Ich hatte mal wieder Lust, eine Landschaft zu malen. In meiner Gegend im Rottal erscheinen die Forman der Hügel und Felder meist sehr geometrisch. Ich hab versucht, das wiederzugeben. Während ich malte, hab ich mich gefragt, wie diese Landschaft in 100 Jahren aussehen wird. Wird es noch Wälder geben, wenn es noch trockener wird? Wird die Gegend bebauter sein, vielleicht sogar urban – oder im Gegenteil eher verwaist? Ideen, die mir beim Malen durch den Kopf gehen…
Erinnerung an den Kranichzug im Europareservat Unterer Inn. Im Herbst 2025 zogen über dem Inn-Damm Tausende Kraniche, und ihr Schatten fiel direkt auf uns. Ein Moment, der sich eingebrannt hat. Jetzt habe ich ihn gemalt – ganz nach meinem Motto: Bilder, die Geschichten erzählen.
Damals schrieb ich: „Grenzenlose Freiheit! Gestern war der Wahnsinn – etwa 2000 Kraniche flogen über unsere Köpfe hinweg und folgten dem Inn nach Westen. Ich dachte nur: So viel Schönheit in dieser verrückten Welt! Ich bin dankbar für solche Augenblicke.“
Hier auch ein paar Fotos vom Malprozess. Und ja – beim Malen lief wie immer Musik. Diesmal: der französische Rapper Jul.
F: Souvenir de la migration des grues dans la réserve européenne de l’Inn inférieur à la frontière bavaroise. En automne 2025, des milliers de grues cendrées ont survolé la digue de l’Inn, projetant leur ombre directement sur nous. Un moment inoubliable. Je l’ai peint — fidèle à ma devise : des images qui racontent des histoires.
Comme toujours, je peins en écoutant de la musique. Cette fois‑ci : le rappeur français Jul.
Die Reiterin – Acrylmalerei – The Rider – Acrylic Painting – La cavalière
Die Reiterin – Acrylmalerei
Mit Zeichnung und Ölmalerei habe ich begonnen. Nach meiner Rückkehr aus Italien 2002 lebte ich in kleinen Stadtwohnungen – für Öl war das schwierig: starke Ausdünstungen, Harze, lange Trocknungszeiten, wenig Platz. Also probierte ich Acryl aus, mochte es aber nicht: Die Farben wirkten künstlich. So landete ich beim Aquarell, das ich wegen seiner Schwierigkeit und seines Fließens liebe. Öl erschien mir wie das Klavier der Malerei, Aquarell wie die Gitarre – bescheidener, mobiler, aber nicht weniger schön.
Jetzt hatte ich wieder Lust auf kräftige Farben und habe Acryl erneut versucht. „Die Reiterin“ ist erst mein zweites Acrylbild – aber vermutlich nicht das letzte. Mein Ziel ist es, den erzählerischen Stil auch in dieser Technik beizubehalten.