Im Bayerischen Wald/ Bavarian Forest

Im Bayerischen Wald/ In the Bavarian Forest

Early autumn in the Bavarian Forest National Park

Gestern waren wir im Nationalpark Bayerischer Wald wandern. Denn es wird bald kalt werden und wir wollten noch die Wärme eines schönen Frühherbst-Tages im Wald erleben. Wir waren im Lusen-gebiet und es war wieder einmal zauberhaft. Das bekannte Motto des Nationalparks „Natur Natur sein lassen“ – ohne menschliche Eingriffe in den Kernzonen – hat bewirkt, dass der Wald gesünder und schöner ist als dort, wo er „gepflegt“ wird.

Im Oktoberlicht leuchteten insbesondere die Ahorne und das Heidelbeer-Gestrüpp.

Unsere Eindrücke habe ich im Video festgehalten.

Ein „Urwald“ entsteht
Das Kreuz als Erinnerung an die Wallfahrten nach Heiligenberg
Frühherbst im Bayerischen Wald / Early autumn in the Bavarian Forest

Braucht der Wald uns?

In the Bavarian Forest. A juvenile forest is growing naturally where storms and bark beetles destroyed thousands of trees decades ago.

Heute waren wir mal wieder auf dem Dreisesselberg im Bayerischen Wald. Es ist faszinierend zu sehen, wie schnell der junge Wald ganz von alleine wächst, obwohl sowohl auf eine Bekämpfung des Borkenkäfers nach dem massiven Absterben der Fichten als auch auf ein Ausräumen von Sturmholz verzichtet wurde. Das Experiment scheint gelungen zu sein: Natürliche Wald-Verjüngung ohne Aufforstung scheint möglich zu sein, wenn man der Natur Zeit lässt.

Interessant finde ich auch, dass viele Eschen hochkommen, obwohl man die Esche schon totgesagt hatte und vom „Eschensterben“ sprach. Wo man der Natur Raum lässt, scheint sie sich regenerieren zu können.

Der Wald regeneriert sich auch ohne Zutun des Menschen…

Blühende Sommerwiese im Wind

// Sommerwiese im Bayerischen Wald

// Pré fleuri dans la Forêt de Bavière

// Flowering meadows in the Bavarian Forest

Im Juni blühen die Magerwiesen bei Arnbruck wunderschön. Bevor sie gemäht werden, möchte ich sie hier zeigen. Es sind viele blühende Arten zu sehen: Margeriten, Kuckucks-Lichtnelken, Habichtskraut, Wiesen-Pippau, Glockenblumen, Schlangen-Knöterich, Hahnenfuß….Einfach wunderschön und entspannend!

–> Eine richtige Blumenwiese kann nur entstehen, wenn sie selten gemäht wird, also nur ein- bis zweimal im Jahr und das Schnittgut dann entfernt wird. Sie ist nicht nur schön, sondern bietet der heimischen Tierwelt Lebensorte und Nahrung. Bei der Aussaat von Samen sollte darauf geachtet werden, dass diese heimisch sind: Viele Insekten und insbesondere Schmetterling, Hummeln, Bienen, sind auf bestimmte Blüten spezialisiert.

// Prés en juin avec marguerites, lychnis, épervière piloselle, campanules, boutons d’or…C´est tout simplement merveilleux !

Bunter Sommer

Reh im Bayerischen Wald – Hier ist der Sommer, wie er sein sollte: nicht grün, sondern bunt! Erster Urlaub nach dem zweiten Lockdown…

Blooming summer in the Bavarian Forest – Dans la Forêt Bavaroise – premières vacances depuis une éternité 🙂

Wildwasser im Bayerischen Wald

Heute waren wir mal wieder im Bayerischen Wald und haben einen wirklich traumhaften Spaziergang am Bach!

A wonderful walk in the Bavarian Forest – Une promenade merveilleuse dans la forêt de Bavière

Entspannender Naturfilm

Schneewald

Wald im Schnee Dreisessel Winter
Im Bayerischen Wald – Aquarell

Bavarian Forest – Da wir in dieser Zeit nicht in den Bayerischen Wald reisen sollen, habe ich mich von den vielen wunderschönen Fotos von Waidlern inspirieren lassen. Ich hoffe, der Zauber des Waldes im Schnee kommt trotzdem rüber…

#bayerischerwald #aquarelle #watercolor #watercolour

Winterwald

In the Bavarian Forest – Watercolour

Im Bayerischen Wald – #Aquarelle #Niederbayern

https://per5pektivenwechsel.wordpress.com/2019/12/23/winterwald-art-blog-nadia-baumgart/

Herbstwald

Auf dem Weg zu einer alten Kapelle

Autumn in the Bavarian Forest

Nun sind wir zurück und ich möchte noch die Eindrücke der letzten Tage im Bayerischen Wald schildern. Meine Seele ist ausgefüllt von der gelben Farbexplosion von Buchen und Eschen zwischen schwarzdunklen Fichten, an deren Astspitzen die Nadeln im Licht tanzen.

Ein Waldbesitzer in seinem Forst

Alte Holzhäuser

Auf der letzten Radtour habe ich mich mit einer Hausbesitzerin unterhalten. Sie arbeitete gerade im Garten vor ihrem Haus aus massivem Holz, das mit dekorativen Schindeln geschmückt ist. Es soll abgerissen werden, dieses alte Haus. Es entspräche nicht mehr dem Geschmack der inzwischen erwachsenen Kinder. „Aber vielleicht gefällt es in einigen Jahrzehnten den Enkeln?“, gebe ich zu Bedenken. Sie zuckt mit den Schultern. Das neue Haus steht schon gegenüber. Nur einziehen kann sie noch nicht. „Es ist so fremd“. Wenn die alte Heizung den Geist aufgibt, spätestens dann wird umgezogen. Schade, denke ich.

Später im Wald begegnen wir einem Waldarbeiter. Soeben hat er eine riesige Lärche gefällt, die mit dumpfen Ton auf den Waldboden aufschlägt, als wir an einer Bank rasten wollen. So kommen wir ins Gespräch. In der lichtdurchtränkten, duftenden und atmenden Ruhe des Waldes unterhalten wir uns über Forstwirtschaft, Klimawandel und Borkenkäfer. Ich darf ein Bild von ihm machen. Er steht in dem Wald, den sein Großvater vor über 60 Jahren gepflanzt hat. Man spürt, dass er seinen Wald liebt. Die Lärche braucht er, um sein Haus neu zu vertäfeln. Schön, denke ich. Denn so wird das Holz sinnvoll eingesetzt und bleibt in der Region. Als wir losfahren, schaue ich noch einmal zurück und frage mich, wie dieser Wald in 10 Jahren aussehen wird.

Immer wieder hört man das beruhigende Rauschen eines Baches

Ruhe, Farben und Licht

Nun  geht es über Hügel durch Täler und Wiesen und wieder hinauf in den dichten Wald mit seinen riesigen Bäumen, Quellen, Moosen, Farnen und Farben. Am Morgen der Abfahrt grüßt ein Rotschwanz, während sich der Nebel über das Tal hebt. Es waren einfach wundervolle Tage!

Nebel zum Abschied
Blick auf den Herbstwald
Ein kleiner Rotschwanz in der Herbstsonne

Zum Thema Herbstwald hier noch ein Gedicht von Berndt Baumgart, der es während unserer Radltour erdacht hat:

Waldgedanken

Oktobersonne am Waldessaum.
Heiß ist es, man glaubt es kaum.

Hat das Klima sich erhitzt?
Fragen manche ganz gewitzt.

Nein, es war schon immer so.
Klimawandel? Ach, i wo!

Wer hat Recht, wir werden sehn –
doch heute ist die Welt sehr schön!

Späte Pilze stehen stumm
in dem feuchten Moos herum.

Äschen in dem Kraftwerksgraben,
die sich an Herbstes Fliegen laben.

Lieber Gott, lass diese Sonne
auf uns scheinen noch ein Weilchen,
dann ist das Leben eine Wonne.
Vom Ganzen sind wir nur ein Teilchen

#bayerischerwald #wald #natur