
Morgen soll der Schnee schmelzen. Deswegen waren wir noch unterwegs, um einige Wildtiere im Schnee zu erhaschen. Schön war´s!
Animaux sauvages en hiver / Wildlife in Lower Bavaria




Morgen soll der Schnee schmelzen. Deswegen waren wir noch unterwegs, um einige Wildtiere im Schnee zu erhaschen. Schön war´s!
Animaux sauvages en hiver / Wildlife in Lower Bavaria



Großstadt im Eisregen. Hals-und-Beinbruch konnten wir gerade noch vermeiden, zumal auf den meisten Gehwegen nur etwas Split gestreut wird, sodass Schlittschuhbahnen entstehen. Trotzdem haben wir es irgendwie geschafft, uns zu Fuß und mit U-Bahn bis zum Deutschen Museum durchzukämpfen.
Das war schon beeindruckend, was es da alles zu sehen gibt. Das Schöne: Wir durften wieder zu neugierigen Kindern werden und herumexperimentieren. Hier einige Einblicke in die Abteilungen „Landwirtschaft und Ernährung“ und „Musikinstrumente“.
In der ersten Abteilung geht es u.a. um Pro und Contra von Gentechnik und automatische Feldroboter. Was ich nicht wusste: Bei konventionellen Züchtungen neuer Getreide – und Gemüsesorten (also ohne Gentechnik), wird radioaktive Strahlung oder Chemie eingesetzt, um Mutationen zu begünstigen. Es wird also nicht mehr gewartet, bis zufällig das Produkt entsteht, das man gerne hätte, sondern der Zufall etwas „erzwungen“. Wenn es gelingt, dadurch Arten zu erzeugen, die dem Klimawandel besser standhalten, ist eine solche Vorgehensweise wahrscheinlich legitim. Aber ich finde, es verschiebt die Fragen rund um die „Natürlichkeit“ von Züchtungen. Gentechnik empfinden wir als gefährlich, „konventionelle“ Züchtungen ja nicht.
An solchen Beispielen erkenne ich immer mehr, wie schwierig es ist, Zukunftsentwicklungen und Techniken pauschal als „gut“ oder „böse“ anzusehen. Ein Text hat mich allerdings etwas erstaunt: Es ging um die Frage, warum wir moderne Landwirtschaft brauchen. Ein Teil der angegebenen Antwort: „Es gäbe nie Avocados und Tomaten nur im Sommer“.
Alte Plakate, die Gifte bewerben (auch DDT) und versprechen „alle Schädlinge“ zu töten, lassen aufmerken. Heute sind wir oftmals immer noch mit dem Krieg gegen „Schädlinge“ beschäftigt, obwohl heute täglich etwa 150 Arten aussterben.
Jedenfalls sind die Ausstellungen sehr vielseitig und lassen viele Fragen und Bilder im Kopf entstehen.
#deutschesmuseum #münchen #landwirtschaft


Short trip to Munich
Wir verbringen einige Tage in München und sammeln Impressionen. Das Tollwood-Festival auf der Theresienwiese findet statt, es ist viel los. Und kalt ist es auch! Heute haben wir das Museum der Fünf Kontinente besucht, sehr spannend! Es ist interessant, mal wieder Großstadt zu tanken. Aber nach all dem Gewusel freue ich mich, nicht mehr in einer Großstadt wohnen zu müssen.
Wir waren auch im Museum der fünf Kontinente. Beeindruckend ist es, wie viel Fantasie und Schönheit in diesen Werken zu finden ist.
Manch afrikanisches Werk sieht beinahe abstrakt aus, perfekt und schön. Und in der Abteilung Südamerika fallen Keramikgefäße mit Köpfen auf, die absolut realistisch aussehen und doch schon fast 2000 Jahre alt sind.
Wenn ich mir solche Kunstwerke anschaue, bin ich immer wieder erstaunt, wie Europäer sich während der Kolonialisierungs-Phase für so überlegen halten konnten. Vermutlich hing es einfach nur an den effizienteren Waffen, die sie hatten und die ihnen Macht verliehen.


Angesichts der Massenvermehrung des Borkenkäfers und der negativen Auswirkungen des Klimawandels auf bestimmte Baumarten, stehen die Bayerischen Staatsforste für die Strategie „Wald vor Wild“ und werben für „waldangepassten Wildbestand“ mit dem Ziel, strukturreiche, gemischte und stabile Wälder zu schaffen. Seitdem werden Rehe manchmal als „Schädlinge“ betrachtet!
Inzwischen geht es zwischen Forst und Jagd sogar um die „Schuldfrage“ für den problematischen Zustand unserer Wälder.
Es gibt allerdings auch Anhänger des Grundsatzes „Wald und Wild“, der den Fokus auf die Schaffung und Erhaltung der Lebensräume des Wildes setzt. Denn die Verbissgefährdung steht im engen Zusammenhang mit der Nahrungsverfügbarkeit: „Während bei naturnahen Waldbauformen Rehwildverbiss einen geringeren Einfluss hat, kann es bei typischen Altersklassenwäldern und während der Übergangsphase zu strukturreicheren Wäldern zu unerwünschten Wildschäden kommen.“ Dieser Ansatz ist mir sympathischer, denn ich liebe Rehe und Wildtiere.