Frühjahrsanfang im Rottal

Kiebitze an der Rott // Lapwings in Lower Bavaria

Endlich wieder Sonne und Wärme nach dem Kälteeinbruch! Finalement le printemps arrive! Beginning of spring in Bavaria

Endlich Sonne!!

Kiebitze und Lachmöwen // Lapwings and gulls

Kiebitz (vanellus vanellus) in Rottal-Inn
Die Kiebitze bilden nun Paare und stecken ihre Reviere ab – Hier ein „Rottaler Kiebitz“

Kiebitze und Lachmöwen // Lapwings and black-headed gulls // Vanneaux huppés et mouettes rieuses

Heute ging es sehr lebhaft zu in der Vogelwelt. Wer nistet mit wem und wo scheint die zu klärende Frage zu sein. Eine Graugans hat sich jedenfalls entschieden, unter Lachmöwen zu brüten. Warum auch nicht? Die Kiebitze am Postmünsterer See balzen, scheinen aber auch noch nicht genau zu wissen, wie sie die Sache in diesem Frühling angehen. Mit den Möwen ging es erst ganz friedlich zu – aber nicht lange. Als sich eine Krähe zu ihnen gesellte, wurde es ihnen zu viel. Jedenfalls ist gerade viel los! Und die Störche waren auch unterwegs 😊

Storchenpaar in Bad Birnbach
Das Storchenpaar in Bad Birnbach
Nos cigognes se baladent – Die Birnbacher Störche gehen gerne spazieren

Oster-Schokolade für die Rottaler Vogelwelt!

Seltene Brutvögel im Rottal - Aquarelle von Nadia Baumgart zieren die Oster-Schokolade der Süßen Manufaktur in #Pfarrkirchen
Nadia Baumgart und Klaus Friederich mit der besonderen Oster-Schokolade mit Bildern heimischer Brutvögel

Ganz besondere Oster-Schokolade für die Rottaler Vogelwelt!

// Illustration with native bird species for chocolate!

Überall finden wir Ostermotive mit Küken und Eiern. In unserer schönen Natur gibt es jedoch nicht nur Eier von Legehennen, sondern auch von seltenen und gefährdeten Vögeln, die in unserem Landkreis brüten. Deswegen gibt es jetzt ganz besondere Motive für Schokolade der Süßen Manufaktur!

Osterschokolade mit Motiven von gefährdeten Vögeln
Die Oster-Schokolade mit Motiven von heimischen Vögeln in der Süßen Manufaktur in Pfarrkirchen!

Die „Süße Manufaktur“ in Pfarrkirchen ist bei Kennern berühmt. Dort zaubert der Konditormeister Klaus Friederich exquisite Schokoladen, Kuchen, Eis und viele Backwaren. Ich liebe unsere heimische Vogelwelt und male Aquarelle. Da lag es nah, eine gemeinsame Aktion zu starten. Denn Ostern steht vor der Tür!

Noch brüten Kiebitze im Rottal
Kiebitze sind Bodenbrüter – Weil sie wenig Moore und Feuchtwiesen finden, brüten sie im Rottal hauptsächlich auf Äckern.
Schokolade mit Motiven von gefährdeten Vögeln im Rottal - Pirole
Pirole kommen im Mai aus Afrika in unsere Auwälder

Um den Bekanntheitsgrad der Vögel zu steigern, zieren nun 5 Vogel-Aquarelle die handgefertigten Schokoladen-Tafeln. Zu den gefährdeten Arten, die bei uns brüten gehören Kiebitze, Schwarzstörche, Pirole und Flussseeschwalben. Diese Arten und auch den Weißstorch habe ich kostenlos für unsere gemeinsame Aktion „OSTERN FÜR DIE ROTTALER VOGELWELT“ gemalt.

Außerdem gibt es noch zwei Motive mit der Rottaler „Hasen-Hochzeit“, die ich vor kurzem beobachten konnte. Hier zeige ich schon einmal alle Motive und freue mich, wenn sie gut ankommen. 😊

WO? Die Tafeln mit 70 Gramm ungefüllter Schokolade in verschiedenen Geschmacksrichtungen findet Ihr in der Süßen Manufaktur in Pfarrkirchen ab heute. Man kann die Tafeln auch bestellen und sich zusenden lassen: Einfach schreiben an info(at)sweetfactory.de

Flussseeschwalbe im Rottal - Vereinzelt brüten sie an der Rott
Flussseeschwalben brüten vereinzelt an der Rott. Etwas mehr auf dem Flussseeschwalbenfloß auf dem Rottauensee
Schwarzstörche im Rottal
In Rottal-Inn brüten wahrscheinlich drei Schwarzstorch-Paare tief im Wald. Sie sind sehr scheu und brauchen Ruhe.
Weißstörche leben gerne in Ortschaften (ganz anders als die scheuen Schwarzstörche) – In Bad Birnbach überwintert ein Weißstorchpaar schon zum zweiten Mal. Seit einigen Jahren wird erfolgreich auf dem ehemaligen Brauereikamin gebrütet.
Wie schön! Auch „da Nachbar“ hat über die „Vogelschokolade“ berichtet!

Beauté de la nature / Schönheit der Natur

Storchennest in Bad Birnbach
Stork in our town in Lower Bavaria/ Cigogne dans notre village Bavarois / Weißstorch in Bad Birnbach

33 Tage – so lange brüten Störche. Ob die Birnbacher Störche schon angefangen haben? Das wäre schon sehr früh, wahrscheinlich üben sie einfach etwas. Auch das Nest wird noch mit Hingabe ausgebessert. Ansonsten steht man herum, gähnt und macht sich schön…

Nos cigognes semblent déjà avoir envie de fonder une famille.

Kiebitz in Bad Birnbach 2021 - Foto von Künstlerin Nadia Baumgart
Lapwing / Vanneau huppé / Kiebitz in Bad Birnbach

Kiebitze im Rottal – Das Foto zeigt ein Männchen. Das sieht man daran, dass die Federholle länger und insbesondere sein Brustband einheitlich dunkel gefärbt ist. Bei den Weibchen ist oft etwas Weiß vorne im Brustband eingesprenkelt. Zurzeit besetzen die Kiebitze ihre Reviere.

Vanneaux huppés dans notre village. La photo montre un vanneau mâle qu´on reconnait à son collier uniformément noir et à sa huppe un peu plus longue.

Kiebitz-Weibchen - Nadia Baumgart
Kiebitz-Weibchen – Vanneau huppé femelle
Die waren heute auch unterwegs
Rottaler Landschaften
Im Rottal unterwegs – Hier bei St. Wolfgang.

Kiebitze am Himmel

Our lapwings are back

Lapwings in Lower Bavaria // Nos vanneaux huppés sont de retour.

Kiebitze im Rottal

Einige Kiebitze sind schon vor Wochen zurückgekehrt und haben Paare gebildet. Andere schwärmen jetzt noch zurück und wollen möglichst schnell in ihre Brutgebiete, um dort ihre Reviere zu belegen.

Sie fliegen zusammen mit Staren und einigen anderen Vogelarten und kommen zum Brüten meist an ihren eigenen Geburtsort zurück.

#lapwings #kiebitze #natur #rottal-inn

Kiebitz - Vanellus vanellus
Viel Erfolg, kleiner Kiebitz!

Natur im Rottal -Kiebitze und Störche

Kiebitz in Bad Birnbach

News von den „wilden Birnbachern“: Die Störche widmen sich der Schönheitspflege. Und der Birnbacher Kiebitz saß heute mutterseelenallein da. Da kam ein Star und hat ihn getröstet 😊 Hoffentlich kommt die Partnerin bald zurück! Was die Störche betrifft: Im letzten Jahr konnte man erstmals am 9. Mai die Kleinen sehen. Hier die damaligen Bilder:https://nadiapittura.com/2020/05/09/storchenbabys-2020/

// News from our lapwings and storks // Nouveautés de nos vanneaux huppés et de nos cigognes.

Die Kiebitze sind wieder da!

Our lapwings are back // Nos vanneaux huppés sont de retour! Yuppie, die Kiebitze sind da!

Ein einzelner Kiebitz ist uns heute im Rottal begegnet. Es ist der Erste seiner Art, den wir in diesem Jahr zu Gesicht bekommen haben. Im letzten Jahr hatten wir die ersten Pärchen am 23. Februar gesehen. Wir hoffen sehr, dass diese wunderschönen Vögel wieder erfolgreich in unserem Landkreis brüten können.

#rottalinn #vogelbeobachtung #kiebitz #lapwing

Der erste Kiebitz des Jahres im Rottal

Kiebitze an der Rott

Kiebitz (Vanellus vanellus)
Kiebitze haben einen metallischen Glanz in der Sonne

I love lapwings!/ J´adore les vanneaux huppés. //

Kiebitze an der Rott. Sind sie nicht wunderschön? Sie sind nicht nur elegant, sondern besitzen auch viel Lebenserfahrung: Der älteste Kiebitz wurde nach Ringfunden 18 Jahre alt.

Ein großes Dankeschön an LPV und LBV Rottal-Inn, die sich bemühen, die Brut zu schützen. Denn In der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands von 2015 wird die Art in der Kategorie 2 als stark gefährdet geführt.

Sie trippeln immer hin und her

#kiebitz #lapwing #rottalinn

Die Kiebitze sind da!

Kiebitze im Rottal
Ein Kiebitzmännchen in Bad Birnbach im Februar 2020

The lapwings are back/ Die Kiebitze sind schon zurück im Rottal!  Sie kommen in Schwärmen aus ihren Überwinterungsgebieten zurück ins Brutgebiet. Im letzten Jahr hatten einige Paare hier erfolgreich gebrütet. Als Bodenbrüter sind sie jedoch besonders gefährdet. Deswegen kann man ihnen nur viel Glück wünschen. Ehrenamtliche des LBV Rottal-Inn bemühen sich, die Nester zu schützen. Hoffentlich sehen wir auch in diesem Jahr wieder die kleinen Nestflüchter über die Felder flitzen.

Dazu habe ich auch einen kleinen Film gedreht:

#kiebitze #vogelbeobachtung #Rottal #rottalinn

Natur und Glauben

Nature and Faith – more in English below

Gestern mit dem Radl im Kollbachtal gewesen. Was für ein wunderbarer Tag! Die Highlights verrate ich gleich: den Eisvogel und ganz viele Kiebitze!

Ein besonderes Tal

Eisvogel
Ein Eisvogel im Kollbachtal – Kingfisher in Lower Bavaria

Aber eins nach dem anderen. Seit 3 Jahren schon erkunden wir unseren weitläufigen Landkreis und haben immer noch viele Gegenden nicht gesehen. Ins Kollbachtal wollte ich eigentlich schon immer. Gerade weil ich Widersprüchliches über diese Region hörte, wollte ich mir einmal selber ein Bild machen. Es sei so schön, hieß es. Andererseits gelangte die Kollbach 2015 zu trauriger Berühmtheit: dort flossen Unmengen an Gülle aufgrund eines Unfalls in einer Biogasanlage in ein bisher gesundes Gewässer, in dem es noch Muscheln, Edelkrebse und die seltene Mühlkoppe gab. Tonnen von toten Fischen wurden damals geborgen. Diese Umweltkatastrophe wird wohl die Artenvielfalt im Bach auf Dauer beeinträchtigen.

Die mäandernde Kollbach

Jedenfalls haben wir uns gestern entschieden, von Malgersdorf aus über Arnstorf nach Mariakirchen den Kollbachradweg entlang zu radeln. Gleich zu Anfang war ich regelrecht begeistert: endlich mal ein Radweg mit langen nicht asphaltierten Abschnitten. Strecken am Wald entlang, dann wieder am Wasser. Durch stille Dörfer. Nur die kurzen Strecken auf der Staatstraße waren für uns Radfahrer unangenehm bis gefährlich. Ansonsten weite, ruhige Landschaften, am Horizont immer ein Kirchturm, Wiesen, Vögel. Plötzlich auch ein Eisvogel, der uns wohl nicht erspäht hatte und in flinken Sturzflügen versuchte, Fische zu fangen.

Kiebitze vor einem Landschaftsgemälde. Welch eine Kulisse!

Beim Radeln beten

Was das mit dem Glauben zu tun hat? Nun, während der ganzen Fahrt betete ich. Berndt ging es wohl ebenso. Denn wir wussten: Ein Mensch, den wir beide lieben, wird gerade einer schweren Operation unterzogen. Spontan hielten wir an der Pfarrkirche „Mariae Himmelfahrt“ von Arnstorf, sie ist bekannt als der „Dom des Kollbachtales“. In der Stille beteten wir. Ich stellte mir hundert Engel vor, die die Kranke während der OP bewachten.

Der „Dom des Kollbachtals“

Natur als Kirche

Auf der letzten Strecke machten wir immer wieder halt, um zu reden. Über das Leben. Über den Tod. Über das seltsame Gefühl, das einen beschleicht, wenn man durch die schönste Natur geht, den Duft des Waldes aufsaugt, die Sonnenstrahlen auf der Haut spürt und dabei denkt, dass man sterben wird. Dass andere sterben werden und wir auch. Alle. Auch der Greifvogel, der da oben seine Runden dreht. Auch ich. Wir sprachen von den Ähnlichkeiten zwischen den drei monotheistischen Religionen und vom Begriff der Sünde. Was ist das überhaupt, Sünde? Was ist Schuld? Ich erinnere mich an einen Satz, den man mir einmal sagte: „Sünde, das ist eine Bewegung, die uns von Gott entfernt.“ Eine Bewegung, die wir aus freiem Willen gehen. Weggehen von Gott. Wegschauen. Ist es das? Immer wieder habe ich mich gefragt: Was heißt das denn, sich von Gott entfernen?

Hoffnung strahlt

Leid und Jubel

Inzwischen glaube ich, diese Entfernung könnte man mit „Hoffnungslosigkeit“ übersetzen. In unseren Religionen gibt es ja zwei Seiten. Einerseits spricht man vom Leid, von Schuld und von der irdischen Welt als Tal der Tränen. Andererseits gibt es den anderen Aspekt vom Jubel, dem Lob, dem Jauchzen, der überschwänglichen Freude Gott gegenüber. Von der Dankbarkeit, an seiner Schöpfung teilhaben zu dürfen. Manchmal denke ich mir, dass diese Seite zu selten zum Ausdruck kommt.

Wir dürfen hoffen und glücklich sein. Wir dürfen auf die Schönheit der Natur zeigen und sagen: schaut, all dies ist uns gegeben worden. Und uns zusammen an ihr erfreuen. Ist das nicht kindisch? frage ich mich innerlich leise. Aber eine Stimme in mir sagt mir: das ist nicht kindisch. Das ist mutig!

Unsere Schwester Mutter Erde

Ich denke an den Sonnengesang von Franz von Assisi: „Gelobt seist du, mein Herr, für unsere Schwester Mutter Erde, die uns erhält und lenkt und vielfältige Früchte hervorbringt, mit bunten Blumen und Kräutern.“

Kiebitze als Schauspieler

Wir fahren weiter, ganz voller Gedanken. Bewundern das Schloss in Mariakirchen. Denken an den lieben Menschen, der gerade im OP-Saal liegt. Auf dem Rückweg begegnen wir ganz vielen Kiebitzen. Welch eine Freude! Bevor sie im Herbst ziehen, sammeln sie sich auf abgeernteten Feldern. Das Witzige hier: sie sammelten sich ausgerechnet vor einem Hof mit bemalter Fassade. Das Wandgemälde zeigt eine bayerische Landschaft mit Kühen. Wie Statisten vor einer Theaterkulisse erschienen sie mir. Leider gab gerade dann meine Kamera den Geist auf, sodass ich sie nicht richtig heranzoomen konnte.

OP gut überstanden

Kaum zu Hause kommt die Nachricht: „OP gut überstanden!“. In der Nacht chatte ich noch mit der frisch Operierten und denke mir: Hoffnung ist wie ein Gebet. Es ist etwas Wunderschönes, Kraftspendendes. Und zuletzt nur noch das eine Wort im Kopf, in der Seele: Danke!

Nature and Faith

Yesterday we went for a bike tour in a wide valley in our surroundings in Lower Bavaria. We were very concerned about the health of a dear person that we both love and that had to undergo a serious operation on that day. We cycled and prayed at the same time.

It was touching to pray in the nature and to reflect about life, death and hope looking at the beauty of flora and fauna. We saw a kingfisher and lapwings. Back home, very good news:  the surgery was successful! What a great joy.