Eine ganz wundervolle Ausstellung haben wir heute in der Sankt Anna-Kapelle in Passau gesehen. Sie läuft noch bis zum 21. Juli 2024.
Titel: DIE WEIBLICHE SEITE DER KUNST
21 ostbayerische Künstlerinnen aus der SAMMLUNG OEHMS
Die älteste Künstlerin ist Paula Deppe, geboren 1886 und die jüngste, Elisabeth Ritterswürden, ist gerade 24 Jahr alt. Die vielseitigen Kunstwerke bilden somit einen langen Zeitabschnitt ab. In den schönen Räumlichkeiten der ehemaligen Kapelle stehen Holzskulpturen und Glasobjekte. An den Wänden gibt es Zeichnungen, Aquarelle und Ölgemälde zu sehen.
Musik und Tanz – ein beeindruckendes Glasobjekt der Glaskünstlerin Ursula MerkerIn den hohem Räumlichkeiten der Sankt-Anna-Kapelle Emerenz-Meier Haus von Annemarie Pletl Alexandra Geyermann – „Ich bin des freien Waldes freies Kind“
Zu heiß für Unternehmungen? Das ist das richtige Wetter für Museen! Gestern haben wir mit großer Freude das Stadtmuseum-Heimathaus in Schärding (Oberösterreich) entdeckt, an dem wir bisher immer vorbei gegangen sind.
Wir hatten das Glück, eine richtig tolle Führung zu erleben: Die Museumswärterin erklärte uns mit Begeisterung die Hintergründe vieler ausgestellter Objekte. Wir durften uns sogar in einem richtig edlen venezianischen Spiegel in der Bürgerstube bewundern. Hier einige Exponate, die ich besonders interessant fand:
Votivbild Brand in schärding 1724
Die Kopie eines beeindruckenden Votivbildes, das den Brand in Schärding 1724 zeigt. Damals sprang der Feuersturm sogar über den Inn auf das Kloster Neuhaus.
Die erste Karte des Goldenen Steiges – „Legalisierte“ Schmugglerpfade
Interessant fand ich die erste „Goldener Steig“- Karte. Die Karte besiegelte den Salzstreit von 1515: Viele Händler brachten nämlich ihre Waren auf Saumpfaden durch den Bayerischen und Böhmischen Wald, um die vielen Gebühren zu umgehen, die sie bezahlt hätten, wenn die Waren über den Inn verschifft worden wären. Mit der Zeit ergriff die Stadt Passau Maßnahmen gegen diesen „Steuerbetrug“. Am Ende einigte man sich auf bestimmte Wege, die mehr oder weniger „legalisiert“ und aufgezeichnet wurden.
Der „Mohr von Teufenbach“
Eine besondere Geschichte über den „Mohr von Teufenbach“. Laut einer Sage soll ein Schlossherr von Teufenbach nach Afrika gereist sein, wo ihm ein Einheimischer namens Kwamm das Leben rettete. Der Schlossherr brachte seinen Retter aus Dankbarkeit mit nach Teufenbach, wo er aber von der Bevölkerung bedroht wurde. So ließ ihn der Schlossherr wieder zurück in seine afrikanische Heimat bringen. Zu seinem Andenken wurde ein hölzernes lebensgroßes Standbild von Kwamm gemacht.
Ein Gehrock aus dem 18. Jahrhundert
Ein wunderschöner Gehrock (1750) aus feinem Schärdinger Wollstoff, an dem sich die heutigen Modedesigner inspirieren könnten.
Ein Löffel aus Horn: Löffel waren persönliche Gegenstände. Wenn man starb, gab man wortwörtlich den Löffel ab. Ich wusste nicht, dass das Sprichwort „den Löffel abgeben“ von dieser Sitte stammt.