Lokal Grün

Nicht nur Politik…Auch die Liebe ist ein Thema für Gstanzlkönigin Renate Maier

Politischer Aschermittwoch auf die kreative Art: Gute Laune, Witz und Intelligenz! Das waren die Zutaten des heutigen Abends im „Lokal Grün“ in Pfarrkirchen. Denn es trat die „Gstanzlqueen“ Renate Maier auf. Was eine Gstanzlqueen ist? Das wusste ich bis vor kurzem auch nicht. Also, Gstanzl Gesang ist laut Wikipedia eine bayerisch-österreichische Liedform, der meist als epigrammartiger Spottgesang vorgetragen wird.  Die erste und die letzte Zeile müssen sich halt reimen, um es einfacher zu sagen.

Wie das heute Abend war? Einfach umwerfend! Voller Witz und Selbstironie nahm die Gstanzl-Königin nahm sich so manchen Politiker vor, gab „Rotkäppchen“ Mia Tipps und versäumte es natürlich nicht, vom wichtigsten Thema zu singen: der Liebe.

Hier die Homepage der Künstlerin: http://www.renatemaiergstanzl.de/

#pfarrkirchen #rottalinn  #gruenepfarrkirchen

Ein gelungener Abend, der alle zum Nachdenken und zum Lachen gebracht hat…

Kunst und Zukunftsgestaltung

Die inspirierenden Siebdruck-Plakate von Künstler Simon Marchner

A good idea : This is about a temporary space in the centre of the Bavarian city of Pfarrkirchen that acts as a think tank, pop-up store and space of encounter between politicians, artists and citizens. Today I could admire the impressive gig posters of the artist Simon Marchner there.

Ein Raum der Begegnung und direkten Kontakte mitten in Pfarrkirchen

Heute habe ich es gerade noch geschafft, die Ausstellung von Simon Marchner und Simon Strobl im „Lokal Grün“ in Pfarrkirchen zu besuchen.

Die Gigposter von Simon Marchner kannte ich bisher nur online. Welch eine Freude, die Siebdrucke endlich einmal „analog“ betrachten zu dürfen! Ich liebe die Kombination aus strenger Komposition und absoluter Verträumtheit, die seine Konzertplakate und Grafikarbeiten ausstrahlen. Da schweben blaue Wale über Dörfer, da stehen elegante Gestalten an hohen Fenstern oder stolze Reiher in einer idealen Landschaft. Bilder zum Mitträumen.

Hier mehr über den Grafikdesigner und Illustrator: http://simonmarchner.de/

Künstler Simon Marchner zwischen Tobias Hanig (links) und Marius Packan vom Ortsverband der Grünen

Auch die individuellen Keramiken von Simon Strobl konnte man im „Lokal Grün“ bewundern. Ihn kann man hier besser kennenlernen: https://rottalergsichter.de/simon-strobl-keramik-pfarrkirchen-lazy-cat-design-linz/

Ich habe mich nicht nur über diese Ausstellung gefreut, die leider heute schon endet, sondern auch darüber, dass mitten in der Stadt ein Raum für Begegnungen entstanden ist. Für mich war es ebenfalls sehr schön, Menschen, die ich schon länger über die sozialen Medien kenne, „im richtigen Leben“ zu begegnen. Auch Marius Packan vom Ortsverband der Pfarrkirchner Grünen konnte ich so persönlich kennenlernen.

Stadtentwickler Tobias Hanig erklärte mir das Konzept, das hinter dem „Lokal Grün“ steht: Der Ortsverband der Grünen habe die ehemalige Galerie „Schau“ am Stadtplatz in Pfarrkirchen bis Ende März angemietet und dort sein Wahllokal sowie ein offenes „Ideenlabor“ eingerichtet. Es gehe darum, im Gespräch vor Ort Zukunftsthemen zu entwickeln. „Innenstadt anders denken“, das solle ein Hauptthema bei den Gesprächen sein. Insgesamt sei man aber offen für kreative Ideen, Wünsche und Visionen, die zukunftsweisend seien: „Gemeinsam weiter denken“, das sei das Motto.

Ab Januar will auch die grüne Landratskandidatin Mia Goller jede Woche an drei Vormittagen präsent sein.

Mir hat dieses Konzept sehr gefallen, weil es hier möglich wird, im direkten Kontakt mit Politikern, „Machern“ und Künstlern Inspirationen für die Zukunft zu entwickeln. Schranken und Hürden zwischen Bürgern und Institutionen fallen einfach weg. Und gemeinsam macht es einfach nicht nur Sinn, sondern auch mehr Spaß.

#Kunst #Niederbayern

Was ist Heimat?

This article is about a recent meeting of the Green Party in Bavaria, the goals and election campaign for the upcoming federal elections.

In Bayern fällt dieses Schlagwort zurzeit sehr oft. Man will die Heimat schützen, bewahren, erhalten, genießen.

Heimat…Geht es da nur um Trachten und Volksfeste? Gehören Naturgenuss und Artenvielfalt nicht auch dazu? Und die Verantwortung für die nächsten Generationen? Gerne zeigen wir auf China und Indien, diese Nationen würden ja mehr Dreck produzieren. Allerdings ist der Pro-Kopf-Ausstoß von CO2 bei uns viel höher…All dies wurde gestern beim Wahlkampfauftakt der Grünen Rottal-Inn angesprochen.

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Die Grünen während des Wahlkampfauftaktes in Eggenfelden – Ganz links Mia Goller

Bei diesem ersten Termin mit der Spitzenkandidatin für Niederbayern und Direktkandidatin für Rottal-Inn Mia Goller, ging es hauptsächlich um Naturschutz. Die Ziele zum Bildungs- und Sozialbereich werden in den nächsten Terminen diskutiert.

Normalerweise spreche ich ungern von Politik, aber in diesem Jahr ist es mir ein Bedürfnis, Wahlveranstaltungen zu besuchen und auch darüber zu reden. Denn die Atmosphäre ist zurzeit sehr konfliktgeladen, und da möchte ich mich zu meinen  Werten bekennen.

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Die Passauer „Saudiandl“

Die spannenden Themen, die von allen Rednern, aber insbesondere vom Fachmann für Naturschutz Christian Magerl, auf den Punkt gebracht wurden, möchte ich hier einmal stichpunktartig, wenn auch unvollständig, zusammenfassen:

Der Klimawandel ist schon da
• Klimaschutz ist Menschenschutz
• Moorschutz ist der billigste Klimaschutz
• Der Flächenfraß muss reduziert werden
• Ein dritter Nationalpark in Bayern ist nötig

Die im Jahr 2015 in Paris vereinbarten Klimaziele sind von 196 Mitgliedstaaten unterschrieben worden. Auch von Deutschland…

Und doch wird an der Verkehrspolitik nichts verändert, obwohl auch der Verkehr an den hohen Stickstoffbelastungen beteiligt ist. Und doch werden zu viele Pestizide und auch Glyphosat zugelassen. Und doch werden Ersatzgelder für den Bau von Sendemasten und Windrädern, die bisher in Naturschutzfonds flossen, in Bayern nun in die konventionelle Landwirtschaft umgeleitet. In Bayern würden schöne Broschüren zu Naturschutzprogrammen entstehen, jedoch nicht genug Geld und Personal für die Umsetzung bereitgestellt. Selbst in ausgewiesenen FFH-Gebieten schrumpften Biotope mangels Personal und Beratung, so Herr Magerl.

 

Das Ziel der Bundesregierung, die Roten Listen gefährdeter Biotoptypen, Tier- und Pflanzenarten zu verbessern, kann somit nicht erreicht werden. Inzwischen sind ca. 50% der von uns bekannten Tiere auf der Roten Liste…Und ca. 40 % der Pflanzen.

Günther Reiser schilderte am Anfang eindrücklich die verheerende Auswirkung eines Gülle-Austritts bei einer Biogasanlage in Arnstorf im Jahr 2015 auf den ehemals fischreichen und inzwischen bereits verschlammten Kollbach. Der sei auf viele Jahre „biologisch tot“. Herr Reiser sprach von seiner emotionalen Betroffenheit angesichts des toten Baches, an dessen Ufern er aufgewachsen ist, in dem er als kleiner Bub mit primitiven Mitteln oder gar mit der Hand Fische im glasklaren Wasser fing. Tausende von Weißfischen sah er dort im Kies laichen. Der Kies ist nicht mehr zu sehen: darüber lagern dicke Schlammschichten.

Auch ohne solche Unfälle ist zu sehen, dass Bäche und Gewässer zunehmend verschlammen und verarmen.

Da es in dem Lokal, in dem wir uns trafen, schon recht dunkel war, gelang mir nur ein Foto, ansonsten habe ich Skizzen der Redner und der „Passauer Saudiandl“ gemacht, die die Veranstaltung mit ihren frechen und witzigen Songs im niederbayerischen Dialekt musikalisch untermalt haben.

Zum Schwund der Fasane aufgrund von „Maiswüsten“, den Fritz Kempfler ansprach, hier ein kleines Trostpflaster: vor wenigen Tagen liefen uns junge Fasane über den Weg, einen habe ich mit der Kamera erwischt. Hoffentlich werden diese eleganten Tiere nicht ganz aus unserer Kulturlandschaft verschwinden:

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Junger Fasan in Bad Birnbach