Beunruhigende Tatsachen

Ich freue mich sehr, nun Berichte über die Tätigkeiten und Veranstaltungen des Bund Naturschutz Kreisgruppe Rottal-Inn verfassen zu dürfen. Hier mein erster Beitrag über den gestrigen Vortrag in Eggenfelden über die Wirkungen von Glyphosat:

Beunruhigende Tatsachen

Eggenfelden – Vortrag von Prof. emer. Dr. Monika Krüger über die Auswirkungen von Glyphosat auf Nutztiere und Mikroorganismen

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Glyphosat. Bei diesem Begriff kommen einem schnell allerlei Assoziationen: Bienensterben, Krebs, Monokulturen. Andererseits liest man immer wieder, der Einsatz des Herbizids sei harmlos und ganz unbedenklich. Das Thema erlangte wieder besondere Relevanz, als in diesem Jahr die Firma Bayer das amerikanische Unternehmen Monsanto kaufte.

Der am 11. Oktober im Stadtsaal von Eggenfelden gehaltene Vortrag der Veterinärmedizinerin und Mikrobiologin Prof. emer. Dr. Monika Krüger von der Universität Leipzig schaffte mehr Klarheit und viel Betroffenheit. Unter dem Motto: „Glyphosathaltige Herbizide – Fluch oder Segen für Landwirtschaft und Verbraucher?“ wurden die Wirkungen des Mittels aufgezeigt.

Die vom BUND Naturschutz Kreisgruppe Rottal-Inn, in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, der Katholischen Landvolkbewegung, dem Bundesverband Deutscher Milchviehhalter und dem Kreisverband Bayerischer Imker organisierte Veranstaltung war mit weit über 100 Teilnehmern sehr gut besucht.

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Zunächst wurde geklärt, was Glyphosat überhaupt sei, nämlich ein systemisches und nicht selektives Herbizid, das seit den 70er Jahren von Monsanto produziert und seit Mitte der 90er Jahre mit der Entwicklung von glyphosatresistenten Saatgütern verstärkt eingesetzt wird. Weltweit wird das Totalherbizid in mehr als 100 Ländern benutzt. In Deutschland findet es inzwischen auf ca. 40% der Agrarflächen, aber auch auf Nicht-Agrarflächen, wie z.B. in Baumschulen und auf den Gleisen der Deutschen Bahn Anwendung. Heute werden hier 105 glyphosathaltige Mittel eingesetzt.

Anhand einer Vielzahl von internationalen Studien und eigenen Forschungen erläuterte die Referentin die Wirkungen des Totalherbizids. Der langfristige Einsatz über mehrere Jahre reduziere eindeutig die mikrobielle Biodiversität von Böden und somit auch die Bodenfruchtbarkeit. Es wirke u.a. wie ein Antibiotikum, hemme somit das Wachstum von Bakterien und Pilzen mit positiver Wirkung auf unseren Organismus und fördere die Ausbreitung von krankheitserregenden Keimen, die letztlich über die Nahrungsmittel auch in den menschlichen Körper gelangen…

Glyphosat kann in Proben von Menschen, Tieren und in Futtermitteln nachgewiesen werden. Da jährlich ca. 38 Millionen Tonnen GVO-Soja (Gentechnisch veränderte Organismen) insbesondere von USA, Brasilien und Argentinien importiert werden, erfolge die Kontamination von Menschen und Tieren in Europa hauptsächlich über die Nahrung oder durch importiertes Tierfutter. Sogar Katzen- und Hundefutter enthielten hohe Mengen an Glyphosat. Nicht nur im Urin, sondern auch in Organen und Fleisch sei die Chemikalie nachweisbar. In USA und Südamerika, wo das Mittel schon in den 70ern zugelassen wurde, sei es schon im Trinkwasser angelangt.

Außerdem sei es in Baumwollprodukten, wie zum Beispiel Verbandsmaterial und Tampons, aber auch im Bier zu finden… Ganz besonders erschreckend sei, dass Kleinkinder inzwischen sogar stärker kontaminiert sind als Erwachsene.

Danach widmete sich die Referentin den Erkrankungen, die durch Glyphosat ausgelöst werden. Auffallend ist zunächst ein im Zusammenhang mit verstärktem Einsatz proportionaler Anstieg von chronischem Botulismus, einer lebensbedrohlichen Vergiftung, bei Kühen. Das Herbizid erzeugt außerdem Mangelsituationen in Tieren; insbesondere bestimmte Spurenelemente und Vitamine können nicht mehr aufgenommen werden, sodass der Stoffwechsel schwer geschädigt wird. Es beeinflusst insbesondere die Magen-Darm-Flora letztlich auch im Menschen, aber beispielsweise auch bei Bienen, schwächt das Immunsystem und erhöht das Risiko von Autoimmunerkrankungen.

Es schädigt Organe, beeinflusst den Leberstoffwechsel, zerstört Hormone, reduziert die Fruchtbarkeit und produziert u.a. langsame, kaum heilbare Entzündungen. Laut einer Studie der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) von 2015 ist es wahrscheinlich krebserregend. Die Fotos von schwer missgebildeten Ferkeln, in denen Glyphosat nachgewiesen wurde, erzeugten bei allen Teilnehmern tiefes Unbehagen.

Zuletzt sprach Prof. Dr. Monika Krüger Lösungsansätze an. Kurz- und mittelfristig sei durch Einsatz von Huminsäuren, Pflanzenkohle und Zeolithen die Glyphosatwirkung auf Menschen, Tiere und Böden zu neutralisieren. Langfristig sei ein schrittweiser Ausstieg erstrebenswert und möglich. Auch digitale Technologien und moderne Bewirtschaftungsformen aus dem Biolandbau sollten vermehrt in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen.

„Wir erkennen wahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs“, sagte die Referentin. Es müsse mehr nach komplexen Zusammenhängen geforscht werden, um die Wirkungen auf Gesundheit und Insektensterben abzuklären. Notwendig seien auch mehr Forschungsmittel für unabhängige Institute zur Erstellung tiefergehender Studien.

Im Anschluss an den spannenden Vortrag fand eine lebhafte Diskussion statt, in der verschiedene Standpunkte über konventionelle und ökologische Landwirtschaft ausgetauscht wurden mit dem Ziel, zukunftsträchtige Lösungen zu ermitteln. Alle Teilnehmer nahmen von dem anregenden Abend viele, teils beunruhigende Erkenntnisse und viel Nachdenklichkeit mit.

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Ich freue mich, dass mein Artikel auch in der lokalen Presse PNP veröffentlicht wurde:

https://plus.pnp.de/lokales/pfarrkirchen/3108273_Glyphosat-Fluch-oder-Segen.html?fbclid=IwAR1Canfh6UJGyVpoj8gaIEtyxTioiAx8sNmR8lMwD0nUTp9FIxsnU1yn6vU

https://rottal-inn.bund-naturschutz.de/aktuelles.html#c104773

Glyphosat

 

Katz und Has – Cat and hare

 

A new tale: the cat and the hare.

Wo Katz und Hase sich gute Nacht sagen…Heute Abend war es nicht der Fuchs, der die Gans jagen wollte, sondern eine größenwahnsinnige Katze. Sie hat sich vorsichtig mitten im Ort an den Hasen herangeschlichen, der erst arrogant sitzen blieb, um dann blitzartig wegzuspringen und sich in seiner ganzen Größe zu zeigen. So groß bin ich, sagte er, da hat auch ein roter Panther keine Chance. So schlich der Rote von dannen. Und der Hase tummelte sich vor dem Badehaus.

Une nouvelle fable de La Fontaine: le Chat et le Lièvre…Un chat plutôt mégalomane a décidé ce soir de faire la chasse au lièvre. En plein village. Le lièvre arrogant a d´abord observé la situation sans broncher. Pour détaler ensuite et se montrer dans toute sa grandeur…et aller brouter ensuite devant les magasins.

Schwarzstörche in Rottal-Inn!

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Schwarzstörche in Niederbayern!

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Black storks in Bavaria!

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Cigognes noires en Bavière!

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Jungvögel

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A family of black storks (Ciconia nigra)in Bavaria!
Une famille de cigognes noires en Bavière !
Schwarzstörche in Niederbayern!

Nicht einer, nicht zwei, sondern vier, eine ganze Familie! So etwas sieht man nicht alle Tage. Wir hatten das große Glück, sie in unserer Region (Rottal-Inn) aus der Nähe beobachten zu können.

Die letzte bayernweite Erfassung 2010 ergab 105 Brutpaare. Der Schwarzstorch (Ciconia nigra) ist ein scheuer Kulturflüchter und gehört innerhalb der Europäischen Gemeinschaft zu den besonders gefährdeten Großvogelarten.

Schnabel und Beine des adulten Vogels sind während der Brutzeit leuchtend rot, das Gefieder ist bis auf die weiße Brust tiefschwarz. Die drei Jungvögel waren an den hellen Beinen und den braunen Schnäbeln gut zu erkennen.

Die Gruppe schritt ruhig über eine waldgesäumte Wiese am Bach. Als ein Traktor hörbar wurde, starteten sie gemeinsam und segelten über den Wald hinweg.

Mein Herz hat laut geschlagen, ich war so glücklich, diese seltene Art in der Natur beobachten zu können! Wir sollten alles tun, um diesen wunderschönen Zugvögeln mehr Raum in unserer Kulturlandschaft zu gewähren.

Hier mehr von Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzstorch

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Hier noch der Beitrag, der in der PNP dazu erschien:

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https://www.pnp.de/lokales/landkreis_rottal_inn/pfarrkirchen/3048639_Scheuer-Schwarzstorch-vor-der-Linse.html

Linien und Farben

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Just playing around with colours and curved lines – Rottaler Landschaft

Forest

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Bayerischer Wald – Aquarell – Watercolour – Fabriano paper – 35 x 51 cm

Wir und das Rottal!

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Besser lesbar hier:  Wir und das Rottal

Wir freuen uns, dass in der lokalen Zeitung PNP ein Artikel über unsere Liebe zum Rottal erschien, der unsere Aktivitäten in der neuen Heimat sehr gut beschreibt. Das Interview mit Journalist Christian Döbber hat richtig Spaß gemacht!

We are happy that a news article in the local press reported about our life in our new homeland in Bavaria, our love for the country side and my passion for photography. The interview with journalist Christian Döbber was really good fun!

Nous sommes heureux que le journal local PNP ait publié un article sur notre amour pour notre nouvelle région en Bavière et ma passion pour la photographie. L´entretien avec le journaliste Christian Döbber a été un vrai plaisir !

Deutsch:

Ich sehe was, was du nicht siehst

Nadia Baumgart könnte jetzt genauso gut in Paris wohnen und nachts den glitzernden Eiffelturm fotografieren. Oder in New York und sich dort durch die endlos langen Häuserschluchten knipsen.

Die 57Jährige – geboren in den USA als Tochter eines Ägypters und einer Deutschen–hat die Welt gesehen, in Frankreich Kunst und in der Toskana Philosophie studiert, jahrelang in Italien gelebt und gearbeitet. Sie, die redegewandte Kosmopolitin, und ihr Mann Berndt, der pensionierte Kriminalbeamte, hatten viele Optionen, um sich irgendwo auf der Welt zur Ruhe zu setzen.

Und nun? Da steht Nadia Baumgart auf diesem einsamen grünen Hügel irgendwo hinter Asenham und frohlockt angesichts ihrer Entdeckung: „Das ist ein Alpen-Pestwurz – sehr selten im Rottal“, sagt Baumgart und rückt dem unscheinbaren Kraut mit dem Zoom ihrer Sony-Kamera ziemlich auf die Pelle. Das Gewächs ist mit schuld daran, dass Nadia Baumgart und ihr Mann vor eineinhalb Jahren ins Rottal gezogen sind.

Aber nicht nur. „Die ganze Landschaft mit den sanften Hügeln, die Natur und vor allem die Tiere faszinieren mich“, sagt die Wahl-Bad Birnbacherin. In Wiesbaden, wo sie zuvor gelebt hatten, fühlten sich die Baumgarts „wie eingekerkert“. Sie wollten raus aufs Land, in die Natur, in die Ruhe – auch zum Fotografieren natürlich. „Wir haben im Internet gesucht und Bad Birnbach hat alle unsere Kriterien erfüllt.“ Das Rottal ist für die Baumgarts nicht tiefste Provinz. „Es ist eine fotografische Oase, wir lieben es“. Jede Woche ist das Ehepaar auf Achse. Anschluss gefunden haben sie bei den Wanderfreunden.

Als Wahl-Rottaler haben Nadia und Berndt Baumgart aus Bad Birnbach einen ganz eigenen Blick auf die Schönheiten der Region sie sind bei Umzügen und Festen im Kurort mit dabei und gehen zwei bis drei Mal pro Woche auf Motiv-Jagd.
Dann stehen die beiden auf Wiesen, auf Hügeln, an See-oder Flussufern.

Bernd kuckt durch sein Spektiv und hält Ausschau nach allem, was summt, brummt, kriecht oder fliegt. Hat er einen der Rottaler Exoten entdeckt, visiert Nadia ihn an und drückt ab. Daheim wird anschließend in Büchern oder im Internet bestimmt, welcher Vogel, welche Schnecke, welche Schlange vor der Linse war. So läuft sie ab, die Tiersafari im Rottal.

Aber da ist noch mehr im dicken Foto-Fundus der Baumgarts. Das Ehepaar drückt auch bei scheinbar alltäglichen Szenen auf den Auslöser. Ein knorriger Baum, ein geackertes Feld, ein Blick über die niederbayerischen Hügel, Hochspannungsleitungen inklusive. „Die klammert man ja oft aus“, sagt Nadia Baumgart. Sie tut das nicht. „Das weiße Glitzern der Leitungen zaubert einen interessanten Rhythmus in die Bilder.“ Inne halten, aufmerksam sein, genau hinsehen – das ist das fotografische Credo der Baumgarts.

Als „Zuagroaste“ haben sie einen ganz unverbrauchten Blick auf das Rottal. Und so fangen sie mit ihren Bildern die Schönheit einer Landschaft ein, die vielen in ihrer täglichen Hast verborgen bleibt. „So viel Schönes liegt hier genau vor unserer Nase“, findet Nadia Baumgart. Damit die Schönheiten ihrer neuen Heimat auch in Übersee bestaunt werden können, stellt die Fotografin ihre Bilder auf ihrem Blog (nadiapittura.com/das-rottal) online. Ihre fotografische Hommage an das Rottal hat inzwischen mehr als 700 Follower. Und siehe da: Auch ein paar aus Paris und New York sollen darunter sein

Translation of the article in the local Bavarian press PNP:

The other sight

Nadia Baumgart might as well make photos from Paris at night or from the city of New York. Nadia is 57 years old and was born in the USA from an Egyptian father and a German mother – she studied art and philosophy in France and Italy and had lived in Italy for many years. She – an eloquent and cosmopolitan woman – and her husband Berndt, a former officer of the Federal Office of Criminal Investigation had a lot of options in the world to decide where to retire.

Well then? Nadia stands on a lonely green hill somewhere behind the small village Asenham and rejoices because she found an Alp butterbur. “This is rare in our valley” she says while zooming on the inconspicuous plant with her Sony camera. This strange plant is to blame for their decision to move in our valley one year and a half ago but not the butterbur alone. “All this landscape with its gentle hills, the nature and most of all the animals fascinate me”, says Nadia. “We felt imprisoned in Wiesbaden, the city in which we lived previously.” They wanted to live on the countryside, in a natural and calm area. Also for the purpose to make pictures.

“We searched on the internet and have found precisely what we were looking for. Bad Birnbach met all the criteria.” For the Baumgarts, this area is not “deeply rural” or “deepest province”, “it is an oasis, we love it.” They have found friends among the hikers of the region and take part of the traditional festivals.

At least twice a week the couple is on the move to discover the surroundings and to take pictures. They stand then on a hill or on the shore of a river or a lake and Berndt looks through his spotting scope to help Nadia to find all what sings, buzzes or creeps. She makes photos and the couple identifies afterwards the species searching on the internet and in specialized books. This is their procedure of animal safari in our valley.

But there is more in their archive: gnarled trees, views on the landscapes of Lower Bavaria, including high-voltage lines. “Most people cut them off but for me they give pictures an interesting rhythm.”

Being attentive, looking carefully, this is the credo of the Baumgarts. As newcomers they have a fresh view on the Rott valley. So they are able to capture the beauty of a landscape which normally disappears in the daily routine. “There is so much beauty directly in front of us”, says Nadia. And to be sure that this beauty can be admired also overseas, she publishes her photos in her blog with more than 700 followers. And see what happens: people look at these pictures also from Paris and New York!

Traduction de l´article

L´autre regard

Nadia Baumgart pourrait vivre à Paris et faire des photos la nuit de la tour Eiffel illuminée ou bien faire des photos dans la ville de New York.

Nadia, 57 ans, est née aux Etats-Unis d´un père égyptien et d´une mère allemande et a vu le monde, fait ses études d´art et de philosophie en France et en Toscane, où elle a  vécu de longues années. Elle, éloquente et cosmopolite et son mari Berndt, le fonctionnaire de la police judiciaire en retraite, ont pu choisir entre plusieurs options pour décider de l´endroit où ils partiraient en retraite.

Et maintenant ? Voilà Nadia Baumgart sur une colline solitaire quelque part derrière le village de Asenham qui exulte quand elle parle de sa découverte : « C´est un pétasite paradoxal – c´est quand même rare dans notre vallée ! » dit-elle en pointant le zoom de sa caméra sur une plante qui a l´air plutôt insignifiante. Cette drôle de plante est responsable pour la décision que Nadia et Berndt ont prise il y a un an et demi.

Mais pas seulement la plante : « la campagne ici avec ses douces collines et les animaux sauvages me fascine » dit-elle. A Wiesbaden, où nous vivions avant, nous nous sommes sentis « emprisonnés ». Nous voulions de la nature autour de nous, un environnement paisible. Et faire des photos, évidemment. « Nous avons trouvé Bad Birnbach sur internet et ça a été parfait, ça correspond à tous nos critères » Pour eux, la vallée du fleuve Rott n´est pas le fin fond de la province. « C´est une oasis pour nous, nous aimons cette région »

En tant que « Rottaler » d´adoption, ils ont développé un regard particulier sur la région. Ils ont noué des contacts avec les randonneurs, participent aux fêtes du village et sortent 3 fois par semaine à la chasse de motifs photogéniques. Ils se positionnent alors sur un pré, une colline, au bord d´un fleuve ou d´un lac.