Musik / Musique!

Zeichnungen von Musikern des Bairischen Kammersounds Eberwein
Sketche im Konzertsaal – Bairischer Kammersound
Tuschezeichnung Sepia

Musicians / Musiciens / Musiker

Dass wir gestern Abend zu einem Konzert mit dem Titel „Bairischer Kammersound“ gehen würden, das wussten wir. Dass die fünf Musiker um die Harfenistin Marlene Eberwein uns einen solch zauberhaften Abend schenken würden, das wussten wir allerdings nicht. Natürlich konnte ich wieder nicht stillsitzen und musste dabei zeichnen.

Zur Musik: Sie wird als „Neue Heimatmusik“ zwischen Tradition und Moderne eingeordnet. Ich würde hinzufügen: Sie ist von großer Gelassenheit, hat hier und da jazzige oder rockige Anklänge, nähert sich aber auch immer wieder der Klezmer-Musik; Die Texte auf Bayerisch sind poetisch bis witzig. Und als es zu Ende war, erwarteten uns draußen am tiefschwarzen Himmel funkelnde Sterne.

Gitarrist des Ensemble Bairischer Kammersound

Musik zeichnen

Tuschezeichnung Volksmusik im Rottal, Niederbayern
Sketch – Rasche Tuschezeichnung – Illustration

Eine meiner Lieblings-Volksmusikgruppen hat heute in Bad Birnbach gespielt: Die Reichertshamer Musikanten . Warum ich die so mag? Nun, weil sie beweisen, dass Volksmusik gar nichts Altbackenes hat: Es sind junge Musiker, die mit Herzblut alte Melodien und Lieder aus Niederbayern spielen und Traditionen wieder aufleben lassen. Das musste ich natürlich mit Tusche und Feder einfangen.

Un groupe de musique bavaroise dans notre village

Sketching a group of Bavarian folk musicians

#volksmusik #niederbayern

Lebendige Volksmusik
Maxi Ortner mit den Reichertshamer Musikanten

Zeichnen und Musik / Drawing and Music

Drawing and music - Ink drawing from artist Nadia Baumgart: The musician
Sketch – Tuschezeichnung – Dessin à l´encre

Drawing and Music

Zeichnen und Musik – Das passt einfach zusammen. Musik spielen, Musik hören, zeichnen, all das macht einfach glücklich!

Zum anderthalbjährigen Jubiläum des Rathauscafes spielte Maxi Ortner von den Reichertshamer Musikanten mit viel Charme und Können wunderbare Melodien. Berndt durfte  mit viel Freude begleiten und mitspielen. Ich habe das Geschehen zeichnerisch begleitet und so hatten wir einen wunderschönen und beschwingten Sonntag trotz kühlem Wetter.

Immer mehr bin ich der Überzeugung, dass Kunst, Malerei, Aquarelle und auch Musik oder andere Kunstformen außerhalb von Museen und Veranstaltungsräumen gezeigt werden sollte. Nämlich dort, wo die Menschen sind: Auf der Straße, in Cafés, in Läden. Kunst macht glücklich und gehört meiner Meinung einfach raus.

Maxi Ortner mit der Steirischen
Maxi Ortner mit seiner Steirischen
Künstlerin Nadia Baumgart beim zeichnen im Café
Zeichnen und Musik passen einfach toll zusammen
Berndt Baumgart mit seinem Akkordeon spielt mit
Berndt spielt mit
Niederbayerische Volksmusik mit Maxi Ortner im Rathauscafé in Bad Birnbach - Tuschezeichnung
Maxi Ortner „in action“ im Rathauscafé in Bad Birnbach – Tuschezeichnung
Lebendige Volksmusik im Rathauscafé

Kitsch und Natur in Bayern

1-Alpen_Foto_Nadia_Baumgart

About kitsch, stereotypes and the beauty of nature in the Bavarian Alps

2_Ramsau_bei_Berchtesgaden_Nadia_Baumgart

Kaum geht man ein paar Schritte in den Nationalpark hinein, schon ist man von der Natur überwältigt. Farbenspiele in der Oktobersonne, Lichtstreifen, die sich durch die Wälder winden und an den kargen Bergen lecken, eine tiefe, weite Ruhe auf den Almen.

Aber in Ramsau selbst begegnet einem eine andere Welt. Im Brotzeitstüberl läuft „Radio Volksmusik“. „Prost der Gemütlichkeit“, „Südtirol, du bist so schön“, ein ausgestopfter Dachs mit Filzhut winkt unter einem riesigen Strauß Plastiksonnenblumen, ein Fasan klebt zwischen Plastikginko, ein großes Murmeltier thront neben einem Töpfchen mit Chili.

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Man fragt sich, ob man auf Mallorca sei oder in Peking auf dem Paulaner-Oktoberfest oder in einem amerikanischen Disneypark, wo Frauen im Dirndl Bier einschenken und zu Blasmusik tanzen.

Seltsam, dabei ist man im echten Bayern, in den wirklichen Alpen. Überragt das Klischee die Realität? Oder wirken die weltweit bekannten Bayern-Bilder aus Disney World so überzeugend, dass sie in Bayern übernommen werden müssen?

Im Infohaus des Nationalparks können Kinder an Gummizitzen üben, wie man eine Kuh mit den Händen melkt. Aber welcher Landwirt macht das noch? Die Zucht von Kühen wird inzwischen von „Bayern Genetik“ bestimmt…

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In einer Welt, in der auch das Bild von Bayern wohl auch für die Bayern bröckelt, wie die Landtagswahlen jetzt gezeigt haben, muss man wohl die Bilder alter Zeiten heraufbeschwören, damit zumindest die Urlauber an das glauben, was nicht mehr ist.

Hier sprechen die Kellnerinnen im Dirndl recht gut Deutsch, aber auch Slowakisch. Toll, so können wir unsere spärlichen Tschechisch-Kenntnisse üben, denn Slowaken und Tschechen sprechen eine ähnliche Sprache. Wieso wir tschechisch sprechen, werden wir gefragt. Wir müssen lachen und hören wieder die Frage, die uns auch die Bayern stellen: „Wozu Tschechisch lernen, wir sprechen doch auch Deutsch?…“

Aus Interesse an Eurer Sprache und Kultur, sagen wir mit den Augen. Denn ausgesprochen versteht das anscheinend niemand.

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Abends im Gasthaus leuchten die Augen der blonden Dirndlträgerin, als wir „Dekuju“ („Danke“) sagen. „Ach, Sie sind das, die Tschechisch sprechen?“, fragt sie begeistert. Die Kollegin von nebenan hätte es ihr gesagt. Wie es ihr denn hier so ginge, fragen wir. Sie macht den Mund auf und wieder zu. Lächelt. Nur ihre Augen sprechen…

Wie dem auch sei, mit etwas Humor übersteht man auch die Musik und die Natur im Nationalpark ist unübertrefflich schön. Also, Vítejte v Ramsau bei Berchtesgaden!