böhmerwaldes produzierten ab dem 18. Jahrhundert mehrere Glashütten Tafelglas für ganz Europa.

#sumava #nationalpark #natur #böhmerwald

Nadia im Sumava
Da kann man einfach nur glücklich sein
Sumava Nationalpark
Ein uralter Hof steht ganz einsam im Tal
Der Bussard ist auch unterwegs
Riesige Linden
Was für eine Welt mag diese Frau gekannt haben? Grabstein auf dem Friedhof in Čachrov
Landschaftsbild auf einem Grabstein
Ein Landschaftsbild auf einem Grabstein

Natur im September

Wieder durfte ich einen Beitrag für unseren „Kulturspatz“ (das monatliche Informationsheft unserer Gegend) in der Rubrik Naturbeobachtung schreiben:

Unsere Natur im September – Vogelzug und reifes Obst

Langsam kommt der Frühherbst mit seinem leuchtenden Licht. Noch blühen Wildpflanzen wie Schafgarbe, wilde Möhre, Ackerwinde und Wegwarte. Bunte Stieglitze tummeln sich in den Wiesen und naschen an den Samen.

Viele Vogelarten sammeln sich jetzt und beginnen ihren Flug in den Süden. „An Mariä Geburt (8. September) ziehen die Schwalben furt“, sagt das Sprichwort. Und es ist tatsächlich so, dass die Rauchschwalben im September plötzlich alle verschwunden sind. Auch die Stare finden sich zusammen und bieten dabei spektakulärste Flugformationen:  Je näher der Herbst rückt, desto größer werden die Schwärme.

Es ist spannend, die Vogelschwärme über das Rottal fliegen zu sehen. Mit etwas Glück erhaschen wir auch einen Blick auf schöne Schmetterlinge, vielleicht sogar auf den seltenen Großen Feuerfalter, der erst seit zwei Jahren in den Rottauen herumschwirrt.

Jetzt beginnt auch das Rätselraten um die Birnbacher Störche. Die Jungvögel ziehen meist schon im September in ihr Überwinterungsquartier. Die Altvögel hatten sich in vergangenen Jahren jedoch entschieden, im Kurort zu überwintern. Ob es in diesem Jahr auch so ablaufen wird?

Es ist immer spannend, die Natur auf den Rottauenwegen, im Kurpark oder in den Rottaler Wäldern zu beobachten.

Die Stare sammeln sich auf den Masten an der Rott
Der Große Feuerfalter schwirrt erst seit wenigen Jahren in Niederbayern herum
Ein Stieglitz im Früherbst

Lebendige Wiese / Un pré plein de vie

Lebendige Natur auf der Wiese im Spätsommer

Gestern ging ich über eine lebendige Wiese. Ich dachte, wir Menschen teilen alle Lebewesen auf in Nützlinge und Schädlinge und schauen kaum mehr auf die Schönheit der Schöpfung. Alle diese kleinen Wesen, die uns umgeben, sind aber Teil unserer Welt und biologisch mit uns verwandt. Welch ein Glück, dass es sie noch gibt, obwohl wir sie schlecht behandeln. Wir sollten sie achten, glaube ich.

FR : Hier j´ai traversé un pré et vu un grand nombre d´insectes et de papillons (surtout des argus bleus) et je me suis dit que notre vision utilitariste sur le vivant est destructrice : nous avons la tendance de partager le vivant en « parasites » et organismes « utiles ». Et pourtant nous sommes parentés biologiquement avec eux et devrions les respecter.

#naturschutz #insekten #wiese #environnement

Bläuling auf einer Wiese in Bad Birnbach
Ein wunderschöner Bläuling
Auch Wanzen gehören zu unserer Familie
Lebendige Wiesen werden nur selten gemäht

Himmelblaues Glück / Kornblumen

Kornblumen im Gerstenfeld
So schön kann ein Gerstenfeld sein

Cornflowers in Bavaria // Un champ plein de bleuets

Welch eine Schönheit! Ein Gerstenfeld voller Kornblumen! Bestimmt hat der Landwirt sie gesät, denn die meisten Ackerwildkräuter werden ja mit Unkrautvernichtungsmittel bekämpft und die stärkere Düngung lässt sie auch verschwinden.

Den Landwirt kenne ich nicht, möchte ihm aber „Danke!“ zurufen. Denn dieser blaue Streifen ist nicht nur schön, sondern zieht eine Unmenge von Bienen und Insekten an. Es hat richtig gebrummt zwischen den vielen Blüten. Auf Französisch heißen die Kornblume „bleuet“ und wird als die „Blume der Dichter“ angesehen.

#rottalinn #niederbayern #kornblumen #cornflower #bleuets

Eine Minute Meditation mit Naturgeräuschen – ganz in Blau

Schmetterlingszeit im Rottal / Butterflies

Großer Feuerfalter  (Lycaena dispar) an der Rott in Niederbayern
Großer Feuerfalter  (Lycaena dispar)

Butterflies in Lower Bavaria// Papillons en Basse-Bavière

Heute waren wir auf Insekten- und Schmetterlingsjagd an der Rott in Niederbayern. Glücklicherweise sind wir fündig geworden. Wir haben sogar den Großen Feuerfalter (Lycaena dispar) gesehen. Letztes Jahr haben wir ihn zum allerersten Mal gesehen. Wie schön er ist! Er gehört zur Familie der Bläulinge, die Männchen haben kräftig orangerot gefärbte Flügeloberseiten.

Leider verschwinden ja immer mehr Falter-Arten, aber dieser ist erst neu nach Niederbayern „eingewandert“, es gibt ihn bei uns erst seit 3 Jahren. Der Große Feuerfalter ist selten und gefährdet, scheint sich aber stellenweise wieder auszubreiten.

Bläuling - Natur in Bad Birnbach
Bläuling auf Hornklee
Und hier im Video: Schmetterlinge bei Bad Birnbach

Im Rottaler Zauberwald / Natur im Wald

Im wilden Zauberwald

Heute waren wir wieder in unserem Rottaler Zauberwald. Ein geschütztes Biotop, sonst wäre er längst zerstört. Im Video erzähle ich kurz, was ich unter Natur und Naturerlebnis verstehe.

Mitten auf der Waldwiese wachsen Orchideen und andere Raritäten wie Torfmoose und Farne. Die Schönheit der Pflanzen zu bewundern, das macht richtig froh. Ohne Schutzmaßnahmen wäre unsere Landschaft inzwischen eine langweilige Monokultur. Und wer will schon in einer sterilen Wüste leben?

#naturschutz #artenschutz #rottalinn #biotop #niederbayern

Natur braucht Raum, sie muss nicht optimiert werden, sondern erhalten…
Ein echter Bach, der am Waldrand rauscht
Wilde Orchideen im Wald
Wilde Orchideen sind sehr selten geworden
In der Natur
Unterwegs in der Natur

Hasenhochzeit im Bad Birnbach

Hasenhochzeit im Rottal
Pearing season for the hares – Feldhasen im Rottal –

Hasenhochzeit!

In Bad Birnbach konnten wir wieder diesem lustigen Spiel zuschauen, in dem Feldhasen zeigen, was sie so können. Eigentlich beginnt die Rammelzeit bei günstigem Wetter schon Ende Dezember und dauert bis in den August an. Dabei kommt es aber insbesondere im Frühjahr zu einem regelrechten Schauspiel, der „Hasenhochzeit“. Letztendlich bestimmt aber immer die Häsin Zeitpunkt und Dauer des Paarungsaktes.

Ein Wermutstropfen bleibt: Leider ist der Bestandsrückgang von Feldhasen und Niederwild auch in unserer Gegend inzwischen sehr stark. Mit dem Anlegen von Brachflächen und dem Schutz alter Hecken kann die Dichte der Feldhasenpopulation wieder erhöht werden. Allerdings werden sie auch oft Opfer des Straßenverkehrs.

Letztes Jahr tanzten sie bereits im Februar für uns: https://nadiapittura.com/2021/02/12/wildes-rottal-7/

An dem Schauspiel kann ich mich nie satt sehen!
Und jetzt etwas Schönheitspflege

Kiebitzschutz – Landwirte gesucht!

Kiebitzschutz Förderprogramm für Landwirte
Heutiger Beitrag in der PNP zum Förderprogramm

A programme for farmers to help lapwings to breed

Kiebitzschutz – Landwirte gesucht!

Der Kiebitz ist deutschlandweit, aber auch in Bayern stark gefährdet: Als Bodenbrüter hat er ein sehr gefährliches Leben: Landmaschinen, versiegelte Flächen, aber auch freilaufende Hunde sind seine Feinde. Im letzten Jahr wurden nur 24 geschlüpfte Kiebitzküken in unserem großen Landkreis gesichtet. Wenn das so weiter geht, wird er in unserer Region aussterben.

Um das zu verhindern, bietet nun der Landschaftspflegeverband Rottal-Inn interessierten Landwirten Förderprogramme und kostenlose Beratungsgespräche.

Es wäre sehr schön, wenn möglichst viele Landwirte die Maßnahmen umsetzen würden. Mehr dazu in diesem Link:

https://www.pnp.de/lokales/landkreis-rottal-inn/pfarrkirchen/Der-Kiebitz-braucht-die-Landwirte-4254048.html

Von Einheimischen hört man oft  „es gibt doch so viele Kiebitze!“ Was sie nicht bedenken ist, dass die Altvögel zwar immer wieder zum Brüten herkommen, sie ihre Jungen aber nicht flügge bekommen.

Und die Schwärme, die wir hier sehen, bestehen auch aus vielen Vögeln, die weiterziehen. Außerdem werden Kiebitze recht alt (über 10 Jahre). Man sieht dann lange die Altvögel, die zum Brüten kommen und bemerkt nicht, dass immer weniger Küken schlüpfen. Ich glaube aber, dass das Bewusstsein der Gefahren langsam wächst und dank der Maßnahmen des LPV und dem Verständnis der Hundehalter dürfen wir Hoffnung haben.

Kiebitzschwarm in Rottal-Inn
Schwarm von Kiebitzen und Staren im Rottal

Ein Schwarm Kiebitze hinter einem Starenschwarm. Es ist faszinierend zu beobachten, wie tänzerisch beide Schwärme immer wieder verschmelzen.

Kiebitze (Vanellus vanellus) an der Rott

Raben bringen Glück

Ein Kolkraben-Paar / deux corbeaux / two raven

Heute war ein großer Abenteuertag!

Schon öfters hatten wir Kolkraben bei unseren Wanderungen gehört. Nun konnten wir sie sehen, beobachten, fotografieren. Und zwar im Forst bei Braunau. Sie paarten sich sogar vor unseren Augen und die Kamera war zu schamhaft, um das festzuhalten (in Wirklichkeit waren zu viele Äste vor dem Schauspiel).

FR: Pour la première fois de ma vie j´ai réussi à photographier des corbeaux. Je les avais entendu dans le passé mais cette fois-ci j´ai pu les observer tandis qu´ils batissaient un nid. Quelle aventure!

Kolkrabe - Raven
Raven in a tree

Der Rabe ähnelt der Krähe, ist jedoch viel größer (ca. wie ein Mäusebussard) und hat einen stärkeren Schnabel. Er hat eine tiefere und raue Stimme. Raben „reden“ miteinander. Weil sie so beeindruckend sind, gelten sie in einigen Kulturen als Götterboten.

Für uns war diese Beobachtung das Highlight des Tages! Allerdings bekamen wir – zurück im Rottal – noch Mäusebussarde, Kiebitze und Rehe vor die Linse.