Rehe bringen Glück!

Ein Rehbock steht auf einer blühenden Wiese und hält ein Blatt im Maul.
Ein kräftiger Rehbock

Welch ein Glück, so viel wilde Schönheit vor der Haustür erleben zu dürfen! Ich liebe sie, unsere eleganten Antilopen des Nordens. Heute Morgen konnte ich sie bei der Paarungs-Vorbereitung beobachten, denn es ist „Blattzeit“ (Brunftzeit bei Rehen).

Ich wundere mich, wie sie bei diesen Temperaturen so fit sein können und freue mich immer zutiefst, wenn ich sie sehe.

Zwei Rehe stehen in einer blühenden Wiese mit lila Blumen.
Paarungszeit bei Rehen ist im Juli-August
Ein Reh steht auf einem Hügel im Gegenlicht, umgeben von einem weiten, leeren Hintergrund.
Welch eine Schönheit! Ich liebe Rehe!

Kleine wilde Welt – Mon petit monde sauvage

Rehe im Rottal
Aufmerksam und elegant – Ein Reh im Herbst / Quel beau chevreuil!

FR: Nous avons fait de belles rencontres aujourd’hui: chevreuils, faucon crécerelle et aigrette

Es ist immer eine große Freude, einen Blick auf Rehe zu erhaschen. Dieses schöne Tier äste heute auf einer Wiese bei Bad Birnbach. Jetzt im Herbst sieht man sie wieder öfter.

Auf den Rottaler Hügeln, aber auch auf den Feldern halten sich im Winter größere Trupps Rehe auf. Jeden Winter sehen wir sie an ähnlichen Stellen und es kommt die Frage auf: Sind das denn immer dieselben?

Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir dieselben Individuen oder deren Nachkommen an ähnlichen Standorten über viele Jahre hinwegsehen, weil die Aufenthaltsgebiete von Rehen meist jahrelang gleichbleiben. Über den Winter bildet das Rehwild soziale Verbände, sogenannte „Sprünge“, von bis zu zwanzig Tieren an ähnlichen Stellen im Gelände. Bis in den März hinein sind diese Gruppen auf Hügeln und Feldern zu sehen.

Kleine Siesta im Grünen
Turmfalke
Silberreiher

Wald und Wild – Ein Plädoyer für die Rehe

Rehe im Rottal

Die Rehe bilden jetzt sogenannte „Sprünge“: Sie leben im Winter in Gruppen. Ich freue mich immer, wenn ich sie sehe. Leider haben Verantwortliche der Forstwirtschaft entschieden, dass mehr Rehe geschossen werden sollen, weil diese anscheinend durch Verbiss dem Wald schaden. Diese Strategie nennt man „Wald vor Wild“. Ich bin eher für die Variante „Wald UND Wild“.

In der PNP wurde am 23.12.2021 ein Leserbrief veröffentlicht, dessen Inhalt mir gefällt. Ich zitiere: Die Förster waren es, „die uns die Fichte als den Geldbaum des Jahrhunderts angepriesen und ohne Überlegung dir Fichte in den letzten Jahrzehnten auch in noch so ungeeignete Standorte gesetzt hatten. Durch diese Monokulturen sind ja die unstabilen Wälder entstanden, weil man der Buche und der Eiche keine Achtung mehr schenkte. Aber die eignen Fehler kann man ja verdecken, wenn man das Reh als Schädling des Waldes verteufelt.“

Der Leserbriefschreiber plädiert dafür, dass Jäger und Förster zusammenarbeiten. Außerdem empfiehlt er, natürliche Verbiss-Schutz-Produkte mit Schafsfett und vergällenden Geruchs und Geschmacksstoffen zu benutzen.

Ich finde, wir sollten unsere heimischen Wildtiere schützen. Schade, dass ich immer wieder lesen muss, dieser Wunsch sei „naiv“ und Menschen, die Rehe in ihrer Umgebung sehen wollen „Bambi-Liebhaber“. Wer sich für Greifvögel einsetzt ist schließlich auch kein „Geierwally“-Liebhaber…

#rehwild #wildtiere #rehe

Die Rehe bilden im Winter Sprünge – Sie sollten nicht als „Schädlinge“ verteufelt werden