In dieser Hitze gehe ich nur morgens ganz früh oder abends nach 20 Uhr spazieren. Immer wieder begegnen mir meine wilden Freunde. Gestern sah ich Feldhasen, Fasane, eine Plattbauchlibelle, Goldammer, Bluthänfling, Buchfink…Den Rehbock sah ich heute Früh..
Ich bin dankbar, so viel Schönheit erleben zu dürfen!
Ein junger Bock mit dunklem GesichtBluthänflingDistelfalter
Ich male selten Blumen. Diesmal hat es wirklich Spaß gemacht. Die Rosen sind aus unserem kleinen Garten. Ich freue mich, dass sie nun an meiner Wand auch im Winter blühen dürfen.
Gestern beim Morgenspaziergang gesehen: Hinter dem Rehbock war an der Straße das Tankschild zu sehen. Beinahe sah es aus, als wollte das Reh tanken. In unseren Ölkrisen-Zeiten besonders witzig, finde ich. Bilder, die (manchmal wahre) Geschichten erzählen!
Diesmal habe ich beim Malen keine Musik gehört, sondern ein Interview mit der franco-tunesischen Historikerin Sophie Bessis.
FR: Vu hier matin pendant ma promenade : derrière le brocard, on voyait le panneau des prix du carburant au bord de la route. On aurait presque dit que le chevreuil voulait faire le plein ! Dans nos temps de crise pétrolière, je trouve ça particulièrement drôle. Des images qui racontent (parfois de vraies) histoires !
Schön wie eine Gazelle: Das Reh stand friedlich abends auf der Wiese
Die Wildtiere haben gestern Abend geradezu darum gebeten, abgelichtet zu werden. Ich danke ihnen! Schönheit wird die Welt retten, soll Dostojewski gesagt haben. Hoffen wir es!
Einem Reh und einem Feldhasen konnte ich direkt in die Augen schauen. Sie waren recht nah und hatten mich nicht gesehen. Ich konnte sie atmen sehen, das berührt mich immer. Insbesondere beim Hasen, der goldene Augen hatte, hab ich mich gefragt, was er wohl denkt. Das frage ich mich oft bei Wildtieren. Dann bekomme ich immer wieder den Eindruck, dass unsere Gedanken sich ähneln könnten…
Porträt eines Hasen mit goldenen Augen – Was er wohl denkt?Auch ein Bluthänfling zeigte sich
Juchhuu – es gibt wieder Rottaler Jungstörche, und die sind schon fast flügge!
Wie schön, dass wir im Landkreis inzwischen mehrere Nisthilfen haben, denn nicht in jedem Horst klappt es jedes Jahr. Heuer schauen in Eggenfelden/Gern zwei neugierige Jungstörche vom alten Kamin herab – und in Hebertsfelden sogar drei. Sie machen ihre ersten Flugübungen, blicken sehnsüchtig in die Ferne und warten auf die Eltern. Dass es Jungvögel sind, erkennt man u.a. am grauen Schnabel.
Und hier in Hebertsfelden:
In Bad Birnbach hat es dagegen zum dritten Mal in Folge nicht mit der Brut geklappt. Und auch im Horst auf dem Gasspeicher in Pfarrkirchen konnte ich heuer keinen Nachwuchs entdecken.
Wie es zu den Nisthilfen im Rottal kam:
Bad Birnbach: Im August 2014 ließ Monica Gräfin von Arco auf Valley ein Storchennest auf dem alten Brauereikamin errichten.
Pfarrkirchen: Nachdem im Mai 2020 mehrere Störche landeten, ließ der Erste Bürgermeister eine Nisthilfe auf dem alten Gasspeicher anbringen.
Eggenfelden und Hebertsfelden: „Mehr Nisthilfen für Weißstörche“ – das war die Projektidee, die Berndt und ich 2019 im Bürgerbeteiligungsportal des Landkreises Rottal‑Inn eingereicht hatten.
In Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband Rottal‑Inn e.V. wurde geprüft, wo weitere Nisthilfen sinnvoll wären. Wir durften damals sogar bei der Standortsuche helfen. Ende 2022 entschied das Landratsamt, wo neue Horste entstehen sollen: in der Schlossökonomie Gern auf dem alten Brauereikamin und in Hebertsfelden.
Adulter Weißstorch auf der Nisthilfe in Pfarrkirchen