Good luck, wolves!

Wölfe-Bayerischer-Wald-Nadia Baumgart

Two weeks ago, 6 wolves escaped from their enclosure in the Bavarian Forest National Park because someone opened their door. Since then they are hunted and two of them were killed although they are protected by law. I wish the remaining wolves good luck and hope that they will survive…

Vor einigen Wochen (am 6. Oktober) sind sechs Wölfe aus ihrem Gehege im Nationalpark Bayerischen Wald ausgebrochen, weil jemand ihr Gatter nachts geöffnet hat. Seitdem werden sie gejagt. Einer wurde gleich vom Zug überfahren, zwei weitere erschossen, obwohl sie ja geschützt sind. Inzwischen wurden aufgrund der sich mehrender Proteste von Naturschützern Lebendfallen aufgestellt und es wird versucht, sie zu betäuben. Ich wünsche diesen Wölfen ganz viel Glück und hoffe, sie werden diese Jagd und die Ängste der Parkverwaltung und eines Teils der Bevölkerung überleben!

7.12.2017: Inzwischen wurde einer der Wölfe in der Nähe von Wien gesichtet, dort hat er einen Hahn gefangen. In der Presse wurde diese Nachricht unter dem martialischen Titel: „Steht Bayerwald-Wolf bald vor Wien?“ gebracht. Ich frage mich, ob die Assoziation mit der Wiener Türkenbelagerung im 15. Jahrhundert hier nur zufällig entstanden ist? Wird unser Leben, unsere Kultur von dem „wilden Tier“ bedroht?

Il y a 2 semaines, six loups se sont échappés de leur enclos dans le Parc National de la Foret Bavaroise. Depuis, on les chasse bien qu´ils soeint protégés. Deux ont été abattus et l´un d´eux a été écrasé par un train. Je souhaite bonne chance à ceux qui sont encore en liberté !

22 Gedanken zu “Good luck, wolves!

  1. Diese Hatz und die übergroße Angst vor den Wölfen ist mir immer wieder ein Rätsel! Es ist wohl die Angst vor der Wildnis schlechthin, als hätten wir Menschen die Wildheit in uns vollkommen domestiziert und nun bezahlen Menschen viel Geld dafür wenihstens einen Teil davon in sich wiederzuentdecken … eine verrückte Welt!
    Dein Bild mag ich sehr, liebe Nadia,
    herzliche Grüße
    Ulli

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    • Ja, liebe Ulli, ich sehe das genauso. Es wäre ja witzig, wenn es nicht traurig wäre: Deutschland bemüht sich seit Jahren und noch bevor überhaupt ein Wolf hier eintraf um ein „Wolfsmanagement“…In Italien, Spanien etc, gibt es ständig hunderte von Wölfen in den Bergen, aber nur hier hört man von „Problemtieren“, Problembären, Problemwölfen…Ich frage mich, wer hier das Problem ist (oder hat). In Leserbriefen der Presse in Ostbayern liest man inzwischen, dass Wölfe ihr Beuteschema anpassen werden und ganz bald (wieder) Kinder fressen werden…Alles traurig. Liebe Grüße zurück und Danke für das Lob, Nadia

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    • Hallo Ulli,
      ich kann mich Dir nur anschliessen, sowohl, was die auch unverstaendliche, weit verbreitete Angst vor Woelfen angeht, als auch Deiner Wertung von Nadias Bild.
      Halten wir den uebriggebliebenen Woelfen die Daumen, dass man sie mit harmlosen Mitteln wieder einfangen und in ihr Gehege zurueckbringen kann.
      Liebe Gruesse, und habt ein feines Wochenende,
      Pit
      P.S.: Das gleiche Problem gibt es uebrigens auch hier mit Woelfen, u.A. im Yellowstone Nationalpark. Dort sind sie allerdings nicht in Gehegen, sondern ausgewildert.Da sie unter Schutz standen [ob das noch so ist, weiss ich nicht], haben sie sich gut vermehrt und auch ausserhalb des Parks verbreitet – was auch die Absicht im Auswilderungsprogramm war. Aber das ist den Ranchern in der Umgebung ein Dorn im Auge, weil sie natuerlich auch ab und zu ein Jungrind reissen.

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      • Danke für Deinen interessanten Beitrag, Pit. In Europa sind ja Entschädigungszahlungen eingeplant für Tierhalter, die durch Wölfe Schafe oder Rinder verlieren. Ansonsten wäre es komplett unmöglich, Wölfe zu schützen. Ich nehme an, dass es diese Entschädigungszahlen auch in USA gibt, dort wo Wölfe geschützt werden…

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      • Lieber Pit, die Menschen wollen eben immer alles nur für sich und teilen ja schon untereinander oft nicht gerne und wenn es dann auch noch ums eigene Vieh geht, dann wird es heikel … aber wir Menschen sind es, die ihnen den Lebensraum immer enger machen! Wie dem entgegen zu wirken ist, weiß ich allerdings auch nicht, da wir Menschen uns vermehren wie die Kanickel, grmpf…
        herzliche Grüße an dich
        Ulli

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  2. Wunderschöne Hommage an den Wolf in Deutschland, liebe Nadia! Hier ist mittlerweile alles übersteigert, dank der Presse, die nicht mehr neutral und schon garnicht mehr wissenschaftlich gut recherchiert ist! Und dies zieht sich durch alle Bereiche, leider!

    Dein Werk ist fantastisch!

    LG Babsi

    Dein Werk ist

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    • Danke für Dein Lob, liebe Babsi! Der Wolf scheint eben viele Ängste auszulösen. In Italien hat ein Wolf laut der Legende Rom gegründet, indem er Remus und Romulus gesäugt hat. Hier jedoch geistert ein anderes Bild durch Köpfe und Emotionen: Rotkäppchen…Ich hoffe, glaube, dass der Protest der Wolfschützer diesen gejagten Geschöpfen helfen wird….LG, Nadia

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      • Ja! Und gerade die Hatz auf den Luchs, der immer wieder gewildert wird und umgebracht, zeigt wohl, dass es nicht nur um Ängste geht, sondern einfach um „unser“ Verhältnis zur Natur, wie Ulli ja auch vermutet. Wir Menschen müssen die „Konkurrenten“ („Raub“-Tiere, „Jäger“) vernichten…Oder?

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      • Absolut, denn die Tiere sind diesen Profitjägern hilflos ausgeliefert! Da müssten harte Gesetze her, die gegen Verstoß, so hoch mit Geldstrafen belegt werden, dass es den Jäger richtig weh tun!

        Ist es nicht furchtbar, alles mit Gesetze und Strafen regeln zu müssen, weil viele Menschen einfach nur widerlich sind!

        Aber es geht ja nicht nur den Tieren so, denn der Mensch rottet sich irgendwann selbst aus! Ist schon eine komische Kreatur, der Mensch!

        Gefällt 1 Person

  3. Pingback: Steppenwolf – Agnes Podczeck

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