
Ganz wunderschön hat es angefangen, das Bad Birnbacher Sommerfest! Es gibt noch das ganze Wochenende Musik, Tanz, Yoga und eine tolle Schmankerlmeile. Einfach gute Laune…

Und hier einige Eindrücke im Video:

Ganz wunderschön hat es angefangen, das Bad Birnbacher Sommerfest! Es gibt noch das ganze Wochenende Musik, Tanz, Yoga und eine tolle Schmankerlmeile. Einfach gute Laune…

Und hier einige Eindrücke im Video:

Selbst den Auerochsen ist es heute zu heiß…
Sie chillen in ihrer Hütte im Naturschutzgebiet „Grubenfelder Leonie“ bei Auerbach. Es sind genau genommen „Heckrinder“ (Auerochsen sind längst ausgestorben), nämlich von den Gebrüdern Heck in den 1920er Jahren nachgezüchtete Ur-Rinder. Die beiden Zoologen Heck versuchten, die in Höhlenmalereien abgebildeten Rinder nachzuzüchten und kreuzten dafür ungarisches Steppenrind mit korsischem Rind.
Inzwischen hat man erkannt, dass der ausgestorbene Auerochse wahrscheinlich größer war und viel längere Hörner hatte. Im Rahmen des Tauros-Programms wird das – etwas zierliche -Heckrind nun mit weiteren Rassen gekreuzt, insbesondere auch mit dem Watussi-Rind, das stärkere Hörner aufweist.
Im Nationalpark in Ungarn konnte ich viel über diese Nachzüchtungen erfahren: Auerochsen-Nachzucht im Nationalpark Hortobagy

Vor Kurzem erschien in der Passauer Neuen Presse ein Artikel mit dem Titel: „Kurort Bad Birnbach kämpft weiter gegen Windräder“. Besonders brisant ist dabei die Tatsache, dass ausgerechnet unser Naturwald Lugenz als „Windvorranggebiet“ für den Bau von Windkraftanlagen ausgewiesen wurde. Ein Vorhaben, das nicht nur die Landschaft, sondern auch wertvolle Natur- und Kulturgüter gefährden würde. Glücklicherweise setzt sich unsere Gemeinde entschieden gegen dieses Projekt ein.
Laut einer Karte des Planungsverbands Landshut, die Gebiete mit ausreichender Windstärke für Stromproduktion ausweist, käme das Waldgebiet Lugenz bei Bad Birnbach für den Bau von Windrädern infrage.
Doch die Lugenz ist weit mehr als nur ein potenzieller Standort für Windkraft. Neben den möglichen touristischen Einbußen gibt es zahlreiche ökologische und kulturelle Gründe, die gegen die Errichtung von Windkraftanlagen sprechen:
Historische Bedeutung der Lugenz
Der Historiker und Archäologe Hon.-Prof. Georg Spitzlberger hat bereits 1980 in der Naturwissenschaftlichen Zeitschrift für Niederbayern (Band 28) auf die Einzigartigkeit der Landschaftsinseln Steinkart und Lugenz hingewiesen. In seiner Schrift „Gefährdete Natur- und Geschichtsdenkmäler in Ostbayern“ formulierte er klare Forderungen zum Schutz dieser Gebiete. Unten finden Sie den gesamten Text.
Ein Auszug aus seinen Schlussfolgerungen:
„Die von der vorliegenden Dokumentation durch naturwissenschaftliche, ökologische, historische und volkskundliche Argumente aufgewiesene Einmaligkeit der Landschaftsinseln Steinkart und Lugenz bei Griesbach und Birnbach im unteren Rottal macht es dringend notwendig, auf der gesetzlichen Grundlage von Naturschutzgesetz und Denkmalschutzgesetz folgende Mindestforderungen und Anregungen vorzubringen und für baldige Realisierung zu sorgen.
Amtliche Ausweisung der genannten Gebiete als Landschaftsschutzgebiete, Eintrag der einzeln aufgeführten Objekte in die Naturdenkmalliste bzw. Bodendenkmalliste, sofern das noch nicht geschehen ist. Die Besitzer und an der Ausbeutung interessierten Kreise der Wirtschaft müssen in geeigneter und wirksamer Form davon unterrichtet werden, dass weitere zerstörende Eingriffe nicht mehr zulässig sind. Der Vernichtung unersetzbarer Werte der Heimatnatur ist ab sofort Einhalt zu gebieten.“
Spitzlberger, der an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Hochschule Landshut lehrte, wurde 2008 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Ein Appell für den Erhalt der Lugenz
Die Errichtung von Windkraftanlagen in der Lugenz würde nicht nur wertvolle Natur- und Kulturlandschaften zerstören, sondern auch dem Klimaschutz widersprechen. Alte Waldgebiete sind essenzielle CO₂- und Wasserspeicher – ihre Zerstörung hätte langfristig negative ökologische und kulturelle Folgen.
Es bleibt zu hoffen, dass dieses Vorhaben verhindert werden kann und die Lugenz als einzigartiges Natur- und Kulturerbe erhalten bleibt.

Hier der vollständige Bericht des Dr. Georg Spitzlberger:
Und hier zur Stellungnahme Wind der Gemeinde Bad Birnbach: https://www.badbirnbach.de/wind
In diesem Zusammenhang finde ich die „Electricity Maps“ besonders interessant. Sie zeigen in Echtzeit, wie viel CO₂ ein Land emittiert. Trotz der zahlreichen Windräder und Solarfelder schneidet Deutschland dabei nicht so gut ab wie beispielsweise Frankreich. Betrachtet man längere Zeiträume in der Vergangenheit, wird dieser Unterschied noch deutlicher.
Wenn wir tatsächlich „grüner“ werden wollen – insbesondere jetzt, da KI einen enormen Energiehunger entwickelt –, müssten wir unsere Landschaften flächendeckend mit Windrädern versehen. Dabei sollte man jedoch bedenken, dass zur Aufstellung Straßen durch den Wald gebaut werden müssen, jeder einzelne Sockel aus 6000 Tonnen Stahlbeton besteht und die Rotorblätter nicht recycelbar sind. : https://app.electricitymaps.com/map/72h/hourly


Wie schön! Das Pfarrkirchner Storchenpaar hat Nachwuchs! Mindestens zwei Küken recken neugierig ihre Köpfchen in die Höhe und können sogar schon klappern! Die Nisthilfe auf dem Gasspeicher 2020 ist auf Initiative von Bürgermeister Wolfgang Beißmann vom Bauhof Pfarrkirchen gebaut worden, als damals viele Weißstörche in der Nähe landeten. Hier mehr dazu: Nisthilfen für Weißstörche im Rottal

In Bad Birnbach gab es in diesem Jahr leider keinen Nachwuchs. Die anhaltende Trockenheit hat dazu geführt, dass viele Weißstörche – nicht nur in Bayern, sondern auch in anderen Regionen wie dem Elsass – ihre Brut abgebrochen oder ihre Küken aus dem Nest geworfen haben. So grausam es erscheinen mag, es ist ein natürliches Phänomen.
Die Störche in Pfarrkirchen beginnen immer einige Wochen später mit der Besetzung ihres Nestes und der Brut als ihre Artgenossen in Birnbach. Nun hat es endlich geregnet, und hoffentlich finden die Altvögel nun ausreichend Nahrung. Wir drücken den kleinen Pfarrkirchner Störchen die Daumen und wünschen ihnen viel Glück!



Gestern sind wir bei schönstem Frühsommer-Licht in der Lugenz auf die Pirsch gegangen. Der Wald ist nach dem Borkenkäfereinfall vor einigen Jahren lichter geworden, was ihn umso artenreicher macht und blühenden Sträuchern Platz gewährt: Holunder und Brombeere blühen gerade um die Wette. Überall entsteht neues Leben.
Wir haben auch eine Skorpionsfliege und einen Neuntöter entdeckt. Ihre Namen mögen furchteinflößend klingen, doch das einzig Gefährliche an ihnen ist tatsächlich nur die Bezeichnung.

Die Gemeine Skorpionsfliege (Panorpa communis), eine weit verbreitete Art der Schnabelfliegen in Europa. Besonders auffällig bei den Männchen ist ihr nach oben gebogenes Genitalorgan, das an den Stachel eines Skorpions erinnert – daher ihr Name.
Die Skorpionsfliege ernährt sich von toten Insekten, Pflanzenteilen und gelegentlich auch von Früchten. Sie bevorzugt feuchte Lebensräume wie Wälder und Waldränder. Ihre netzartig geäderten Flügel sind mit dunklen Flecken versehen, was ihr ein charakteristisches Erscheinungsbild verleiht. Trotz ihres furchteinflößenden Namens ist sie weder gefährlich noch giftig.

Wir hatten die Ehre und das Glück, einen Neuntöter (Lanius collurio) beobachten und bewundern zu dürfen. Er sitzt auf seiner Ansitzwarte. Hier ein Männchen mit schwarzer Augenmaske. Er spießt Beutetiere oft an Dornen oder spitzen Seitenästen auf, um sie zu zerteilen oder als Vorrat zu halten. Dieser außergewöhnlichen Eigenart verdankt er seinen Namen. Früher nahm man fälschlicherweise an, er müsse stets neun Tiere aufspießen, bevor er eines verzehre.
Zu seinen wichtigsten Niststräuchern zählen Brombeere, Schlehe, Weißdorn und Heckenrose. Und all diese Büsche gibt es nun im Wald, der durch den Borkenkäfer lichter geworden ist.


Und hier die Wanderung im Film: