Glückliche Esel!

Eine Person lächelt und streichelt einen Esel in einem Stall im Freien.
Ulli Sparber mit einem ihrer Esel auf dem Eselhof Berndlgut

Zu Besuch auf dem Eselhof Berndlgut im Innviertel (Oberösterreich)

Heute war ein ganz besonderer Tag: Wir haben Ulli und Gerhard und deren Eselhof in Geretsberg kennengelernt! Und das kam so: Beim letzten Leonhardiritt in Aigen am Inn hat mich ein Esel-Sechserzug sehr beeindruckt. So etwas hatte ich noch nie gesehen!

Also malte ich die Szene und wollte die Menschen kennenlernen, die eine so außergewöhnliche und schöne Leidenschaft pflegen.

So trafen wir uns heute im Dreiseithof Berndlgut Ulli, Gerhard und die Hofkatze begrüßten uns sehr herzlich. Ulli erzählte, dass sie schon als Kind Esel geliebt habe. Sie ist in Wien aufgewachsen. Da ich auch in der Großstadt aufgewachsen bin, kann ich die Sehnsucht nach Tieren und Landleben gut nachvollziehen! Gleich ging es auf den Paddock neben dem Haus, wo ich sechs Esel kennenlernte, darunter Pinocchio und Napoleon. Da Napoleon gerade krank ist, bekam dieser eine Extra-Portion Zuwendung von Ulli, die er sichtlich genoss.

Eine Gruppe von vier Personen steht vor einem Holzgebäude. Zwei Männer und zwei Frauen halten einen Hund und ein gemaltes Bild in der Hand, während sie lächeln. Im Hintergrund sind Holzmöbel und eine dekorative Wand zu sehen.
Auf dem Eselhof Berndlgut in Oberösterreich. Von links: Berndt Baumgart, Gerhard Sparber, Ulli Sparber und ich

Anschließend folgte ein kleines Fotoshooting mit Papa-Dackel und Nachwuchs Pauli vor dem Haus. Danach führte uns Ulli in ihre Töpferwerkstatt. Sie arbeitet dort ebenfalls kreativ: Esel gehören zu ihren Motiven, aber es entstehen auch viele andere Tierfiguren – sogar die Burghausener Waldrappen finden ihren Platz. Sehr schön ist auch eine Krippe, deren Ton-Figuren sie alle selber gestaltet hat.

Zum Abschluss gab es Kaffee und das passende „Eselsohren“-Gebäck in der gemütlich eingerichteten und geschmackvoll renovierten guten Stube. Vielen Dank an Ulli und Gerhard! Wir freuen uns jetzt schon auf eine Eselkutschfahrt im Frühling durch die Innviertler Landschaft!

Mehr hier: Der Eselhof Berndlgut

Eingang zum Eselhof Berndlgut mit einem grünen Schild, das einen Esel zeigt, auf einem sonnigen Tag.
Der Eselhof ist ein schöner alter Hof in Oberösterreich im Innviertel

Hier im Video:

Wandern im Innviertel – Sigharting Höhenweg

Schöner Ausblick vom Höhenweg auf Sigharting

Hiking in Austria – Belle promenade dans les collines en Autriche

Weil es letztens so schön war im Innviertel zu wandern, haben wir beschlossen, heute einen neuen Weg in der Region Pramtal zu erkunden. Und zwar den Schachlgadern-Höhenweg bei Sigharting. Wunderschöne Landschaften, ganz ruhig, sehr ländlich, viele Vögel, weite Sichten, tolle Höfe. Einziger Wermutstropfen: Man bewegt sich fast ausschließlich auf Asphaltwegen. Aber es lohnt sich trotzdem…

Hübsche Höfe
Wandern in Oberösterreich
Wir zwei unterwegs

Und hier im Film:

Erster Frühling im Innviertel – Wanderweg

Kiebitze balzen über dem Acker / Lapwings in Austria

Gestern haben wir eine neue Tour ausprobiert, die von Diersbach im Bezirk Schärding (Oberösterreich) aus startet – nur etwa 40 Kilometer von Bad Birnbach entfernt. Es war eine wunderschöne Tour, da wir von riesigen Kiebitz-Schwärmen begleitet wurden. So viele auf einmal habe ich noch nie gesehen!


Einige Kiebitze ließen sich auf den Feldern nieder und begannen zu balzen. Die Luft war erfüllt von ihren Rufen. Auch Hunderte von Staren durchkämmten den Himmel, einige Feldlerchen stiegen auf und Fasane segelten über die Felder. Ein Naturschauspiel sondergleichen. Wie schön, dass es so etwas noch gibt!


Es war einfach großartig. Der einzige Nachteil, wenn man nicht mehr 20 ist: Es gibt keine Bänke entlang der Wanderwege.

Große Kiebitz-Schwärme im Innviertel am 5. März 2025
Eine romantische Holzhütte
Auch ein Sprung Rehe war unterwegs
Vergangene Zeiten
Modernere Zeiten
Hofladen am Wegesrand

Garden of Eden – Paradiesgarten in Maria Schmolln

Gartenbeet oder Gartenbett?

Im Paradiesgarten! Heute waren wir im Klostergarten Maria Schmolln bei Braunau in Oberösterreich. Eine sehr schöne Entdeckung voller Leben!

Dort sind viele Heilkräuter zu finden, die mit schönen Trivialnamen beschriftet sind. Beispielsweise wird die Falsche Kamille „Mutterkraut“ genannt, ein wunderschöner Name, finde ich. Auch „Heiligenkraut“ ist ein schöner Name, finde ich.

Es gibt entspannende Plätzchen im Grünen, zwei Stühle, eine alte Schaukel unter einem riesigen Walnussbaum. Beinahe kam es mir dort im Schatten angenehm kühl vor, obwohl die Sonne nur so hinunterknallte bei 35 Grad!

Grün und schattig in der Sommerhitze
Ein wunderschöner Klostergarten
Farben und Leben

Und hier noch ein kleines Video dazu:

Rundgang im Klostergarten Maria Schmolln

Auf den Wegen der Vergangenheit in Schärding

Zu heiß für Unternehmungen? Das ist das richtige Wetter für Museen! Gestern haben wir mit großer Freude das Stadtmuseum-Heimathaus in Schärding  (Oberösterreich) entdeckt, an dem wir bisher immer vorbei gegangen sind.

Wir hatten das Glück, eine richtig tolle Führung zu erleben: Die Museumswärterin erklärte uns mit Begeisterung die Hintergründe vieler ausgestellter Objekte. Wir durften uns sogar in einem richtig edlen venezianischen Spiegel in der Bürgerstube bewundern. Hier einige Exponate, die ich besonders interessant fand:

Kopie Votivbild Brand Schärding 1724
Votivbild Brand in schärding 1724

Die Kopie eines beeindruckenden Votivbildes, das den Brand in Schärding 1724 zeigt. Damals sprang der Feuersturm sogar über den Inn auf das Kloster Neuhaus.

Erste Karte Goldener Steig 1515 Stadtmuseum Schärding
Die erste Karte des Goldenen Steiges – „Legalisierte“ Schmugglerpfade

Interessant fand ich die erste „Goldener Steig“- Karte. Die Karte besiegelte den Salzstreit von 1515: Viele Händler brachten nämlich ihre Waren auf Saumpfaden durch den Bayerischen und Böhmischen Wald, um die vielen Gebühren zu umgehen, die sie bezahlt hätten, wenn die Waren über den Inn verschifft worden wären. Mit der Zeit ergriff die Stadt Passau Maßnahmen gegen diesen „Steuerbetrug“. Am Ende einigte man sich auf bestimmte Wege, die mehr oder weniger „legalisiert“ und aufgezeichnet wurden.

Der Mohr von Teufenbach - Stadtmuseum Schärding
Der „Mohr von Teufenbach“

Eine besondere Geschichte über den „Mohr von Teufenbach“. Laut einer Sage soll ein Schlossherr von Teufenbach nach Afrika gereist sein, wo ihm ein Einheimischer namens Kwamm das Leben rettete. Der Schlossherr brachte seinen Retter aus Dankbarkeit mit nach Teufenbach, wo er aber von der Bevölkerung bedroht wurde. So ließ ihn der Schlossherr wieder zurück in seine afrikanische Heimat bringen. Zu seinem Andenken wurde ein hölzernes lebensgroßes Standbild von Kwamm gemacht.

Gehrock 1750
Ein Gehrock aus dem 18. Jahrhundert

Ein wunderschöner Gehrock (1750) aus feinem Schärdinger Wollstoff, an dem sich die heutigen Modedesigner inspirieren könnten.

Löffel Stadtmuseum Schärding

Ein Löffel aus Horn: Löffel waren persönliche Gegenstände. Wenn man starb, gab man wortwörtlich den Löffel ab. Ich wusste nicht, dass das Sprichwort „den Löffel abgeben“ von dieser Sitte stammt.

Mehr Info über das Museum hier:

https://www.schaerding.info/barockstadt-schaerding/sehen-erleben/-museen-galerien/stadtmuseum-schaerding.html