Ein brennendes SOS für Gewerbe und Tourismus!

Brennendes SOS im Bäderdreieck.

Mit brennenden Kerzen machen heute die Kurorte im niederbayerischen Bäderdreieck auf ihre Situation im Lockdown aufmerksam.

Ein SOS aus Kerzen
Ein Hilferuf der Kurorte und Thermalbäder

Thermenlust statt Covid-Frust

Mir fehlt das warme Thermalwasser auch sehr!

Wahrscheinlich die erste Demo in Bad Birnbach seit der Keltenzeit: Am Pfingstmontag um 10 Uhr am Neuen Marktplatz in Bad Birnbach findet eine Kundgebung unter dem Motto: „Thermenlust statt Covid-Frust!“ statt. Diesmal eine Nachricht für die Menschen aus der Region: Jeder, der mitmachen will, sollte mit Mundschutz kommen und sich an den Abstand von 1,50 Meter halten.

Nicht nur das Thermalwasser ist gut für unsere Gesundheit, sondern auch gesunde Natur. Ich hoffe, das wird bei der Aktion nicht vergessen.

Es ist soweit: Am Pfingstmontag, 1. Juni um 10 Uhr geht es zur Kundgebung auf den Neuen Marktplatz. Hintergrund: Obwohl die niederbayerischen Heil- und Thermalbäder ein weitreichendes Hygienekonzept mit zahlreichen Selbstbeschränkungen vorgelegt haben, wurde von der Staatsregierung nur der Außenbereich der Thermen ab 8. Juni freigegeben. Ob und wie die innenliegenden Sanitär- und Umkleidebereiche genutzt werden dürfen, ist unklar. Dagegen steht fest, dass am 15. Juni die Grenze zu Österreich geöffnet wird. Dort sind die nahegelegenen Thermen bereits vollumfänglich mit allen Einrichtungen wieder in Betrieb.

Hier mehr https://www.pnp.de/lokales/landkreis-rottal-inn/pfarrkirchen/Protestaktion-Kurort-fordert-Oeffnung-der-gesamten-Thermen-3693518.html

Bade-Amseln

In der Rottal Terme

Birds in the spa

Vogelwelt im Thermalbad

Die Rollstuhlrampe

Was gibt es Schöneres, als bei diesem Nebelwetter im warmen Wasser zu schwimmen? Heute morgen war viel los im Thermalbad. Denn zwischen 2 Außentüren beim Thermalbecken der Rottal Terme steht wilder Wein mit den letzten Beeren. Das zieht die Amseln magisch an. Laut schimpfend jagten sie sich gegenseitig von den Leckerbissen weg und erhaschten doch immer wieder eines.

Währenddessen hüpften Kohl- und Blaumeisen neugierig auf den Türrahmen herum. Oben in der Regenrinne schritt würdevoll ein Eichelhäher. „Das geht ja zu wie in einer Voliere“, sagte ein Badegast. „Da sind drei Baumläufer!“ rief ich begeistert einer Frau zu. Dadurch, dass die scheuen Vögelchen nur unsere Köpfe wahrnahmen, hatten sie wohl keine Angst vor uns und kletterten emsig auf den Baumstämmen direkt am Beckenrand. Sogar ihre Augen konnte man leuchten sehen und ihre leicht gebogenen Schnäbel sehr gut erkennen. „Schön, dass Sie wissen, was das für welche sind“, antwortete die Badende und sagte es gleich weiter.

Nach einer Weile entstand eine kleine Menschentraube am Beckenrand, alle schauten gebannt auf die hübschen Vögel. Niemand schwamm mehr. Alle schauten auch in den Himmel, der ganz durchkreuzt war von Vögeln. Nach einer Weile war der Spuk vorbei. Naturschauspiele sind für mich einfach beeindruckender als so manches Event.

Ich hoffe, dass unser „ländliches Bad“ trotz Expansion auch ländlich bleibt, viele „wilde Ecken“ und Platz für bäuerliche Landwirtschaft (als Gegenmodell zur industriellen Landwirtschaft) erhalten bleiben.