Zum internationalen Frauentag 2026 – Animierte Aquarelle

Als Mädchen fand ich den Frauentag – als er in den 70ern in Westdeutschland wieder sichtbarer wurde – „blöd“. Ich empfand ihn als diskriminierend. Als junge Frau dachte ich, ich bräuchte keinen Frauentag: Ich bin doch stark und frei. Warum gibt es keinen „Männertag“? Für mich wirkte dieser Tag damals so, als würde er Frauen zu einem schwachen Wesen erklären, das besondere Aufmerksamkeit braucht. Fast fürchtete ich, Mitschüler oder Brüder könnten sich dadurch überlegen fühlen.

Mit der Zeit hat sich meine Sicht verändert. Und je älter ich werde, desto klarer wird mir, wie schnell man als Frau in einer Falle sitzt und wie notwendig dieser Tag ist. Weltweit – damit Frauen nicht länger ungestraft Gewalt und Bevormundung erfahren, wie es in manchen Ländern noch immer geschieht. Aber auch hier bei uns: weil wir noch immer nicht in allen Bereichen ernst genommen werden, weil wir weniger verdienen oder in „typische Frauenberufe“ gedrängt werden.

Und dieser Tag erinnert uns auch daran, uns selbst zu fragen, ob wir Frauen die Schönheitsnormen und Selbstoptimierungsbefehle von TikTok und Co. wirklich übernehmen wollen – oder ob wir ihnen etwas entgegensetzen möchten.

#weltfrauentag #journéeinternationaledesfemmes #womensday

Das Rottal – wie ich es liebe

Aquarellmalerei eines Buswarteplatzes mit einem Vogel auf einem Schild. Im Hintergrund sind Bäume und eine Wiese zu sehen.

Das Rottal – wie ich es liebe.


Zurzeit überarbeite ich einige Aquarelle, die ich vor Jahren gemalt habe – auch dieses hier gehört dazu. Die Szene habe ich damals genau so erlebt: ein kleines altes Holzhäuserl, ein schiefes Haltestellenschild, ein Greifvogel darauf und diese besondere Ruhe am Waldrand. Wo es genau war, weiß ich nicht mehr; es war jedenfalls auf einer Wanderung, die damals noch von Josef Kagerer geführt wurde. Viele meiner Bilder entstehen aus solchen Momenten, die mich berühren und begleiten.


Und jeden Tag bin ich dankbar, nicht mehr in einer Großstadt leben zu müssen.

EN: I’m currently revisiting some watercolours I painted years ago – including this one. I experienced the scene just as it appears here: a small old wooden hut, a crooked bus‑stop sign, a bird of prey on top, and that quiet stillness at the forest’s edge. I no longer remember the exact place; it was during a hike once led by Josef Kagerer. Moments like these inspire many of my paintings

And every day I’m grateful not to be living in a big city anymore.

Die Luchsin

Ein Aquarellbild eines Luchses, der durch einen Wald geht, umgeben von grünen Bäumen und bunten Farben.
Luchs – Lynx – Aquarelle -Tiermalerei –

Ich liebe Luchse. Laut einer Pressemitteilung des Nationalparkzentrums Falkenstein vom 3.03.März 26 ist eine Luchsin tot aufgefunden worden. Wie traurig…

Noch kennt man die Todesursache nicht. Ich habe nur einmal einen gesehen, und zwar im anderen Tier-Freigelände (im Nationalparkzentrum Lusen) Es war eine magische Begegnung mit einem wahnsinnig schönen Wildtier, die mich inspiriert hat, dieses Aquarell zu malen.

Hier der Inhalt der Pressemitteilung der Nationalparkverwaltung: „Das Team des Tier-Freigeländes im Nationalparkzentrum Falkenstein bei Ludwigsthal hat diese Woche eine traurige Entdeckung gemacht. Bei einer Routinekontrolle des Luchsgeheges wurde ein weibliches Tier tot aufgefunden. Die genauen Umstände des Todes soll nun eine Obduktion klären.“

EN: I love lynxes. According to a press release from the Falkenstein National Park Center on March 3rd, a female lynx was found dead in the enclosure — such sad news. The cause of death is still unknown. I’ve only ever seen a lynx once, in the other wildlife enclosure at the Lusen visitor center. It was a magical moment with an incredibly beautiful wild animal, and it inspired me to paint this watercolor.

The National Park Administration wrote:

“During a routine check of the lynx enclosure at the Falkenstein visitor center near Ludwigsthal, the team made a sad discovery this week: a female lynx was found dead. An autopsy will now determine the exact cause of death.”

Harte Zeiten versüßen – Rosis süße Insel

Marktstand mit dem Namen 'Rosi's süße Insel', der frische gebrannte Mandeln und Cake Pops anbietet, vor dem Rathaus.
Wochenmarkt – Aquarellmalerei – watercolorpainting

Kann sich noch jemand erinnern, wie es in der Coronazeit war? Alles schien stillzustehen, als hätte jemand die Welt auf Pause gedrückt. In dieser Phase habe ich dieses Bild gemalt – genau so sah es damals aus: Rosis süße Insel, der kleine Wagen voller Süßigkeiten auf dem Bad Birnbacher Marktplatz.

Einige Marktleute kamen jeden Samstag zum Wochenmarkt, obwohl sie kaum Kunden hatten. Sie brachten ein bisschen Farbe und Leben in diese eingefrorene Welt.

Heute wirkt alles beschleunigt, als wolle die Zeit das Verpasste nachholen – im Guten wie im Bösen. Rückblickend bin ich diesen Marktleuten noch immer dankbar. Für viele von uns waren sie in den Wochen, in denen man das Haus nur mit „triftigem Grund“ verlassen durfte, die einzigen menschlichen Begegnungen. Danke, Rosis süße Insel!

EN: Do you remember the Covid years? Everything felt frozen, as if the world had been put on pause. That’s when I painted this scene: Rosi’s Sweet Island on the Bad Birnbach marketplace — exactly as it looked back then.

A few market vendors still came every Saturday, even with almost no customers. They brought a touch of colour and life to that suspended moment in time.

Today everything feels faster, as if the world is trying to make up for what was lost. Looking back, I’m still grateful to those vendors. For many of us, they were the only human contact we had. Thank you, Rosi’s Sweet Island!

Frau mit Schwarzkehlchen – Woman with stonechat

Porträt einer Frau mit langen, braunen Haaren und grünen Augen, die einen weißen Umhang trägt. Neben ihr sitzt ein kleiner Vogel.
Aquarellmalerei – Watercolorpainting – Malerei -Portrait

Da es geregnet hat, habe ich dieses Porträt im Hotelzimmer gemalt, was nicht ganz einfach war, weil ich nur ganz wenig Platz hatte, aber ich glaube, es gefällt mir…

EN: Since it was raining, I painted this portrait in my hotel room. It wasn’t easy because I had very little space, but I think I like how it turned out.