Was für eine Show! Heute auf dem Maifest in Bad Birnbach: Die Zeiinger Maibaumsteiger! Waghalsig, mutig, witzig, virtuos, sie haben uns alle in Atem gehalten.
Und die Reichertshamer Musikanten waren da! Hier einige Eindrücke. Die Gruppe aus dem Rottaler Umland spielt neben Blasmusik-Klassikern vornehmlich echte Rottaler, niederbayerische und altbairische Volksmusik, die Maxi Ortner größtenteils selbst arrangiert. Am schönsten fand ich heute den Zwiefache mit Gesang!
Was ich toll finde: Die jungen Musikanten bemühen sich, authentische Kultur neu aufleben zu lassen!
Die Reichertshamer MusikantenEs war ganz schön viel los auf dem Marktplatz!
Die Mai-Ausgabe des Kulturspatz ist da! Hier mein Text in der Rubrik „Naturbeobachtung“
Auch die Birnbacher Störche feiern den 1. Mai. Wie? Mit viel Liebesgeklapper! In diesem Monat kann man meist die Köpfchen der Jungstörche über dem Rand des Storchennests sehen und es beginnt das Raten, ist es eins, sind es zwei oder gar drei? Im Jahr 2018 gab es aus diesem Horst erstmals eine erfolgreiche Brut mit drei flüggen Jungvögeln.
Nun schwirren Schmetterlinge, Bienen und Libellen über die Blühwiesen im Kurpark und an den Ufern der Rott; aus Tümpeln rufen Frösche. Hahnenfuß, Löwenzahn, Klee und Glockenblumen blühen jetzt. Eine Blühwiese mit heimischen Wildblumen kann so spannend sein: Da muss man nur hinschauen und schon erlebt man Wunder der Natur!
Amsel, Drossel und Rotkehlchen singen jetzt aus voller Kehle. Aber was flötet denn da an der Rott? Es ist der Pirol! Der wunderschöne gelbe Vogel, kommt jetzt aus seinem Überwinterungsgebiet in Afrika zurück. Sie wollten sowieso schon immer wissen, was da singt und zwitschert? Eine Vogelstimmen-App kann da aufklären. So kann man vielleicht sogar einen seltenen Neuntöter erhaschen, der in Gebüschen nistet.
Auch Waldspaziergänge sind jetzt besonders schön. Langsam wachsen mehr Laubbäume auf den Flächen, auf denen früher dichte Fichtenbestände waren. Dadurch wirkt der Wald heller und grüner. Das Licht lockt auch mehr Schmetterlinge und blühende Pflanzen an, die zuvor kaum zu sehen waren.
DistelfalterNaturbeobachtung – Kulturspatz Mai 2024
Kontraste zwischen dem Schnee und dem frischen Grün waren sehr reizvoll. Sehr glücklich hat mich die Begegnung mit einem Trauermantel (Nymphalis antiopa) gemacht. Ich habe ihn bisher nur sehr selten gesehen. Es ist ein Edelfalter mit satter dunkelbraunvioletter Farbe. Die Flügel sehen aus wie dicker Samt. Der Rand mit hellen und blauen Tönen ziert den „Mantel“ wie eine bestickte Bordüre.
Flussseeschwalben (sterna hirundo) an der Rott – Sternes pierregarin en Bavière
Pünktlich wie die Maurer ist es wieder Ende April an der Rott in Bad Birnbach angekommen: Das Flussseeschwalben-Paar!
Während ich sie begeistert filmte, hörte ich hinter mir ein älteres Pärchen. „Was fotografiert die da? Schwäne?“ fragt der Mann. „Nein, was Langweiliges!“, antwortete die Frau. LANGWEILIG???
„Das sind Flussseeschwalben,“, sage ich belustigt, „die sind bei uns ganz selten und gefährdet!“. Ich sprach noch davon, dass es etwas ganz Besonderes sei, solch ein Paar in der Brutzeit in der freien Natur anzutreffen, da die meisten Vögel dieser Art die wir in Bayern antreffen können, inzwischen auf „Brut-Flößen“ brüten, die von Menschen gebaut werden. Die Leute gingen recht unbeeindruckt weiter.
Da hab ich mich gefragt: Sind Flussseeschwalben tatsächlich langweilig? Ich liebe sie. Nicht nur, weil sie selten sind, sondern auch wunderschön mit dieser flott designten schwarzen Kappe auf dem Kopf, dem elegant gegabelten Schwanz, den tiefroten Beine. Und wer sie mal bei der Balz gesehen hat, der kann sich nur für sie begeistern. Dachte ich. Aber wer weiß?
Unsere Birnbacher Störche brüten nun schon seit Anfang März. Inzwischen kann man beobachten, wie sie Nahrung hochwürgen, um die Jungvögel von Schnabel zu Schnabel zu füttern. Noch sind die kleinen Köpfchen nicht zu sehen, weil der Nestrand sehr hoch ist. Aber in den nächsten Wochen werden wir endlich wissen, ob es sich um ein „Einzelkind“ handelt oder ob es mehrere sind. Ich bin ganz schön gespannt 😊
FR// Nos cigognes semblent avoir des petits! Je suis curieuse de voir dans les prochains jours combien de poussins il y a dans le nid.