Ja, wir gehören zu denen, die nicht nur im Bett frühstücken, sondern dort auch noch ganz analog die Heimatzeitung PNP lesen – mit allem Rascheln und Umblättern, das dazugehört. Dazwischen machen wir kleine Pausen, in denen wir das Weltgeschehen und lokale Ereignisse mal besorgt, mal amüsiert kommentieren. Für mich bedeutet das ein Stück Gemütlichkeit.
Natürlich informieren wir uns auch online. Aber Zeitung im Bett zu lesen – das fühlt sich einfach nach „Daheim“ an.
Bilder, die Geschichten erzählen…
Update 20. Juni 2026:
„Narrisch g’freit“ haben wir uns heute Morgen, als wir uns – wie immer gemütlich im Bett die PNP lesend – in der Heimatzeitung sahen!!
Das Acrylbild, das ich letztens gemalt hatte, hatte ich nämlich dem „Nachbarn“ geschickt, der es prompt in der Rubrik „Wos der Nachbar ois aufschnappt“ gezeigt hat.
Wir zwei, die lokale Zeitung PNP lesend IN der PNP! Das nennt man: Metaebene!Die Rubrik: Wos da Nachbar ois aufschnappt“. Danke, Nachbar!!
Letztens waren wir im Tier-Freigelände Falkenstein. Und da gibt es schöne Auerochsen. Auch Gimpel flogen uns über den Weg. Und so dachte ich, ich lasse die mal zusammenkommen.
Spielender Bär – Ours en train de jouer – Mixed media
Letztens sahen wir im Tierfreigelände einen Braunbären voller Lebensfreude, der mit einem Fellbüschel spielte. Er lag im Teich und spritzte vergnügt um sich. Ich habe versucht, diese heitere Szene einzufangen – mit Aquarell-, Acryl- und Ölpastellfarben.
EN: Recently, we watched a brown bear in the wildlife park, full of joy, playing with a tuft of fur. He lay in the pond, splashing happily all around. I tried to capture this cheerful moment using watercolor, acrylic, and oil pastels.
Audio zum Thema Kunst und KI – Es spricht Nadia Baumgart
Da ich gerne Podcast höre, habe ich erstmals versucht, meine Gedanken dazu in einem Audio aufzunehmen. Mit meiner echten Stimme, nicht „KI-optimiert“. Für diejenigen, die lieber lesen, gebe ich unten einen Teil des Inhalts des Audios wieder. Den Text habe ich spontan im Auto ins Handy gesprochen, er ist somit nicht perfekt. (Der letzte Abschnitt läuft zweimal ab, also ist das Audio etwa bei Minute 6 beendet und nicht bei Minute 10.)
Ich lasse meine Aquarelle seit einigen Wochen mithilfe einer KI animieren. Eigentlich wollte ich das immer mal selber mit Bild-Abfolgen machen, aber das wäre sehr viel Arbeit gewesen mit ungewissem Resultat.
Die Elsterfrau – KI-animiertes Aquarelle
Audio: „Ich habe den Eindruck, dass ich dazu beitrage, Kunst zu zerstören, indem ich meine bescheidenen Werke da eben auch online stelle und diese auch noch mit KI animiere, sodass alle meine Bilder wahrscheinlich geklaut werden von dieser Künstlichen Intelligenz und weiter verwurschtelt und verwendet werden.
Einerseits habe ich da ein sehr schlechtes Gewissen, weil ich mir denke, ich mach da mit, in diesem komischen System, das irgendwie destruktiv erscheint für die Kunst. Andererseits frage ich mich, kann man sich denn weigern, kann man einfach alle Türen schließen und so tun, als ob es das nicht gäbe? Bei mir ist es ja auch – abgesehen vom Spaßfaktor – die Neugierde, die mich treibt. Die Tatsache, dass ich mitkriege, was da alles möglich ist und wie sich das weiterentwickelt – denn schon innerhalb der letzten Monate haben sich diese Bilder-generierenden KIs auf jeden Fall verbessert verglichen mit vorher. Und ich möchte einfach wissen, was da alles so läuft.
Und wenn man wissen will, wie´s läuft und da mitmacht, macht man sich auch immer etwas schuldig, denke ich. Vielleicht ist es aber auch ehrenwert mitzumachen, weil man eben dazu beiträgt, dass die Inhalte größer oder vielseitiger werden.
Kunst, die von Künstlern kommt, also von Leuten, die das mal erschaffen haben, persönlich, dass das alles in einen Topf geworfen wird und dass daraus etwas Neues entsteht. In dem Sinn ist Künstliche Intelligenz auch ein Künstler, weil sie Neues schafft aus dem, was schon da ist Fast wie Menschen: Wir haben alle Referenzen und machen was Neues draus. Hier wird aber alles zusammengeworfen. Das Ding lebt von Menschen, die nicht bezahlt werden, nicht ´honoriert, nicht erwähnt werden. Und daraus entsteht etwas Neues. Da könnte man sagen, das ist gerecht und gut, weil die Fähigkeiten aller Menschen zusammen gewurschtelt werden, also was man da Schwarmintelligenz nennt. Alles kommt zusammen, es gibt keine Hierarchien mehr, und am Ende wird etwas Durchschnittliches daraus gemacht.“
Ich freue mich über Kommentare.
Hier einer meiner Texte über ein ähnliches Thema von 2023: