Art et nature en Bavière

 

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Kapelle in Steina bei Bad Griesbach

 

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Kapelle bei Steina

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Braunau

 

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Schauraum K3 bei Simbach am Inn

Schauraum K3 Galerie für Gegenwartskunst-

Vierseithof in Kottigstelzham von Rudolf Huber-Wilkoff – Galerie Schauraum K3

 

Schauraum K3 Galerie für Gegenwartskunst - Foto Nadia Baumgart

Schauraum K3 für Gegenwartskunst im Rottal (Simbach am Inn) – Die derzeitige Jubiläumsausstellung zeigt Werke von Niki de Saint Phalle, Georg Baselitz, Christo, Max Ernst, insbesondere Lithographien und Drucke – „20 Jahre Kunst Schauraum: 100 Künstlerinnen und Künstler – 100 Exponate“

Schauraum K3 Galerie für Gegenwartskunst (2)

Vierseithof-Foro-Nadia-Baumgart

Vierseithof in Steina bei Bad Griesbach

 

Today we discovered a charming little chapel, a beautiful old farm with the traditional four-sided courtyard, a small town in Austria (Braunau) and an interesting gallery of contemporary art (with works from Francis Bacon, Georg Baselitz, Christo oder Niki de St. Phalle) in the middle of nowhere, called “Schauraum K3 Galerie für Gegenwartskunst”

Heute entdeckten wir eine schöne, kleine Kapelle in Steina bei Bad Griesbach – Einen riesigen alten Vierseithof gegenüber – die kleine österreichische Grenzstadt Braunau und – absoluter Geheimtipp im Rottal: den Schauraum K3 Galerie für Gegenwartskunst in einem Hof bei Simbach. Hier mehr darüber: http://schauraumk3.com/

Göttinnen

Ägyptisches Museum-Foto-Nadia-Baumgart

Wir sind zurück in Niederbayern. Dieses Foto eines meiner Lieblingsobjekte aus dem Ägyptischen Museum wollte ich aber noch posten und füge ihm einen Auszug aus meinem Reisebericht hinzu:

Im ägyptischen Museum, das weiterhin wie ein Sammellager von Antiquitäten wirkt, in dem so gut wie alles verstaubt ist und sich kaum erklärende Texte finden, gefallen mir diesmal insbesondere kleine Figuren, die ich bei den bisherigen Besuchen nicht beachtet hatte: kleine Statuen von Zwergen und Horus als Kind mit einem Finger vor dem Mund.

Neu ist für mich die Mumienhalle. Besonders aufgefallen sind mir diesmal ein Krokodil, Symbol des Gottes Sebek, ein Alabaster-Kanopenschrein (eine Art Urne mit den Eingeweiden der Mumien) mit den Köpfen von vier Göttinnen, darunter Isis (die weiteren heißen Nath, Selket und Nephlys), ein Holzgriff, der einen asiatischen und einen nubischen Kriegsgefangenen darstellt).

Im Museum dasselbe liebenswerte Chaos, das ich bereits kenne. X sagt: es ist schade, dieser Haufen zusammengewürfelter Kunstobjekte, wahrscheinlich sind sie nicht einmal katalogisiert. Kein Schild, keine Erklärung – Y: Deswegen meinen ja viele, Deutschland und England sollten auf keinen Fall ihre Sammlungen zurückgeben, sie glauben, sie könnten sie besser präsentieren. Aber im Grunde gehören diese Objekte hierher, damit das ägyptische Volk sie hautnah erleben kann. Außerdem finde ich, dass die exklusiven Ausstellungen mit Sonderbeleuchtung auch tot wirken können. Hier wirkt der Zauber der vielen göttlichen Figuren noch. Sie waren vorher in staubigen Gräbern, jetzt in staubigen Auslagen, die Glasschaukasten sind voller Fingerabdrücke, die Statuen auch verstaubt, aber beinahe „lebendig“, nicht wie in klimatisierten Plexiglasboxen mit erlesenem Hintergrund. Das kleine Mädchen legt ihr Smartphone auf den Schoß des 3500 Jahre alten Schreibers und junge Menschen schauen in die Gesichter der Mumien, als seien es ihre Urgroßeltern.

Die Mumie von Ramses II werde ich nie vergessen: 1,70 m groß, hager mit hellgelbem, schütteren Haar, die Hände ragen etwas in die Höhe mit angewinkelten Ellbogen. Insbesondere junge Frauen schauen ihm neugierig und interessiert ins Gesicht. Alle sehen sich irgendwie ähnlich, auch ich gleiche ihnen.

Diese Mumien waren der Körper von Königen und Pharaonen. Die Oberlippe einer Frauenmumie hat sich etwas zurückgezogen, man sieht ihre Zähne im Zahnfleisch, das lebendig wirkt. Die meisten Mumien haben einen konzentrierten, sehr ernsten Ausdruck, als würden sie an eine schwierige Frage oder einen tiefen Schmerz denken.