Sensation: Ein Kuhreiher an der Rott bei Bad Birnbach!

Ein Storchenvogel steht auf einem Baumstamm in einer natürlichen Umgebung mit grünem Schilf und Wasser im Hintergrund.
Kuhreiher an der Rott – ein sehr seltener Gast!

Und wieder eine kleine Sensation heute an der Rott:
Ein Kuhreiher!!! Extrem selten bei uns!


Er landete zunächst vor uns auf einer Wiese, flog dann auf einen Ast über dem Wasser. Bald gesellten sich ein Graureiher und ein Silberreiher zu ihm. Für mich war das großartig – denn mit allen drei Arten auf einem Foto lassen sich die Größenunterschiede wunderbar zeigen: Der Kuhreiher ist deutlich kleiner als die beiden anderen.


Er ist etwa so groß wie ein Seidenreiher, den man an der Rott ebenfalls beobachten kann, hat einen gelben Schnabel und trägt in der Brutzeit einen ockerfarbenen Schopf. Vor Jahren sah ich einmal einen am Rottauensee, sonst mehrere in Frankreich, wo er viel häufiger vorkommt, insbesondere auf Rinderweiden, daher sein Name.


2023 meldete der LBV erstmals einen brütenden Kuhreiher in Deutschland – und zwar in Bayern am Altmühlsee.

Ein Graureiher und ein weißer Reiher stehen auf Ästen über einem ruhigen Gewässer, umgeben von üppiger grüner Vegetation.
Kuhreiher zwischen Graureiher und Silberreiher an der Rott

Extrem selten in Deutschland: Kuhreiher im Rottal!

KUHREIHER (Bubulcus ibis) am Rottauensee

Heute habe ich erstmalig auf einer Wiese in der Nähe des Rottauensees…einen KUHREIHER (Bubulcus ibis) gesehen! // FR: Un héron garde-bœuf, espèce très rare en Bavière. // EN: A cattle egret in Bavaria

Erst seit wenigen Jahren werden Kuhreiher in Bayern gesehen. Inzwischen häufen sich die Beobachtungen, aber er ist extrem selten. Wäre ich jünger, würde ich jetzt einen Purzelbaum schlagen 😊

Sein Verbreitungsgebiet hat sich insbesondere im Verlauf des 20. Jahrhunderts stark ausgedehnt. Von weitem könnte man ihn für einen Silberreiher halten, der Kuhreiher ist allerdings deutlich kleiner und bewegt sich anders. Er hat weißes Gefieder, einen gelben Schnabel und gelbe Beine.

Ursprünglich war er hauptsächlich in Afrika, Südeuropa und Teilen Asiens beheimatet. Und jetzt kommt er zu uns und bereichert hoffentlich auch in Zukunft unsere Natur. Willkommen im Rottal, Kuhreiher!