Zwischen Herbstfarben und Nebel im November

Ein farbenfroher Stieglitz sitzt auf einem Dornengebüsch im Kurpark und sucht nach Samen.
Die monatliche Broschüre Kulturspatz ist da! Mit meiner Rubrik „Naturbeobachtung“

Naturbeobachtung im November 2025Zwischen Herbstfarben und Nebel

Ein Spaziergang durch die Stille des Spätherbstes

Auch im November bietet die Natur rund um Bad Birnbach vielfältige Eindrücke. Trotz kühler Temperaturen und manchem nebligen Morgen lohnen sich ausgedehnte Spaziergänge: Die Farben des Herbstes lassen das Licht im Spätherbst wärmer erscheinen; selbst an grauen Tagen wirkt Bewegung in der Natur belebend.

In der Rott spiegeln sich jetzt noch malerisch die herbstlichen Farben der Vegetation, während über den Wäldern der Morgennebel steigt.

Vogelwelt im Wandel

Der Vogelzug ist noch nicht ganz abgeschlossen. Mit etwas Glück lassen sich noch verspätete ziehende Kraniche beobachten – ein Schauspiel, das erst seit wenigen Jahren über Ostbayern zu sehen ist. Die Glücksvögel können – je nach Wetter – noch bis Anfang November über das Rottal ziehen. Zugleich treffen die ersten Wintergäste aus dem Norden ein: Gänsesäger, Birkenzeisige und Bergfinken nutzen unsere Region als Überwinterungsgebiet.

In Hecken und Gebüschen sind weiterhin zahlreiche Standvögel aktiv. Rotkehlchen und Zaunkönig suchen nach Beeren und Samen. Besonders auffällig ist der farbenprächtige Stieglitz, der nun in kleinen Schwärmen unterwegs ist. Auch Grünfink und Wacholderdrossel lassen sich regelmäßig beobachten. In lichten Baumgruppen sind Blaumeisen aktiv, und der Turmfalke ist häufig beim Rüttelflug zu beobachten.

Auch der Kleiber ist im Winter bei uns zu sehen. Im Kurpark klettert der kleine Akrobat kopfüber an den Stämmen. Er kündigt sich meist durch seine lauten, pfeifenden Rufe an, die manchmal fast wie menschliches Pfeifen klingen. Hört man ihn, ist es in der Regel nicht schwer, ihn zu entdecken. Auch Eichelhäher und Buntspechte machen sich durch ihre Rufe bemerkbar.

Landschaft und Wildtiere

Das Herbstlaub fällt, und viele Wildtiere bereiten sich auf den Winter vor. Rehe haben ihr Sommerfell abgelegt und erscheinen nun in graubrauner Wintertracht. Sie schließen sich zu kleinen Gruppen zusammen und bewegen sich gemächlich durch die Landschaft. Fasane sind ebenfalls häufiger zu sehen, meist in kleinen Trupps auf Feldern und Wiesen. Entlang der Rott lassen sich Reiher und Krickenten beobachten, die hier überwintern. Die Wasserflächen spiegeln die herbstlichen Farben der Ufervegetation.

Bewegung in der Natur

Gerade jetzt, wenn das Herbstlaub die Schritte dämpft und die Landschaft in gedeckten Tönen leuchtet, entfaltet die Natur eine besondere Kraft. Sie lädt uns ein zum Innehalten, zum Beobachten, zum Staunen. Wer sich darauf einlässt, wird keinen Novemberblues verspüren, sondern eine tiefe Verbundenheit mit dem Rhythmus der Jahreszeiten erfahren.

Ein Erpel schwimmt im Wasser, umgeben von Ästen und reflektierenden herbstlichen Farben.
Krickente – Anas crecca – Im Winter sieht und hört man sie an der Rott

EN: In November, the quiet landscapes around Bad Birnbach in Bavaria glow with autumn colors and mist, inviting peaceful walks and vivid nature experiences. Migrating cranes, arriving winter birds, and active wildlife offer rich opportunities for observation and connection with the rhythm of the seasons.

Ein Kaffeebecher steht neben einer Broschüre mit dem Titel 'Bad Birnbacher Kulturspatz' auf einem kleinen Tisch im Freien, umgeben von einer ruhigen Gartenlandschaft.
Die monatliche Bad Birnbacher Kulturspatz-Ausgabe ist kostenlos in der Kurverwaltung erhältlich und online zu finden
Zwei Rehe fressen in einer herbstlich gefärbten Landschaft mit buntem Laub im Hintergrund.
Rehwild im November

Unsere Natur im Oktober

Ein Mäusebussard sitzt auf einem Zaunpfosten vor einer Kirche.
Meine Rubrik „Naturbeobachtung“ im Kulturspatz

Jetzt kann der goldene Oktober kommen!

Lichtwechsel und Landschaft


Der Oktober lädt ein, mit offenen Sinnen durch die Landschaft zu streifen. Selbst wenn Nebel über die Rottauen zieht, entfaltet der Herbst seinen stillen Zauber: Goldenes Laub, klare Luft und das sanfte Licht über den Rottaler Hügeln schaffen eine besondere Atmosphäre. Spaziergänge durch die Lugenz oder die offenen Landschaften werden jetzt zu sinnlichen Erlebnissen – begleitet von letzten Blüten wie Flockenblume und Ehrenpreis.


Zugvögel und stille Begegnungen


Ein Höhepunkt des Monats ist der Vogelzug: Seit wenigen Jahren ziehen sogar Kraniche über Bad Birnbach gen Süden. Ihre trompetenden Rufe hallen über die Felder, wenn hunderte dieser eleganten Vögel in großen Formationen am Himmel erscheinen. Auch Starenschwärme, Graugänse und Silberreiher sind jetzt gut zu beobachten. Rehe schließen sich zu „Sprüngen“ zusammen und sind in den frühen Morgenstunden auf den Hügeln zu sehen.


Leben unter der Oberfläche


Wer vom Holzsteg über dem Birnbach ins Wasser schaut, entdeckt auch unter Wasser Bewegung: Bis zu zehn Fischarten – darunter Karpfen, Döbel, Barsch und Hecht – sind in der Rott aktiv. Während sich viele Arten auf die Winterruhe vorbereiten, nutzen Raubfische die kühleren Temperaturen zur Nahrungssuche.


Einladung zum Entdecken: Ob wandernd, radelnd oder einfach verweilend – der Oktober in Bad Birnbach bietet bunte und bewegende Naturerlebnisse.

Ein Reh steht in einem grünen Feld und schaut neugierig in die Kamera.
Das schmeckt! Gourmet-Reh in den Rottaler Hügeln
Zwei Personen stehen auf einer Holzbrücke, umgeben von grünen Bäumen und einem klaren Himmel, und schauen in die Ferne.
Unterwegs an der Rott
Ein Greifvogel sitzt auf einem Strommast mit einer Uhr im Hintergrund.
Mäusebussard vor dem Kirchturm in Bad Birnbach

Natur in Bad Birnbach – Lichtspiele und Laubfarben im September

Ein großer weißer Reiher steht am Ufer eines Gewässers. Der Hintergrund zeigt sanfte Wellen und reflektierendes Wasser.

Unsere Natur im September – Vogelzug, Farbenpracht und Naturbeobachtungen

Lichtspiele und Laubfarben

Der Frühherbst hält Einzug ins Rottal. Das warme Septemberlicht taucht Hügel und Wälder in stimmungsvolle Farben, glitzert auf Tautropfen und lässt das Laub in leuchtenden Tönen erstrahlen. Auch wenn das Wetter wechselhafter wird, sind Spaziergänge durch die Lugenz, die Rottaler Hügel, die Rottauen oder den Kurpark jetzt besonders reizvoll.

Silberreiher an der Rott, ein großer weißer Vogel mit langen Beinen und einem langen Hals, steht am Wasser.
Naturbeobachtungen im Bad Birnbacher Kulturspatz

Pilze, Wildblumen und Herbstzeitlose

In den Wäldern sprießen die ersten Pilze – manche mit edlen Mustern, andere warnend rot oder lederglänzend. Auf den Wiesen blühen noch Wildpflanzen wie Schafgarbe, Ackerwinde und Wegwarte. Die Herbstzeitlose zeigt ihre zarten, krokusartigen Blüten an feuchten Böschungen und in Auwäldern.

Spektakel am Himmel

Der Vogelzug ist in vollem Gange: Stare sammeln sich auf Strommasten und zeigen spektakuläre Flugformationen. Rauchschwalben verschwinden fast über Nacht gen Süden – ganz nach dem Sprichwort: „An Mariä Geburt ziehen die Schwalben furt.“ Auch die Bad Birnbacher Störche geben Rätsel auf: Die Altvögel hatten sich in den letzten Jahren entschieden, im Kurort zu überwintern. Ob sie auch diesmal bleiben?

Panoramaaufnahme der Rottal-Landschaft im September mit sanften Hügeln, Feldern und einer kleinen Kirche im Hintergrund.
Rottaler Hügellandschaft im Frühherbst

Beobachtungen mit Glücksmomenten

In den Rottaler Wäldern, beispielsweise der Lugenz oder in Aunham, locken jetzt lange Spaziergänge durch Wälder, in denen sich immer mehr Farbtöne zeigen. Immer wieder lassen sich nicht nur Blicke auf weite Landschaften erhaschen, sondern auch mit etwas Glück auf Feldhasen und Rehe. Wer aufmerksam durch die Rottauen oder den Kurpark geht, entdeckt Finken und Drosseln im Gebüsch, Stieglitze auf den Wiesen und mit etwas Glück sogar einen Eisvogel, eine Gebirgsstelze oder einen stolzen Silberreiher an der Rott. Vielleicht flattert auch ein orangefarbener Großer Feuerfalter vorbei – ein Schmetterling, der seit Kurzem in den Rottauen heimisch ist.

Zwei Personen stehen in einem geschützten Bereich des Waldes und beobachten die Natur. Beide halten Kameras und scheinen auf etwas Interessantes in der Ferne zu schauen. Der Hintergrund zeigt dichte Bäume und Grünpflanzen.
Es gibt immer was zu sehen! Nadia und Berndt auf der Pirsch

Naturbeobachtung an der Rott im August

Bad Birnbacher Kulturspatz – Naturbeobachtung

Schon ist der August da! Und mit ihm unsere Naturbeobachtungen im Bad Birnbacher Kulturspatz!

Unsere Natur im August
Hochsommerlicht und blühende Stauden


Vielfalt der Farben
Im August erstrahlt die Natur in ihrem vollen Glanz, mit einer beeindruckenden Palette von Farben, die in den blühenden Stauden und sattem Grün der Landschaft zu finden sind.
Der August lässt nun die Früchte des Rottals reifen und malt schöne Sommerlandschaften. Die lichtdurchflutete Hochsommer-Stimmung an der Rott lässt alle Farben aufglühen, während die Früchte an den Bäumen reifen.


Blühende Vielfalt und Farben am Wegesrand

In den Rottauen und auf den Wanderwegen rund um Bad Birnbach sind jetzt spätblühende Stauden wie Königskerze, Rainfarn und Odermennig zu sehen. Sie setzen gelbe Akzente in die Landschaft, während der Blutweiderich mit kräftigem Purpur auffällt.

Gebirgsstelze (Motacilla cinerea)


Reife Früchte und Streuobstwiesen
Die Mirabellen und Brombeeren sind reif, Heidelbeeren sind in den Wäldern zu finden. Auch die Streuobstwiesen im Kurgebiet präsentieren sich in Bestform: Äpfel und Zwetschgen hängen bunt an den Bäumen. Diese Wiesen sind nicht nur landschaftlich attraktiv, sondern zählen zu den artenreichsten Biotopen: Sie sind Oasen für Wild- und Honigbienen und viele Insektenarten und bieten vielen Vogelarten Brutlebensräume; durch angrenzende Hecken huschen Rehe und rascheln Igel.


Unsere Vogelwelt
Die Vogelwelt zeigt sich im August in Übergangsstimmung. Turmfalken „rütteln“ über Wiesen auf der Suche nach Mäusen, während Mäusebussarde gleitend ihre Kreise ziehen. Stieglitze fressen die Sämereien der Disteln, Ringeltauben sammeln Körner auf Stoppelfeldern. In den Rottauen sind mit etwas Glück auch Waldwasserläufer oder Gebirgsstelzen zu beobachten. Der Pirol und die Mauersegler sind bereits auf dem Weg in ihre südlichen Winterquartiere. Wer sich an der Rott Zeit lässt, kann auch den Eisvogel glitzernd über das Wasser ziehen sehen. Mit etwas Glück erspähen wir auch den seltenen Seidenreiher.


Schmetterlinge und Libellen
Noch zeigen sich viele Schmetterlinge auf den Wiesen an der Rott. Welch wunderschönes Schauspiel! Bläulinge naschen an den Blüten und die zweite Faltergeneration ist nun unterwegs – darunter Admirale, und das Landkärtchen. Auch in der Lugenz, insbesondere am Waldrand können wir Falter tanzen sehen, insbesondere das farbige Tagpfauenauge.
Libellen sind Hochsommertiere – und spätestens jetzt im August sind auch die letzten ihrer Art geschlüpft. Es ist immer spannend, sie zu beobachten.

Graureiher und Seidenreiher nebeneinander
Wir zwei in den Rottauen

Unsere Natur im Juni – Tanzende Lebensfreude in Grün!

Ein junges Eichhörnchen sitzt auf einem Ast und blickt aufmerksam in die Umgebung.
Kulturspatz Juni

Schon ist es Juni! Und somit ist mein Juni-Naturbeitrag im Kulturspatz zu lesen. Hier noch einige Fotos vom Frühsommer in unserer schönen Gegend.

Ein Feld voller leuchtend roter Mohnblumen, umgeben von goldenem Getreide und sanften Grashalmen.
Klatschmohn ist immer ein Hingucker

Im Juni zeigt sich die Natur in ihrer üppigen Schönheit, so reich und überwältigend, dass man kaum weiß, wohin die Reise zuerst gehen sollte, um dieses Erlebnis mit allen Sinnen zu genießen. Zur Rott, in die Lugenz oder auf die sanften Hügel des Rottals?

Zwei Vögel stehen auf einem veralgten Baumstamm, der teilweise im Wasser liegt, umgeben von ruhigem Wasser.
Gebirgsstelzen an der Rott. Vorne ein Nestling

Der Naturtanz

Bad Birnbach ist längst bekannt für seine Vielzahl an Tanzkursen und Veranstaltungen. Doch auch die Natur lädt ein, ihren eigenen, von den Jahreszeiten geprägten Rhythmus zu entdecken. Lauschen wir aufmerksam, können wir diesen lebendigen Tanz im Grünen regelrecht spüren: Junge Rauchschwalben taumeln durch die Lüfte, der Grauschnäpper stürzt sich akrobatisch auf Insekten, während Margeriten und Witwenblumen im sanften Takt des Windes schwingen. Majestätische Höckerschwäne gleiten über die Rott, und die Königskerzen am Wegesrand nicken würdevoll mit ihren leuchtend gelben Häuptern.

Wie im Tango geht es auch im Storchennest um Leidenschaft und Präzision: Die Jungstörche üben unermüdlich das Fliegen über ihrem Nest – denn Übung macht den Meister. Schmetterlinge und Libellen begleiten den Tanz der Natur mit ihren schimmernden Flügelschlägen.

Die Musik zum Naturtanz flötet der Pirol, der zurzeit an der Rott brütet; der Kuckuck schlägt mit seinem Ruf den Takt dazu. Flügge gewordene Jungvögel hüpfen nun durch das Gebüsch. Die Jungen von Zaunkönig und Kohlmeise sind bereits ausgeflogen, sodass die zweite Brut beginnen kann, aber auch Schwäne und Enten führen ihre Jungen an gute Futterplätze.

Nahaufnahme einer gelben Königskerze mit leuchtend gelben Blüten und roten Staubgefäßen vor einem unscharfen grünen Hintergrund.
Schwarze Königskerze (Verbascum nigrum)
Ein junges Schwanenküken erkundet neugierig die Ufersteine am Wasser, umgeben von grünen Pflanzen und einem ruhigen Gewässer.
Ein junger Höckerschwan

Symphonie der Farben

Farbliche Akzente setzen derzeit zahlreiche Pflanzen: das zarte Rosa der Heckenrose, das strahlende Gelb der Johanniskrautblüten, das kräftige Violett von Flockenblume und Beinwell sowie das reine Weiß von Margerite, Steinbrech und Schafgarbe. Gemeinsam verweben sie sich auf den blühenden Wiesen zu einem lebhaften, bunten Teppich.

Ein besonderes Walderlebnis bieten auch Falter, die sich im Sommer in lichten Wäldern zeigen. Dieser wunderschöne und seltene Japanische Eichenseidenspinner wurde im letzten Jahr im Juli Lugenzwald entdeckt. Er gehört zu den größten Schmetterlingen Europas; seine Raupen ernähren sich von Eichenblättern.

Ein großer, leuchtend orangefarbener Schmetterling mit durchsichtigen Flügeln sitzt auf grünem Gras.
Japanischer Eichenseidenspinner (Antheraea yamamai) Der Japanische Eichenseidenspinner zur Seidenzucht nach Europa importiert.