Wald UND Wild

Ein Plädoyer für mehr Rehe in unseren Landschaften
Chevreuils en Bavière // Heute gesehen: Rehe in Niederbayern – Hoffentlich fallen sie nicht den Drückerjagden zum Opfer

Schön wie Antilopen sind sie, unsere Rehe. Es ist so wunderbar, sie zu erleben. Ich liebe sie!

Übrigens…Ich bin ganz und gar gegen die extremistische Strategie „Wald vor Wild“, die unseren heimischen Wildtieren die Schuld für mangelnde Waldverjüngung gibt. Rehe würden zu viele Bäumchen verbeißen und müssten somit mit Drückjagden aus unseren Wäldern verdrängt werden. Dabei brauchen wir einfach nur mehr artgerechten Lebensraum, um Wald und Wild zu erhalten.

Dann brauchen wir den Wald nicht vor Wildtieren zu „schützen“. Schon dieser Gedanke erscheint mir absurd. Ich denke, er dient hauptsächlich der Holzindustrie. Es möge sie noch lange bei uns geben, diese wunderschönen Rehe!

Ich liebe Rehe!
Rehe sollen nicht der Politik Wald vor Wild geopfert werden
Welch eine Anmut und Eleganz. Frohe Weihnachten, schönes Reh!

Wald im Wandel

//Our forests are partly destroyed by wood parasites (bark beetles).

Gestern war ich im angrenzenden Wald. Auf der Wanderung konnte ich wieder feststellen, welche Ausmaße die Kahlflächen bekommen haben. Ein beklemmendes Gefühl…

Der Wald hat aber viele Gesichter bekommen: Hier und da wachsen schon die neuen Bäume gut in die Höhe, ein Meer von frischem Grün.

Auf anderen Flächen denkt man: „Wald oder Wüste?“. Es bietet sich ein trauriges Bild: Baumstümpfe, abgerissene Äste, vom Laster gefallene Hackschnitzel-Haufen. Dafür hat man ganz neue Sichten und Panoramen und ungewohnte Blicke auf Nachbarorte.

„Käferholz“

Immer wieder nimmt man auch den Verbiss an jungen Tannen und Pflanzen wahr. Deswegen werden bestimmte Flächen inzwischen eingezäunt. An bestimmten Stellen kommen die „Schwammerl“ wieder hoch, an anderen fehlen sie. Wie es weiter geht mit unseren Wäldern, kann wohl niemand mit Sicherheit sagen.

In der Lugenz im Rottal 2020

Der BUND Naturschutz sagt dazu:

„Die Gründe für diese Entwicklung liegen in der Massenvermehrung des Borkenkäfers, der sich aufgrund der Trockenheit der letzten Jahre in den Fichtenbeständen ungehemmt entwickeln konnte.

Der Natur fehlten in den Jahren 2018 und 2019 bis zu einem Drittel der Niederschläge, die in früheren Jahren üblich waren. Jetzt ist es an der Zeit, den Grundstein für den Aufbau trockenheitsresistenter, zukunftsfähiger, laubholzreicher Wälder zu legen.“