Unterwegs im Ibmer Moor mit jungen Biologen aus Siena, die glücklicherweise auch noch mit mir verwandt sind. Das Ibmer Moor ist die größte zusammenhängende Moorlandschaft Österreichs.
Sehr schön war es, wieder die ersten Kiebitze (Vanellus vanellus) zu erleben und zu sehen, dass die Leberblümchen (Hepatica nobilis) blühen.
FR //Randonnée dans un marais et ancienne tourbière en Autriche. Les premiers vanneaux huppés sont déjà arrivés.
EN // Walking in a protected marshland in Austria. The first lapwings were already there.
Einer der ersten Kiebitze im Ibmer Moor – Dass es ein Männchen ist, sieht man an der langen Tolle und dem tiefschwarzen LatzLeberblümchen (Hepatica nobilis)Moorlandschaft
Etwas früher als in den letzten Jahren ist der erste Kiebitz heute, am 16.02.24, in Bad Birnbach gelandet!
Der Kiebitz ist bei uns stark gefährdet. Als Bodenbrüter hat er es nicht leicht. Deswegen ist es schön, dass es inzwischen ein „Kiebitz-Team“ in unserem Landkreis gibt, das sich darum bemüht, die Nester zu markieren und sie – zusammen mit den Landwirten – zu schützen.
Und wieder eine lustige alte Geschichte aus dem Rottal. Diesmal ist die Informationsquelle das Rosenheimer Tagblatt vom Jahr 1901. Ich habe sie mit einem Schmunzeln illustriert.
In unseren Zeiten, in denen die Bahn ständig Verspätung hat, eine besonders witzige lokale Geschichte, finde ich.
Ein Reisender berichtet humorvoll in der Zeitung, dass er am 16. Juli 1901 morgens mit der Bahn von Pfarrkirchen nach Birnbach fahren wollte. Hier seine Worte:
„Der diensthabende Beamte gab das Zeichen zur Abfahrt. Die Lokomotive pfiff – doch was ist das? Der Zug bewegt sich nicht. Alle Reisenden rannten an die Fenster, um zu sehen, was es gebe. Doch jetzt geht es ja, aber in einem Tempo, als ob den Zug, welcher zwölf Wagen lang war, ein Ochse wegziehen müsste und so ging es gemütlich 500 Meter von der Station Pfarrkirchen weg.
Alle Reisenden waren begierig, den Grund der langsamen Fahrerei zu erfahren. Doch siehe – da kommt aus der Stadt auf der Triftener Landstraße gemütlich der Heizer des Zuges mit zwei Maß Bier daher. Jetzt war das Rätsel gelöst. Der Heizer lief vor Abgang des Zuges in die Brauerei Gässl in Pfarrkirchen, holte sich zwei Maß Bier und erst, als er mit dem edlen Nass auf dem Tender stand, ging es mit Volldampf davon.
Der Heizer hatte allerdings höchste Zeit, um noch mitzukommen, da sich bereits mehrere spaßhafte Reisende daran machten, den Zug mit eigener Kraft in rascheren Gang zu bringen, um dann mit Schnellzugsgeschwindigkeit, wie sie die Sekundärbahn nun schon einmal besitzt, dem inneren Rottale zugeführt zu werden.“
Quelle: Rosenheimer Tagblatt ; Tageszeitung für Landwirtschaft, Gewerbe und Handel ; offizielles Amts- und Nachrichtenblatt für alle Behörden. 1901 = Jg. 31, 16. Februar-31. Dezember
Der Faschingszug in Bad Birnbach – Wie immer wunderschön!
Diesmal haben mir die Gruppen rund um die Themen Biber, Ärztemangel, Klimakleber und zum autonomen Bus besonders gut gefallen. Witzig: der Vorschlag, den Weißwurschtkreisel klimagerecht in „Salat-Schleuder“ umzubenennen. Auch die Tierschutzaktion „Ruhestand für Bräunl“ war wirklich lustig.
Ein klimafreundlicher Vorschlag…Der Bräunl wird in den Ruhestand gesetzt, der Thermenbach entschleunigt.Der autonome Bus geht auch schon in RenteFaschingsprinzessin Jasmin und der BräunlreiterUnd ganz viel Spaß