Kiebitze an der Rott

Kiebitz (Vanellus vanellus)
Kiebitze haben einen metallischen Glanz in der Sonne

I love lapwings!/ J´adore les vanneaux huppés. //

Kiebitze an der Rott. Sind sie nicht wunderschön? Sie sind nicht nur elegant, sondern besitzen auch viel Lebenserfahrung: Der älteste Kiebitz wurde nach Ringfunden 18 Jahre alt.

Ein großes Dankeschön an LPV und LBV Rottal-Inn, die sich bemühen, die Brut zu schützen. Denn In der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands von 2015 wird die Art in der Kategorie 2 als stark gefährdet geführt.

Sie trippeln immer hin und her

#kiebitz #lapwing #rottalinn

Birdwatching

Birdwatching in Lower Bavaria

Heute sind wir an unserem Flüsschen Rott herumgelaufen und es war wunderschön, die Vögel in der Sonne zu beobachten. Kiebitze, Meisen, Kleiber. Und selbst den Eisvogel, der jedoch nicht gefilmt werden wollte…

#Rottal #Rottalinn #Kiebitz #Naturschutz #Vogelbeobachtung #Niederbayern

Kiebitz (Vanellus vanellus)
Kleiber an der Rott in Bad Birnbach
Kleiber (Sitta europea)

Vogelbeobachtung in Coronazeiten

Die Störche in Bad Birnbach brüten.
Die Birnbacher Störche brüten!

The shops and hotels are closing because of coronavirus but our storks are breeding…

Der Kontrast zwischen der erwachenden Natur und den Auswirkungen der Coronakrise wirkt verwirrend. Der Frühling lässt sich jedenfalls nicht aufhalten: Die Birnbacher Störche haben mit dem Brüten begonnen! Da sie hier überwintert haben, mussten sie auch keine lange Rückreise überstehen. Die Brutdauer beträgt um die 32 Tage. Wir wünschen ihnen viel Erfolg und hoffen auf hübsche Storchenkinder im April!

La crise du Coronavirus s´aggrave aussi en Allemagne mais nos cigognes couvent et le printemps arrive. Restez en bonne santé et n´oubliez pas de voir le soleil.

Schwanzmeisen im Nest

Schwanzmeisen-Paar beim Nestbau. Ein Vogel wartet vor dem Nest, während der andere das Nest schon von innen auspolstert.

Long-tailed tits (Aegithalos caudatus) building a nest.

Die Schwanzmeise bringt Moos, um das Nest auszupolstern

Der Nestbau der Schwanzmeisen erinnert an ein Wunder. Unerlässlich polstert das Vogelpaar das relativ große Nest aus. Ich sehe so etwas zum ersten Mal. Das Nistmaterial sieht ganz verrückt aus, ein bisschen wie die Erfindung eines genialen Designers.

Gestern haben wir Schwanzmeisen beim Nestbau gesehen!

Das Nest besteht außen aus fein verflochtenem Moos, Flechten und Spinnweben, Halmen, Fasern, Federn, Wolle und Haaren.

Hier sieht man das Paar in Aktion:

#rottalinn #birdwatching #vogelbeobachtung #schwanzmeisen

Die Kiebitze sind da!

Kiebitze im Rottal
Ein Kiebitzmännchen in Bad Birnbach im Februar 2020

The lapwings are back/ Die Kiebitze sind schon zurück im Rottal!  Sie kommen in Schwärmen aus ihren Überwinterungsgebieten zurück ins Brutgebiet. Im letzten Jahr hatten einige Paare hier erfolgreich gebrütet. Als Bodenbrüter sind sie jedoch besonders gefährdet. Deswegen kann man ihnen nur viel Glück wünschen. Ehrenamtliche des LBV Rottal-Inn bemühen sich, die Nester zu schützen. Hoffentlich sehen wir auch in diesem Jahr wieder die kleinen Nestflüchter über die Felder flitzen.

Dazu habe ich auch einen kleinen Film gedreht:

#kiebitze #vogelbeobachtung #Rottal #rottalinn

Das wilde Eck

Heute habe ich mir nochmal das „wilde Eck“ am Kurpark Bad Birnbach angeschaut. Es ist ein schützenwertes Auenwäldchen in der Nähe der Rott.

Ich habe mich sehr gefreut zu sehen, dass der „Urwald“ sich sehr schön entwickelt. Wir brauchen viele wilde Ecken, um Vögel und Pflanzen einen Schutzraum zu gewähren. Ich hatte schon einmal darüber berichtet: https://nadiapittura.com/2019/07/01/das-wilde-eck/

Das wilde Eck in Bad Birnbach
Das wilde Eck gedeiht.
Ein kleiner Urwald. Genau so etwas brauchen Schmetterlinge, Pirol und Specht

Die Zukunft unseres Waldes

A hike through our forest organized by the nature conservation union. The main subject: the conifer populations afflicted by bark beetles. The main question: What the forest of the future might look like.

Kahlflächen aufgrund der massiven Abholzung von Fichtenwäldern sieht man nicht nur im Inntal immer öfter.

Am Sonntag fand die alljährliche Waldwanderung auf dem Schellenberg statt. Über das diesjährige Thema „Borkenkäfer – Katastrophe oder Geburtshelfer?“ fanden schon gleich am Treffpunkt angeregte Diskussionen zwischen den zahlreichen Teilnehmern, unter denen sich auch mehrere Waldbesitzer befanden, und dem Förster statt. Damit befanden sich alle Anwesenden schon mitten im Thema. 

Die Veranstaltung ist wie üblich in Zusammenarbeit mit der BUND Naturschutz-Ortsgruppe organisiert worden.

Im Rahmen des von der Stadt Simbach organisierten Sommerprogramms fand die alljährlich von Förster Reichenwallner geleitete Waldwanderung auf dem Schellenberg statt
Die Fichte hält dem Klimawandel nicht Stand

Nun ging es die Marienhöhe hinauf, einen ursprünglich als Park konzipierten Laubwald am Südhang des Schellenberges. Mehrere größere Kahlschläge weiter oben im Fichtenwald und hohe Holzstapel am Wegesrand zeigten, wie stark der Borkenkäfer auch im Inntal den Wald verwandelt. „Die Fichte hat bei uns ausgedient“, so Reichenwallner. Denn was inzwischen für alle offenkundig sei, könne auch die Wandergruppe auf ihrem Weg immer wieder eindeutig feststellen.

Diese Hundedame war auch dabei und schaute zuversichtlich in die Zukunft…

Dass der Störenfried jedoch so winzig ist, darüber wunderten sich die Mitwanderer, als der Förster einen Borkenkäfer in einer Rinde zeigte: das Insekt erreicht eine Körperlänge von ca. 5 mm. Die Fichte sei in höheren und kühleren Lagen heimisch und vor über 250 Jahren bei uns eingeführt worden; dieser Nadelbaum komme offenkundig mit dem schnellen Klimawandel nicht zurecht und könne sich aufgrund der Trockenheit nicht mehr durch Harzbildung gegen das zerstörerische Insekt wehren.

Dabei sei schon im 19. Jahrhundert von Wissenschaftlern vor Fichtenmonokulturen gewarnt worden. Vor dem flächendeckenden Einsatz der Fichte wuchsen in unseren Wäldern vornehmlich Eiche und Buche, begleitet von anderen Baumarten wie beispielsweise Kirsche, Ahorn und Tanne.

So winzig ist er, der Borkenkäfer!
Neophyten auf den Brachflächen

Die derzeitigen massiven Abholzungen veränderten mit großen Kahlflächen das Gesicht des Waldes. Auch diese Flächen werden rasch wieder besiedelt. Als erstes zeigte Michael Reichenwallner auf das rosa blühende Indische Springkraut. Diese ursprünglich aus dem Himalaya stammende Pflanze sei als Bienenfutter- und Zierpflanze nach Europa importiert worden und verdränge durch ihr rasches Wachstum teilweise die heimische Vegetation.

Dann machte Reichenwallner auf besonders große Exemplare der Schwarzen Tollkirsche, auch „Belladonna“ (italienisch für „schöne Frau“) genannt, aufmerksam. Wolliger Schneeball und Brombeere gehörten auch zur Kahlflächen-Flora. So schaffe der sich explosiv ausbreitende Käfer auch neue Lebensräume für heimische Pflanzen und solche, die sich in Gebieten ansiedeln, in denen sie zuvor nicht heimisch waren (Neophyten).

Die Teilnehmer der Waldwanderung in Simbach

Da das „Käferholz“ keine technischen Mängel vorweise und es zurzeit in großen Mengen verfügbar sei, sei es sinnvoll, es vermehrt als Bauholz einzusetzen. Nun kam die Gruppe an einer Lichtung vorbei, in der Eberesche, Birken hochschießen, in deren Schatten schon erste junge Buchen sprießen: „Der Wald verjüngt sich von alleine, wenn man Zeit und Geduld mitbringt“, so der Förster. Die Anforderungen der Forstwirtschaft lassen jedoch leider keine Muße zu.

Mit Zeit und Geduld verjüngt sich der Wald selbst. Zuerst besiedeln oft Brombeeren, Sträucher und erste „Pionierbäume“ wie die Birke die Kahlflächen. In deren Schatten wachsen dann Buche, Eiche und Tanne heran.
Man ist im Blindflug

Jetzt ging es an teilweise eingezäunten Neupflanzungen vorbei. Es werde nun mit einheimischen und Fremdbaumarten experimentiert. Wie der Wald der Zukunft aussehen werde, könne derzeit trotz aller Studien und Untersuchungen und aufgrund der Schnelligkeit des Klimawandels niemand sagen. „Man ist im Blindflug“, so der Förster. Dies zeigte er auch am Beispiel einer Strobe oder Weymouth-Kiefer, die vor einigen Jahrhunderten aus Nordamerika eingeführt worden und inzwischen in unseren Graden zum Opfer einer Pilz-Krankheit geworden sei.

Nebenher wurden am Wegesrand auch Pilze wie Hexenröhrling, Birkenporling und Maronen sowie allerlei Sträucher bestimmt.

„Es gibt selten Schaden ohne Nutzen“ schloss Brigitte Schwarzbauer und freute sich, dass die Wanderung so viele interessante Gespräche ausgelöst habe: „Das war eine richtige Expertenrunde“. Jeder habe etwas mitgenommen, egal ob er den Wald selber nutze oder nur am Thema interessiert sei.  Auf die Veranstaltung im nächsten Jahr freue sie sich jetzt schon.

Beitrag über Waldwanderung zum Thema Borkenkäfer, 2019, von Nadia Baumgart
Beitrag in der PNP