In Landshut waren wir schon öfters. Diesmal wollten wir die schöne und lebendige Altstadt aber etwas genauer kennenlernen und haben eine interessante Führung mitgemacht.
Im Prunksaal des Rathauses konnten wir die Fresken (1880 gemalt), die die Landshuter Hochzeit beschreiben, bewundern. Als frühere Wittelsbacher‑Residenz erlebte die Stadt ihre Blütezeit im 14. und 15. Jahrhundert.
Der Prunksaal im Rathaus Landshut mit den Fresken – gemalt in den Jahren 1880 und 1882
Das Foto unten zeigt mein Lieblingshaus, Altstadt 77, es erinnert mich an die streng gegliederten und rosa angemalten Fassaden der französischen und italienischen Riviera. Es ist eine sogenannte „Schaufassade“ aus 1880, der eigentliche Kern des Hauses ist aus dem 17. oder 19. Jahrhundert.
Mediterran wie an der Riviera – 30 Grad und Riviera-Rosa
Eine ideale Stadt in Zeiten des Klimawandels: die Isar fließt durch die Stadt, Der Wind geht durch die Altstadt und am Fluss gibt es viele Bäume. Die leiden aber selber sehr unter der Hitze. Wir möchten mehr Bäume in unseren Städten, damit sie Kühle und Schatten spenden, aber ich frage mich, welche Arten das aushalten werden, alleine stehend und umgeben von Asphalt…Vielleicht werden wir bald Palmen pflanzen müssen.
Die Isar mitten in der StadtAlle Bäume leiden unter Trockenheit und Hitze. Für Stadtbäume ist es besonders schwer.
Wir haben zwei Silberreiher gesehen, die zusammen an der Rott landeten. Normalerweise sieht man sie eher im Winter, da sie bei uns anscheinend nicht brüten. Ihre großen Nester bauen sie meist im dichten Röhricht oder Schilf und sind dann sehr störungsempfindlich. Am Neusiedler See in Österreich soll es Brutkolonien geben, bei uns in Niederbayern aber nicht. Was mich diesmal stutzig macht, ist dass dieses Paar Schmuckfedern trug, die sie in der Brutzeit tragen. Es ist nicht immer einfach, so etwas zu deuten…
Dann konnten wir Schmetterlinge mit dem schönen Namen „Großes Ochsenauge“ bei der Paarung beobachten und einige Schmetterlinge sehen – allerdings deutlich weniger als in den Vorjahren.
Und jungen Rauchschwalben konnten wir bei Flugübungen zuschauen.
Schön wie eine Gazelle: Das Reh stand friedlich abends auf der Wiese
Die Wildtiere haben gestern Abend geradezu darum gebeten, abgelichtet zu werden. Ich danke ihnen! Schönheit wird die Welt retten, soll Dostojewski gesagt haben. Hoffen wir es!
Einem Reh und einem Feldhasen konnte ich direkt in die Augen schauen. Sie waren recht nah und hatten mich nicht gesehen. Ich konnte sie atmen sehen, das berührt mich immer. Insbesondere beim Hasen, der goldene Augen hatte, hab ich mich gefragt, was er wohl denkt. Das frage ich mich oft bei Wildtieren. Dann bekomme ich immer wieder den Eindruck, dass unsere Gedanken sich ähneln könnten…
Porträt eines Hasen mit goldenen Augen – Was er wohl denkt?Auch ein Bluthänfling zeigte sich
Fast genau vor zehn Jahren sind wir nach Bad Birnbach in Niederbayern gezogen!
Am 1. Juni 2016, im strömenden Starkregen, kamen wir hier an – mehr dazu weiter unten. Hier einige Fotos, die ich 2016 gemacht habe
Von Anfang an waren wir fasziniert von der Schönheit der Landschaft. In die großen Vierseithöfe habe ich mich sofort verliebt. Mit Hohn und Kagerer machten wir viele Touren und erkundeten schon im ersten Jahr nicht nur die Lugenz, sondern auch die Gegenden um Aldersbach, Asenham, Grongörgen und viele weitere Orte. Auch das Europareservat Unterer Inn und der Nationalpark Bayerischer Wald gehörten damals schon zu unseren Zielen. Ich begann sofort, die Rottaler Landschaften (und nicht nur) zu fotografieren und zu malen. Auch die Feste und die Rottaler Kultur hatten es uns angetan.
Bereits 2017 zeigte ich meine Bilder in einer ersten Ausstellung im Artrium unter dem Titel „Ein Jahr Bad Birnbach“. Im November dieses Jahres werde ich unser zehnjähriges Jubiläum erneut mit einer Vernissage im Artrium feiern – und ich freue mich schon sehr darauf!
Nach dem UmzugWandergruppeBad Birnbachwunderschöne Höfe
Zum 1. Juni: Ohne jemals zuvor in der Gegend gewesen zu sein, fanden wir über Immoscout eine passende Wohnung und zogen von Wiesbaden hierher. In den ersten Tagen renovierten wir die Wohnung und hatten noch kein Internet – deshalb wussten wir nichts von der Hochwasserkatastrophe, die gerade in Simbach stattfand. Ich wunderte mich nur über den heftigen Regen, wie ich ihn zuvor noch nie erlebt hatte.
Starkregen im Rottal 2016
Hier der damalige Artikel über die Ausstellung 2017 „Ein Jahr Bad Birnbach“:
In dieser Ausstellung habe ich die Bilder gezeigt, die ich alle im Rottal gemalt hatte, meine ersten Eindrücke…
EN: Almost exactly ten years ago, we moved to Bad Birnbach in Bavaria.
From the very beginning, I was fascinated by the beauty of the landscape. I instantly fell in love with the traditional four‑sided farmsteads, and ever since then I’ve been painting our landscapes.
This November, I’ll be celebrating our ten‑year anniversary with another exhibition at the Artrium — and I’m already looking forward to it!
Morgenspaziergang. Da es so heiß ist, gehe ich frühmorgens los. Diesmal posierte ein Fasan vor der Kamera und zeigte sich in seiner ganzen bunten Schönheit. Auch junge Goldammern ließen sich blicken und sogar mehrere Bluthänflinge, die zu meinen Lieblingsvögeln gehören. Und da der Mond gestern Abend so schön war, füge ich ihn hier hinzu.
EN: Morning walk. Since it’s so hot, I set out early in the morning. This time, a pheasant posed for the camera, showing off all its colorful beauty. Young yellowhammers also appeared, and even several linnets — among my favorite birds. And because the moon was so beautiful last night, I’m adding it here.