
Auf einer extensiv bewirtschafteten Wiese an der Rott.


Die Kunstakademie in Troyes – Gouache
In unserem Keller gab es gestern einen Wasserschaden. Das Ergebnis: Ich musste all meine Bilder, Aquarelle und Leinwände „retten“, die ich dort unten lagere. Das bedeutet: alles nach oben tragen – und dabei wieder auf Arbeiten stoßen, die ich lange nicht gesehen hatte.
Viele meiner alten Gemälde sind bei früheren Umzügen zurückgeblieben. Dieses Aquarell jedoch war immer dabei, als Rolle irgendwo im Gepäck. Es zeigt die Kunstschule in Troyes – eine Kleinstadt in der Champagne‑Region, in der ich in den 80er‑Jahren das Glück hatte, Bildende Kunst zu studieren. Dort wurden sowohl bildende als auch angewandte Künste unterrichtet. Ich habe dieses wunderschöne Gebäude in der Rue Jeanne d´Arc geliebt: verspielt, viel Glas, ein kleiner Park. Draußen vor der Tür standen Skulpturen der Studierenden. Hier auf dem Bild sind sie teilweise unter Planen, wenn es sich um Gips handelte.
Inzwischen gibt es diese Schule so nicht mehr; stattdessen existieren offene Ateliers für Kinder und Erwachsene an einer anderen Adresse. Damals war ich „Mademoiselle Nadia Nashed“ und liebte – wie man sieht – die kräftigen Farben Gauguins.
Wenn ich eigene Bilder sehe, die ich vor Jahren gemalt habe, kommt mir mein ganzes Leben entgegen – mit all seinen Erinnerungen. Es war eine spannende Zeit.



Wie ein Sechser im Lotto ist es für mich, einen Nachtreiher zu sehen – und dann auch noch einen Jungvogel!
Denn der Nachtreiher (Nycticorax nycticorax) ist in Bayern ein extrem seltener und streng geschützter Brutvogel mit nur wenigen Brutpaaren. Die Art steht auf der Roten Liste.
Heute saß dieser scheue und faszinierende Vogel an der Rott. Seit 2018 sehe ich dort erwachsene Tiere, aber auch regelmäßig Jungvögel im Hochsommer!!
Der Vogel auf dem Foto ist im Frühjahr oder Sommer – wahrscheinlich an der Rott – geschlüpft und daher höchstwahrscheinlich nur wenige Monate alt. Das erkennt man am Gefieder: Im Gegensatz zu den adulten Tieren, die eine markante schwarz‑grau‑weiße Färbung besitzen, haben Jungvögel ein komplett braun‑beiges Federkleid. Es ist am gesamten Körper dicht mit hellen, tropfenförmigen Flecken und Längsstreifen übersät – eine perfekte Tarnung im Schilf.
Normalerweise ist diese Art nachtaktiv, daher auch der Name. Nur während der Brutzeit sieht man sowohl die erwachsenen als auch die jungen Vögel fischen.
Die Tiere sind sehr störungsempfindlich. Wir sollten im Frühjahr und Sommer an der Rott immer darauf achten, die Fauna nicht zu beunruhigen.

Hier in Aktion:

Gestern am Chiemsee. Jetzt in der Ferienzeit war natürlich recht viel los, aber es war trotzdem schön.
Der historische Raddampfer „Ludwig Fessler“ befährt den Chiemsee im bayerischen Voralpenland und gehört zur Flotte der Chiemsee-Schifffahrt. Es war richtig romantisch, gerade in diesem Schiff zur Fraueninsel zu fahren. Nach dem Besuch der wunderschönen Abteikirche aus dem 11. Jahrhundert ging es zurück nach Übersee, wo wir gebadet haben. Wirklich wie am Meer. Es war ein schöner Tag!
Hier einige Impressionen:








